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Umfrage zu Migration: So stehen die Deutschen zu Geflüchteten in ihrer Stadt


Migrationskrise? So stehen die Deutschen zu Geflüchteten

Von t-online, sic, mam

Aktualisiert am 29.09.2023Lesedauer: 3 Min.
imago304904273Vergrößern des BildesGeflüchtete im Ankunftszentrum am ehemaligen Berliner Flughafen Tegel: Viele Deutsche bekommen von ihnen gar nichts mit. (Quelle: Maurizio Gambarini/imago)
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Aktuell wird der Anstieg an Asylanträgen breit diskutiert. Eine Mehrheit der Deutschen sieht den Zuzug von Geflüchteten offenbar recht entspannt.

Die Debatte um Migration und Asylbewerber ist im Moment wieder in aller Munde. Besonders in der politischen Diskussion wird oft von einer "Flüchtlingskrise" gesprochen. Kommunen gelten als überfordert mit der Aufnahme und Unterbringung von Geflüchteten. Politiker wie CDU-Chef Friedrich Merz heizen die Debatte mit Falschaussagen weiter an. Doch was denken die Deutschen über die Geflüchteten im Land?

Laut dem aktuellen RTL/n-tv-Trendbarometer des Meinungsforschungsinstituts Forsa haben zwar gut drei Viertel der Befragten schon etwas von den ins Land gekommenen Geflüchteten bemerkt. Doch eine deutliche Mehrheit von 60 Prozent empfindet das nicht als störend. Mehr noch: 22 Prozent der Studienteilnehmer geben sogar an, noch gar keine geflüchtete Menschen bemerkt zu haben. Nur gut 17 Prozent empfinden die Geflüchteten demnach als störend.

Im Osten fühlen sich mehr Menschen durch Geflüchtete gestört

Ein Unterschied der Wahrnehmung besteht zwischen Ost und West. In Ostdeutschland sagen mit 26 Prozent beinahe doppelt so viele Menschen wie im Westen (15 Prozent), dass sie die Geflüchteten bereits als störend empfunden haben. Doch auch in den neuen Bundesländern überwiegen mit 55 Prozent die Menschen, die sich von Geflüchteten nicht gestört fühlen. In Westdeutschland sind es 61 Prozent.

Besonders deutlich wird der Unterschied zwischen Anhängern von AfD und Grünen. Während beinahe die Hälfte der AfD-Wähler (48 Prozent) Geflüchtete als störend empfindet, ist es bei den Grünen-Anhängern lediglich ein Prozent. Unter den Wählern der Grünen gibt sogar ein Drittel an, gar keine Geflüchteten bemerkt zu haben. Bei der AfD sind es lediglich drei Prozent.

Für das RTL/ntv-Trendbarometer hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa zwischen dem 22. und 25. September 2023 1.005 Menschen befragt.

Mehrheit der Deutschen spricht sich für schärfere Grenzkontrollen aus

Zu einem etwas anderen Ergebnis kommt der ARD-"Deutschlandtrend" des Meinungsforschungsinstitut infratest dimap. Das jedoch könnte jedoch an der anderen Fragestellung bezüglich der Migration liegen. So wurde den 1.301 Befragten in der Umfrage die Frage gestellt, ob Deutschland durch Zuwanderung eher Vor- oder Nachteile habe und ob sie sich eher für oder eher gegen Grenzkontrollen aussprechen würden.

64 Prozent der Deutschen sehen demnach eher Nachteile mit der Zuwanderung. Dagegen sagen 27 Prozent derzeit, Deutschland habe durch Zuwanderung eher Vorteile. Eine Verstärkung der Grenzkontrollen bewerten acht von zehn Deutschen (82 Prozent) als richtig. Auch dass Deutschland mit afrikanischen Staaten Flüchtlingsabkommen abschließen sollte, halten derzeit acht von zehn Deutsche für richtig. Die Einführung einer Obergrenze für die Aufnahme von Geflüchteten sehen 71 Prozent der Befragten als richtig an. Ein Migrationsforscher erklärte im Gespräch mit t-online, dass eine solche Obergrenze in der Umsetzung allerdings unrealistisch sei.

Geflüchtetenzahlen sind deutlich niedriger als 2015 und 2016

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lebten Ende 2022 etwa 3,1 Millionen Schutzsuchende in Deutschland, wobei der Großteil (2,25 Millionen) über einen anerkannten Schutzstatus verfügte. Im Vergleicht zum Vorjahr bedeutet das ein Plus von 1,14 Millionen Personen – der höchste Zuwachs innerhalb eines Berichtsjahres seit Beginn der Statistik 2007. Dies geht vor allem auf den Zuzug von rund 1,01 Millionen Menschen aus der Ukraine zurück, die allein im Jahr 2022 in Deutschland Schutz vor dem russischen Angriffskrieg suchten.

Zuletzt ist die Zahl der Neuankömmlinge wieder gestiegen. Zwischen Januar und August 2023 stellten dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) zufolge hierzulande 220.116 Menschen einen Antrag auf Asyl, die meisten aus Syrien und Afghanistan. Das ist ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 77 Prozent. 2015 und 2016, als viele Geflüchtete nach Deutschland kamen, lagen die Werte für das Gesamtjahr bei 476.649 und 745.545 Anträgen.

Verwendete Quellen
  • RTL/ntv-Trendbarometer durchgeführt von Forsa
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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