Sie sind hier: Home > Leben > Reisen > Deutschland >

Oktoberfest 2018 im Newsticker: Zur Deeskalation – Wiesn-Polizisten werden zu DJs

Newsblog zum Oktoberfest 2018  

Zur Deeskalation – aus Wiesn-Polizisten werden DJs

03.10.2018, 13:07 Uhr | jb, AM, sm, t-online.de

Oktoberfest 2018 im Newsticker: Zur Deeskalation – Wiesn-Polizisten werden zu DJs. Muenchen Oktoberfest 2018 auf der Theresienwiese der letze Wiesntag mit Salut und Boellerschiesse (Quelle: imago/stl)

Polizisten im Einsatz auf dem Oktoberfest: Die Beamten setzen auch Musik zur Deeskalation ein. (Symbolbild) (Quelle: stl/imago)

Ozapft is! Hier erfahren Sie alles, was rund um das 185. Oktoberfest passiert. Das größte Volksfest der Welt findet vom 22. September bis zum 7. Oktober 2018 in München statt.

Oktoberfest-News

++Wiesn-Polizisten als DJs - "Leute, die tanzen, prügeln nicht" (03.10.2018)++

Die Polizei sorgt nicht nur für Ordnung – sondern auch für Stimmung. Dass sie auch Party können, zeigen in diesen Tagen Beamte der Bundespolizei in München. Aus den Lautsprechern ihres Spezialbusses am Heimweg vom Oktoberfest zur S-Bahn schallen die Wiesn-Dauerbrenner "Atemlos", "Hulapalu" und andere Gassenhauer. Allabendlich verwandeln die Polizisten so den Asphalt in ein Tanzparkett. Am ersten Wiesn-Abend tanzten an die 80 Menschen zur Musik der Polizei-DJs. "Cool, dass die Polizei das jetzt macht", findet ein Wiesn-Besucher.

In erster Linie wollen die Beamten allerdings nicht für Party sorgen - sondern für einen friedlichen Heimweg. "Leute, die tanzen, prügeln nicht", sagt Heiko Müller. Der Polizist ist mit seinen Kollegen von der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin aus dem Bonner Raum angereist.

Die sogenannten Lautsprecherkraftwagen – LauKWs – der Polizei kommen nicht nur auf der Wiesn zum Einsatz. Die Grundidee stammt aus dem Jahr 2006. Zur Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland habe man das Musik-Konzept erstmals ausprobiert, sagt Petra Wiedmann, Sprecherin in der Bundespolizeiinspektion München. "Wie ist es denn, wenn wir ein bisschen Musik spielen?" Zuerst habe es vorsichtige Zurückhaltung gegeben, doch dann machten die Beamten bundesweit bei verschiedenen Einsätzen positive Erfahrungen. Inzwischen gibt es bundesweit sechs dieser LauKWs.

Damit die Beamten den richtigen Geschmack treffen, bereiten sie sich vor: "Die Kollegen schauen im Vorfeld schon mal in den Charts: Was ist gerade aktuell, was können wir verwenden." Und was passt zum Ziel Deeskalation. Die Wahl fällt unter anderem auf Heino, Nena, Bryan Adams, Helene Fischer, Andreas Gabalier.

++Halbzeitbilanz – 70 Ochsen, 29 Kälber und Zuckerwatte (30.09.2018)++

Nach der ersten Wiesnwoche ziehen Festleitung und Polizei in München heute ihre Halbzeitbilanz. Das tödliche Ende eines Streits am Freitagabend überschattet das Fest. Bis dahin war das Oktoberfest heiter und friedlich verlaufen. Bei fast allen Delikten seien die Zahlen zurückgegangen.

Eine sonnige Wiesn hat Schätzungen zufolge in der ersten Woche 3,3 Millionen Besucher angelockt – 300.000 mehr als im Vorjahr. Die Gäste tranken pro Kopf etwa so viel Bier wie im Vorjahr, kamen aber mit deutlich gesteigertem Appetit. Sie verspeisten 70 Ochsen, zehn mehr als 2017. Auch 29 Kälber landeten auf den Tellern. Eine Süßigkeit kommt dieses Jahr besonders gut an: die Zuckerwatte.

