Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextBerichte: IS-AnfĂŒhrer verhaftetSymbolbild fĂŒr einen TextSchwere Störung bei KartenzahlungenSymbolbild fĂŒr ein VideoRussische Bombe sorgt fĂŒr riesigen FeuerballSymbolbild fĂŒr einen TextÄrzte warnen Touristen in GriechenlandSymbolbild fĂŒr einen TextDeutsche Firma mit Affenpocken-ImpfstoffSymbolbild fĂŒr ein VideoUkraine: Riesiger Krater nach Angriff auf Eisenbahn Symbolbild fĂŒr einen TextEintracht will Bayern-StarSymbolbild fĂŒr einen TextVermisste in Essen tot aufgefundenSymbolbild fĂŒr einen TextJenny Elvers: "Ich war brettervoll"Symbolbild fĂŒr einen TextDschungelcamp-Star hat geheiratetSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserBorussia Dortmund: Sponsor rechnet mit Mannschaft ab

Prorussische Separatisten verweigern Kampf: "Kein Kanonenfutter"

Von afp, dpa, t-online, rtr
Aktualisiert am 26.05.2022 - 15:42 UhrLesedauer: 30 Min.
"Danke fĂŒr den Hinweis": Ein Fernsehbeitrag verriet den Ukrainern ein entscheidendes Detail. (Quelle: t-online)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Tag 92 seit Kriegsbeginn: Die russische Offensive im Donbass hÀlt an. Viele StÀdte melden Beschuss. PrÀsident Selenskyj ruft nach SolidaritÀt. Alle Informationen im Newsblog.

Das Wichtigste im Überblick


Loading...
Symbolbild fĂŒr eingebettete Inhalte

Embed

Ukrainischer General rĂ€umt Überlegenheit Russlands in Luhansk ein

15.40 Uhr: Ein ukrainischer General rĂ€umt ein, dass Russland in der Region Luhansk ĂŒberlegen ist. "Russland ist im Vorteil, aber wir tun alles, was wir können", sagt General Olexij Gromow. Die Ukraine habe zudem beobachtet, dass Russland Iskander-K-Raketensysteme in die Region Brest im Westen Belarus' verlege. Dies könnte neue Angriffe auf den Westen der Ukraine bedeuten.

Russland: Westen schuld an Problemen mit ukrainischen Getreideexporten

13.40 Uhr: FĂŒr die Probleme mit Getreideexporten aus der Ukraine ist nach russischer Darstellung der Westen verantwortlich, indem er Sanktionen gegen Russland verhĂ€ngt hat. VorwĂŒrfe, dass Russland die Ausfuhren blockiere, weise die Regierung in Moskau kategorisch zurĂŒck, sagt PrĂ€sidialamtssprecher Dmitri Peskow. "Im Gegenteil, wir beschuldigen westliche LĂ€nder, Maßnahmen ergriffen zu haben, die dazu gefĂŒhrt haben."

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Wie Petechien aussehen und wo sie sich zeigen
Blauer Fleck und Petechien am Arm


Unter anderem EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen hat Russland beschuldigt, Lebensmittelexporte als Waffe einzusetzen. Die Ukraine ist ein wichtiger Getreidelieferant auch fĂŒr arme LĂ€nder in Afrika.

Buschmann will eingefrorene russische WĂ€hrungsreserven fĂŒr Wideraufbau nutzen

13.00 Uhr: Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) zeigt sich offen dafĂŒr, eingefrorene russische WĂ€hrungsreserven fĂŒr den Wiederaufbau in der Ukraine zu nutzen. "Es wĂ€re ein ungewöhnlicher Schritt", sagt er dem "Handelsblatt". "Aber der russische Staat verstĂ¶ĂŸt gegen fundamentale Regeln des Völkerrechts und nimmt auch massive SchĂ€den an Leib und Leben außerhalb der Ukraine in Kauf." Es sei richtig, "dass die Völkergemeinschaft sich ĂŒberlegt, ob und wie der Aggressorstaat daran beteiligt werden kann, diese SchĂ€den wenigstens zu reduzieren."

Kritischer sieht er einen solchen Schritt bei den Vermögen der Oligarchen, wie ihn die EU-Kommission erwĂ€gt. "Eine solche Einziehung mĂŒsste die Vorgaben des Grundgesetzes und des EuropĂ€ischen Rechts wahren." Enteignungen mĂŒssten nach dem Grundgesetz, der EuropĂ€ischen Menschenrechtskonvention und der EuropĂ€ischen Grundrechtecharta entschĂ€digt werden. Darum wĂ€re wenig gewonnen, wenn man jemandem ein Schiff wegnĂ€hme, aber den Wert ausgleichen mĂŒsse.

TĂŒrkei: Verhandeln ĂŒber Korridor fĂŒr ukrainische Getreideexporte

12.10 Uhr: Die TĂŒrkei berĂ€t nach eigenen Angaben ĂŒber einen möglichen Korridor fĂŒr eine Ausfuhr ukrainischen Getreides ĂŒber ihr eigenes Territorium. "Die TĂŒrkei verhandelt sowohl mit Russland als auch mit der Ukraine ĂŒber den Export von Getreide aus der Ukraine", sagt ein hochrangiger tĂŒrkischer Beamter.

Die SchwarzmeerhÀfen der Ukraine sind seit dem Einmarsch Russlands im Februar blockiert, und mehr als 20 Millionen Tonnen Getreide stecken in ukrainischen Lagern fest. Auf Russland und die Ukraine entfÀllt fast ein Drittel der weltweiten Weizenlieferungen. Der Mangel an Exporten aus der Ukraine trÀgt zu einer wachsenden globalen Nahrungsmittelkrise bei.

Scholz: Putin hat alle strategischen Ziele verfehlt

12.00 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich erneut ĂŒberzeugt davon gezeigt, dass der russische PrĂ€sident Wladimir Putin den Krieg in der Ukraine nicht gewinnen wird. "Schon jetzt hat er alle seine strategischen Ziele verfehlt", sagte Scholz am Donnerstag in seiner Rede zum Abschluss der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos in der Schweiz. "Eine Einnahme der gesamten Ukraine durch Russland scheint heute weiter entfernt als noch zu Beginn des Krieges. Mehr denn je betont die Ukraine ihre europĂ€ische Zukunft."

SeparatistenkÀmpfer: "Wir wollen kein Kanonenfutter sein"

11.23 Uhr: Einheiten der prorussischen Separatisten in Donezk weigern sich offenbar, im Auftrag Russlands im Gebiet der zweiten selbst ernannten Volksrepublik Luhansk zu kĂ€mpfen. In einer auf Twitter veröffentlichten Videobotschaft begrĂŒnden Soldaten, die nach eigenen Angaben zum 107. Regiment der Donezker Volksrepublik gehören: "Wir wollen kein Kanonenfutter sein."

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Zustimmung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen ĂŒbermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Sie hĂ€tten in den vergangenen drei Monaten unter schwierigen Bedingungen fĂŒr die "Befreiung von Mariupol" gekĂ€mpft. Bei einem Einsatz in Luhansk drohe ihnen innerhalb kĂŒrzester Zeit der Tod.

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Zustimmung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Auch eine zweite Botschaft, von vermeintlichen Soldaten des 105. Donezker Regiments, kursiert. Auch sie verweigern sich eines Einsatzes in Luhansk und beklagen darin, unter falschem Vorwand eingezogen worden zu sein. Statt das Donezker Gebiet zu verteidigen, hĂ€tten sie Mariupol unter hohen Verlusten angreifen mĂŒssen. UnabhĂ€ngig lassen sich die Angaben derzeit nicht verifizieren.

Klitschko: "Jede Sekunde kann eine Rakete einschlagen"

10.08 Uhr: t-online-Finanzredakteur Florian Schmidt berichtet aus Davos: Kiews BĂŒrgermeister Vitali Klitschko hat dem Kreml vorgeworfen, in der Ukraine einen "Genozid" zu verĂŒben. "Es handelt sich nicht um eine Spezialoperation der russischen Armee", sagte Klitschko auf einer Pressekonferenz beim Weltwirtschaftsforum in Davos. "Jeder kann es sehen: Es handelt sich zum einen Genozid der ukrainischen Bevölkerung. Kinder, Frauen, alte Menschen wurden umgebracht."

Vitali Klitschko gibt eine Pressekonferenz beim Weltwirtschaftsforum in Davos: Kiews BĂŒrgermeister wirft Moskau vor, einen "Genozid" in der Ukraine zu verĂŒben.
Vitali Klitschko gibt eine Pressekonferenz beim Weltwirtschaftsforum in Davos: Kiews BĂŒrgermeister wirft Moskau vor, einen "Genozid" in der Ukraine zu verĂŒben. (Quelle: T-Online-bilder)

"Wir versuchen das normale Leben wieder zurĂŒckzubringen. Aber das ist nicht leicht. In meiner Heimatstadt haben die Russen mehr als 120 Menschen getötet, mehr als 300 wurden verletzt, vier Kinder starben", erzĂ€hlte Kiews BĂŒrgermeister weiter. Vieles in der Stadt sei zerstört und mĂŒsse wieder aufgebaut werden. Die grĂ¶ĂŸte PrioritĂ€t habe allerdings die Sicherheit der Menschen. "In der Ukraine hören wir noch immer jeden Tag die Alarmsirenen." Weiterhin könne jede Sekunde eine Rakete einschlagen.

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Zustimmung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Der Wiederaufbau Kiews dĂŒrfte nach einer SchĂ€tzung Klitschkos rund 80 Millionen Euro kosten. Das sagte Klitschko auf Nachfrage von t-online beim Weltwirtschaftsforum in Davos. "Insgesamt sind in Kiew rund 300 HĂ€user zerstört, darunter viele WohngebĂ€ude", so Klitschko. Diese mĂŒssten nun wieder errichtet werden. "Wir fangen damit jetzt an. FĂŒr uns hat die oberste PrioritĂ€t, bis zum Winter allen Menschen, die jetzt obdachlos geworden sind, ein Dach ĂŒber dem Kopf zu geben." Gleichzeitig betonte Klitschko: Deutlich schlimmer stehe es um die Kiewer Vororte Irpin und Butscha, in denen die russische Armee Massaker und Kriegsverbrechen verĂŒbt hat. Dort seien bis zu 90 Prozent der HĂ€user zerstört.

