Men├╝ Icont-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
HomePolitikAusland

Corona-Pandemie - Bitterer Rekord: Mehr als 400.000 Neuinfektionen in Indien


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen
Symbolbild f├╝r einen TextRocker in Vorgarten hingerichtetSymbolbild f├╝r einen TextGro├čstreik ÔÇô das m├╝ssen Sie wissenSymbolbild f├╝r einen TextD├Ącher abgedeckt ÔÇô DWD vermutet Tornado
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Bitterer Rekord: Mehr als 400.000 Neuinfektionen in Indien

Von dpa
Aktualisiert am 01.05.2021Lesedauer: 3 Min.
Eine mit dem Coronavirus infizierte Patientin wird in das Kolkata Medical College Hospital eingeliefert.
Eine mit dem Coronavirus infizierte Patientin wird in das Kolkata Medical College Hospital eingeliefert. (Quelle: Avishek Das/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Neu Delhi (dpa) - Indien hat als erstes Land weltweit an einem Tag mehr als 400.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert.

Im selben Zeitraum starben mehr als 3500 Menschen in Verbindung mit Covid-19, wie aus Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Samstag hervorgeht.

Krankenh├Ąuser und Krematorien sind ├╝berf├╝llt. In dem s├╝dasiatischen Land mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern mangelt es an medizinischem Sauerstoff, Medikamenten und Impfdosen - und das, obwohl Indien zu den gr├Â├čten Impfstoffproduzenten der Welt geh├Ârt.

Seit Tagen bricht Indien immer wieder eigene, bittere Rekorde: Laut Ministerium gab es insgesamt 401.993 Corona-Neuinfektionen an einem Tag. Damit erreichte das Land den neunten Tag in Folge einen H├Âchstwert. Seit Beginn der Pandemie steckten sich dort mehr als 19 Millionen Menschen an. Mit fast 212.000 Toten liegt Indien damit hinter den USA, Brasilien und Mexiko auf dem vierten Platz weltweit.

Nach einem Plan der Regierung sollen sich von diesem Samstag an eigentlich alle Erwachsenen impfen lassen d├╝rfen. Mehrere indische Bundesstaaten berichteten aber, dass ihnen die Impfdosen ausgingen oder bereits ausgegangen seien. Bislang hatten lediglich die ├╝ber 45-J├Ąhrigen Anspruch auf eine Impfung. Rund zehn Prozent von ihnen erhielten den Angaben zufolge bisher mindestens eine Impfdosis.

Mehrere L├Ąnder, darunter Deutschland, die USA, Gro├čbritannien und Japan, haben Indien Unterst├╝tzung zugesagt. Am Samstagabend erreichte eine Maschine der Luftwaffe die Hauptstadt Neu Delhi mit 120 Beatmungsger├Ąten. An Bord der Maschine, die sonst auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Mitglieder der Regierung fliegt, waren auch 13 Sanit├Ątssoldatinnen und Sanit├Ątssoldaten, die eine mobile Sauerstoffgewinnungsanlage der Bundeswehr in Indien aufbauen und Personal des ├Ârtlichen Roten Kreuzes einweisen sollen, sagte ein Luftwaffensprecher. Die Sauerstoffgewinnungsanlage ist so gro├č, dass sie kommende Woche in zwei Transportflugzeugen geliefert werden soll. Dabei sollen auch Medikamente geliefert werden.

Aus Russland wurde eine erste Charge des Impfstoffs Sputnik V geliefert, der k├╝rzlich in Indien zugelassen worden war. Die Lieferung sei am Samstag in Hyderabad eingetroffen, teilte der staatliche russische Direktinvestmentfonds RDIF bei Twitter mit. Angaben zur Menge wurden zun├Ąchst nicht gemacht. Russland hat bereits Beatmungsger├Ąte, Anlagen zur Erzeugung von Sauerstoff und Medikamente nach Indien geflogen. In Indien selbst soll in den kommenden Monaten auch die eigene Impfstoffproduktion hochgefahren werden.

Die USA und Australien stoppen inzwischen Reisende aus Indien. In den USA tritt die Ma├čnahme am Dienstag in Kraft, wie aus einer Verf├╝gung von US-Pr├Ąsident Joe Biden hervorgeht. Nicht mehr einreisen d├╝rfen dann Ausl├Ąnder, die in den vorangegangen 14 Tagen in Indien waren. Ausgenommen sind US-B├╝rger, Diplomaten, Ausl├Ąnder mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht in den USA sowie bestimmte andere Personengruppen.

In Bidens Verf├╝gung hie├č es, die Ma├čnahme sei auf Anraten der US-Gesundheitsbeh├Ârde CDC getroffen worden. "Die Republik Indien ist f├╝r mehr als ein Drittel der neuen weltweiten F├Ąlle verantwortlich." In dem Land zirkulierten au├čerdem mehrere Varianten des Coronavirus.

Australische Beh├Ârden gingen weiter: Eigene Staatsb├╝rger, die aus Indien einreisen, m├╝ssen Medienberichten zufolge mit Gef├Ąngnisstrafen von bis zu f├╝nf Jahren oder hohen Geldstrafen von bis zu 66.000 australischen Dollar (rund 42 000 Euro) rechnen. Derzeit warten etwa 9000 Australier in Indien auf ihre Heimreise. Dank strikter Ma├čnahmen ist Australien bisher glimpflich durch die Pandemie gekommen.

Indien meldete am Samstag unterdessen erneut einen Brand auf einer Station f├╝r Covid-19-Patienten. Im Bundesstaat Gujarat kamen dabei mindestens 18 Menschen ums Leben. Die Brandursache sei noch nicht abschlie├čend gekl├Ąrt. Erst im April waren bei einem Feuer auf einer Intensivstation n├Ârdlich von Mumbai mindestens 13 Corona-Patienten gestorben.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Gewalt auf den Stra├čen von Tel Aviv eskaliert
Von Tobias E├čer
  • Bastian Brauns
Von Bastian Brauns
AustralienBrasilienCOVID-19CoronavirusIndienMexikoRusslandUSA

t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfe & ServiceFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website