++Haftbefehl nach tödlichem Streit erlassen (30.09.2018)++

Nach dem tödlichen Streit auf dem Münchner Oktoberfest ist am Samstagnachmittag ein 42-jähriger Mann in Begleitung seines Anwalts bei der Polizei in München erschienen. Wie die Polizei mitteilte, gab er an, an der Auseinandersetzung in der Nacht zum Samstag beteiligt gewesen zu sein. Am Sonntag wurde Haftbefehl erlassen. Es werde wegen Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt, teilte die Polizei am Sonntag mit. Das 58-jährige Opfer starb an einer Hirnblutung, so das Ergebnis der Obduktion.

Zuvor hatte sich eine Zeugin gemeldet, die am Samstagnachmittag vernommen wurde. 

++Mann stirbt nach Streit auf Oktoberfest – Angreifer flüchtet (29.09.2018)++

Bei einem Streit auf dem Münchner Oktoberfest ist ein Mann tödlich verletzt worden. Wie die Polizei auf Twitter mitteilte, waren am Freitagabend im Außenbereich eines Festzeltes zwei Männer aneinandergeraten. Der eine streckte den anderen nieder und verletzte ihn so schwer, dass er kurz darauf starb. Der Täter flüchtete. Die Münchner Polizei fahndet nach einem Unbekannten.

++Das ist der Favorit für den Wiesnhit 2018 (28.09.2018)++

Die Ballade "Cordula Grün" ist der Favorit für den diesjährigen Wiesnhit. "Ich bin auch der Meinung, dass es ziemlich stark in Richtung "Cordula Grün" gehen könnte", sagt Festleiter Josef Schmid (CSU) am Freitag.

Viel gespielt werde aber auch das "Bella ciao", das auf ein Partisanenlied zurückgeht – und "Hulapalu". Der Song von Andreas Gabalier hatte es im vergangenen Jahr schon zum zweiten Mal zum Wiesnhit geschafft. "Das ist unschlagbar, das kann die ganzen Welt mitsingen", sagt Schmid.

Bei dem alljährlich gesuchten und am Ende von der Festleitung bekanntgegebenen Wiesnhit geht es nicht nur um reine Zahlen, sondern um einen Trend bei neuen Songs, die gut ankommen.

Laut der Verwertungsgesellschaft Gema lag mindestens 2016 und 2017 "Ein Prosit der Gemütlichkeit" rein zahlenmäßig auf Platz eins. Bei dem obligatorischen "Oans, zwoa – gsuffa!" heben die Gäste die Maßkrüge. Ob das Trinklied den Umsatz hebt, ist aber umstritten.

++ Mehrere sexuelle Übergriffe: Grabscher zerreißt Dirndl (25.09.2018)++ 

Ein 27-jähriger Tourist griff einer 20 Jahre alten Besucherin an die Brust – und zerriss bei einem zweiten Grapschversuch einer anderen 20-Jährigen gleich das Dirndl, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Ein anderer Mann griff unter den Rock einer Besucherin – die ihn dafür mit dem Inhalt ihres Maßkrugs überschüttete. Der Mann schlug mit seinem Maßkrug zurück und entkam. Die Frau musste in der Wiesn-Ambulanz behandelt werden.

Einmal mehr nutzten Männer die Wehrlosigkeit betrunkener Besucherinnen aus. Einer drängte sich zu einer Frau in die Toilette – Festnahme, Haftanstalt hieß das für ihn in der Folge. Ein anderer kam aus einem Gebüsch, wo eine teils entkleidete Frau lag. Auch er wurde vorerst festgenommen, kam dann aber erst einmal frei: Erst seien zunächst weitere Ermittlungen nötig – denn die Frau konnte wegen ihrer Alkoholisierung keine Angaben zu dem Vorfall machen.

