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Bericht: Koalition streitet über Bestellung von US-Kampfjets

Von afp
Aktualisiert am 19.04.2020Lesedauer: 1 Min.
Boeing F-18 "Superhornet" (Symbolbild): Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat mit einer Bestellung von US-Jets die SPD verärgert.
Boeing F-18 "Superhornet" (Symbolbild): Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat mit einer Bestellung von US-Jets die SPD verärgert. (Quelle: imago-images-bilder)
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Deutschland braucht Ersatz für die "Tornados". Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer hat nun offenbar 45 Jets in den USA bestellt. Mit der SPD soll das nicht wirklich abgesprochen gewesen sein.

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat einem Medienbericht zufolge bei der US-Regierung formal angekündigt, dass Deutschland insgesamt 45 US-Kampfjets vom Typ F18 des US-Herstellers Boeing kaufen will. Die Maschinen sollten altersschwache "Tornado"-Kampfjets der Luftwaffe ersetzen, berichtete der "Spiegel" unter Berufung auf nicht näher bezeichnete eigene Informationen. Über Einwände der SPD gegen das geplante Geschäft habe sich Kramp-Karrenbauer ohne weitere Absprachen hinweggesetzt.

Die Verteidigungsministerin habe ihrem US-Kollegen Mark Esper am Donnerstag per E-Mail mitgeteilt, die Bundeswehr beabsichtige, 30 F-18 "Superhornet" zu kaufen, berichtete das Magazin. Die Maschinen könnten im Ernstfall demnach mit auf dem Luftwaffenstützpunkt Büchel gelagerten US-Atomwaffen bestückt werden. Daneben wolle Kramp-Karrenbauer weitere 15 F18-Jets vom Typ "Growler" für die elektronische Kampfführung bestellen. Deren spezielle Sensoren könnten das Bodenradar des Gegners ausschalten, hieß es.

Angeblich heftiger Streit mit SPD

Mit der SPD gibt es dem Bericht zufolge heftigen Streit. So habe Kramp-Karrenbauer mit SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich, der den Kauf der US-Flugzeuge ablehnt, nicht einmal gesprochen. Es habe allerdings kürzlich vertrauliche Konsultationen mit Außenminister Heiko Maas und Vizekanzler Olaf Scholz (beide SPD) gegeben.

Gleichwohl war der Ärger aus der SPD über das Vorgehen der CDU-Chefin laut "Spiegel" so groß, dass Kramp-Karrenbauer eine am vergangenen Donnerstag geplante öffentliche Vorstellung ihrer Pläne für die "Tornado"-Nachfolge kurzfristig abgesagt habe. Dennoch habe sie am selben Tag die Mail mit der Bestellbestätigung an Esper geschickt.

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