Loading...
Loading...
Loading...

Bericht: 8.000 ukrainische Kriegsgefangene in Luhansk und Donezk

9.41 Uhr: In den von Russland unterstĂŒtzten Separatistengebieten Luhansk und Donezk im Osten der Ukraine werden einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge rund 8.000 ukrainische Kriegsgefangene festgehalten. "Es gibt viele Gefangene", zitiert Tass den Vertreter der selbst ernannten und international nicht anerkannten Volksrepublik Luhansk, Rodion Miroschnik. "NatĂŒrlich gibt es mehr von ihnen auf dem Territorium der Volksrepublik Donezk, aber wir haben auch genug, und jetzt liegt die Gesamtzahl irgendwo in der GrĂ¶ĂŸenordnung von 8.000. Das ist viel, und buchstĂ€blich Hunderte kommen jeden Tag hinzu."

Strack-Zimmermann will Klarheit ĂŒber Ringtausch

5.30 Uhr: Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, will eine Bestandsaufnahme des sogenannten Ringtausches zur UnterstĂŒtzung der Ukraine mit Waffen. Mit PartnerlĂ€ndern, die der Ukraine Waffen aus sowjetischer Produktion ĂŒberließen, mĂŒssten klare Absprachen fĂŒr Ersatz getroffen werden, sagte die FDP-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur.

"Es darf nicht sein, dass am Ende des Krieges die Welt Deutschland als kompletten Bremser und Looser empfindet, nur weil wir nicht in der Lage sind zu organisieren und zu kommunizieren", sagte Strack-Zimmermann. Deutschland habe humanitÀre Hilfe organisiert und militÀrisches Material und Waffen von hohem Wert geliefert.

Ukrainisches MilitĂ€r: Russische Großoffensive im Donbass schreitet voran

4.30 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen MilitĂ€rs treiben die russischen StreitkrĂ€fte ihre Großoffensive im Donbass voran. "Die Besatzer beschossen mehr als 40 StĂ€dte in den Regionen Donezk und Luhansk und zerstörten oder beschĂ€digten 47 zivile Einrichtungen, darunter 38 HĂ€user und eine Schule. Infolge dieses Beschusses starben fĂŒnf Zivilisten und 12 wurden verwundet", teilen die ukrainischen StreitkrĂ€fte auf Facebook mit.

Die ukrainische Armee habe zehn feindliche Angriffe abgewehrt, vier Panzer und vier Drohnen zerstört und 62 "feindliche Soldaten" getötet. Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj sagt, die russischen Truppen seien in einigen Teilen des Ostens "uns zahlenmĂ€ĂŸig weit ĂŒberlegen". Die Berichte ĂŒber die Kampfhandlungen konnten zunĂ€chst nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒft werden.

"Stadt Severodonetsk nicht besiegt"

2.30 Uhr: Der Verwaltungschef der Stadt Severodonetsk in der Ostukraine, Oleksandr Stryuk, berichtet von andauerndem Beschuss durch russische Truppen. "Es gibt viele Feuer in Teilen der Stadt. Und es gab Versuche, sie zu attackieren." Mehrere Menschen seien ums Leben gekommen, darunter auch zwei freiwillige Helfer. Das Licht sei ausgegangen und auch die Kommunikationssysteme seien zum Erliegen gekommen. Dennoch sei die Stadt nicht eingenommen, noch seien ausreichend ukrainische Truppen vorhanden. "Die Straßen sind gefĂ€hrlich, aber man kann die Stadt noch erreichen."

Selenskyj: Man glaubt, Kissinger spricht 1938 in MĂŒnchen

1.05 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat den ehemaligen US-Außenminister Henry Kissinger scharf kritisiert. Er weist VorschlĂ€ge scharf zurĂŒck, die Regierung in Kiew solle zur Beendigung des Krieges Russland territoriale ZugestĂ€ndnisse machen. Kissinger hatte diese Woche auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vorgeschlagen, die Ukraine solle Russland die 2014 annektierte Krim ĂŒberlassen. "Man hat den Eindruck, dass Herr Kissinger nicht das Jahr 2022 auf seinem Kalender stehen hat, sondern das Jahr 1938, und dass er glaubt, er spreche nicht in Davos, sondern in MĂŒnchen zu einem Publikum von damals."

1938 schlossen Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland in MĂŒnchen einen Pakt, der Adolf Hitler Land in der damaligen Tschechoslowakei zusprach, um ihn zum Verzicht auf weitere Gebietserweiterungen zu bewegen. "Diejenigen, die der Ukraine raten, Russland etwas zu geben, diese 'großen weltpolitischen Figuren', sehen nie die gewöhnlichen Menschen, die gewöhnlichen Ukrainer, die Millionen, die auf dem Gebiet leben, das sie fĂŒr einen illusorischen Frieden eintauschen wollen."

Kuleba: Einige Dörfer existieren nicht mehr

0.10 Uhr: Im Ukraine-Krieg sieht die Regierung in Kiew ihre Truppen derzeit in einem "sehr schwierigen Moment an der Front". Vor allem im Donbass im Osten des Landes tobten erbitterte KĂ€mpfe, sagte Außenminister Dmytro Kuleba am Mittwoch beim Weltwirtschaftsforum in Davos. "Der Kampf um den Donbass ist sehr Ă€hnlich wie die KĂ€mpfe im Zweiten Weltkrieg."

"Einige Dörfer und StÀdte, sie existieren einfach nicht mehr", sagte Kuleba vor Journalisten in der Schweiz. "Sie wurden durch russisches Artilleriefeuer und russische Raketenwerfer-Systeme in Schutt und Asche gelegt."

Eine zerstörte Schule bei Smolyanynove im Osten der Ukraine.
Eine zerstörte Schule bei Smolyanynove im Osten der Ukraine. (Quelle: Alexander Reka)

Selenskyj enttÀuscht von Davos-Treffen

23.20 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat die Weltgemeinschaft aufgerufen, sich eindeutiger auf die Seite seines von Russland angegriffenen Landes zu stellen. In seiner Videoansprache vom Mittwochabend zeigte er sich enttĂ€uscht, auch von den Beratungen beim Weltwirtschaftsforum in Davos. "Egal, was der russische Staat tut, es gibt jemanden, der sagt: Lasst uns seine Interessen berĂŒcksichtigen", sagte Selenskyj.

Auch in Davos sei es so gewesen. "Und das trotz Tausender russischer Raketen, die die Ukraine treffen. Trotz Zehntausender getöteter Ukrainer. Trotz Butscha und Mariupol". Russland tue dies mitten in Europa.

Kadyrow droht Polen

23.15 Uhr: Der tschetschenische Machthaber Ramsan Kadyrow hat in einem Video erklÀrt, dass er "an Polen interessiert sei" Seine KÀmpfer könnten in Sekunden bereitstehen. Einheiten aus Tschetschenien sollen bereits auf russischer Seite im Ukraine-Krieg kÀmpfen, allerdings ist unklar, wieviele Soldaten tatsÀchlich eingesetzt sind. Lesen Sie hier mehr dazu.

Ramsan Kadyrow spricht in einem Video (Archivbild): Er hat jetzt auch Polen gedroht.
Ramsan Kadyrow spricht in einem Video (Archivbild): Er hat jetzt auch Polen gedroht. (Quelle: Taisiya Borshigova/imago-images-bilder)

Deutsche Bahn will Ukraine bei Getreideexporten helfen

23 Uhr: Die Deutsche Bahn(DB) will die Ukraine stĂ€rker beim Getreideexport unterstĂŒtzen. "Angesichts der drohenden Hungersnot in Teilen der Welt und des enormen Bedarfs, Millionen von Tonnen ukrainisches Getreide in die Welt zu exportieren, werden wir als DB Cargo in Abstimmung mit dem Bund weitere AuftrĂ€ge und Zugfahrten organisieren", sagt DB-Cargo-Chefin Sigrid Nikutta dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag). Zurzeit fahre DB Cargo mit Tochtergesellschaften in Polen und RumĂ€nien mehrere ZĂŒge tĂ€glich mit Getreide an verschiedene SeehĂ€fen. "Nun geht es darum, diese Agrarexporte auszuweiten. Ziel sind tragfĂ€hige Verbindungen bis an die SeehĂ€fen der Nordsee und des Schwarz- und Mittelmeeres."

150 Tote in Massengrab beigesetzt

22.30 Uhr: In der umkĂ€mpften ostukrainischen Stadt Lyssytschansk hat die örtliche Polizei mindestens 150 Menschen in einem Massengrab beerdigt. Das teilte der Gouverneur des Gebietes Luhansk, Serhij Hajdaj, am Mittwoch auf seinem Telegram-Kanal mit. Die Polizei mĂŒsse in der Notsituation viele Aufgaben ĂŒbernehmen, auch die von Bestattern, schrieb er.

In dem Grab wĂŒrden Opfer des russischen Beschusses beigesetzt und auch Menschen, die eines natĂŒrlichen Todes gestorben seien. Ein Video zeigte, wie die Leichen in weißen SĂ€cken, jeder mit dem Namen versehen, in eine Grube geworfen wurden. Nach dem Krieg sollten die Toten ordentlich beigesetzt werden, versprach der Gouverneur.

Selenskyj fĂŒr Visumspflicht fĂŒr Russen

21.42 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj tritt fĂŒr eine Visumspflicht fĂŒr Russen bei der Einreise in die Ukraine ein. Er stellte sich am Mittwoch hinter eine entsprechende Online-Petition, die seit Februar auf knapp 27.000 Unterschriften kam. "Vor dem Hintergrund der umfassenden russischen Aggression ist die angesprochene Frage wichtig und dringend", schrieb er. Er sehe die Notwendigkeit, die Kontrolle ĂŒber die Einreise russischer BĂŒrger auf das Territorium der Ukraine zu verstĂ€rken. Die Regierung unter MinisterprĂ€sident Denys Schmyhal wurde mit einer Regelung beauftragt.

