Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland >

Corona-Regeln: Deutschland schottet sich gegen Großbritannien ab

Gefährliche Corona-Variante  

Deutschland schottet sich gegen Großbritannien ab

22.05.2021, 14:19 Uhr | dpa

Corona-Regeln: Deutschland schottet sich gegen Großbritannien ab. Eine Anzeigetafel erinnert in Großbritannien an das richtige Verhalten beim Auftreten von Corona-Symptomen.  (Quelle: dpa)

Eine Anzeigetafel erinnert in Großbritannien an das richtige Verhalten beim Auftreten von Corona-Symptomen. (Quelle: dpa)

Großbritannien entwickelt sich wieder zum Gefahrenherd für die Ausbreitung einer besonders gefährlichen Coronavirus-Variante. Die Bundesregierung zieht Konsequenzen – das hat große Auswirkungen.

Deutschland schränkt Einreisen aus Großbritannien ab diesem Sonntag drastisch ein, weil sich dort die zuerst in Indien entdeckte Corona-Variante ausbreitet. "Dieser Schritt ist hart für Großbritannien, aber er ist notwendig, um die schnelle Ausbreitung der indischen Variante in Deutschland zu verhindern", sagte ein Sprecher von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

"Wenn wir die Infektionszahlen weiter drücken wollen, müssen wir verhindern, dass ansteckende Virusvarianten diese positive Entwicklung gefährden", erklärte er. "Erst wenn mehr Menschen geimpft sind, sind wir gegen solche Gefahr gewappnet."

Elf Länder gelten als Virusvariantengebiet 

Mit dieser Einstufung Großbritanniens als Virusvariantengebiet dürfen Fluggesellschaften, Bus- und Bahnunternehmen ab Sonntag nur noch deutsche Staatsbürger oder in Deutschland lebende Personen nach Deutschland befördern.

Für Einreisende gilt eine zweiwöchige Quarantänepflicht, die auch nicht durch negative Tests verkürzt werden kann. Großbritannien ist das erste Land in Europa seit einiger Zeit, das wieder zum Virusvariantengebiet wird. In diese höchste Risikokategorie fallen derzeit nur elf Länder in Asien, Afrika und Lateinamerika.

Variante B.1.617.2 breitet sich in Großbritannien aus

Die erstmals in Indien festgestellte Virusvariante B.1.617.2 gilt als besonders ansteckend und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Infektionszahlen in dem Land explodiert sind. In Großbritannien sind (Stand: 19. Mai) mehr als 3.400 Fälle der Variante bestätigt worden. Dem Robert Koch-Institut (RKI) liegen zu dieser Variante noch keine ausreichenden Daten vor. Vermutet werde eine deutlich höhere Übertragbarkeit und wahrscheinlich ein leicht reduzierter Impfschutz, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. 

Großbritannien galt zwischenzeitlich als Erfolgsmodell, was die Bekämpfung der Corona-Pandemie angeht. Ein harter Lockdown und ein hohes Impftempo hatten die Infektionszahlen so weit gedrückt, dass die Bundesregierung das Land vorübergehend ganz von der Liste der Corona-Risikogebiete nahm. In der vergangenen Woche wurde es wegen der indischen Virusvariante aber wieder in die niedrigste Risikokategorie eingestuft. Ab Sonntag gilt für das Vereinigte Königreich wieder die höchste Risikostufe.

Für Frankreich, Kroatien und Slowenien wird dagegen wegen stark sinkender Infektionszahlen die generelle Quarantänepflicht von 5 bis 10 Tagen aufgehoben. Die drei EU-Länder werden am Sonntag ebenso wie Oman, die Mongolei und Andorra vom Hochinzidenzgebiet zum normalen Risikogebiet heruntergestuft. Ganz von der Liste der Risikogebiete gestrichen werden die Slowakei, Finnland, Rumänien, San Marino und Jamaika sowie einzelne Regionen in Spanien und Irland.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: