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Sprengsatz in den USA: Paketbomben an Obama, Hillary und CNN verschickt


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"Es liegt eine Menge Hass in der Luft"

Von dpa, t-online, job

Aktualisiert am 24.10.2018Lesedauer: 3 Min.
Spezialkräfte vor dem Time Warner Center in New York: Mehrere Paketbomben haben die Stadt in Aufruhr versetzt.
Spezialkräfte vor dem Time Warner Center in New York: Mehrere Paketbomben haben die Stadt in Aufruhr versetzt. (Quelle: Kevin Coombs/Reuters-bilder)
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Am Montag traf es den US-Milliardär George Soros. Nun sind auch bei Clinton, Obama und CNN Paketbomben gefunden worden. Die Fälle könnten zusammenhängen.

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio spricht nach dem Fund mehrerer Pakete mit Sprengsätzen von einem Terrorakt. Dieser ziele eindeutig darauf ab, die freie Presse und Politiker einzuschüchtern, sagte er auf einer Pressekonferenz. Ziel einer solchen Aktion sei es, die Gesellschaft zu "terrorisieren".


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De Blasio sprach von einem "sehr beunruhigenden Vorfall". Die Situation sei aber unter Kontrolle, es sei zum jetzigen Zeitpunkt keine konkrete Gefahr für weitere Ziele in New York bekannt. Dennoch sei die Polizeipräsenz in der Stadt erhöht worden. De Blasio sprach von einer "schmerzhaften Zeit für unsere Nation". Es liege "eine Menge Hass in der Luft".

Bürogebäude evakuiert, Paketbomben an Clinton und Obama abgefangen

Nach dem Fund eines verdächtigen Pakets war ein großes Bürogebäude in New York geräumt worden, in dem unter anderem der US-Fernsehsender CNN seinen Sitz hat. Nach Polizeiangaben wurde das Paket sicher aus dem Gebäude entfernt und wird nun untersucht. Es scheine sich um eine Rohrbombe zu handeln, hieß es. Den Angaben zufolge wurde in dem Paket unter anderem auch ein Umschlag mit weißem Pulver gefunden.

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CNN veröffentlichte auf Twitter ein Foto der Paketbombe, die an den früheren CIA-Direktor John Brennan adressiert war, der inzwischen häufiger als Experte bei dem TV-Sender zu Gast ist.

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Der amerikanische Secret Service hatte zuvor zwei verdächtige Pakete mit möglichen Sprengsätzen an den früheren US-Präsidenten Barack Obama und die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton abgefangen. Die "New York Times" berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen aus Sicherheitskreisen, dass alle drei Sprengsätze demjenigen glichen, der am Montag in der Post des US-Milliardärs George Soros gefunden wurde. Der Zeitung zufolge bestand der Sprengsatz aus einem rund 15 Zentimeter langem Rohr, das mit einem explosiven Pulver gefüllt war.

Auch von anderen Orten werden nach und nach weitere verdächtige Paketsendungen gemeldet: etwa bei der ehemaligen demokratischen Parteichefin Debbie Wasserman Schultz in Florida oder beim New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo. Auch Cuomo sprach von einem terroristischen Akt. Die Gesellschaft dürfe sich dem nicht beugen. "Das ist nicht das erste Mal, das wir so etwas durchmachen", sagte er mit Blick auf frühere Anschläge in New York. "Wir weigern uns, uns einschüchtern zu lassen."

Die Bombenentschärfer der Polizei haben das an CNN gerichtete Paket inzwischen aus den Büros in Manhattan weg- und in ein Polizeigebäude gebracht. Per Twitter wurde dazu aufgerufen, die Gegend um dieses Gebäude zu meiden.

Der Bombenalarm war bei CNN während einer Livesendung ausgelöst worden:

Die Pakete mit den Sprengsätzen an Clinton und Obama wurden laut "New York Times" von Secret-Service-Mitarbeitern gefunden, die regelmäßig die Post der ehemaligen Spitzenpolitiker überprüfen. Das an Clintons Wohnsitz außerhalb von New York adressierte Paket sei bereits am Dienstagabend entdeckt worden. Am frühen Mittwochmorgen sei dann ein zweites verdächtiges, an Obama adressiertes Paket in Washington aufgetaucht.

Gibt es eine Verbindung zwischen den Taten?

Sie seien sofort als potentiell explosiv eingestuft worden, heißt es in einer Stellungnahme des Secret Service. Die Pakete seien entsprechend behandelt worden und nicht bei den Politikern angekommen. Wer sie versendet hat, ist unklar und soll nun ermittelt werden.


Den Sprengsatz an Soros hatte am Montag ein Angestellter im Briefkasten von Soros' Anwesen entdeckt. Bislang ist auch hier nicht klar, wer dahinter steckte. Es habe auch noch niemand die Taten für sich reklamiert, heißt es laut "New York Times" von den Behörden. Dass es eine Verbindung zwischen den vier Taten gibt, werde stark in Betracht gezogen, sagte der Zeitung ein anonymer Offizieller.

Weißes Haus verurteilt Attacken

Das Weiße Haus hat die "versuchten gewalttätigen Attacken" verurteilt. "Diese terrorisierenden Akte sind verabscheuungswürdig", sagte Pressesprecherin Sarah Sanders. Die Behörden würden die Taten untersuchen und "jeden beschützen, der von diesen Feiglingen bedroht wird".

Vizepräsident Mike Pence verurteilte die "feigen Aktionen" ebenfalls, sie hätten keinen Platz in diesem Land, schrieb er auf Twitter. US-Präsident Donald Trump teilte den Beitrag und schrieb: "Ich stimme von vollem Herzen zu!" Später sagte Trump: "In diesen Zeiten müssen wir zusammenkommen und eine sehr klare, starke unmissverständliche Nachricht senden, dass Akte politischer Gewalt oder Drohungen keinen Platz in den USA haben."

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Hillary Clinton bedankte sich beim Secret Service: "Uns geht es gut, dank der Männer und Frauen des Secret Services, die das Paket abfingen, lange bevor es den Weg in unseres Zuhause fand."

Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 waren Briefe mit Milzbrandsporen an mehrere Nachrichtensender und Senatoren verschickt worden. Fünf Menschen kamen dadurch ums Leben. Als Täter beschuldigt wurde später ein amerikanischer B-Waffenforscher, der im Jahr 2008 Suizid beging.

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Verwendete Quellen
  • Artikel der "New York Times"
  • Berichterstattung von CNN
  • Stellungnahme des Secret Service (PDF)
  • dpa
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