Zwischen der Ukraine und Russland gilt grundsĂ€tzlich Visumsfreiheit. Allerdings gab es schon in den vergangenen Jahren BeschrĂ€nkungen fĂŒr die Einreise von Russen in die Ukraine, viele Einzelpersonen hatten Einreiseverbot. Kurz nach dem russischen Überfall verbot die Ukraine am 28. Februar generell die Einreise russischer StaatsbĂŒrger.

Klingbeil: Nie wieder VertrauensverhÀltnis zu Putin

20.31 Uhr: SPD-Co-Chef Lars Klingbeil hĂ€lt ein nĂ€heres VerhĂ€ltnis zu Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin in der Zukunft fĂŒr unmöglich. "Es wird nie wieder ein VertrauensverhĂ€ltnis mit Putin geben", sagt Klingbeil in einem Video-Interview mit dem "Bruno Kreisky Forum fĂŒr internationalen Dialog". Der russische PrĂ€sident sei verantwortlich fĂŒr den Angriff auf die Ukraine und habe Kanzler Olaf Scholz und Frankreichs PrĂ€sident Emmanuel Macron angelogen. Man mĂŒsse aufpassen, dass Putin nicht ein "Opfer-Narrativ" bekomme, warnt Klingbeil. Der PrĂ€sident sei Schuld am Krieg.

SPD: Nato liefert keine Panzer westlicher Bauart an Ukraine

19.50 Uhr: In der Nato gibt es nach Angaben aus der SPD eine informelle Verabredung, unabgesprochen keine schweren Kampf- oder SchĂŒtzenpanzer westlicher Bauart in die Ukraine zu liefern. "DarĂŒber wurde der Verteidigungsausschuss Mitte Mai vollumfĂ€nglich informiert", sagte der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, Wolfgang Hellmich, der Deutschen Presse-Agentur. Lesen Sie hier mehr dazu.

Steinmeier zu Putin: "Ziehen Sie ihre Truppen zurĂŒck

19.31 Uhr: BundesprĂ€sident Frank-Walter Steinmeier hat den russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin auf dem Katholikentag in Stuttgart zum sofortigen RĂŒckzug aus der Ukraine aufgefordert. "Respektieren Sie die SouverĂ€nitĂ€t der Ukraine, stellen Sie die Kampfhandlungen ein", appellierte Steinmeier am Mittwochabend bei der Eröffnungszeremonie des Kirchenfestes. "Herr Putin, beenden Sie das Leid und die Zerstörung in der Ukraine! Ziehen Sie Ihre Truppen zurĂŒck! Und verweigern Sie nicht das direkte und ernsthafte GesprĂ€ch mit PrĂ€sident Selenskyj!"

Putins Angriffskrieg treffe nicht allein die Menschen in der Ukraine. Weil Millionen Tonnen von Getreide in den ukrainischen SeehĂ€fen blockiert wĂŒrden, seien die weltweiten Getreidepreise dramatisch gestiegen. "Viele Gegenden der Welt sind in den kommenden Monaten von Hunger und Tod bedroht, vor allem im Osten und SĂŒden Afrikas", warnte Steinmeier. "Denn die Folgen von Putins Krieg treffen auf Staaten, die sich noch immer nicht von Corona erholt haben, und sie treffen auf Regionen, in denen wegen der Klimakrise die Böden austrocknen und unfruchtbar werden."

Russland erhöht Sold fĂŒr Soldaten in der Ukraine

19.04 Uhr: Drei Monate nach Kriegsbeginn hat Kremlchef Wladimir Putin einen höheren Wehrsold fĂŒr in der Ukraine kĂ€mpfende russische Soldaten angeordnet. Putin begrĂŒndete die Entscheidung am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge damit, dass die GehĂ€lter der im Ausland stationierten MilitĂ€rs an die Entwicklung des Devisenmarktes gebunden seien und der US-Dollar im Vergleich zum russischen Rubel derzeit schwĂ€chele. Wie viel mehr Sold es genau geben soll, war zunĂ€chst unklar.

Putin besucht in der Ukraine verletzte Soldaten

18.59 Uhr: Der russische PrĂ€sident Wladimir Putin hat erstmals beim MilitĂ€reinsatz in der Ukraine verletzte Soldaten besucht. Bei seinem Besuch in einem Moskauer MilitĂ€rkrankenhaus unterhielt sich der Staatschef mit mehreren Soldaten ĂŒber ihre HeimatstĂ€dte und ihre Familiensituation, wie im russischen Fernsehen zu sehen war. Die Soldaten standen aufrecht neben ihren Betten, ihre Verletzungen waren nicht sichtbar.

Putin und Soldaten: Die verletzten MĂ€nner bezeichnete der russische PrĂ€sident anschließend als Helden.
Putin und Soldaten: Die verletzten MĂ€nner bezeichnete der russische PrĂ€sident anschließend als Helden. (Quelle: Sputnik/Mikhail Metzel/Reuters-bilder)

"Diese Menschen, die ihre Gesundheit, ihr Leben fĂŒr die Bevölkerung und die Kinder im Donbass, fĂŒr das Wohl Russlands riskieren, sie alle sind Helden", sagte Putin im Anschluss bei einem Treffen mit Regierungsbeamten. Verteidigungsminister Sergej Schoigu nahm an dem Besuch drei Monate nach Beginn der russischen Offensive gegen das Nachbarland ebenfalls teil.

Russland macht nur selten Angaben zur Zahl der Opfer im Ukraine-Konflikt. Die letzten Zahlen wurden am 25. MÀrz veröffentlicht. Damals gab die Armee die Zahl der getöteten Soldaten mit 1.351 an, die der Verletzten mit 3.825.

Belgorod wirft Ukraine erneuten Beschuss vor

17.16 Uhr: Der Gouverneur der russischen Grenzregion Belgorod hat der Ukraine erneuten Beschuss vorgeworfen. Im Dorf Schurawljowka sei ein junger Mann verletzt worden, schrieb Wjatscheslaw Gladkow am Mittwoch im Nachrichtendienst Telegram. Angesichts der gespannten Lage sei das gesamte Dorf eigentlich schon vor einigen Wochen evakuiert worden, schrieb der Gouverneur weiter. Warum der junge Mann sich dennoch dort aufgehalten habe, sei zunÀchst noch unklar.

Russland hat am 24. Februar einen Angriffskrieg gegen das Nachbarland Ukraine begonnen und beklagte seitdem wiederholt auch Angriffe auf sein eigenes Staatsgebiet. Neben Belgorod werfen auch andere russische Regionen - darunter Kursk und Brjansk – der ukrainischen Seite immer wieder Beschuss vor. Kiew Ă€ußert sich zu den VorwĂŒrfen in der Regel nicht.

Kuleba: Russland will Westen mit Getreide-Vorschlag erpressen

16.25 Uhr: Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba wirft Russland vor, die internationale Gemeinschaft mit einem neuen Vorschlag zur Lösung der Blockade der Getreideexporte zu erpressen. Russland ist nach Bericht der Nachrichtenagentur Interfax bereit, einen humanitĂ€ren Korridor fĂŒr Schiffe und Lebensmittel zu schaffen, wenn die EU und die USA im Gegenzug einige Sanktionen aufheben. Derzeit stecken mehr als 20 Millionen Tonnen Getreide in der Ukraine fest.

Russland lockert Altersbegrenzung fĂŒr Berufssoldaten

15.53 Uhr: Drei Monate nach Kriegsbeginn in der Ukraine hat Russland die bislang geltende Altersbegrenzung fĂŒr Berufssoldaten gelockert. Das Parlament in Moskau stimmte am Mittwoch fĂŒr ein Gesetz, dem zufolge MĂ€nner und Frauen kĂŒnftig bis zu 50 Jahre alt sein dĂŒrfen, wenn sie sich vertraglich fĂŒr den Dienst in der Armee verpflichten. Bislang lag die Obergrenze bei 40 Jahren. In dem Gesetz, das die Kremlpartei Geeintes Russland eingebracht hatte, heißt es zur BegrĂŒndung, dass gerade fĂŒr die Bedienung von PrĂ€zisionswaffen "hochprofessionelle Spezialisten" gebraucht wĂŒrden, die in der Regel 40 Jahre oder Ă€lter seien.

Russische Soldaten in Moskau: Die Altersgrenze fĂŒr Berufssoldaten wird angehoben.
Russische Soldaten in Moskau: Die Altersgrenze fĂŒr Berufssoldaten wird angehoben. (Quelle: Erik Romanenko/imago-images-bilder)

Russland fĂŒhrt seit dem 24. Februar Krieg gegen das Nachbarland Ukraine. Weil die russischen Soldaten Beobachtern zufolge bislang deutlich schlechter vorankommen als erwartet, gibt es immer wieder Spekulationen, dass Moskau ihre Zahl aufstocken könnte. GerĂŒchte ĂŒber eine geplante Generalmobilmachung im grĂ¶ĂŸten Land der Erde hat der Kreml in der Vergangenheit aber stets als "Unsinn" zurĂŒckgewiesen.

Schnellverfahren fĂŒr russische PĂ€sse in Cherson und Saporischschja

15.29 Uhr: In einem vereinfachten Verfahren sollen die Bewohner der Regionen Saporischschja und Cherson in der SĂŒdukraine russische PĂ€sse beantragen können. Russlands Staatschef Wladimir Putin unterzeichnete einen entsprechenden Erlass am Mittwoch. Die in den Gebieten neu ernannten pro-russischen Behördenvertreter haben bereits den Wunsch geĂ€ußert, dass die Regionen an Russland angeschlossen werden.

Bewerber mĂŒssen nicht in Russland gelebt haben, keine ausreichenden finanziellen Mittel nachweisen oder einen russischen Sprachtest bestehen.

