Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Innenpolitik >

Homosexualität: Jens Spahn will Verbot von sogenannten "Konversionstherapien"

Gesetz in Planung  

Spahn will sogenannte Therapien gegen Homosexualität verbieten

11.06.2019, 13:32 Uhr | dpa

Homosexualität: Jens Spahn will Verbot von sogenannten "Konversionstherapien". CDU-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: Noch in diesem Jahr will er einen Gesetzentwurf gegen Konversionstherapien mit dem Justizministerium abstimmen. (Quelle: dpa/Britta Pedersen)

CDU-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: Noch in diesem Jahr will er einen Gesetzentwurf gegen Konversionstherapien mit dem Justizministerium abstimmen. (Quelle: Britta Pedersen/dpa)

Tausende Menschen sind laut Experten jedes Jahr Versuchen mit sogenannten Therapien ausgesetzt, ihre Homosexualität zu ändern. Nun will Gesundheitsminister Jens Spahn diese Versuche unter Strafe stellen. 

Seit 25 Jahren ist die Strafbarkeit von Homosexualität in der Bundesrepublik abgeschafft. Nun sieht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn gute Chancen, sogenannte Konversionstherapien zu verbieten, die die sexuelle Ausrichtung von Schwulen und Lesben ändern sollen. "Konversionstherapien machen krank und sind nicht gesund", sagte Spahn. Er strebe jetzt zügige Gespräche mit dem Bundesjustizministerium an. Ziel solle sein, noch dieses Jahr ein Gesetzentwurf für ein Verbot dieser Angebote auf den Weg zu bringen.

Experten: Aus medizinischer Sicht geboten

Spahn hatte im Frühjahr eine Expertenkommission zum Thema eingesetzt. Die Kommission, die fachlich von der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld begleitet wird, und zwei wissenschaftliche Gutachten kommen nach Angaben des Ministers nun zu dem Schluss, dass ein Verbot aus medizinischer Sicht geboten und rechtlich möglich sei. Ein Abschlussbericht der Kommission soll Ende August veröffentlicht werden.

Nach Angaben von Jörg Litwinschuh-Barthel von der Magnus-Hirschfeld-Stiftung muss von Tausenden Fällen pro Jahr in Deutschland ausgegangen werden, in denen versucht wird, homosexuelle Menschen durch fragwürdige Methoden umzuerziehen. Das reiche vom familiären Umfeld, Coaches und Therapeuten über Gebete bis hin zu Exorzismus, sagte Litwinschuh-Barthel.


Auch die Bundesländer hatten sich schon für ein Verbot solcher "Therapien" ausgesprochen. Der Bundesrat hatte Mitte Mai in einer Entschließung die Bundesregierung aufgefordert, die rechtlichen Voraussetzungen dafür zu prüfen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal