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Oldtimer 2024: Diese Autos werden 30 und bekommen nun das H-Kennzeichen


Diese Autos werden 2024 zum Oldtimer

Von SP-X, ccn

Aktualisiert am 10.12.2023Lesedauer: 5 Min.
Wird 30 Jahre alt: Der Alfa Romeo GTV wurde bei Pininfarina entworfen.Vergrößern des BildesWird 30 Jahre alt: Der Alfa Romeo GTV wurde von Pininfarina entworfen. (Quelle: Alfa Romeo)
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Wie schnell die Zeit vergeht: 2024 feiern zahlreiche Modellreihen ihren 30. Geburtstag. Diese beliebten Autos sind mit dabei.

Oldtimer sind beliebt wie nie: Mehr als 700.000 Autos mit einem Alter von mehr als 30 Jahren seien in Deutschland zugelassen, berichtet das Kraftfahrt-Bundesamt. Aus technischer Sicht spricht das für die Langzeitqualität einiger Pkw. Aus emotionaler Sicht beschwören alte Fahrzeuge das Lebensgefühl vergangener Dekaden und beamen ihre Besitzer in ihre Kindheit oder Jugend oder sogar noch weiter zurück.

Sobald die Zulassung mehr als 30 Jahre zurückliegt, dürfen Autobesitzer ein begehrtes H-Kennzeichen beantragen, das Historienkennzeichen. Es erklärt Klassiker zu technischem Kulturgut, das einige Privilegien genießt. Allerdings muss zuvor ein Gutachten einen weitgehend originalen und guten Zustand des alten Autos bescheinigen. Was Sie über die H-Zulassung wissen müssen, erfahren Sie hier.

Diese Autos werden 2024 zum Klassiker mit H-Kennzeichen

2024 wird ein Jahr der besonders bunten Zuwächse: Neben Cabriolets – die übrigens fast 30 Prozent aller Oldtimer auf deutschen Straßen ausmachen – sorgten 1994 frühe Cross-over-Typen wie der Toyota RAV4 Funcruiser und Familienvans japanischer und europäischer Hersteller für Furore. Die ersten Exemplare werden jetzt zum Oldtimer. Legendär sind etwa die Eurovans von Citroën (Evasion), Fiat (Ulysse), Lancia (Zeta) und Peugeot (806). In der Mittelklasse konkurrierten Renault Laguna und Audi A4 (B5) in rundlichen Formen, in der kleinen Klasse garantierten Opel Tigra Coupé und der erste BMW 3er Compact (E36) Coolness.

Tempo lag 1994 im Trend, wie die neuen Ferrari-Modelle F355 und F512 M und das zügig ausgebaute Portfolio des erfolgreichen Porsche 911 (993) oder das erste BMW M3 Cabrio sowie der Volvo 850 T-5R als bis dahin schnellster Schwede andeuteten. Sport und Ford, dafür stand der technisch nachgeschärfte Escort RS Cosworth. Ansonsten stieß der Kölner Volumenhersteller vor 30 Jahren auf Verwunderung, als der finale Scorpio in schwülstig rundlicher Form mit Glupschaugen und Fischmaul gegen den ebenfalls neuen Opel Omega (B) antrat. Was noch keiner ahnte: Obwohl in diesem Duell nach Verkaufszahlen Sieger, gab der Omega ebenfalls seinen Abschied. Dagegen bewarb Lancia seine klar gezeichnete Kappa-Limousine als "Granturismo in Vollendung", letztlich überzeugte aber auch dieser Businessliner zu wenige Käufer.

