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Corona-Maßnahmen – Angela Merkel: Masken beim Einkauf "dringend empfohlen"


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Merkel: Masken beim Einkauf "dringend empfohlen"

Von dpa, rtr, t-online, dru

Aktualisiert am 15.04.2020Lesedauer: 3 Min.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): Am Mittwoch hatten Bund und Länder über Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie beraten.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): Am Mittwoch hatten Bund und Länder über Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie beraten. (Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa-bilder)
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Die Bundesregierung und die Länder wollen in der Corona-Krise Vorsicht walten lassen. Die derzeit geltenden, harten Einschränkungen werden verlängert. Aber an anderer Stelle soll es Lockerungen geben.

Die strengen Kontaktbeschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus in Deutschland bleiben vorerst bestehen. Darauf einigten sich der Bund und die Länder laut Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bei einer Telefonkonferenz am Mittwoch. Laut Beschluss soll dies vorerst bis 3. Mai gelten. Bis dahin bleiben auch die Schulen zu. Im Handel soll es allerdings erste Erleichterungen geben.

Die Kanzlerin sagte, man habe zwar etwas erreicht, was nicht von vorneherein absehbar gewesen sei. Die Krankenhäuser, die Ärzte und die Pflegekräfte seien nicht überlastet worden. Aber das sei nur ein Zwischenerfolg, "ein zerbrechlicher Zwischenerfolg", warnte Merkel. Es dürfe kein falsches Vorpreschen geben, es gebe noch keinen Impfstoff. Man müsse "äußerste Vorsicht" walten lassen. Zugleich bedankte sich die Kanzlerin bei den Bürgerinnen und Bürgern, dass sie sich weitgehend an die Beschränkungen gehalten hätten.

Seit dreieinhalb Wochen gelten bundesweit strenge Regeln, in der Öffentlichkeit einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu halten, und sich dort nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes aufzuhalten. Diese Maßnahme wird um weitere zweieinhalb Wochen verlängert. Verstöße würden weiter geahndet, so Merkel.

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An der Pressekonferenz in Berlin nahmen neben der Kanzlerin auch Vizekanzler Olaf Scholz (SPD), Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) teil. Der Münchner Regierungschef betonte, dass es nun wichtig sei, Vorsicht walten zu lassen und in Schritten zu arbeiten. Dann könne man überprüfen, was die einzelnen Schritte bewirkten. "Langsamer bringt mehr Erfolg als Hektik, auch für die Wirtschaft", so Söder.

Alltagsmasken in Geschäften "dringend empfohlen"

Öffnen sollen zuerst Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern, was etwa der Größe eines mittleren Supermarkts oder eines Schuhladens entspricht. Unabhängig von der Größe sollen auch Buch-, Auto- und Fahrradhändler öffnen. Friseure sollen sich auf einen baldige Öffnung ab dem 4. Mai vorbereiten.

Für alle Geschäfte gelten Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen. Supermärkte durften bislang schon geöffnet bleiben. Die Schließung der Geschäfte wegen der Corona-Krise belastet die Wirtschaft schwer. Der private Konsum brach ein.

Zum besseren Schutz werde beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr das Tragen von sogenannten Alltagsmasken "dringend" empfohlen, sagte Merkel. Eine generelle Maskenpflicht soll es aber nicht geben. Alltagsmasken dienen nach Angaben des Gesundheitsministeriums dazu, andere vor einer Infektion zu schützen. Spezialmasken, die auch den Träger selbst schützen, sollten dem medizinischen Personal vorbehalten bleiben.

Ab dem 4. Mai sollen allmählich die Schulen wieder öffnen. t-online.de hatte bereits darüber berichtet. Vorrang hätten Abschlussklassen, die obersten Grundschulklassen und die, die im kommenden Jahr Prüfungen ablegen. Anstehende Prüfungen sind bereits vorher möglich. Andere Dinge wie etwa Kitas blieben zu, erläuterte Söder. Kleinen Kindern sei es nicht zuzumuten, einen Mundschutz zu tragen.

Kanzlerin Merkel sagte zu der Thematik: "Ich weiß, wie viele Menschen in Deutschland gerade diese Diskussion verfolgen. Denn es ist natürlich eine ganz, ganz schwierige Situation für Eltern." Mit Blick auf den Schutz von Menschenleben müsse man hier aber "ganz behutsam, ganz schrittweise vorgehen". Man brauche Konzepte für Pausen und Schulbusse. "Es wird also ein hoher logistischer Aufwand zu betreiben sein, und deshalb bedarf es einer intensiven Vorbereitung."

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen dpa, Reuters
  • Eigene Recherchen
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