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Libyen-Konflikt: Erdogan will in Berlin über dem Bürgerkrieg sprechen


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Erdogan will in Berlin über Libyen sprechen

Von dpa
Aktualisiert am 13.01.2020Lesedauer: 2 Min.
Recep Tayip Erdogan: Dass der türkische Präsident kommen wird, wollte die Bundesregierung noch nicht bestätigen. (Archivbild)
Recep Tayip Erdogan: Dass der türkische Präsident kommen wird, wollte die Bundesregierung noch nicht bestätigen. (Archivbild) (Quelle: Umit Bektas/Reuters-bilder)
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Seit acht Jahren wütet ein Bürgerkrieg in Libyen. Erst am Sonntag tauschten sich Merkel und Erdogan über den Konflikt aus. Nun will der türkische Präsident für Gespräche nach Deutschland kommen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan soll türkischen Medienberichten zufolge am Sonntag zu Libyen-Gesprächen nach Deutschland reisen. Der Sender CNN Türk berichtete, Erdogan werde am 19. Januar am sogenannten Berliner Prozess teilnehmen. Im Rahmen dieses Prozesses plant Deutschland seit längerem eine Konferenz in Berlin, um die wichtigsten internationalen Akteure im Libyen-Konflikt an einen Tisch zu bringen.

Die türkischen Medienberichte liefen unter anderem beim Staatssender TRT. Merkel und Erdogan hatten erst am Sonntagabend am Telefon über die Lage im nordafrikanischen Bürgerkriegsland Libyen gesprochen. Dort war in der Nacht auf Sonntag eine Waffenruhe in Kraft getreten, die die Türkei und Russland vorgeschlagen hatten. Im Laufe des Tages sollen sich Vertreter der Konfliktparteien in Moskau treffen.

Die Regierung legt sich noch nicht fest

Die Bundesregierung ließ den genauen Zeitpunkt für das von Kanzlerin Angela Merkel geplante Spitzentreffen in Berlin vorerst offen. Es gebe entsprechende Planungen auch für den kommenden Sonntag, er könne den Termin aber gegenwärtig nicht offiziell ankündigen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert, "die Vorbereitungen auf eine solche Konferenz laufen. Sie soll auf jeden Fall im Januar hier in Berlin stattfinden."

Die Kanzlerin und Außenminister Heiko Maas hätten dazu schon eine Reihe von Gesprächen geführt und würden dies weiter tun, sagte Seibert. Die Bundesregierung werde die Öffentlichkeit sofort über Termin und Einzelheiten informieren, sobald die Vorbereitungen für das Treffen abgeschlossen seien.

In Libyen herrscht seit dem Sturz des Langzeitherrschers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 Bürgerkrieg. Der einflussreiche General Chalifa Haftar kämpft mit der international anerkannten Regierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch um die Macht. Die Türkei, die Al-Sarradsch unterstützt, hatte jüngst Soldaten nach Libyen entsandt.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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