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US-Kampfflugzeug könnte den Tornado ablösen

reuters, dru

08.11.2017Lesedauer: 2 Min.
F-35 Kampfflugzeug im Flug: Die Luftwaffe plant derzeit den Kauf von Flugzeugen mit einer Technik, die gegnerisches Radar stören kann.
F-35 Kampfflugzeug im Flug: Die Luftwaffe plant derzeit den Kauf von Flugzeugen mit einer Technik, die gegnerisches Radar stören kann. (Quelle: British Ministry of Defence/dpa-bilder)
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Ab 2025 braucht die Luftwaffe die neue Jets, sagt ihr Chef, Karl Müllner. Und er hat klare Vorstellungen davon, was die nächste Fliegergeneration können muss. Aktuell gäbe es nur ein Flugzeug, dass diese Anforderungen erfüllt.

In der Debatte über einen Nachfolger für die Tornado-Kampfjets hat Luftwaffen-Chef Karl Müllner seine Vorstellungen für die neuen Maschinen dargelegt. "Aus militärischen Gesichtspunkten brauchen wir eine geringe Radar-Signatur und die Fähigkeit, aus großer Distanz Ziele zu erkennen und zu bekämpfen", sagte Müllner der Nachrichtenagentur Reuters.


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Diese Fähigkeiten eines Kampfjets der fünften Generation seien für eine glaubhafte Abschreckung im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung unerlässlich, ergänzte er. Nach Einschätzung von Militärexperten erfüllt aktuell allein die amerikanische F-35 diese Anforderungen.

Marktpreis der F-35: 80 Millionen Dollar

Das Mehrzweckkampfflugzeug wird vom Hersteller Lockheed Martin produziert. Der Marktpreis wird auf etwa 80 Millionen Dollar geschätzt. Zu den F-35-Kunden zählen die Nato-Partner Großbritannien, Norwegen, Dänemark, Italien, Niederlande und die Türkei.

Müllner sagte weiter: "Die Risiken und Kosten für den Betrieb des Tornados werden gegen Ende des nächsten Jahrzehnts so erheblich steigen, dass man sich jetzt um eine Nachfolge kümmern muss." Ab 2025 brauche die Luftwaffe die ersten neuen Jets, um den Tornado nach und nach abzulösen.

Um diesen Zeitplan halten zu können, wären nach Müllners Worten eine Grundsatzentscheidung in der ersten Hälfte der Legislaturperiode sowie ein Vertrag 2020 nötig. Als potenzielle Tornado-Nachfolger untersucht die Luftwaffe derzeit die F-35 sowie die F-15 und die F-18 von Boeing, und den Eurofighter.

Für Entwicklung von eigenem Kampfjet schon zu spät

"Aus diesen Optionen wird dann eine Auswahl getroffen werden müssen, weil es für eine Entwicklungslösung eigentlich schon zu spät ist", sagte Müllner. "Es wäre auch ziemlich unsinnig, für den Bedarf der Luftwaffe für vielleicht hundert Flugzeugen oder weniger ein neues Flugzeug zu entwickeln, das kann kein Mensch bezahlen."

Die Luftwaffe besitzt 85 Tornado-Jets, die ab den 1970er-Jahren gebaut wurden. Einige der Flugzeuge starten derzeit von Jordanien aus zu Aufklärungseinsätzen gegen die Extremistenmiliz IS in Syrien und dem Irak.

Nachrüstung von Kampfjets mit Radar-Störtechnik geplant

Die Luftwaffe plant derzeit auch den Kauf oder die Nachrüstung von Flugzeugen mit einer Technik, die gegnerisches Radar stören kann. Solche Maschinen wären im Kampf gegen High-Tech-Gegner wie Russland nötig.

Deutschland habe der Nato bis Mitte des kommenden Jahrzehnts 14 derartige Flugzeuge zugesagt, sagte Müllner. Um genügend Flugzeuge einsatzfähig zu haben, seien etwa 20 Maschinen nötig. Vorstellbar sind eine Aufrüstung von Eurofightern, des Transportflugzeuges A400M oder die Beschaffung spezieller Boeing-Maschinen für die elektronische Kampfführung, sogenannte "Growler".

Eine Entscheidung ist nach den Worten des Luftwaffen-Chefs aber noch nicht gefallen. Zugleich machte sich Müllner erneut für die Beschaffung von Drohnen stark, die bewaffnet werden können. Dies war in der vergangenen Legislaturperiode am Widerstand der SPD gescheitert. Auch ein Großteil der Grünen lehnt die Beschaffung dieser unbemannten Luftfahrzeuge ab. "Ich werde das Thema nicht ruhen lassen, weil es eine Fähigkeit ist, die wir brauchen", sagte er.

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