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Nach Trumps Ausstieg: IAEA-Chefinspektor für Irans Atomanlagen tritt zurück

Nach Trumps Ausstieg  

IAEA-Chefinspektor für Irans Atomanlagen tritt zurück

12.05.2018, 15:16 Uhr | dpa, AFP

Nach Trumps Ausstieg: IAEA-Chefinspektor für Irans Atomanlagen tritt zurück. Tero Varjoranta: Der ehemalige Chefinspektor war zuständig für das iranische Atomprogramm. (Quelle: dpa/Pekka Sakki/Lehtikuva)

Tero Varjoranta: Der ehemalige Chefinspektor war zuständig für das iranische Atomprogramm. (Quelle: Pekka Sakki/Lehtikuva/dpa)

IAEA-Chefinspektor Varjoranta hat sein Amt niedergelegt. Erst vor wenigen Tagen war US-Präsident Trump aus dem Atomabkommen mit dem Iran ausgestiegen – die IAEA sah zuvor kein Fehlverhalten Teherans. 

Bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien ist der für das iranische Atomprogramm zuständige Chefinspektor Tero Varjoranta zurückgetreten. Gründe für diesen Schritt nannte die Behörde am Freitagabend nicht. IAEA-Chef Yukiya Amano habe Varjorantas bisherigen Mitarbeiter Massimo Aparo, interimistisch mit der Funktion des Chefinspektors betraut, sagte ein IAEA-Sprecher weiter.

Die endgültige Nachfolge werde so schnell wie möglich geregelt. Die Kontrollen der iranischen Atomanlagen würden "höchst professionell" fortgeführt. Die IAEA kontrolliert seit dem Atom-Abkommen mit dem Iran 2015 in besonders strikter Form die Einhaltung aller Vorschriften. Sie sollen verhindern, dass der Iran eine Atombombe baut. Varjoranta galt als hoch angesehener Experte.

Iran strebe weiterhin nach Atomwaffen

Vor der Entscheidung von US-Präsident Donald Trump hatte Amano bereits gewarnt, dass ein Ausstieg der USA aus dem Abkommen mit Teheran "ein großer Verlust für den Atom-Prüfprozess und den Multilateralismus" wäre. Die IAEA hebt hervor, dass ihre Inspekteure bereits rund 2.000 Siegel an iranischem Atommaterial angebracht und Zugang zu täglich hunderttausenden Bildern von Überwachungskameras in iranischen Anlagen hätten.

Trump hatte am Dienstag den Austritt seines Landes aus dem Atomabkommen erklärt, das die fünf Veto-Mächte des UN-Sicherheitsrates sowie Deutschland im Juli 2015 mit Teheran nach jahrelangen Verhandlungen geschlossen hatten. Der US-Präsident begründete seine Entscheidung unter anderem damit, dass der Iran trotz der Vereinbarung weiterhin nach Atomwaffen strebe. Er leitete daher die Wiedereinsetzung von Sanktionen gegen den Iran ein.

Die westlichen Partner Deutschland, Frankreich und Großbritannien wollen an dem Abkommen festhalten und versuchen, in Verhandlungen mit Teheran die Übereinkunft zu retten. Die Außenminister der drei europäischen Staaten wollen am Montag mit Vertretern des Iran beraten.

"Stärkstes Atom-Überprüfungssystem der Welt"

Nach dem US-Rückzug aus Iran-Atomabkommen hatte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) bekräftigt, dass Teheran nicht gegen seine Verpflichtungen verstoßen hat. Der Iran setze all seine Zusagen im Atom-Bereich um, so IAEA-Chef Amano am Mittwoch. Durch das 2015 geschlossene Abkommen unterliege die Islamische Republik "dem stärksten Atom-Überprüfungssystem der Welt".

Die Überwachung der iranischen Atomaktivitäten sei durch die Vereinbarung "deutlich" verstärkt worden, erklärte Amano. Die IAEA verfolge die weitere Entwicklungen im Umgang mit dem Atomabkommen "genau".

Verwendete Quellen:
  • dpa, AFP

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