• Home
  • Politik
  • Ausland
  • Nach Brand im Lager Moria - Merkel und Macron: Nehmen minderj├Ąhrige Fl├╝chtlinge auf


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild f├╝r einen TextG20-Gipfel mit Russland? Das sagt ScholzSymbolbild f├╝r einen TextHier drohen kr├Ąftige GewitterSymbolbild f├╝r einen TextHelene singt f├╝r Schraubenmilliard├ĄrSymbolbild f├╝r einen TextMercedes: Ende f├╝r beliebtes ModellSymbolbild f├╝r einen TextEx-Nationalspieler wird B├╝rgermeisterSymbolbild f├╝r einen TextDeutscher gewinnt Stanley CupSymbolbild f├╝r einen TextFrau h├Ąlt 110 Schlangen zu HauseSymbolbild f├╝r einen TextUrlauber finden ertrunkene MigrantenSymbolbild f├╝r einen TextThorsten Legat verliert HodenSymbolbild f├╝r einen TextD├Ąnen-Royals ziehen KonsequenzenSymbolbild f├╝r einen TextHunderttausende bei CSD erwartetSymbolbild f├╝r einen Watson TeaserBsF-Star zeigt sich knutschend mit NeuemSymbolbild f├╝r einen TextJetzt testen: Was f├╝r ein Herrscher sind Sie?

Merkel und Macron: Nehmen minderj├Ąhrige Fl├╝chtlinge auf

Von dpa
Aktualisiert am 11.09.2020Lesedauer: 4 Min.
Eine Frau geht mit ihrem Kind durch das ausgebrannte Fl├╝chtlingslager Moria.
Eine Frau geht mit ihrem Kind durch das ausgebrannte Fl├╝chtlingslager Moria. (Quelle: Socrates Baltagiannis/dpa./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Berlin/Athen (dpa) - Deutschland und Frankreich wollen nach dem Gro├čbrand im griechischen Fl├╝chtlingslager Moria mehr minderj├Ąhrige Migranten aufnehmen - m├Âglichst gemeinsam mit anderen EU-L├Ąndern.

Um die ├ťbernahme habe sie Regierungschef Kyriakos Mitsotakis gebeten, sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einer Diskussion mit dem Vorsitzenden der Europ├Ąischen Volkspartei EVP, Donald Tusk, in Berlin. Eine konkrete Zahl, wie viele Menschen Deutschland aufnehmen wird, nannte Merkel nicht. Unterdessen hat Griechenland bis Donnerstag bereits 400 Minderj├Ąhrige, die ohne Begleitung ihrer Eltern unterwegs sind, von der Insel Lesbos in die Hafenstadt Thessaloniki geflogen.

Merkel sagte, sie hoffe, dass sich auch andere EU-Mitgliedsstaaten an der Aufnahme der minderj├Ąhrigen Fl├╝chtlinge beteiligen. Sie habe mit Mitsotakis zudem besprochen, dass man sofort dabei helfe, eine neue und bessere Unterbringung f├╝r die vom Feuer betroffenen Menschen sicherzustellen. "So kann es nicht bleiben, und Deutschland wird sich daran beteiligen", sagte die Kanzlerin.

Das Lager Moria war in der Nacht zum Mittwoch bei mehreren zeitgleichen Br├Ąnden fast vollst├Ąndig zerst├Ârt worden. Statt der vorgesehenen rund 3000 Migranten waren dort mehr als 12.000 Menschen untergebracht. Die griechische Regierung erteilte einer schnellen Verlegung weiterer Fl├╝chtlinge eine Absage und stellte gezielte Brandstiftung als Ausl├Âser fest.

Frankreich wird sich in Abstimmung mit Deutschland an der Umsiedlung der Minderj├Ąhrigen aus dem weitgehend abgebrannten Lager beteiligen, erkl├Ąrte Pr├Ąsident Emmanuel Macron. Mitsotakis bedankte sich bei Frankreich und Deutschland f├╝r ihre Bereitschaft, minderj├Ąhrige Fl├╝chtlinge aufzunehmen. "Wir werden alles unternehmen, diese Krise auf menschliche Weise anzugehen", sagte Mitsotakis in Ajaccio auf Korsika nach einem informellen EU-S├╝dstaaten-Gipfel.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Russland ger├Ąt mit Schuldenbegleichung in Verzug
Pr├╝fender Blick (Symbolbild): Russlands Pr├Ąsident Putin sieht die Gr├╝nde f├╝r eine m├Âgliche Zahlungsunf├Ąhigkeit seines Landes in der Verantwortung des Westens.


Man m├╝sse der Realit├Ąt ins Auge schauen, so Mitsotakis. Auf Griechenland - wie auch auf anderen Staaten des S├╝dens - wirke eine untragbare Last. Europa m├╝sse jetzt von Solidarit├Ątsbekundungen zu echter Solidarit├Ąt ├╝bergehen, so der griechische Regierungschef.