Ein Ă€hnlicher PrĂ€sidialerlass gilt seit 2019 auch fĂŒr die Bewohner der Separatistengebiete Luhansk und Donezk in der Ostukraine. Hunderttausende Einwohner dieser Regionen haben bereits russische PĂ€sse erhalten.

Bundesregierung "verblĂŒfft" wegen polnischer Kritik

14.59 Uhr: Die Bundesregierung hat die Kritik des polnischen PrĂ€sidenten an dem vorgeschlagenen Ringtausch von Panzern zurĂŒckgewiesen. "Die Bundesregierung ist verblĂŒfft", sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Mittwoch in Berlin. Man nehme die Kritik des polnischen PrĂ€sidenten zur Kenntnis, "aber das macht es nicht richtig".

Hintergrund ist ein Streit um den Vorschlag der Bundesregierung, dass die osteuropĂ€ischen EU- und Nato-Partner ihre Panzer aus sowjetischer oder russischer Bauart an die Ukraine abgeben sollen. DafĂŒr sollen sie von Deutschland modernisierte Leopard-2-Panzer erhalten. Hebestreit wies auf Verhandlungen mit mehreren osteuropĂ€ischen Staaten hin. Es sei aber nicht versprochen worden, etwa Leopard-Panzer 2-A7 der modernsten Bauart zu liefern. Auch die Bundeswehr verfĂŒge nur ĂŒber wenige Exemplare dieser Version, weitere seien im Zulauf. Deshalb habe man etwa mit Tschechien vereinbart, modernisierte Leopard-2-Panzer als Ersatz fĂŒr die alten Panzer sowjetischer Bauart zu liefern.

Am Dienstag hatten die Außenminister beider LĂ€nder, Annalena Baerbock und Zbiegniew Rau, betont, man wolle die Irritationen bei dem Thema beilegen. Zuvor hatte Polens PrĂ€sident Duda der "Welt" gesagt, Deutschland habe Polen die Lieferung von Panzern versprochen, weil die Regierung in Warschau eigene BestĂ€nde in die Ukraine geliefert habe. "Sie haben dieses Versprechen nicht erfĂŒllt, und offen gesagt: Wir sind sehr enttĂ€uscht darĂŒber", hatte Duda hinzugefĂŒgt.

Ukraine: "Putin hat Krebs"

12.37 Uhr: Nur GerĂŒchte oder absichtlich gestreute Falschmeldungen? Über Putins Gesundheitszustand wird schon lange spekuliert. Doch so schnell wird er wohl nicht sterben, sagt der Chef des ukrainischen Geheimdienstes. Hier lesen Sie mehr.

Wladimir Putin: "Er hat noch mindestens ein paar Jahre, ob uns das gefÀllt oder nicht".
Wladimir Putin: "Er hat noch mindestens ein paar Jahre, ob uns das gefÀllt oder nicht". (Quelle: Sergei Guneev/Reuters-bilder)

Ukraine fahndet nach Wagner-Söldnern wegen Kriegsverbrechen

12.31 Uhr: Im MĂ€rz entfĂŒhrten russische Soldaten die Lokalpolitikerin Olga Suchenko und ihre Familie, spĂ€ter wurden ihre Leichen in einem Erdloch entdeckt. Jetzt hat die Ukraine die mutmaßlichen TĂ€ter identifiziert. Hier lesen Sie mehr dazu.

Litauen liefert gepanzerte Fahrzeuge an die Ukraine

12.22 Uhr: Die Ukraine wird aus Litauen gepanzerte Fahrzeuge als MilitĂ€rhilfe fĂŒr den Krieg gegen Russland erhalten. Das baltische EU- und Nato-Land werde Kiew 20 gepanzerte Mannschaftstransporter vom Typ M113, zehn MilitĂ€rlastwagen und zehn MinenrĂ€um-GelĂ€ndefahrzeuge ĂŒbergeben, teilte das litauische Verteidigungsministerium am Mittwoch mit. Der Wert der AusrĂŒstung betrage etwa 15,5 Millionen Euro.

Litauen hat nach eigenen Angaben der Ukraine seit dem russischen Angriff militÀrische Hilfe im Wert von geschÀtzten rund 100 Millionen Euro geleistet. Unter den gelieferten Waffen waren etwa Stinger-Flugabwehrraketen, Panzerabwehr- und Flugabwehrwaffen und Mörser.

Putin will verletzte russische Soldaten besuchen

12.17 Uhr: Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin will an diesem Mittwoch in einem Moskauer Krankenhaus Soldaten besuchen, die im Krieg gegen die Ukraine verletzt wurden. "Er besucht sie und unterhĂ€lt sich mit ihnen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch laut Nachrichtenagentur Interfax. Peskow wies Spekulationen zurĂŒck, dass bei dem Besuch eine neue Strategie fĂŒr die KĂ€mpfe in der Ukraine verkĂŒndet werden solle.

Es gebe "keine neuen Momente und Etappen" bei der "MilitĂ€roperation", so der Kremlsprecher. "Der PrĂ€sident interessiert sich stĂ€ndig fĂŒr das Thema, wie diejenigen versorgt werden, die wĂ€hrend der militĂ€rischen Spezialoperation verletzt wurden – und er kontrolliert das auch", sagte Peskow. In Moskau wird der Krieg gegen die Ukraine offiziell weiter nur als "militĂ€rische Spezialoperation" bezeichnet.

Es ist Putins erster Besuch bei Verletzten seit Ausbruch des Kriegs Ende Februar. Die russische Seite gibt ohnehin Ă€ußerst spĂ€rliche Informationen zu den Toten und Verletzten auf eigener Seite. Letztmals hat das Verteidigungsministerium Ende MĂ€rz Zahlen veröffentlicht. Demnach sind in der Ukraine 1.351 russische Soldaten getötet und 3.825 verletzt worden. Kiew hingegen gibt die Zahl der getöteten Russen mit fast 30.000 an. Die Angaben lassen sich nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen.

Baerbock warnt vor "KriegsmĂŒdigkeit"

11.43 Uhr: Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat vor einer "KriegsmĂŒdigkeit" in den westlichen Staaten gewarnt. "Wir haben einen Moment der Fatigue erreicht", sagte Baerbock in Kristiansand nach Abschluss des Ostseerats. Dennoch mĂŒssten die Sanktionen gegen Russland und die Hilfen fĂŒr die Ukraine aufrechterhalten bleiben.

Eine wachsende Skepsis hĂ€nge auch daran, dass der russische Angriffskrieg zu höheren Preisen bei Energie und Nahrungsmitteln fĂŒhre. Dies sei aber genau die Taktik von Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin. Daher sei es so wichtig, an der UnterstĂŒtzung der Ukraine festzuhalten.

Selenskyj wirft Westen mangelnde Einheit vor – und dankt USA

11.04 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat den westlichen LĂ€ndern vorgeworfen, nicht vereint an der Seite der Ukraine zu stehen. "Meine Frage ist: Herrscht in der Praxis Einheit? Ich sehe sie nicht", sagte Selenskyj am Mittwoch wĂ€hrend einer Diskussionsveranstaltung des Weltwirtschaftsforums in Davos. Selenskyj warf insbesondere der TĂŒrkei und Ungarn vor, unsolidarisch mit seinem Land zu sein, das sich seit drei Monaten gegen einen russischen Angriffskrieg verteidigt.

Selenskyj, der per Video zugeschaltet war, bedankte sich ausdrĂŒcklich bei US-PrĂ€sident Joe Biden fĂŒr die UnterstĂŒtzung der USA. Als europĂ€isches Land brauche die Ukraine aber vor allem "die UnterstĂŒtzung eines vereinten Europas", sagte Selenskyj. "Wir werden einen riesigen Vorteil gegenĂŒber Russland haben, wenn wir wirklich einig sind", sagte er.

AusdrĂŒcklich kritisierte Selenskyj Ungarn, das seine Zustimmung zu einem EU-weiten Erdölembargo gegen Russland verweigert. "Es ist etwas nicht in Ordnung mit Ungarn!", sagte er. Das Land sei in der UnterstĂŒtzung der Ukraine "nicht so einig wie der Rest der EU".

Der Staatschef verwies zudem auf den Widerstand des Nato-Mitglieds TĂŒrkei gegen den Antrag der beiden nordischen LĂ€nder Finnland und Schweden, dem VerteidigungsbĂŒndnis beizutreten. "Herrscht Einheit zum Nato-Beitritt Schwedens und Finnlands? Nein. Ist der Westen also vereint? Nein", sagte der ukrainische PrĂ€sident.

Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos: PrÀsident Selenskyj kritisiert den Westen.
Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos: PrÀsident Selenskyj kritisiert den Westen. (Quelle: Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa-bilder)

Russland meldet Bombardierung von ukrainischem Motorenhersteller

10.57 Uhr: Die russischen StreitkrĂ€fte haben nach eigenen Angaben bei den schweren Luftangriffen in der Nacht auch ein ukrainisches Motorenwerk und mehrere Bahnhöfe attackiert. "Mit luft- und seegestĂŒtzten HochprĂ€zisionsraketen wurden die Produktionshallen der Fabrik Motor Sitsch zerstört, die Flugmotoren fĂŒr die ukrainischen StreitkrĂ€fte baut, darunter auch fĂŒr unbemannte Drohnen", sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Mittwoch.

Seinen Angaben zufolge wurde auch der Bahnhof der stÀdtischen Siedlung Pokrowske im Gebiet Dnipropetrowsk von Raketen getroffen. Ziel hier sei ein Truppentransport von Reservisten gewesen, die auf dem Weg in die Donbass-Region waren.

In FrontnĂ€he seien mehrere GefechtsstĂ€nde und Fernmeldestellen im Raum Bachmut und ein Logistikzentrum im Raum Soledar attackiert worden, sagte Konaschenkow. Luftwaffe und Heeresflieger hĂ€tten derweil mehr als 300 ukrainische Soldaten getötet und 46 MilitĂ€rfahrzeuge außer Gefecht gesetzt. UnabhĂ€ngig konnten diese Angaben nicht ĂŒberprĂŒft werden.

US-MilliardĂ€r warnt: "Zivilisation wird Krieg vielleicht nicht ĂŒberleben"

10.24 Uhr: Die USA lobt der MilliardĂ€r George Soros fĂŒr die UnterstĂŒtzung der Ukraine – fĂŒr Deutschland gibt es jedoch reichlich Kritik. Besonders Altkanzlerin Merkel nimmt er ins Visier. Hier lesen Sie mehr dazu.

George Soros: Der US-MilliardĂ€r kritisiert Angela Merkel fĂŒr ihre Russland-Politik.
George Soros: Der US-MilliardĂ€r kritisiert Angela Merkel fĂŒr ihre Russland-Politik. (Quelle: Lisi Niesner/Reuters-bilder)

Selenskyj pocht auf direktes GesprÀch mit Putin

9.02 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj pocht auf ein direktes GesprĂ€ch mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin. Beratungen ĂŒber Vermittler lehnt er in einer Ansprache vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos erneut ab.

Wenn Putin die RealitĂ€t begreife, dann bestehe die Chance, einen diplomatischen Ausweg aus dem Konflikt zu finden. Die FĂŒhrung in Moskau solle ihre Truppen zu den Linien vor Beginn ihrer Invasion der Ukraine am 24. Februar zurĂŒckziehen, fordert Selenskyj. "Das könnte ein erster Schritt in Richtung GesprĂ€che sein." Die Ukraine werde kĂ€mpfen, bis sie ihr gesamtes Territorium zurĂŒckgewonnen habe.

Ukraine berichtet von KĂ€mpfen um Großstadt Sjewjerodonezk

8.42 Uhr: Im Osten der Ukraine sind die russischen Truppen nach Angaben aus Kiew zur Offensive ĂŒbergegangen und fĂŒhren schwere KĂ€mpfe um die Großstadt Sjewjerodonezk. "Mit Hilfe von ArtillerieunterstĂŒtzung fĂŒhren die russischen Okkupanten einen Angriff auf die Ortschaft Sjewjerodonezk, die KĂ€mpfe halten an", teilte der ukrainische Generalstab am Mittwochmorgen in seinem Lagebericht mit.

Neben Sjewjerodonezk ist auch die nahe gelegene Stadt Lyman Ziel der russischen Attacken. Auch hier werde die Bodenoffensive durch Luftangriffe und Artillerie unterstĂŒtzt. Daneben meldete der Generalstab Gefechte aus dem Raum Bachmut sĂŒdwestlich von Sjewjerodonezk. Russische Truppen hĂ€tten die Ortschaften Komyschuwacha, Jakowliwka und Troitzke angegriffen, sich aber nach Verlusten wieder zurĂŒckgezogen. Im Raum Awdijiwka gebe es ununterbrochenes Artilleriefeuer auf die Stellungen der Verteidiger.

An anderen Frontabschnitten war es dem Lagebericht nach ruhiger. So gab es nördlich von Charkiw lediglich vereinzelte Gefechte um die Ortschaft Ternowo. Im Raum Slowjansk, das als strategisches Ziel der Russen gilt, wurden nur wenige erfolglose Angriffsversuche unternommen. Im SĂŒden der Ukraine gibt es keine grĂ¶ĂŸeren KĂ€mpfe.

EU: Oligarchen haben zehn Milliarden Euro verloren

4.45 Uhr: Sie sollen den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine unterstĂŒtzen: Deshalb wurde zahlreichen Oligarchen der Zugang zu ihrem Vermögen verwehrt. Die EU will das Geld fĂŒr den Wiederaufbau nutzen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Die Jacht eines russischen Oligarchen in Kroatien: Die EU hat seit Beginn des Ukraine-Kriegs etliche russische Oligarchen auf die Sanktionsliste gesetzt.
Die Jacht eines russischen Oligarchen in Kroatien: Die EU hat seit Beginn des Ukraine-Kriegs etliche russische Oligarchen auf die Sanktionsliste gesetzt. (Quelle: Pixsell/imago-images-bilder)

MilitÀr: 190 russische Soldaten getötet

4 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen MilitĂ€rkommandos Ost sind am Dienstag mindestens 190 russische Soldaten getötet worden. Außerdem habe man 19 Fahrzeuge und andere MilitĂ€rausrĂŒstung zerstört. Russland habe drei Angriffe durchgefĂŒhrt. Ein ukrainischer Schlag sei gegen ein Lagerhaus gefĂŒhrt worden, in dem sich 180 Soldaten aufgehalten haben sollen. Die Angaben können nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒft werden. Über eigene Verluste sagte das ukrainische MilitĂ€r nichts.

Caesar-Haubitzen bereits im Einsatz

2.55 Uhr: Der Generalstab der Ukraine meldet, dass französische Haubitzen des Typs Caesar bereits an der Front eingesetzt werden. "Unsere Soldaten haben schnell die Bedienung gelernt – in zwei bis drei Stunden." Die Waffen haben je nach Munition und Ausstattung eine Reichweite von mindestens 20 Kilometer.

Selenskyj: Schwere Waffen sichern StabilitÀt

2.30 Uhr: In seiner abendlichen Ansprache hat der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj den Staaten, die Waffen geliefert haben, gedankt. Gleichzeitig forderte er weitere UnterstĂŒtzung. "Daher ist die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine – MLRS (Raketenabwehssysteme), Panzer, Schiffsabwehr- und andere Waffen – die beste Investition, um die StabilitĂ€t in der Welt aufrechtzuerhalten und viele schwere Krisen zu verhindern, die Russland noch plant oder bereits provoziert hat", sagte er.

Wolodymyr Selenskyj spricht bei einer Veranstaltung (Archivbild); Er fordert weitere schwere Waffen fĂŒr sein Land.
Wolodymyr Selenskyj spricht bei einer Veranstaltung (Archivbild); Er fordert weitere schwere Waffen fĂŒr sein Land. (Quelle: Sarsenov Daniiar//imago-images-bilder)

Ukraine fordert Krim zurĂŒck

1.45 Uhr: In einem Interview mit dem japanischen Sender NHK hat der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj bekrĂ€ftigt, dass auch die Krim Teil seines Landes sei. "FĂŒr alle Ukrainer bedeutet der Sieg, Territorium zurĂŒckzugewinnen. Es ist sicher, dass wir unser gesamtes Territorium sowohl in der Donbass-Region als auch auf der Halbinsel Krim zurĂŒckgewinnen mĂŒssen." Bevor er sich an den Verhandlungstisch setze, mĂŒsste der Status von vor dem 24. Februar wieder hergestellt werden.

Knapp 20.000 Kriegsverbrechen angezeigt

0.30 Uhr: In den drei Monaten des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sind nach Kiewer Angaben etwa 20.000 mutmaßliche Kriegsverbrechen angezeigt worden. Allein 13.500 solcher Taten hĂ€tten die Ermittler der Polizei registriert, sagte Innenminister Denys Monastyrskyj am Dienstag im ukrainischen Fernsehen.

"Wir arbeiten mit auslĂ€ndischen StaatsanwĂ€lten, gemeinsamen Ermittlungsteams und Experten zusammen, aber die meiste Arbeit wird von ukrainischen Strafverfolgungsbeamten geleistet." Ihr Beweismaterial solle spĂ€ter an internationale Gremien ĂŒbermittelt werden, um mutmaßliche russische Kriegsverbrecher vor Gericht zu bringen, sagte der Minister.

Selenskyj berichtet von schwieriger Lage im Donbass

0.10 Uhr: Die ukrainischen Truppen im Donbass sind nach Worten von PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj angesichts schwerer russischer Angriffe in einer schwierigen Lage. "In diesen Angriff wirft die russische Armee alle KrĂ€fte, die sie noch hat", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache am Dienstag. Er zĂ€hlte die StĂ€dte Lyman, Popasna, Sjewjerodonezk und Slowjansk im Osten des Landes auf. "Die Besatzer wollen dort alles zerstören." Es werde großer Anstrengungen des ukrainischen Volkes bedĂŒrfen, um die russische Überlegenheit an RĂŒstung und Technik zu ĂŒberwinden.

FĂŒr Evakuierungen: Russland will Offensive bremsen

23.30 Uhr: Verteidigungsminister Sergej Schoigu kĂŒndigt an, Russland werde freiwillig seine Offensive bremsen, damit Zivilisten aus umzingelten Orten evakuiert werden könnten. Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet die AnkĂŒndigung als pathetische LĂŒge.

Ein russischer Panzer in Luhansk (Archivbild): Angeblich soll die Offensive verlangsamt werden, um Dörfer zu evakuieren.
Ein russischer Panzer in Luhansk (Archivbild): Angeblich soll die Offensive verlangsamt werden, um Dörfer zu evakuieren. (Quelle: Alexander Garmayev/imago-images-bilder)

Aus Mariupol: Russland kĂŒndigt sichere Seepassage an

21.44 Uhr: Russland will nach MilitÀrangaben ab Mittwoch eine sichere Seepassage aus der eroberten ukrainischen Hafenstadt Mariupol in Richtung Schwarzes Meer einrichten. Die von Minen gerÀumte Strecke durch das Asowsche Meer sei 115 Seemeilen (213 Kilometer) lang und 2 Seemeilen breit und ab 8.00 Uhr Ortszeit (7 MESZ) befahrbar. Das teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Dienstagabend mit.

Zugleich werde die beschÀdigte Hafeninfrastruktur von Mariupol instandgesetzt. Die letzten ukrainischen Verteidiger der Stadt hatten Ende vergangener Woche die Waffen gestreckt, Mariupol selbst ist weitgehend zerstört.

