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Neuer Sozialstaat: SPD will Reformen in Groko umsetzen – trotz Unionskritik

Neuer Sozialstaat  

Trotz Unionskritik – SPD will Reformen in Groko umsetzen

11.02.2019, 15:58 Uhr | AFP

SPD: Bürgergeld statt Hartz IV (Quelle: Reuters)
SPD plant Bürgergeld statt Hartz IV

Die SPD beschließt bei einer Klausurtagung des Vorstands ein neues "Sozialstaatskonzept". Längere Zahlungen von Arbeitslosengeld 1, Kindergrundsicherung und erhöhter Mindestlohn sind Bestandteile des Papiers. (Quelle: Reuters)

Damit punktet die SPD in Umfragen: Der Parteivorstand hatte zuletzt bei einer Klausurtagung ein neues "Sozialstaatskonzept" beschlossen. (Quelle: Reuters)


Einen neuen Sozialstaat will die SPD etablieren. Die Kritik der Union folgte prompt. Doch SPD-Chefin Nahles will durchaus Teile des Konzepts in der großen Koalition umsetzen.

SPD-Chefin Andrea Nahles will zumindest Teile des von der Parteispitze beschlossenen Sozialstaatskonzepts noch in der großen Koalition umsetzen. Zwar werde dies nicht für das Konzept insgesamt möglich sein, doch für "eine ganze Reihe von Teilaspekten", sagte Nahles nach der Klausurtagung des Parteivorstandes in Berlin. Die Koalitionspartner CDU und CSU lehnen das Konzept der SPD größtenteils ab.

Nahles nannte gleichwohl als Beispiel für mögliche Teilergebnisse bis 2021 neben der im Koalitionsvertrag mit der Union vereinbarten Grundrente auch die Sanktionen im Hartz-IV-System. Diese will die SPD zwar nicht abschaffen, aber entschärfen. Die SPD-Chefin verwies hier auf ein anstehendes Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das möglicherweise die Regierung zu Korrekturen zwingen könnte.

Ende der großen Koalition?

Zu Fragen, ob die SPD mit ihren Beschlüssen vom Sonntag den Abschied aus der großen Koalition einleite, sagte Nahles: "Das war null Thema". Vielmehr wollten die Sozialdemokraten die im Koalitionsvertrag verabredete Halbzeitbilanz des Regierungsbündnisses zum Jahresende mit der Union gemeinsam gestalten. Die SPD-Chefin verwies dabei darauf, dass auch von CDU und CSU immer wieder inhaltliche Punkte neu eingebracht würden.

Die auf der Vorstandsklausur gefassten Beschlüsse wertete Nahles als "wichtige Weichenstellungen für unsere Politik in den nächsten Jahren". Der SPD gehe es um eine Politik, "die für gesellschaftlichen Zusammenhalt steht".
 

 
Bedenken wegen der Finanzierung der SPD-Pläne wies sie zurück: "Es ist nicht die Frage, kann sich Deutschland das leisten, sondern, was will sich Deutschland leisten", sagte Nahles mit Blick auf Forderungen der Union nach höheren Rüstungsausgaben und der Abschaffung des Solidaritätszuschlages auch für Bezieher hoher Einkommen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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