"Deutschland, Frankreich - und ich hoffe, dass sich viele andere L├Ąnder, die sich dieser Initiative anschlie├čen k├Ânnen, solidarisch zeigen werden - wir werden unserer Verantwortung gerecht, indem wir anbieten, uns um unbegleitete Minderj├Ąhrige zu k├╝mmern", sagte Macron. Der Stillstand in Migrationsfragen dauere schon zu lange an, so Macron.

Tusk sagte in Berlin, in Moria spiele sich eine Trag├Âdie ab, die sich in den n├Ąchsten Wochen noch auswachsen k├Ânne. Dabei gelte es auch, die Corona-Infektionen unter den Fl├╝chtlingen im Auge zu behalten. Die Vorg├Ąnge in dem Lager seien dazu angetan, die Stimmung in Europa zu beeinflussen und den rechten Parteien wieder in die H├Ąnde zu spielen. Und Moria zeige auch, dass Europa die Probleme der Migration in den zur├╝ckliegenden f├╝nf Jahren keineswegs gel├Âst habe.

Deutschland hat bereits mehr als 460 unbegleitete Kinder, kranke Kinder und ihre Angeh├Ârigen aus den Fl├╝chtlingslagern von den Inseln aufgenommen. Weitere Aufnahmen kranker Kinder sind bereits in Vorbereitung. Die nun zwischen Merkel und Macron zugesagte Aufnahme unbegleiteter Minderj├Ąhriger, die von den griechischen Beh├Ârden nun auf das Festland gebracht wurden, soll nach dpa-Informationen unabh├Ąngig davon stattfinden.

Der stellvertretende Migrationsminister Giorgos Koumoutsakos schloss zun├Ąchst aus, dass auch erwachsene Migranten die Insel verlassen d├╝rfen. Im Nachrichtensender Skai sagte er: "Wer denkt, er k├Ânne zum Festland und dann nach Deutschland reisen, der soll es vergessen."

├ťber die Frage, ob Deutschland notfalls auch im Alleingang und ohne Beteiligung anderer EU-Staaten mehr Migranten von den griechischen Inseln aufnehmen k├Ânnte, wurde in Berlin seit Mittwoch gestritten. Die Bundesregierung hatte betont, auf Hilfe vor Ort zu setzen und sich mit Griechenland und den EU-Partnern abzustimmen. Auch aus der Union waren aber Stimmen laut geworden, die mehr Aufnahmen forderten - beispielsweise vom griechischen Festland, um die Lage zu entspannen. Bundesentwicklungsminister Gerd M├╝ller (CSU) forderte, dass Deutschland vorangehen und 2000 Migranten aufnehmen soll.

"Das Feuer wurde von Menschen gelegt, die Asyl beantragt haben - als Reaktion auf die wegen des Coronavirus verh├Ąngte Quarant├Ąne (in Moria)", sagte der griechische Regierungssprecher Stelios Petsas. Es handele sich um Menschen, die "ihr Gastland nicht respektieren". Mit solchen Aktionen jedoch torpedierten diese Menschen jede L├Âsung. "Wir sagen es ihnen klipp und klar: Sie werden nicht wegen des Feuers die Insel verlassen. Das k├Ânnen sie vergessen." Gelungen sei den Brandstiftern lediglich, Tausende Menschen - darunter Familien- obdachlos zu machen, kritisierte Petsas. Das griechische Fernsehen (ERT) zeigte erneut Bilder von Menschen, die am Stra├čenrand lagen und auf Hilfe warteten. Einige Menschen ├╝bernachteten auf einem Friedhof.

Nach Angaben von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will die Bundesregierung Soforthilfe auf Lesbos leisten. Daf├╝r k├Ânnte beispielsweise das Technische Hilfswerk auf der Insel eingesetzt werden, sagte Heil im Sender Phoenix.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hielt sofortige Hilfe vor Ort f├╝r dringend geboten. "Die Menschen brauchen dringend ein Dach ├╝ber dem Kopf", sagte Spahn im Interview mit "Focus Online". ├ťberlegungen wie der M├╝llers, 2000 Menschen von Lesbos nach Deutschland zu holen, erteilte Spahn eine Absage. Er sagte: "Es gibt einen Konsens in der gesamten Union: "2015 darf sich nicht wiederholen". Das haben wir oft betont und mehrfach beschlossen."

Dagegen forderten 25 SPD-Bundestagsabgeordnete in einem Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), sich f├╝r eine Evakuierung der Lagers Moria einzusetzen. "Machen Sie umgehend den Weg frei, dass aufnahmebereite Bundesl├Ąnder und aufnahmebereite St├Ądte und Gemeinden sofort helfen k├Ânnen", hie├č es weiter. N├Âtig sei auch eine grunds├Ątzliche L├Âsung, f├╝r die es eine Neuausrichtung der europ├Ąischen Fl├╝chtlingspolitik und des gemeinsamen europ├Ąischen Asylsystems geben m├╝sse.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
Angela MerkelAthenBundesregierungCDUDeutschlandEUEmmanuel MacronEuropaFl├╝chtlingeFrankreichGriechenlandGro├čbrandKorsikaLesbosMoria
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website