In den von der Ukraine kontrollierten HĂ€fen an der Schwarzmeer-KĂŒste sitzen nach russischen Angaben noch etwa 70 auslĂ€ndische Schiffe aus 16 LĂ€ndern fest. Die russische Marine werde auch dort an der KĂŒste einen tĂ€glichen sicheren Korridor einrichten, hieß es. Es bleibe aber fĂŒr Anrainerstaaten des Schwarzen Meeres eine Restgefahr durch treibende ukrainische Minen, die sich losgerissen hĂ€tten. Nach ukrainischen Angaben geht die Gefahr von der russischen Marine und deren Minen aus. Westliche LĂ€nder fordern von Moskau, sichere Getreideexporte der Ukraine ĂŒber den Hafen Odessa zu ermöglichen.

Bericht: Pensionierter russischer General von Rakete getötet

21.10 Uhr: In der Ukraine soll ein weiterer russischer Generalmajor getötet worden sein. Das berichtet die "BBC" und beruft sich dabei auf mehrere Untergebene des Generals. Dabei soll es sich um Kanamat Botaschew handeln. Demnach soll Botaschew am vergangenen Sonntag im Luftraum ĂŒber Luhansk abgeschossen worden sein, als er einen SU-25-Kampfjet flog. Das russische Verteidigungsministerium bestĂ€tigte den Tod des 63-JĂ€hrigen bisher nicht. Lesen Sie hier mehr dazu.

Ein bereits pensionierter russischer General soll angeblich getötet worden sein, als er einen Su-25-Kampfjet flog. (Symbolfoto)
Ein bereits pensionierter russischer General soll angeblich getötet worden sein, als er einen Su-25-Kampfjet flog. (Symbolfoto) (Quelle: imago-images-bilder)

Orban ruft Ausnahmezustand aus

20.43 Uhr: Der ungarische MinisterprĂ€sident Viktor Orban verhĂ€ngt wegen des Kriegs in der benachbarten Ukraine den Notstand in seinem Land. Die Regelung tritt am Mittwoch 00.00 Uhr MESZ in Kraft, teilte der rechtsnationale Politiker in einem Video auf seiner Facebook-Seite mit. Der Notstand erlaubt es Orban, geltende Gesetze aufzuheben und Zwangsmaßnahmen auf dem Verordnungsweg zu treffen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Gouverneur: Russen haben drei Ortschaften eingenommen

20.41 Uhr: Russische Einheiten haben nach Angaben des ukrainischen regionalen Gouverneurs Pawlo Kyrylenko drei Ortschaften im Bezirk Donezk eingenommen. Darunter befĂ€nde sich auch die Stadt Switlodarsk, sagt er dem Sender Radio Free Europe. Switlodarsk liegt 80 Kilometer sĂŒdwestlich von Sjewjerodonezk, einem Schwerpunkt der russischen Angriffe in den vergangenen Tagen.

Schoigu: Gehen von lÀngerem Einsatz aus

15.14 Uhr: Die Spitzen des russischen Verteidigungsministeriums und des mĂ€chtigen Sicherheitsrates haben am Dienstag deutlich gemacht, dass der russische MilitĂ€reinsatz in der Ukraine lĂ€nger dauern werde. "Wir setzen die militĂ€rische Spezialoperation fort bis zur Realisierung aller Ziele, unabhĂ€ngig von der enormen westlichen Hilfe fĂŒr das Regime in Kiew und von dem beispiellosen Sanktionsdruck", sagte Verteidigungsminister Sergei Schoigu bei einer Videokonferenz mit Amtskollegen aus Staaten der frĂŒheren Sowjetunion.

Sergei Schoigu: Der 67-JĂ€hrige leitet das Verteidigungsministerium in Russland.
Sergei Schoigu: Der 67-JĂ€hrige leitet das Verteidigungsministerium in Russland. (Quelle: imago-images-bilder)

Kurz zuvor hatte der SekretĂ€r des mĂ€chtigen Nationalen Sicherheitsrates, Nikolai Patruschew, in einem seiner seltenen Interviews gesagt, dass der russische MilitĂ€reinsatz in der Ukraine so lange dauern werde wie nötig. Der Zeitung "Argumenty i Fakty" sagte er, die von Kreml-Chef Wladimir Putin festgelegten Ziele wĂŒrden erfĂŒllt. Es gehe nicht um Verzögerungen. Schoigu betonte, das russische BemĂŒhen, zivile Opfer zu vermeiden, "verlangsamt natĂŒrlich das Tempo der Offensive, aber das ist beabsichtigt".

Der russische MilitĂ€reinsatz in der Ukraine lĂ€uft schon seit drei Monaten. Angesichts des heftigen ukrainischen Widerstandes konnten die russischen Truppen bisher aber weniger schnell vorrĂŒcken als erwartet. Der Kreml hat die "Entnazifizierung" der Ukraine und die Sicherung der mehrheitlich russischsprachigen Gebiete im Osten der Ukraine als Ziele des MilitĂ€reinsatzes ausgegeben.

EU beschließt Finanzierung fĂŒr weitere Waffenlieferungen

15.06 Uhr: Die EU hat die Finanzmittel zur UnterstĂŒtzung der ukrainischen StreitkrĂ€fte auf zwei Milliarden Euro aufgestockt. Wie der Rat der Mitgliedstaaten am Dienstag in BrĂŒssel mitteilte, wurde dazu der noch ausstehende Beschluss gefasst. Die politische Einigung auf weitere 500 Millionen gab es bereits Mitte des Monats bei einem Treffen der EU-Außenminister.

Von dem zusĂ€tzlichen Geld sollen 490 Millionen fĂŒr Waffen und Munition sowie zehn Millionen fĂŒr Dinge wie SchutzausrĂŒstung, Erste-Hilfe-Kits und Treibstoff ausgegeben werden. Als konkrete Beispiele fĂŒr geplante Waffenlieferungen hatte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell jĂŒngst ArtilleriegeschĂŒtze und Panzerfahrzeuge genannt.

Die Finanzmittel kommen aus der sogenannten EuropĂ€ischen FriedensfazilitĂ€t – ein neues Finanzierungsinstrument der EU, das genutzt werden kann, um StreitkrĂ€fte in PartnerlĂ€ndern zu stĂ€rken. FĂŒr 2021 bis 2027 ist sie mit fĂŒnf Milliarden Euro ausgestattet. Deutschland finanziert nach Angaben von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) rund ein Viertel. Ein erstes Paket ĂŒber 500 Millionen Euro war bereits Ende Februar bewilligt worden, zwei weitere folgten im MĂ€rz und April. Borrell machte am Dienstag deutlich, dass die aktuelle Mittelaufstockung nicht die letzte gewesen sein dĂŒrfte.

Duda: Deutschland begeht Wortbruch

14.42 Uhr: Polens PrÀsident Andrzej Duda hat der Bundesregierung Wortbruch bei einer versprochenen Lieferung von Panzern an sein Land vorgeworfen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Moskau will Altersgrenze fĂŒr MilitĂ€rdienst aufheben

13.52 Uhr: Russland bereitet die Aufhebung der Altersgrenze fĂŒr den MilitĂ€rdienst vor. Das geht aus der Tagesordnung der Moskauer Duma, des russischen Unterhauses, fĂŒr Mittwoch hervor. Entsprechend den ErlĂ€uterungen zu der Gesetzesvorlage können sich nach den bisherigen Bestimmungen nur russische BĂŒrger zwischen 18 und 40 Jahren bei der Armee verpflichten, fĂŒr AuslĂ€nder gilt eine Zeitspanne zwischen 18 und 30 Jahren.

Es sei jedoch fĂŒr den Einsatz von Waffen "mit hoher PrĂ€zision" wichtig, "hoch spezialisierte FachkrĂ€fte" zur Armee zu holen, heißt es in den ErlĂ€uterungen weiter. Dabei ist offenbar daran gedacht, die Altersgrenze aufzuheben. Durch diese Maßnahme sollen Spezialisten in den Bereichen medizinische UnterstĂŒtzung, Ingenieurswesen und Kommunikation gewonnen werden.

Bei ihrer Offensive in der Ukraine hat die russische Armee schwere materielle und menschliche Verluste zu verzeichnen, auch wenn diese von Moskau nie beziffert wurden. Im April startete Russland den FrĂŒhjahrs-Aufruf, dessen Ziel es ist, rund 134.500 junge Leute einzuziehen. Die Behörden erklĂ€rten allerdings, die Rekruten wĂŒrden nicht an die Front beordert.

Nawalny greift Putin verbal an: "Dummer Krieg"

13.10 Uhr: Der russische Kremlkritiker Alexej Nawalny hat den russischen PrÀsidenten Wladimir Putin vor einem Gericht in Moskau scharf kritisiert, berichtet der "Spiegel". "Das ist ein dummer Krieg, den euer Putin angefangen hat", sagte Nawalny demnach, zugeschaltet aus dem Straflager, in dem er inhaftiert ist.

Obwohl ihn der Richter mehrmals unterbrochen habe, fuhr der Kremlkritiker fort: "Der Krieg basiert auf LĂŒgen." Und: "Ein VerrĂŒckter hat sich in die Ukraine verkrallt und ich weiß nicht, was er damit will – dieser wahnsinnige Dieb." Das Gericht wies Nawalnys Antrag auf Revision spĂ€ter zurĂŒck. Seine neunjĂ€hrige Haftstrafe sei rechtens.

Alexej Nawalny: "Der Krieg basiert auf LĂŒgen."
Alexej Nawalny: "Der Krieg basiert auf LĂŒgen." (Quelle: ITAR-TASS/imago-images-bilder)

Mit diesen Problemen hat die ukrainische Armee zu kÀmpfen

13.08 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Selenskyj berichtet von hohen Verlusten in der Ostukraine – deshalb dĂŒrfen MĂ€nner im wehrpflichtigen Alter auch weiterhin nicht ausreisen. Wie ist es um die ukrainische Armee bestellt? Lesen Sie den Text dazu hier.

