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"Gucken, wie man die Grünen domestiziert"

Eine TV-Kritik von Nina Jerzy

Aktualisiert am 01.10.2021Lesedauer: 4 Min.
Peter Ramsauer (Archivbild): Das CSU-Urgestein hält die Idee von einer erneuten großen Koalition für gut.
Peter Ramsauer (Archivbild): Das CSU-Urgestein hält die Idee von einer erneuten großen Koalition für gut. (Quelle: imago images)
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Ramsauer schließt eine erneute Groko nicht aus. Der CSU-Politiker glaubt aber, dass sich die Grünen schon "domestizieren" lassen. Sollte das nichts werden, könnte es für Laschet düster aussehen.

Die Gäste

  • Thorsten Frei (CDU), Vizefraktionschef der Union
  • Peter Ramsauer, früherer CSU-Vizevorsitzender
  • Helene Bubrowski, Journalistin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung"
  • Heiner Bremer, Journalist

Die Union lässt nach der Wahlniederlage auch Markus Lanz warten. "Markus Söder wollte heute hier sein, hat aber kurzfristig abgesagt", verkündete der Moderator am Donnerstagabend. Sein Verdacht: "Verhandelt Söder nicht schon heimlich mit (Grünen-Co-Chef Robert) Habeck?" "Ich weiß nicht, ob sie schon sprechen. Wenn es so wäre: Warum denn nicht?", entgegnete CSU-Urgestein Peter Ramsauer. Er war für seinen Parteichef eingesprungen und ist kein Fan der Grünen. Denn die wollen seiner Ansicht nach den Menschen bis ins Kleinste vorschreiben, wie die zu leben hätten. "Wie das zusammenpasst, da bin ich gespannt", meinte Ramsauer deshalb mit Blick auf eine Jamaika-Koalition. Gegen die würde der Bundestagsabgeordnete aber nicht stimmen, denn die Grünen ließen sich schon hinbiegen: "Dann müsste man gucken, wie man die domestiziert."

Allerdings kann sich Ramsauer so einiges vorstellen, damit die Union an der Macht bleibt. Wie wäre es mit einer erneuten großen Koalition?, fragte Lanz provokativ. "Warum nicht?", konterte der Bayer unaufgeregt. Aus der Motivation für so viel Aufgeschlossenheit machte er keinen Hehl. "Wir brauchen keine Opposition zur Regeneration", widersprach er Warnungen auch aus den eigenen Reihen, aus der Wahlniederlage bloß keinen Auftrag zur Regierungsbildung abzuleiten. Stattdessen sollte die Zukunft der Union seiner Ansicht nach lieber dadurch gestärkt werden, indem Nachwuchstalenten in der Regierung Verantwortung übertragen wird. Zu diesen Zukunftshoffnungen zählte Ramsauer zur Erheiterung des Gastgebers immer noch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU).

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Union krallt sich an der Macht fest

Für Lanz stellte sich die Frage nach der Glaubwürdigkeit von Politik, wenn die Union nach einem solchen Absturz in der Wählergunst "auf Biegen und Brechen" an der Macht festhält. "Dieser Eindruck mag vielleicht entstehen können", räumte Unions-Fraktionsvize Thorsten Frei (CDU) ein. "Es ist eine Frage der Kommunikation, ob man diesen Spagat schafft." Diese Mischung aus Eingeständnis und Ungefährem war an diesem Abend typisch für den Christdemokraten, der perfekt die aktuelle Verfassung seiner Partei widerspiegelte. "Das ist kein strahlender Sieg", versuchte er es erst mit einem positiven Spin. Dann räumte Frei aber ein: "Wir haben dramatisch verloren." Und: "Ein solches Ergebnis wird nicht ohne Konsequenzen bleiben."

Da stellte sich für Lanz automatisch die Frage: Ist Armin Laschet der richtige Parteivorsitzende? "Ja, er ist momentan der richtige Parteivorsitzende", antwortete Frei. Aber was, wenn aus dem Rettungsanker Jamaika nichts wird? "Dann werden wir uns völlig neu sortieren müssen", erwiderte der Unions-Fraktionsvize und schien damit die Zukunft des Parteichefs infrage zu stellen. Frei betonte aber: "Es hat niemand ein automatisches Verfallsdatum."

Diese Aussage zielte auch auf Ralph Brinkhaus ab. Der Unions-Fraktionschef ist gerade wiedergewählt worden – allerdings nur bis April 2022 und nicht wie üblich für ein Jahr. Das schürt Spekulationen, dass Laschet Anspruch auf den Posten des Oppositionsführers erheben wird, sollte es mit einer Regierungsbeteiligung nichts werden. "Das muss den Beigeschmack eines Verfallsdatums haben", widersprach Ramsauer Frei. Er zeigte sich von der verkürzten Amtszeit des Fraktionschefs sehr überrascht: "Ich hab nur noch den Kopf geschüttelt. Wo sind wir denn eigentlich?"

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Kritik an Laschet

In einer Frage ließen die beiden Unions-Politiker aber keinen Zweifel aufkommen: Hätte Laschet schon jetzt Anspruch auf den Fraktionsvorsitz erhoben, hätte Brinkhaus ihm den Vortritt gelassen und die Fraktion hätte geschlossen für den Kanzlerkandidaten votiert. Hat Laschet mit dem Verzicht einen Fehler gemacht?, wollte Lanz von Frei wissen. "Das wird man hinterher bewerten müssen", meinte der nur. Nicht die Schuld Laschets war es hingegen seiner Ansicht nach, dass das Gesprächsangebot der FDP für Samstag von der Union auf Sonntag verschoben wurde. "Ich hätte mir dafür immer Zeit genommen", kommentierte er die Entscheidung der Parteispitze.

"Man hat ein bisschen den Eindruck, dass diese Union gar nicht mehr regieren will", fand Journalist Heiner Bremer. Dahinter steckt seiner Ansicht nach aber kein fester Plan: "Man weißt nicht; was die CDU überhaupt will." Dabei sei die Lage für den Wahlverlierer ernst. Umso unverständlicher sei es, dass das Treffen mit der FDP verschoben wurde: "Mir leuchtet nicht ein, warum man immer mehr Zeit verrinnen lässt."

Ähnlich sah das seine FAZ-Kollegin Helene Bubrowski. Ihrer Ansicht nach ist der Union total das Gespür für die nötige Symbolpolitik abhandengekommen. Die FDP habe mit dem Gesprächsangebot für Samstag ihrerseits durchaus ein Zeichen gesetzt. Das Geschenk an die Union hätte lauten können: "Wir haben eingeloggt, dass die FDP als Erstes mit der Union gesprochen hat. Dieses Gespür muss man doch haben." Für Bubrowski wirft das ernsthafte Zweifel an den Prioritäten von CDU/CSU auf. "Was ist in dieser Partei los, die es nicht hinbekommt, sich am Samstag – und sei es nur für zwei Stunden – mit den FDP-Kollegen zu treffen? Was hat die Union am Samstag Wichtigeres zu tun?"

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