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Nord Stream 2: Bau der Ostsee-Pipeline geht im Dezember weiter

Umstrittenes Projekt  

Ostsee-Pipeline Nord Stream 2: Bau geht sehr bald weiter

28.11.2020, 19:46 Uhr | dpa

Nord Stream 2: Bau der Ostsee-Pipeline geht im Dezember weiter. Ostsee-Pipeline Nord Stream 2: Das russische Verlegeschiff "Akademik Tscherski" liegt im Hafen Mukran bei Sassnitz. (Quelle: dpa/Stefan Sauer)

Ostsee-Pipeline Nord Stream 2: Das russische Verlegeschiff "Akademik Tscherski" liegt im Hafen Mukran bei Sassnitz. (Quelle: Stefan Sauer/dpa)

Ein Jahr lang ist an der umstrittenen Ostsee-Pipeline nicht mehr weiter gebaut worden. Nun gibt ein Sprecher des Unternehmens bekannt: Schon im Dezember soll es weiter gehen.

Der Bau der deutsch-russischen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 soll im Dezember nach dann etwa einjähriger Unterbrechung weitergehen. Das sagte ein Unternehmenssprecher am Samstag. Zuvor hatte NDR 1 Radio MV darüber berichtet. Nach Informationen des Senders hat das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ostsee in Stralsund für Schiffsführer ab dem kommenden Sonnabend Bauarbeiten südlich des Gebietes Adlergrund angekündigt und um besondere Vorsicht gebeten. Dort liegen die beiden Rohr-Enden, die von der Anlandestation Lubmin in Richtung Ostsee führen.

Die US-Regierung will Nord Stream 2 kurz vor Fertigstellung verhindern. Im Dezember 2019 waren die Bauarbeiten vor der dänischen Insel Bornholm abrupt gestoppt worden, weil die beiden Schweizer Verlegeschiffe unter dem Sanktionsdruck der USA ihre Arbeit eingestellt hatten. Der US-Kongress hatte zuvor das "Gesetz zum Schutz von Europas Energiesicherheit" (Peesa) mit parteiübergreifender Unterstützung verabschiedet, US-Präsident Donald Trump setzte es trotz scharfer Kritik aus Deutschland und Russland in Kraft.

Durch die zwei jeweils rund 1.200 Kilometer langen Leitungen von Nord Stream 2 sollen künftig pro Jahr 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas von Russland nach Deutschland gepumpt werden. Die etwa 9,5 Milliarden Euro teure Pipeline ist zu 94 Prozent fertig. Die USA laufen aber seit Jahren Sturm dagegen, weil sie eine zu große Abhängigkeit ihrer europäischen Partner von russischem Gas sehen. Unterstützt werden sie von osteuropäischen Staaten wie Polen und den baltischen Ländern. Kritiker werfen den USA dagegen vor, nur ihr Flüssiggas in Europa besser verkaufen zu wollen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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