Ein ukrainischer Soldat: Die Motivation der StreitkrÀfte ist weiterhin hoch.
Ein ukrainischer Soldat: Die Motivation der StreitkrÀfte ist weiterhin hoch. (Quelle: ZUMA Wire/imago-images-bilder)

TĂŒrkei spricht am Mittwoch mit Finnland und Schweden

13.06 Uhr: Die TĂŒrkei will am Mittwoch mit Finnland und Schweden ĂŒber die Nato-Aufnahme der beiden nordeuropĂ€ischen LĂ€nder sprechen. Das Treffen der Delegationen finde in Ankara statt, teilt das tĂŒrkische Außenministerium mit. PrĂ€sident Recep Tayyip Erdoğan hatte Vorbehalte gegen die Beitritte geĂ€ußert.

Stoltenberg: "MĂŒssen uns fĂŒr Sicherheit entscheiden, nicht fĂŒr Verletzlichkeit"

12.08 Uhr: Die TĂŒrkei hegt Zweifel an der geplanten Nato-Erweiterung. Beim Weltwirtschaftsforum hat Jens Stoltenberg dem Land LoyalitĂ€t zugesichert. Der GeneralsekretĂ€r betonte die Wichtigkeit des BĂŒndnispartners. Lesen Sie hier mehr dazu.

Jens Stoltenberg: Der Nato-GeneralsekretĂ€r spricht beim WEF ĂŒber den Ukraine-Krieg.
Jens Stoltenberg: Der Nato-GeneralsekretĂ€r spricht beim WEF ĂŒber den Ukraine-Krieg. (Quelle: Arnd Wiegmann/Reuters-bilder)

Von der Leyen: "Ukraine ist Teil der europÀischen Familie"

12.05 Uhr: Das Weltwirtschaftsforum in Davos hat EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen noch einmal zum Anlass genommen, um ĂŒber den Ukraine-Krieg zu sprechen. Dabei ging sie auch auf den Wiederaufbau ein. Hier lesen Sie mehr dazu.

Ukraine setzt westliche Artillerie im Kampf ein

10.43 Uhr: Die ukrainischen Truppen setzen in ihrem Kampf gegen die russischen StreitkrĂ€fte nach Angaben eines Armeesprechers "erfolgreich" neu gelieferte Artilleriesysteme aus dem Westen ein. Nachdem die Ukraine zunĂ€chst eigene Haubitzen aus Sowjetzeiten eingesetzt habe, könne sie seit einigen Wochen moderne Artilleriesysteme verbĂŒndeter Nationen an der Front einsetzen, darunter von den USA gelieferte Haubitzen vom Typ M777, sagte der Armeesprecher Dmytro Pletentschuk kĂŒrzlich der Nachrichtenagentur AFP.

Diese hĂ€tten sich im Kampf bereits als sehr hilfreich erwiesen, sagte er. "FĂŒr die Ukrainer, die mit der M777 schießen, ist es wie eine Umstellung von einer Dampflok auf ein E-Auto", sagte Pletentschuk, der der MilitĂ€rverwaltung der Region Mykolajiw angehört. Zu den Einsatzorten der Waffen Ă€ußerte er sich nicht.

"Diese Systeme werden bereits von den ukrainischen StreitkrĂ€ften eingesetzt, und sie werden sehr erfolgreich eingesetzt", sagte er. "Unsere Feinde sind sehr traurig darĂŒber, genauso ĂŒber die hohe EffektivitĂ€t dieser Artillerie."

So wie die Gefechte im Osten des Landes hĂ€tten sich die KĂ€mpfe im SĂŒden zwischen dem ukrainisch kontrollierten Mykolajiw und russischen Truppen im Osten der Hafenstadt ĂŒberwiegend zu brutalen, weitrĂ€umigen Artillerie-Duellen entwickelt, sagte der Armeesprecher weiter. "Tag und Nacht" gebe es Sperrfeuer von beiden Seiten.

Großbritannien: Russland macht Fortschritte im Donbass

9.45 Uhr: Nach EinschĂ€tzung britischer Geheimdienste hat Russland bei seiner Offensive in der Ostukraine einige lokale Fortschritte gemacht. Moskau habe die IntensitĂ€t seiner AktivitĂ€ten im Donbass deutlich verstĂ€rkt und versuche dort, mehrere StĂ€dte zu umzingeln, hieß es am Dienstagmorgen in einem Update des britischen Verteidigungsministeriums.

Allerdings sei dies nur ein Teil von Russlands Mission, die gesamte Donbass-Region unter seine Kontrolle zu bringen. Der ukrainische Widerstand sei stark. Sollte sich die Frontlinie im Donbass weiter nach Westen verschieben, werde dies mutmaßlich weitere logistische Schwierigkeiten fĂŒr die Russen mit sich bringen, so die britischen Geheimdienste.

Derweil hat Russland nach eigenen Angaben bei Angriffen im Donbass ein ukrainisches Waffenlager getroffen. Dieses werde genutzt, um Artilleriegranaten fĂŒr Haubitzen des Typs M777 aus amerikanischer Produktion zu lagern, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

Russische Soldaten im Donbass: London zufolge macht die Armee dort Fortschritte.
Russische Soldaten im Donbass: London zufolge macht die Armee dort Fortschritte. (Quelle: Itar-Tass/imago-images-bilder)

Briten planen Schutzkorridor fĂŒr Getreideexport aus Ukraine

9 Uhr: Die Ukraine ist einer der wichtigsten Getreideproduzenten weltweit. Durch die russische Blockade der SchwarzmeerhÀfen sind Exporte seit Kriegsbeginn unmöglich. Eine "Koalition der Willigen" könnte Abhilfe schaffen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Zerstörung in Odessa: Die russische Armee hat die Hafenstadt massiv angegriffen.
Zerstörung in Odessa: Die russische Armee hat die Hafenstadt massiv angegriffen. (Quelle: imago-images-bilder)

Ukraine: Hauptziel in Mariupol erreicht

7.27 Uhr: Trotz des Falls der Hafenstadt Mariupol sieht ein Berater des ukrainischen Verteidigungsministers das militĂ€rische Hauptziel dort als erreicht an. "Das Hauptziel wurde erreicht in Mariupol. Es war, die russischen Gruppierungen zurĂŒckzuhalten, (...) mehr als 20.000 russische Soldaten. Und das wurde möglich gemacht Dank der Heldentaten der Verteidiger von Mariupol und der Verteidiger, die spĂ€ter in Azovstal waren", sagte Jurij Sak am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin". Dadurch hĂ€tten die russischen Truppen keine anderen Gebiete im Osten der Ukraine erobern können.

Die Soldaten von Asowstal hÀtten den Ukrainern Zeit gegeben, sich neu zu gruppieren und mehr MilitÀrhilfe von ihren internationalen Partnern zu erhalten. "Aus dieser Perspektive wurde das Ziel erreicht", so Sak. Die letzten ukrainischen KÀmpfer im Asow-Stahlwerk in Mariupol hatten sich in der vergangenen Woche ergeben.

Die Ukraine werde den Krieg als gewonnen ansehen, wenn sich die russischen Truppen an die Grenzen zurĂŒckzögen, die vor dem 24. Februar gĂŒltig waren, sagte Sak. "Dieser Aggressionskrieg gegen die Ukraine hat natĂŒrlich 2014 angefangen, als Russland die Halbinsel Krim annektiert hat", so der Berater weiter. Eine RĂŒckgabe der Krim mĂŒsse daher auch Teil von Verhandlungen sein. Das Hauptziel sei zunĂ€chst jedoch, das Gebiet zu befreien. "Der Rest der Ziele kann dann diplomatisch verhandelt werden."

Kiew fordert mehr Hilfe – die Nacht im Überblick

5 Uhr: Drei Monate nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine erwartet PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj weitere schwere Wochen fĂŒr sein Land. Erneut fordert er mehr Waffen vom Westen, damit die Ukraine sich verteidigen kann. Hier lesen Sie einen Überblick ĂŒber die Ereignisse in der Nacht.

Russische Soldaten bewachen ein GelÀnde, welches von auslÀndischen Journalisten besucht wird. Die Region Cherson steht seit den ersten Tagen der russischen MilitÀraktion in der Ukraine unter der Kontrolle der russischen StreitkrÀfte.
Russische Soldaten bewachen ein GelÀnde, welches von auslÀndischen Journalisten besucht wird. Die Region Cherson steht seit den ersten Tagen der russischen MilitÀraktion in der Ukraine unter der Kontrolle der russischen StreitkrÀfte. (Quelle: ap-bilder)

Prorussische Behörden wollen MilitĂ€rstĂŒtzpunkt in Cherson

4.46 Uhr: Die prorussischen Behörden in der besetzten Region Cherson dringen nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur RIA auf einen MilitĂ€rstĂŒtzpunkt.

"Es sollte einen russischen MilitĂ€rstĂŒtzpunkt in der Region Cherson geben", zitiert RIA den stellvertretenden Leiter der "zivil-militĂ€rischen Regionalverwaltung", Kirill Stremousow. "Die gesamte Bevölkerung will das. Das ist wichtig und wird ein Garant fĂŒr die Sicherheit der Region und ihrer Bewohner sein."

Biden bezeichnet Ukraine-Krise als globales Problem

4.36 Uhr: US-PrÀsident Joe Biden sieht die Krise in der Ukraine als globales Problem. "Dies ist mehr als nur ein europÀisches Problem. Es ist ein globales Problem", sagt Biden bei dem Gipfeltreffen der USA, Japan, Australien und Indien in Tokio.

Seine Regierung werde mit seinen Partnern fĂŒr eine freie und offene indo-pazifische Region eintreten. "Russlands Angriff auf die Ukraine erhöht nur die Bedeutung dieser Ziele der grundlegenden Prinzipien der internationalen Ordnung, der territorialen IntegritĂ€t und der SouverĂ€nitĂ€t."