Wettrennen im Luxussegment

Europa wuchs 1994 dichter zusammen: Der Eurotunnel zwischen Calais in Frankreich und Folkestone in England wurde eröffnet, Ungarn stellte den Antrag auf Beitritt zur Europäischen Union, und in Österreich und Schweden entschieden sich die Menschen via Volksabstimmung für den EU-Beitritt. Mit der technisch aufgefrischten Sechszylinder-Limousine Volvo 960 nahm der Göteborger Autobauer europaweit einen neuen Anlauf im Rennen um die Parkplätze vor politischen Machtzentralen und Konzernpalästen. Dort allerdings dominierten weiterhin nationale Prestigesymbole sowie V8 und V12 süddeutscher oder britischer Provenienz. "Den Weltklasse-Standard für Luxuslimousinen neu definieren" wollten Jaguar und Daimler mit XJ-Serie und Double Six. Das gelang ihnen jedoch lediglich im Umfeld von Downing Street 10, wo der pro-europäisch eingestellte Premier John Major regierte.

Hierzulande blieb Helmut Kohl bei der zweiten Bundestagswahl nach der deutschen Wiedervereinigung Kanzler einer CDU/CSU-FDP-Koalition – und seiner Mercedes S-Klasse (W 140) treu. Das große Facelift 1994 zielte darauf ab, das Flaggschiff etwas graziler wirken zu lassen. Damit konterte die Marke mit dem Stern zugleich den Lexus LS zweiter Generation, vor allem aber die dritte Auflage des BMW 7ers (E38). Für Kenner verbindet das BMW-Flaggschiff Eleganz mit Hightech (erste europäische Limousine mit integriertem Navi).

Stichwort Hightech: Mit dem A8 verankerte sich 1994 auch Audi endgültig in der Luxusklasse. Der bis zu 5,16 Meter lange, aber schlank gezeichnete A8 – Nachfolger des glücklosen V8 – brillierte als erste Oberklasselimousine mit leichtgewichtiger Aluminiumkarosserie sowie Allradantrieb.

Diese Trendsetter im Massensegment werden 30

Aber welche Volumenmodelle waren die Trendsetter des Jahres 1994? Allen voran Kleinwagen wie der VW Polo, der in dritter Generation größer wurde als ein Golf I. Aber auch der Skoda Felicia fand Anerkennung als erste tschechische Entwicklung nach dem Einstieg des VW-Konzerns. Der Hyundai Accent überraschte als erster kompakter Exportbestseller "Made in Korea" und der Mazda 323 F als kleiner Fünftürer in Coupéform. Auch beim Allradantrieb fuhr Nippon weiterhin vorn: Der erneuerte Subaru Legacy war auf dem Weg zum meistgebauten 4x4-Pkw aller Zeiten, der frische Toyota Celica Turbo 4WD triumphierte als unschlagbarer Rallye-Weltmeister, und die Geländewagen-Verkaufscharts wurden ohnehin von Suzuki, Nissan & Co dominiert.

Emotionen weckte Alfa Romeo, denn die Marke verstand es auch unter Fiat-Regie, unverwechselbare Modelle mit sportiver Note zu präsentieren. Etwa die von Ermanno Cressoni gezeichneten kompakten Typen Alfa 145 und 146 oder die bei Pininfarina entworfenen Parallelmodelle GTV und Spider.

Die Sommerhits 1994 wie "Cotton Eye Joe" von Rednex oder "Without You" von Mariah Carey erklangen häufig aus neuen viersitzigen Verdeckträgern: vom winzigen Fiat Punto über den Peugeot 306 als vorerst letztes von Pininfarina in Italien gebautes Cabrio bis zum klassischen Mercedes E200 (W 124). Nicht zu vergessen das neu aufgelegte Saab 900 Cabrio, das bis heute in TV-Filmen und Werbespots automobile Hauptrollen besetzt.

