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USA und Nordkorea: Trump bestätigt Gespräche „auf allerhöchster Ebene“

Mission in Nordkorea  

CIA-Chef soll heimlich Kim Jong Un getroffen haben

Von Fabian Reinbold, Washington

18.04.2018, 08:34 Uhr
USA und Nordkorea: Trump bestätigt Gespräche „auf allerhöchster Ebene“. CIA-Chef Mike Pompeo: Dass Trump ausgerechnet ihn nach Nordkorea schickt, zeigt das große Vertrauen, das der Präsident in seinen designierten Außenminister hat. (Quelle: Reuters/Leah Millies)

CIA-Chef Mike Pompeo: Dass Trump ausgerechnet ihn nach Nordkorea schickt, zeigt das große Vertrauen, das der Präsident in seinen designierten Außenminister hat. (Quelle: Leah Millies/Reuters)

Es ist das ranghöchste Treffen seit 18 Jahren: Laut US-Medien hat CIA-Chef Mike Pompeo in Nordkorea Diktator Kim Jong Un getroffen. Zugleich nennt Donald Trump einen Termin für sein Gespräch mit Kim.

Zwei Wochen lang blieb die Mission geheim. Jetzt kommt heraus, dass der CIA-Chef Mike Pompeo offenbar über die Ostertage nach Nordkorea gereist ist, um Diktator Kim Jong Un zu treffen. Der bemerkenswerte Trip sollte dazu dienen, das Treffen von US-Präsident Donald Trump mit Kim vorzubereiten. Das berichten die "Washington Post" und die "New York Times".

Das Weiße Haus die Berichte bislang nicht, dementierte sie aber auch nicht: "Wir kommentieren die Reisen des CIA-Chefs nicht", teilte Trumps Sprecherin mit. Trump selbst hat die Reise inzwischen per Twitter bestätigt: "Mike Pompeo hat sich vorige Woche mit Kim Jong Un in Nordkorea getroffen", so Trump. "Das Treffen verlief sehr reibungslos und es hat sich eine gute Beziehung aufgebaut. Die Details des Gipfeltreffens werden nun ausgearbeitet. Die Denuklearisierung wird großartig für die Welt, aber auch für Nordkorea!"

Pompeos Besuch ist das ranghöchste Treffen zwischen den verfeindeten Staaten seit dem Jahr 2000. Damals traf US-Außenministerin Madeleine Albright Kims Vater Kim Jong Il. Die beiden Staaten unterhalten keine diplomatischen Beziehungen.

Gesprächskanal über Nordkoreas Geheimdienst

Die bemerkenswerte Nachricht ist der neueste Beleg dafür, dass die Trump-Regierung auch für die Annäherung an Pjöngjang nicht diplomatische Kanäle, sondern geheimdienstliche benutzt. Laut "New York Times" hatte Pompeo zunächst auf einen Gesprächskanal zwischen CIA und dem wichtigsten nordkoreanischen Geheimdienst RGB zurückgegriffen.

Dass der Präsident Pompeo mit dieser Mission betraut hat, zeigt das hohe Vertrauen, das dieser bei Trump genießt. Die Geheimmission fand statt, kurz nachdem Trump Pompeo als seinen Außenminister nominiert hatte. Er muss noch vom Senat bestätigt werden.

In der vergangenen Woche hatte Pompeo bei seiner Nominierungsanhörung vor dem Senat das Atomprogramm Nordkoreas als größte Gefahr für die nationale Sicherheit der USA bezeichnet. Er betonte, dass die USA keinerlei Zugeständnisse für direkte Gespräche machen würden. "Bevor wir belohnen, müssen wir unsere Ziele erreichen“, sagte er am vergangenen Donnerstag.

Trump verwirrt mit Äußerungen zu Kim-Kontakt

Pompeo sprach davon, dass derzeit entscheidende Verhandlungen zum geplanten Gespräch von Trump mit Kim stattfänden – davon, dass er diese selbst führte, ahnten wohl auch die Senatoren bei dem Termin nichts.

Kurz vor Erscheinen der Berichte von "New York Times" und "Washington Post" hatte Trump für Verwirrung mit seinen Bemerkungen gesorgt. Bei seinem Treffen mit Japans Premierminister Shinzo Abe in Florida antwortete er auf eine ihm zugerufene Journalistenfrage, ob er selbst mit Kim gesprochen habe, mit "Ja". Es war allerdings unklar, ob sich Trump wirklich auf die Frage bezog. Die Nachrichtenagentur AFP schickte daraufhin eine Eilmeldung los, Trump selbst habe bereits mit Kim gesprochen, korrigierte aber kurz darauf. Später wiederholte Trump dann nur seine Aussage, dass die Gespräche auf "höchster Ebene" stattgefunden hätten.

Fünf potenzielle Orte für Treffen Trump – Kim

Trump verkündete außerdem umfassende Ziele für die Gespräche auf der koreanischen Halbinsel. Er sagte, dass Nord- und Südkorea dabei einen Friedensvertrag schließen könnten. "Sie haben meinen Segen, ein Ende des Krieges zu diskutieren." Nach dem Koreakrieg in den Jahren 1950 bis 1953 wurde kein Friedensvertrag zwischen dem Norden und dem Süden geschlossen. Sie befinden sich formal noch im Kriegszustand.

Zu den Details des Treffens sagte Trump nun, es könne Anfang Juni stattfinden, "wenn es alles gut läuft". Zuvor hatte es geheißen, ein Gespräch solle bis Ende Mai anberaumt werden. Und Trump verriet noch etwas: Fünf Orte seien für ein Treffen der beiden im Gespräch, keiner davon soll in den USA liegen.

Verwendete Quellen:

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