Selenskyj will Gefangene aus Stahlwerk in Mariupol austauschen

23.50 Uhr: Die in der Hafenstadt Mariupol gefangen genommenen ukrainischen Soldaten sollen nach dem Willen von PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj ausgetauscht werden. "Wir mĂŒssen sie austauschen", sagte Selenskyj der ukrainischen Agentur Interfax zufolge bei einer Videoschalte ins ukrainische Haus im schweizerischen Davos, wo derzeit das Weltwirtschaftsforum stattfindet. Der Austausch sei eine politische Entscheidung, die von der UnterstĂŒtzung vieler Staaten abhĂ€nge. Alle UN-Mitglieder – insbesondere die, die mit solchen Angelegenheiten Erfahrung hĂ€tten – sollten sich einschalten.

Raketen zerstören Bahngleise im Osten der Ukraine

23.20 Uhr: Durch russische Raketenangriffe im Osten der Ukraine ist nach ukrainischen Angaben am Montag Infrastruktur der Eisenbahn zerstört worden. Bei vier RaketeneinschlÀgen im Gebiet Dnipropetrowsk seien Gleise sowie die Oberleitungen schwer beschÀdigt worden, teilte Gouverneur Walentyn Resnitschenko auf seinem Telegram-Kanal mit.

Verletzt wurde demnach niemand. Wann der Zugverkehr wieder aufgenommen werden könne, sei noch nicht bekannt. Der russische Angriffskrieg auf das Nachbarland dauert inzwischen schon drei Monate.

Selenskyj fordert nach drei Monaten Krieg mehr Waffen

23 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hat nach drei Monaten Krieg vom Westen moderne Raketenabwehrwaffen und Kampfflugzeuge gegen russische Angriffen gefordert. Viele Menschen wĂ€ren "nicht gestorben, wenn wir alle Waffen erhalten hĂ€tten, um die wir bitten", sagte Selenskyj am Montagabend in einer neuen Videobotschaft. Sein Land sei seit Kriegsbeginn am 24. Februar Ziel von 3.000 Luftangriffen und annĂ€hernd 1.500 Raketenangriffen gewesen. Die große Mehrheit der Angriffe habe zivilen Objekten gegolten.

Alle Partner der Ukraine seien sich einig, dass der Kampf seines Landes gegen Russland dem "Schutz der gemeinsamen Werte aller LĂ€nder in der freien Welt" diene, sagte Selenskyj weiter. Deshalb habe sein Land ein Recht auf Waffenhilfe. Im Osten der Ukraine, wo die russische Armee ihre AktivitĂ€ten konzentriert habe, bleibe die Lage schwierig. Er erwarte nicht, dass Russland die besetzten Gebiete in der Region Charkiw und anderen Regionen aufgeben werde. "Die kommenden Kriegswochen werden schwierig", fĂŒgte er hinzu.

Habeck: EU und USA wollen Ölpreis-Obergrenze durchsetzen

22.50 Uhr: Die EuropĂ€ische Union und die USA wollen nach Angaben von Wirtschaftsminister Robert Habeck eine Obergrenze fĂŒr Ölpreise durchsetzen. Der GrĂŒnen-Politiker verwies am Montagabend im ZDF-heute journal auf den Ölpreis-Anstieg infolge der Debatte ĂŒber das geplante Embargo gegen Öl aus Russland. "Putin hat also in den letzten Wochen weniger Öl verkauft und mehr Einnahmen gehabt", folgerte Habeck. Das aber sollte vermieden werden, zumal weltweit hohe Ölpreise der Wirtschaft zu schaffen machten. "Da ist die Idee, dass man sich abspricht und sagt, wir zahlen hier nicht mehr jeden Preis." Dies wĂŒrde aber nur funktionieren, wenn sehr viele LĂ€nder mitmachen wĂŒrden. "Die europĂ€ische Kommission und die USA arbeiten genau an diesem Vorschlag", sagte Habeck weiter.

Habeck zeigte sich zuversichtlich, dass sich die EU in KĂŒrze auf ein Ölembargo gegen Russland einigen wird. "Ich denke, innerhalb von wenigen Tagen werden wir einen Durchbruch erzielen." EU-Diplomaten gehen davon aus, dass beim EU-Gipfel Ende Mai eine Entscheidung ĂŒber das Embargo fallen wird. Bis dahin sollen die EU-Botschafter einen Kompromiss aushandeln. Dieser könnte darin bestehen, dass Ungarn, der Slowakei und Tschechien eine lĂ€ngere Übergangsperiode bis zur vollen Umsetzung der Sanktionen eingerĂ€umt werden. Ungarn fordert Millionen-BetrĂ€ge der EU, um die Folgen eines Ölembargos zu kompensieren. Die Sanktionen mĂŒssen von allen 27 EU-Mitgliedern einstimmig beschlossen werden.

Lawrow sagt bessere Wirtschaftsbeziehungen zu China voraus

22.40 Uhr: Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagt eine schnelle Verbesserung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen China und seinem Land voraus. Grund sei dass der Westen "die Haltung eines Diktators" angenommen habe, sagt er. Wenn der Westen VorschlĂ€ge zur Wiederaufnahme der Beziehungen machen wolle, werde seine Regierung ĂŒberlegen, ob man dies brauche.

Ein zerstörtes Haus in der Donezk-Region: Die Angriffe Russlands haben sich im Osten wieder verstÀrkt.
Ein zerstörtes Haus in der Donezk-Region: Die Angriffe Russlands haben sich im Osten wieder verstÀrkt. (Quelle: Anna Kudriavtseva/Reuters-bilder)

Selenskyj: Verhandlungen nur mit Putin und nur ĂŒber Kriegsende

22.17 Uhr: Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj wĂŒrde sich mit seinem Amtskollegen Wladimir Putin als einzigen russischen Vertreter treffen. Dabei wĂŒrde es auch nur ein einziges Thema geben, das Ende des Krieges, sagt Selenskyj per Videoschalte vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Angesichts des russischen Vorgehens gegen Zivilisten in den besetzten Teilen der Ukraine werde es jedoch immer schwieriger, irgendwie geartete GesprĂ€che zu organisieren.

DĂ€nemark liefert wohl Anti-Schiffs-Rakete Harpoon an Ukraine

19.45 Uhr: DĂ€nemark wird nach US-Angaben der Ukraine Anti-Schiffs-Raketen des Typs Harpoon liefern. Damit könnten die KĂŒsten verteidigt werden, erklĂ€rte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin am Montag. Die Lieferungen gehöre zur einer Reihe von neuen Hilfspaketen, die etwa 20 Staaten bei einer virtuellen Konferenz zugesagt hĂ€tten. Dazu gehörten auch Italien, Griechenland, Norwegen und Polen.

Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge könnte die Ukraine mit der vom US-Konzern Boeing hergestellte Harpoon mit einer Reichweite bis zu 300 Kilometern die Blockade ihrer HĂ€fen brechen. Diese Blockade beeintrĂ€chtigt etwa ukrainische Getreidelieferungen fĂŒr den Weltmarkt. Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hatte Portugal im April um die Lieferung von Harpoon-Raketen gebeten. Auch die Bundeswehr verfĂŒgt ĂŒber das System.

"Harpoon"-Rakete wird von einem Schiff abgefeuert (Archivbild): Die Flugkörper haben eine Reichweite von 300 Kilometern.
"Harpoon"-Rakete wird von einem Schiff abgefeuert (Archivbild): Die Flugkörper haben eine Reichweite von 300 Kilometern. (Quelle: UPI Photo/imago-images-bilder)

Litauen zieht Botschafter aus Russland zum 1. Juni ab

18.26 Uhr: Litauen beruft zum 1. Juni seinen Botschafter aus Russland ab, ohne dass ein Nachfolger benannt worden ist. Das geht aus einem PrÀsidialdekret hervor. Das baltische Land verwies den russischen Botschafter am 4. April des Landes.

Russischer UN-Diplomat tritt aus Protest gegen Invasion zurĂŒck

17.51 Uhr: WĂ€hrend in Russland Zensur und Propaganda Kritik im Keim ersticken, hat in Genf ein russischer UN-Diplomat sein Amt hingeworfen. Er findet deutliche Worte zum Angriffskrieg des Kremls. Mehr dazu lesen Sie hier.

Ukraine fordert sicheres Geleit fĂŒr Getreide-Exporte

16.18 Uhr: Die Ukraine fordert von der internationalen Staatengemeinschaft sicheres Geleit fĂŒr den Export von Getreide, das vor allem im Hafen von Odessa blockiert ist. "Es wĂŒrde uns fĂŒnf, sechs, sieben Jahre kosten, all das Getreide ĂŒber Straße oder Schiene zu transportieren", zitiert die BBC die urkainische Wirtschaftsministerin Julia Swyrydenko.

"Deshalb ist es jetzt so wichtig fĂŒr uns, die HĂ€fen freizubekommen." Die russische Marine blockiert alle ZugĂ€nge zu den ukrainischen HĂ€fen. Deswegen ausbleibende Exporte von Getreide heizen Hungersnöte in Nordafrika und dem Nahen Osten bereits zusĂ€tzlich an.

So können Sie fĂŒr die Ukraine spenden

Angesichts der Nachrichten aus der Ukraine fĂŒhlen sich viele Menschen hierzulande machtlos. Wenigstens mit einer Spende möchten sie helfen. Hier finden Sie eine Auswahl an Hilfsorganisationen.

Ältere Nachrichten lesen Sie hier, in dem vorherigen Newsblog zum Ukraine-Krieg.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
  • Patrick Diekmann
Von Patrick Diekmann
Alexej NawalnyAngela MerkelAnnalena BaerbockBundesregierungBundestagChersonDeutsche BahnDeutsche Presse-AgenturDeutschlandDonezkEUEU-KommissionEmmanuel MacronEuropaFDPFacebookFinnlandFrank-Walter SteinmeierFrankreichGroßbritannienHandelsblattItalienJoe BidenKiewLebensmittelLitauenMilitĂ€rMoskauNatoNordseeOdessaOlaf ScholzPolenPolizeiRumĂ€nienRusslandSPDSchweizSergej SchoiguTschechienTwitterTĂŒrkeiUSAUkraineUngarnUrsula von der LeyenViktor OrbanVitali KlitschkoWladimir PutinWolodymyr Selenskyj
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website