• Home
  • Politik
  • Deutschland
  • Reaktionen auf Lockdown: Lauterbach "sehr skeptisch", Einzelhandel besorgt


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild fĂŒr einen TextItalien will DĂŒrre-Notstand ausrufenSymbolbild fĂŒr einen TextVermieter dreht zeitweise Warmwasser abSymbolbild fĂŒr einen TextTesla stoppt Produktion in GrĂŒnheideSymbolbild fĂŒr ein VideoVideo zeigt tödliche SchĂŒsse auf SchwarzenSymbolbild fĂŒr einen TextGletschersturz in Italien: Weitere OpferSymbolbild fĂŒr einen TextVox nimmt Show aus dem ProgrammSymbolbild fĂŒr einen TextAchtjĂ€hrige stirbt nach BadeunfallSymbolbild fĂŒr einen Text20 Eltern prĂŒgeln sich bei Kinder-BoxturnierSymbolbild fĂŒr einen TextKontaktlinse bringt Handy ins AugeSymbolbild fĂŒr einen TextLeila Lowfire: "bespuckt und geschlagen"Symbolbild fĂŒr einen Text76-JĂ€hriger masturbiert vor KindernSymbolbild fĂŒr einen Watson TeaserÜberraschende GĂ€ste auf Lindner-HochzeitSymbolbild fĂŒr einen TextSo beugen Sie Geheimratsecken vor

"Sehr skeptisch, dass es bis zum 10. Januar gelingt"

  • Jonas Mueller-Töwe
  • Johannes Bebermeier
Von Jonas Mueller-Töwe, Johannes Bebermeier

Aktualisiert am 13.12.2020Lesedauer: 4 Min.
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach: Experten reagieren auf die beschlossenen Lockdown-Maßnahmen.
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach: Experten reagieren auf die beschlossenen Lockdown-Maßnahmen. (Quelle: imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Bund und LĂ€nder haben sich auf striktere Corona-Maßnahmen als bislang geeinigt. Auch angekĂŒndigte Lockerungen fĂŒr Weihnachten wurden teilweise wieder gekippt. So reagieren Experten und Wirtschaft.

Die verschĂ€rften Corona-Maßnahmen von Bund und LĂ€ndern rufen ein geteiltes Echo hervor. Am Sonntagmorgen hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel sich mit den MinisterprĂ€sidenten auf eine weitgehende Schließung des öffentlichen Lebens geeinigt. Experten begrĂŒĂŸten die Maßnahme, blieben aber verhalten aufgrund des spĂ€ten Zeitpunkts.

Lauterbach bleibt skeptisch

"Harter Shutdown ab Mittwoch kommt keinen Tag zu frĂŒh", schrieb der gesundheitspolitische Sprecher der SPD, Karl Lauterbauch, im Kurznachrichtendienst Twitter. "Eine klare Schulschließung ab Mittwoch wĂ€re besser gewesen. Auch Treffen an Weihnachten hĂ€tte ich auf fĂŒnf Personen plus Kinder unter 14 begrenzt." Nur wenn auch private Treffen und Betriebe drastisch heruntergefahren wĂŒrden, sei die "Zielinzidenz" zu halten. "Ich bin selbst sehr skeptisch, dass dies bis zum 10. Januar gelingt. Wenn nicht, mĂŒssen die Maßnahmen verlĂ€ngert werden."

Auch die Epidemiologin Zoë Hyde, die am Western Australian Centre for Health and Ageing forscht, schrieb bei Twitter: "Leider kommt der Lockdown zu spÀt. Je lÀnger man wartet, desto lÀnger muss der Lockdown sein."

Empfohlener externer Inhalt
Twitter

Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Twitter-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Twitter-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen ĂŒbermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.
ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Die Lage in Deutschland ist ein Skandal
Obdachloser in DĂŒsseldorf: Immer mehr Menschen leben in Armut.


Die deutschen Intensivmediziner hatten schon am Freitag einen sofortigen Lockdown gefordert. Jeder weitere Tag ohne durchgreifende und nachhaltige Maßnahmen koste Menschenleben, sagte der PrĂ€sident der Deutschen InterdisziplinĂ€ren Vereinigung fĂŒr Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens. "Ein Zögern und Warten auf Weihnachten ist schier unverantwortlich."

Loading...
Symbolbild fĂŒr eingebettete Inhalte

Embed

SPD-Chef appelliert an Eigenverantwortung

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans sprach von einem "wichtigen Signal, dass die Politik in einer besorgniserregenden Situation handlungsfĂ€hig ist und auch handelt". Der SPD-Chef sagte t-online: "Die VerschĂ€rfung der Maßnahmen ist richtig." Man sei zwar zuversichtlich gewesen, "dass die bisherigen Maßnahmen eine verantwortbare Balance zwischen Gesundheitsschutz und wirtschaftlicher Existenzsicherung schaffen könnten", sagte Walter-Borjans. "Die Entwicklung belehrt uns eines Besseren."

Der SPD-Chef kritisierte die fehlende Eigenverantwortung in Teilen der Bevölkerung: "Die Zahl der Kontakte in grĂ¶ĂŸeren Personenansammlungen bei geringer Distanz hat mit den bisherigen Maßnahmen nicht ausreichend abgenommen – auch deshalb nicht, weil verantwortliches Verhalten ohne Verbote vor allem im privaten Bereich an viel zu vielen Stellen immer noch ein Fremdwort ist."

Alle gemeinsam hĂ€tten die Entwicklung nun in der Hand. "Der Staat sind wir alle", sagte Walter-Borjans. "Die Bereitschaft zur SolidaritĂ€t steht auf dem PrĂŒfstand." Das gelte fĂŒr die Einhaltung der EinschrĂ€nkungen und die Abfederung der wirtschaftlichen Folgen, "die von Branche zu Branche von Existenzverlust bis Rekordgewinn reichen". "Es kommt jetzt auf unsere Bereitschaft zur Eigen- und Mitverantwortung und zur KreativitĂ€t im Umgang mit dem akuten Risiko an", sagte Walter-Borjans weiter. "Weihnachten in Corona-Zeiten kann auch bedeuten: Besinnlichkeit und kreative Geschenkgutscheine jetzt – Familienfest im Sommer."

StĂ€dtetag begrĂŒĂŸt Maßnahmen

Der Deutsche StĂ€dtetag begrĂŒĂŸte die von Bund und LĂ€ndern beschlossene VerschĂ€rfung. "Der harte Lockdown ist schmerzhaft, aber die StĂ€dte unterstĂŒtzen ihn", sagte StĂ€dtetagsprĂ€sident Burkhard Jung der "Funke Mediengruppe". "Unser Land muss die Pandemie wieder in den Griff bekommen, bevor es zu spĂ€t ist und das Infektionsgeschehen völlig aus dem Ruder lĂ€uft", mahnte der Leipziger OberbĂŒrgermeister.

Loading...
Symbolbild fĂŒr eingebettete Inhalte

Embed

Die wegen des harten Lockdowns ausgeweiteten Corona-Finanzhilfen fĂŒr betroffene Unternehmen sind aus Sicht des Einzelhandels hingegen noch immer zu gering. "Die bisher vorgesehenen Gelder reichen bei weitem nicht aus, um eine Pleitewelle in den InnenstĂ€dten zu verhindern", kritisierte der Handelsverband Deutschland (HDE). Der HDE fordert fĂŒr den Dezember die gleiche UnterstĂŒtzung, die bereits die seit Anfang November geschlossene Gastronomie erhĂ€lt. Die ÜberbrĂŒckungshilfen alleine reichten nicht aus, um die betroffenen Handelsunternehmen zu retten.

Linken-Chefin fordert "solidarischen Lockdown"

Linken-Chefin Katja Kipping bezeichnete die BeschlĂŒsse als notwendig, kritisierte sie aber zugleich als nicht ausreichend. "Zu einem solidarischen Lockdown fehlt leider noch viel", sagte Kipping t-online. "Alle Menschen mĂŒssen in ihren BemĂŒhungen, sich verantwortungsbewusst zu verhalten, unterstĂŒtzt werden", forderte sie. "Das bedeutet: MassenunterkĂŒnfte auflösen, ÖPNV-Taktung entzerren, die Arbeitgeber genauso in die Pflicht nehmen wie Privatleute. NiedriglohnbeschĂ€ftigte mĂŒssen einen Aufschlag auf das Kurzarbeitergeld bekommen, Hartz-IV Betroffene einen Corona-Bonus und Solo-SelbststĂ€ndige mĂŒssen das ÜberbrĂŒckungsgeld auch zur Deckung ihres Lebensunterhaltes verwenden dĂŒrfen."

FDP-Chef Christian Lindner warnte vor "enormen sozialen und wirtschaftlichen SchĂ€den, die am Ende auch die stĂ€rkste Volkswirtschaft ĂŒberfordern wĂŒrden". Lindner kritisierte, dass es nach wie vor keine Langfrist-Strategie zum Kampf gegen die Pandemie gebe – auch die neuen BeschlĂŒsse seien nur Ausdruck einer "Stop and Go"-Politik, bei der sich Lockdowns und Lockerungen stĂ€ndig abwechselten. "Wir haben Zweifel an der langfristigen Wirksamkeit", sagte er.

AfD-Fraktionschefin Alice Weidel sprang in einer offenbar vorbereiteten Stellungnahme den Unternehmen bei: "FĂŒr Handel und Gewerbe ist dieser Beschluss eine Katastrophe." Dem stationĂ€ren Einzelhandel werde jede Chance genommen, in der wichtigen GeschĂ€ftszeit zu Jahresende "wenigstens einen Teil der Verluste aus einem Jahr drastischer EinschrĂ€nkungen auszugleichen. Die neuerliche Zwangsschließung werden zahllose Betriebe nicht ĂŒberleben."

Große Sorge Ă€ußerte auch Fredi Bobic, Sportvorstand von Eintracht Frankfurt. Eine erneute Unterbrechung des Spielbetriebs durch einen Lockdown werde den Profifußball hart treffen. "Da geht es insbesondere um die wirtschaftliche Kompensation in Bezug auf den TV-Vertrag und auch um den Rahmenterminkalender, der ohnehin schon voll ist", sagte Bobic der "Welt am Sonntag". Der Profisport soll laut des Beschlusses seine Wettbewerbe aber zunĂ€chst fortsetzen können.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
  • Jonas Mueller-Töwe
Von Jonas Mueller-Töwe
Angela MerkelCoronavirusKarl LauterbachLockdownSPDTwitterWeihnachten
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website