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Gerhard Schröders neuer Tiefpunkt: Altkanzler feiert mit SED und AfD


Schröder feiert mit SED und AfD
Ein neuer Tiefpunkt

MeinungVon Martin Küper

Aktualisiert am 10.05.2023Lesedauer: 2 Min.
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Zwei t-online-Nutzer argumentieren das Für und Wider eines Parteiausschlusses von Altkanzler Gerhard Schröder. (Stand: Mai 2022) (Quelle: t-online)

Auch die russische Botschaft in Berlin feierte den "Tag des Sieges". Unter den Gästen: Ex-DDR-Chef Krenz, AfD-Politiker Gauland – und ein ehemaliger Bundeskanzler.

Gerhard Schröder schien schon tief gefallen zu sein. Selbst nach dem russischen Überfall auf die Ukraine hielt der Altkanzler stur an seiner Freundschaft mit dem Kriegsverbrecher im Kreml fest, von Einsicht zeigt er noch immer keine Spur. Stattdessen klagte Schröder gegen den Bundestag, der ihm Mitarbeiter und Büros zusammenstrich.

Sein früheres Amt beschädigte Schröder schon, als er ein halbes Jahr nach der verlorenen Bundestagswahl 2005 Lobbyist beim russischen Staatskonzern Gazprom wurde. Doch jetzt hat der Immer-noch-SPD-Politiker einen neuen Tiefpunkt erreicht.

Nicht nur, dass sich Schröder von der russischen Botschaft in Berlin zur Feier des "Tags des Sieges" am Dienstagabend einladen ließ. Peinlich ja, aber so ist Schröder halt, könnte man sagen. Noch unverständlicher ist allerdings, dass sich der Altkanzler und seine Frau So-yeon Schröder-Kim nicht einmal von den übrigen Gästen abschrecken ließen.

Neben den Schröders hatten sich eingefunden: Egon Krenz, der letzte Staatschef der DDR, der in den Mauerschützenprozessen zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt wurde und bis heute die Verbrechen der SED leugnet. Im Ukraine-Krieg steht er ausdrücklich auf russischer Seite und verurteilt die Waffenlieferungen an Kiew.

Schröder feiert mit Krenz, Gauland und Chrupalla

Der Linken-Politiker Klaus Ernst schien bei so viel historischer "Prominenz" gar nicht weiter ins Gewicht zu fallen, aber auch dieser lässt keine Gelegenheit aus, seine Sympathien für den Kreml und dessen Kriegsziele zu äußern. Peinlich war es dem Altkanzler aber auch nicht, mit den AfD-Spitzenpolitikern Alexander Gauland und Tino Chrupalla gesehen zu werden.

Von SED bis AfD: Es ist genau diese "Querfront" aus Rechtsextremen und vermeintlichen Linken, die wie schon in der Corona-Krise auch jetzt im Ukraine-Krieg den demokratischen Konsens sprengen wollen. Vertreter westlicher Länder sowie aller anderen Bundestagsparteien waren der Veranstaltung genau darum ferngeblieben.

Russland unter Putin missbraucht das legitime Gedenken an den Sieg der Roten Armee über Nazi-Deutschland, um seinen mörderischen Krieg gegen die Ukraine zu rechtfertigen. Das hätte auch Gerhard Schröder klar sein müssen – stattdessen hat er sein früheres Amt und sein ohnehin schon geringes Ansehen weiter beschädigt.

Verwendete Quellen
  • Berichterstattung der "Berliner Zeitung"
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