++Wiesngast beißt Polizisten dienstunfähig (24.09.2018)++

Alljährlich meldet die Wiesnwache der Polizei Beißereien. Auch in diesem Jahr gab es schon das erste Opfer: ein Polizeibeamter. Da ein 21-jähriger Gast am späten Sonntagabend sehr aggressiv auf Ordner losging, wurde eine Einsatzgruppe der Wiesn-Wache gerufen, die den Mann zu Boden brachte, wie die Beamten am Montag mitteilten. Dabei biss er einen der Polizisten in den linken Oberschenkel. Die etwa drei Zentimeter große Wunde musste in der Wiesn-Ambulanz versorgt werden. Der Polizeibeamte war nicht mehr dienstfähig. Gegen den Wiesngast wurde eine Strafanzeige erstellt und ein Betretungsverbot für das Oktoberfest beantragt.

++ Wegen Sturmtief "Fabienne": Fahrgeschäfte standen still (23.09.2018)++

Das Sturmtief "Fabienne" hat am Sonntag auch das Münchner Oktoberfest gestreift. Einige Fahrgeschäfte stellten am Abend vorsorglich zeitweise ihren Betrieb ein, wie der Sprecher der Schausteller, Edmund Radlinger, am Montag sagte. Es sei für jedes Geschäft vorgegeben, bei welcher Windstärke es noch fahren dürfe. Die berühmte Olympia-Looping-Achterbahn sei trotz Regens aber bis 23.30 Uhr gefahren. Das Unwetter habe das Oktoberfest nicht in voller Stärke erreicht. "Wir hatten Glück, dass der Sturm an uns vorbeigezogen ist", sagte Radlinger.

Größere Schäden oder Zwischenfälle gab es laut Polizei nicht. Ein Bauzaun kippte auf etwa 100 Metern Länge um, wurde aber schnell wieder aufgestellt. Die Festleitung hatte die Besucher gegen 19.20 Uhr vor dem heranziehenden Unwetter gewarnt. Später empfahl sie den Gästen über Twitter, "den Besuch im Außenbereich des Festgeländes zu unterbrechen". Die meisten Gäste trieb der Regen ohnehin vorzeitig nach Hause, in den Bierzelten wurde aber weitergefeiert.

++ 9 Tipps, wie Sie noch einen Platz im Bierzelt bekommen ++

Die Plätze in den großen Festzelten auf dem Oktoberfest sind heiß begehrt und oft ausgebucht. Wiesn-Wirte und Servicekräfte verraten, wie Kurzentschlossene am Abend noch einen Tisch ergattern können. Neun Tipps, wie Sie auch zu Stoßzeiten mit etwas Glück ins Zelt gelangen.

++ Falscher Mönch ist erste "Bierleiche" ++

Ein falscher Mönch ist am Samstagmittag als erster Wiesnbesucher wegen überhöhten Alkoholkonsums behandelt worden – nur eine halbe Stunde nach Beginn des Bierausschanks. Der Mann habe eine Mönchskutte getragen, sagte die Sprecherin des Sanitätsdienstes Aicher Ambulanz, Ulrike Krivec. "Wir dachten, dass es ein Mönch ist." Im Laufe der Behandlung habe sich aber herausgestellt, dass es sich bei dem etwa 50 Jahre alten Wiesngast nicht um einen Ordensmann handelte. Der Mann sei um 12.32 Uhr zur Sanitätswache gebracht worden – das erste Bier gab es um 12.00 Uhr. Viele Besucher, die morgens an den Eingängen zum Festgelände auf Einlass warteten, hatten schon Bier in Dosen dabei – und damit gut vorgeglüht.

114 Sanitäter waren am Samstagmorgen im Einsatz, sie mussten bis zum Mittag 23 Patienten behandeln. Die meisten hatten sich bei Stürzen verletzt. Der erste Notfalleinsatz war eine halbe Stunde vor dem Anstich – eine Schwangere war in einem Zelt kollabiert.

++ Brand nahe der Wiesn behindert Anreise ++

Nahe der Wiesn ist am Samstagvormittag ein Feuer ausgebrochen, das die Anreise der Besucher erschwert. Es handele es sich um einen Brand, der in einem Kamin ausgebrochen war. Er habe sich auf mehrere Geschäfte ausgebreitet. Der "tz" gegenüber äußerte sich Feuerwehrsprecher Felsner über die Situation, die sich "undurchsichtiger darstelle, als erwartet". Der Einsatz dauere an, 14 Einsatzfahrzeuge befänden sich im Einsatz. Eine Gefahr für Wiesn-Besucher bestand nach Angaben eines Feuerwehr-Sprechers nicht. Zahlreiche Festgäste mussten aber einen Umweg zur Theresienwiese nehmen, weil eine zentrale Zufahrtsstraße gesperrt war.

++ Wiesnbesucher trägt Gummipenis ++

Da man im einheitlichen Trachten-Look die Blicke der anderen Oktoberfestbesucher kaum noch auf sich ziehen kann, greifen manche zu anderen Mitteln: Ein Mann trägt einen aufblasbaren Penis über die Wiesn.

Wiesn 2018: Ein Oktoberfestbesucher läuft mit einem aufblasbaren Penis unter dem Arm über die Wiesn. (Quelle: dpa/Karl-Josef Hildenbrand)Wiesn 2018: Ein Oktoberfestbesucher läuft mit einem aufblasbaren Penis unter dem Arm über die Wiesn. (Quelle: dpa/Karl-Josef Hildenbrand)

 

Quiz: Wie gut ist ihr Bairisch?

++ Mit zwei Schlägen angezapft++

Ozapft is! Mit zwei Schlägen hat Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Samstag das erste Fass Bier angezapft und damit das 185. Oktoberfest eröffnet. Erstmals war Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in der Anzapfboxe im Schottenhamel-Zelt dabei – er erhielt traditionsgemäß die erste Maß Festbier. Während Böllerschüsse den Start des größten Volksfests der Welt verkündeten, stießen Reiter und Söder auf eine friedliche Wiesn an.

++ Das Münchner Kindl 2018 ++

Das Münchner Kindl ist die offizielle Wappenfigur von München. Viktoria Ostler verkörpert es seit 2016. Sie ist damit im dritten Jahr eine Art Botschafterin von München. Das Münchner Kindl führt zur Eröffnung des Oktoberfests den Trachtenzug auf einem Pferd sitzend an. Es trägt dabei eine gelb-schwarze Franziskanerkutte und halt einen Maßkrug. Anschließend steht es neben dem Oberbürgermeister von München, wenn er das Oktoberfest mit dem Fassanstich und dem Ruf "Ozapft is!" wird.

 Oktoberfest 2018: Das Münchner Kindl ist dieses Jahr Viktoria Ostler.  (Quelle: dpa/Angelika Warmuth)Oktoberfest 2018: Das Münchner Kindl ist dieses Jahr Viktoria Ostler. (Quelle: dpa/Angelika Warmuth)

++ Wiesnwirte fahren zum Festgelände ++

Mit festlich geschmückten Wagen und Brauereigespannen sind die Wiesnwirte am Samstagvormittag zum Festgelände auf die Theresienwiese gefahren. Tausende Menschen säumten bei herbstlichem Wetter die Straßen, um den traditionellen Festzug zum Oktoberfest zu sehen. Den von Musikkapellen begleiteten Zug führte hoch zu Ross das "Münchner Kindl" Viktoria Ostler an. Dahinter folgte traditionsgemäß Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) in seinem Wagen. Um Punkt 12.00 Uhr soll er im Schottenhamel-Zelt das erste Fass Bier anzapfen und damit die Wiesn eröffnen. Das Fest dauert bis zum 7. Oktober, an die sechs Millionen Besucher werden erwartet.

++ Das Festgelände ist geöffnet (22.09.2018) ++

Drei Stunden vor dem offiziellen Beginn des Münchner Oktoberfests sind Tausende Wiesn-Besucher auf das Festgelände geströmt. Um 9 Uhr öffneten Ordner die Zugänge und Lautsprecherdurchsagen verkündeten in den Sprachen Deutsch, Englisch und Bairisch: "Liebe Festgäste, willkommen auf dem Oktoberfest. Wir öffnen jetzt das Festgelände."

Kurz vor Anstich: Oktoberfest-Wirte und Schausteller optimistisch. (Quelle: dpa)

Die vielen Gäste aus dem In- und Ausland mussten sich aber in den Zelten noch einige Zeit gedulden, bis sie ihren Durst stillen konnten: Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter wird um 12 Uhr das erste Fass anzapfen und die erste Maß an Bayerns Ministerpräsident Markus Söder überreichen. Zum größten Volksfest der Welt werden bis zum 7. Oktober rund sechs Millionen Menschen erwartet.

++ Studie: Die Wiesn ist schlecht fürs Klima (20.09.2018) ++

In der Wiesn-Zeit steigt in München nicht nur der Bier-Ausstoß massiv an, auch vom Klimagas Methan werden deutlich höhere Mengen freigesetzt. Das haben Forscher der Technischen Universität München (TUM) herausgefunden. Zu den Quellen des erhöhten Methans gehört den Forschern zufolge das Abwasser aus den Toiletten und aus der Gastronomie, die Gasgrills in den Wiesn-Festzelten und Buden sowie die Gasversorgung für Heizstrahler, sagte Jia Chen, Ingenieurin und TUM-Professorin für Umweltsensorik.

Die jährlich rund sechs Millionen Besucher des Oktoberfestes seien als Ursache für das erhöhte Methan unwahrscheinlich. "Noch nicht einmal die Hälfte aller Menschen produziert überhaupt Methan, und wenn, dann nur ein paar Mikrogramm pro Sekunde, sodass selbst bei einer Rekord-Wiesn niemals die von uns gemessenen Werte erreicht werden könnten", betont die Wissenschaftlerin. Blähungen von mit Bier abgefüllten und sattgegessenen Wiesn-Besuchern spielen demnach also keine Rolle.

Auch sonst im Jahr sei in der Stadt die Methan-Konzentration leicht erhöht, erklärt die Wissenschaftlerin. Während der Wiesn habe sie aber teils fünf Mal so hoch gelegen wie vor und nach dem Fest. Explosionsgefahr besteht aber nicht. Es gehe um Konzentrationen von ein paar Teilchen Methan pro einer Million Luftteilchen. "Um explosiv zu sein, müsste der Methan-Anteil zehntausendfach höher sein."

++ Eine Maß ist so teuer wie ein Kasten Bier (20.09.2018) ++

Auf dem Oktoberfest kostet eine Maß dieses Jahr 11,50 Euro. Das ist ein Preisanstieg um bis zu 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dafür gibt es im Getränkemarkt einen Zehn-Liter-Kasten Premium-Pils. Die Münchner Brauereien sehen sich nicht dafür verantwortlich. "Mit dem Bierpreis auf der Wiesn haben die Brauereien wenig zu tun", sagt Christoph Bohning vom Verein Münchener Brauereien.

Aber auch im Handel haben sich die Preise für Bier erhöht: Sie stiegen in den letzten zwölf Monaten um bis zu 4,1 Prozent. Durchschnittlich zahlen Kunden nun 1,24 Euro für einen Liter Pils. Ein Ende des Preisanstiegs ist vorerst nicht in Sicht.

++ Betrunkene werden auf dem Oktoberfest in Schlumpfkisten transportiert (19.09.2018) ++

Wiesnchef erwartet neue Debatte über Bierpreisbremse – Bier gibt es noch immer reichlich, aber für die Banane ist auf dem am Samstag beginnenden Oktoberfest das Ende gekommen: "Banane" nannte der Volksmund die gelben Rettungstragen auf Rädern, mit denen bisher die vielen Wiesnbesucher abgeholt wurden, die sich bis zur Besinnungslosigkeit betranken.

Grund für das Ende der Oktoberfest-"Banane" ist ein Wechsel beim Rettungsdienst – der neue Betreiber setzt bei seinen Rettungskarren auf die Farbe blau. Auch für die gibt es schon einen Spottnamen: "Schlumpfkiste".