Neue H-Kennzeichen-Kandidaten im Jahr 2024

  • Alfa Romeo 145, Alfa Romeo 146 (Debüt Dezember 1994)
  • Alfa Romeo GTV und Alfa Romeo Spider (Typ 916, Debüt im Herbst 1994)
  • Asia Rocsta (Vertrieb über Kia)
  • Aston Martin DB7
  • Aston Martin Vantage (Vertriebsbeginn nach Debüt im Herbst 1993)
  • Aston Martin Lagonda Sedan/Station Wagon (Auslieferungsbeginn nach Debüt im November 1993)
  • Audi A4 Limousine und Avant (B5)
  • Audi A6/S6 (erster A6, Nachfolger des Audi 100) als Limousine und Avant
  • Audi A8 (erster Audi A8, Nachfolger des Audi V8)
  • Audi RS2 (Auslieferung)
  • Bentley Turbo S
  • BMW 3er Compact (E36)
  • BMW M3 Cabriolet, BMW 7er (E38)
  • Buick Riviera (Neuauflage)
  • Cadillac LSE (3,0-Liter-V6-Limousine auf Basis des Opel Omega)
  • Callaway C7
  • Chevrolet Cavalier (Neuauflage)
  • Chevrolet Lumina
  • Chevrolet Monte Carlo (Neuauflage)
  • Chevrolet Blazer (Neuauflage)
  • Chrysler Neon (Debüt Herbst 1993, Auslieferungsbeginn)
  • Chrysler Stratus
  • Chrysler Sebring
  • Citroën AX 1.6 Diesel
  • Citroën Xantia Activa
  • Citroën Evasion (Eurovan-Kooperation von Citroën, Fiat, Lancia, Peugeot)
  • Daihatsu Charade Stufenhecklimousine (G200/G203)
  • Daimler Six/Double Six (Typ X 305, Parallelmodell zum Jaguar XJ)
  • Ferrari F355
  • Ferrari F512M
  • Fiat Cinquecento Sporting
  • Fiat Punto Cabrio
  • Fiat Ulysse (Eurovan-Kooperation von Citroën, Fiat, Lancia, Peugeot)
  • Ford Contour (US-Modell, verwandt mit Ford Mondeo)
  • Ford Escort RS Cosworth (technisches Update)
  • Ford Windstar
  • Ford Scorpio '95 (Debüt Oktober 1994)
  • Honda Civic 5-türig
  • Honda Shuttle
  • Hyundai Accent (Debüt Herbst 1994), Jaguar XJ6/XJ12 (X300)
  • Lancia Dedra Station Wagon
  • Lancia Kappa
  • Lancia Zeta (Eurovan-Kooperation von Citroen, Fiat, Lancia, Peugeot)
  • (Land Rover) Range Rover (zweite Generation, P38A/LP)
  • Lexus LS 400 (Typ UCF20, zweite Generation)
  • Maserati Quattroporte (vierte Generation)
  • Mazda 323 (Typ BA, fünfte Generation)
  • Mazda MPV (Deutschlandstart des von 1988 bis 1999 gebauten ersten Mazda MPV)
  • Mercedes-Benz S-Klasse (Baureihe 140 – Limousinen und Coupés, Modellpflege neues S 420 Coupé)
  • Mercedes-Benz E-Klasse (Baureihe 124 - E 60 AMG (280 kW/381 PS) sowie E 500 Limited (235 kW/320 PS) und E 200 Cabriolet)
  • Mercedes-Benz C-Klasse (Baureihe 202 – C 36 AMG mit 280 PS)
  • Mercury Mystique (auf Ford-Mondeo-Basis)
  • Mitsubishi Space Gear
  • Nissan Maxima (A32)
  • Opel Tigra
  • Opel Omega B
  • Peugeot 306 Cabriolet und Peugeot 306 Stufenheck
  • Peugeot 806 (Eurovan-Kooperation von Citroën, Fiat, Lancia, Peugeot)
  • Pontiac Sunfire
  • Pontiac Firebird Convertible (Neuauflage)
  • Renault Laguna
  • Renault Safrane Biturbo
  • Rolls-Royce Flying Spur
  • Saab 900 Cabriolet (zweite Generation)
  • Seat Cordoba
  • Skoda Felicia
  • Subaru Legacy Limousine und Kombi (Typ BD/BG, zweite Generation)
  • Toyota RAV4
  • Toyota Celica (Typ T20, sechste Generation)
  • Toyota Camry Coupé
  • Volkswagen Polo (dritte Generation)
  • Volkswagen Golf syncro (dritte Generation)
  • Volvo 850 T-5R (bis dahin leistungsstärkster Volvo)
  • Volvo 960 (Modellpflege)
Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur SP-X
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