Neben dem neuen Rettungsdienst setzt auch die Polizei auf eine neue Truppe. Die wegen der noch immer als stark erhöht geltenden Anschlagsgefahr beim Oktoberfest sehr präsente Polizei setzt neben einer nochmals ausgeweiteten Videoüberwachung in diesem Jahr zum ersten Mal eigene sogenannte Super-Recogniser ein. Das sind Polizisten, die besonders gut Gesichter wiedererkennen – besser als jede Software sollen sie Übeltäter in der Menge erkennen.

++ o2 bohrt Handynetz zur Wiesn auf (19.09.2018) ++

Das Oktoberfest rechnet im Schnitt mit 600.000 Besuchern pro Tag, die sich auf 14 Festzelte auf der Theresienwiese verteilen. Damit denen kein Datenstau in die Quere kommt, hat Telefónica Deutschland zur Wiesn seine Netzkapazitäten erhöht: Das 42 Hektar große Gelände wird von 17 Sende- und Empfangsstandorten ausgeleuchtet, davon sind zehn Funkmasten und sieben in Festzelten. Über eine eigene Mobilfunkversorgung von O2 verfügen die Zelte Schottenhamel, Hacker, Hofbräu, Paulaner Winzerer Fähndl, Armbrustschützen, Löwenbräu sowie die Käfer Wiesn-Schänke.

Insgesamt sorgen 42 LTE-Anlagen, 48 UMTS- und 6 GSM-Anlagen für die Abdeckung des Festgeländes. Im Vorjahr übertrug Telefónica zur Wiesn rund 40.000 Gigabyte Daten, in diesem Jahr werden bis zu 20 Prozent mehr erwartet.

++ Lufthansa-Crew fliegt in Tracht und zapft Bier (18.09.2018) ++

Drei Tage vor dem Beginn des Oktoberfests am Samstag in München schickt die Lufthansa Flugbegleiter in Dirndl und Lederhose auf die Reise. Der erste Trachtenflug startet am 19. September nach New York, weitere folgen in verschiedene europäische Städte sowie nach Singapur und Shanghai, wie die Fluglinie mitteilt. 

Erstmals seit Langem soll es auch – wie schon in den 1960er Jahren – frisch gezapftes Bier an Bord geben. In den Genuss kommen aber nur Business-Class-Gäste. Hierfür sei ein flugtaugliches Spezialfass ausgewählt worden, bei dem der Kohlensäuredruck durch ein Ventil reguliert wird. So werde ein Überdruck an Bord verhindert und das Zapfen sei auch in 10.000 Metern Flughöhe möglich.

Rund um das Oktoberfest

Das 185. Oktoberfest findet in diesem Jahr zwischen dem 22. September und 7. Oktober 2018 in München auf der Theresienwiese statt. Es gehört zu den größten Volksfesten der Welt.

Das erste Fass Wiesnbier wird traditionell vom Münchner Oberbürgermeister im Schottenhamel-Festzelt am 22. September um 12 Uhr angestochen. Mit dem Ausruf "O'zapf is" startet das Oktoberfest.
Vor allem an den Wochenenden wird es traditionell voll auf der Wiesn, wie das Volksfest noch genannt wird. Sie sollten Ihren Besuch daher am besten mit dem Wiesnbaromater planen und nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen.

Die Preise für Essen und Trinken sind in diesem Jahr wieder gestiegen. Wiesnbesucher zahlen 11,50 Euro pro Maß, 8,70 Euro für Wasser und bis zu 12,70 Euro für ein Brathendl. Der Eintritt auf das Volksfest ist kostenlos.

Geschichte des Oktoberfests

Das Volksfest geht auf die Feierlichkeiten für die Hochzeit des bayerischen Kronprinzen Ludwig (König Ludwig I.) und der Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen am 17. Oktober 1810 zurück. Da den Münchnern dieses Fest so gut gefallen hat, wiederholten sie es jährlich. Es dauerte dabei immer länger und der Beginn wurde aufgrund des schöneren Wetters in den September verlegt.

 

Verwendete Quellen:
  • dpa, afp
  • eigene Recherche 

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mit 1 GB Datenvolumen im besten D-Netz surfen
das Sony Xperia XA2 bestellen bei congstar
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Leben > Reisen > Deutschland

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018