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Julia Klöckner: CDU-Parteichef hat Anspruch auf Kanzlerkandidatur

Botschaft an Söder  

Klöckner betont CDU-Anspruch auf Kanzlerkandidatur

14.01.2021, 09:02 Uhr | dpa

Julia Klöckner: CDU-Parteichef hat Anspruch auf Kanzlerkandidatur. Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner spricht im Bundestag. Sie gesteht dem Parteichef den Anspruch auf die Kanzlerkandidatur zu. (Quelle: dpa/David Hutzler)

Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner spricht im Bundestag. Sie gesteht dem Parteichef den Anspruch auf die Kanzlerkandidatur zu. (Quelle: David Hutzler/dpa)

Wer den CDU-Vorsitz inne hat, soll auch Kanzlerkandidat werden. Diese Meinung äußert Partei-Vizechefin Julia Klöckner – und sendet damit ein Signal an CSU-Chef Söder. 

Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner hat ihre Partei und die CSU zu großer Geschlossenheit bei der Entscheidung über den Kanzlerkandidaten der Union aufgerufen. Dies sei für einen Wahlsieg der Union bei der Bundestagswahl im September notwendig, sagte Klöckner der Deutschen Presse-Agentur in Berlin kurz vor dem CDU-Wahlparteitag am Freitag und Samstag. "Selbstverständlich hat ein CDU-Vorsitzender den natürlichen Anspruch, auch Kanzlerkandidat sein zu wollen." Sie ergänzte jedoch: "Es kann gute Gründe für eine andere Entscheidung geben."

"Aber von vornherein darauf verzichten zu wollen, halte ich für falsch", sagte die aus Rheinland-Pfalz stammende Agrarministerin mit Blick auf die Kanzlerkandidatur. "Klar ist aber auch: Wir müssen mit dem Kandidaten ins Rennen gehen, der die größte Chance hat." Bei Umfragen zu dem Thema liegt bisher regelmäßig CSU-Chef Markus Söder vor den drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz.

Forderung nach Geschlossenheit vor Landtagswahlen

Die Landtagswahlen Mitte März in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg würden stark von der Corona-Krise und den damit einhergehenden Unsicherheiten geprägt sein, sagte Klöckner. "Umso wichtiger ist es, dass wir als größte Volkspartei geschlossen und überzeugend auftreten. Dazu gehört auch, dass wir die Kanzlerkandidatur nicht erst im Sommer klären."

Die CDU-Spitzengremien bereiten am Donnerstagabend die Wahl des neuen Parteichefs am Samstag vor. Offiziell beginnt der Online-Parteitag mit 1.001 Delegierten am Freitagabend. Um den CDU-Vorsitz bewerben sich neben NRW-Ministerpräsident Armin Laschet Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen.

Dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht mehr zur Bundestagswahl antrete, hätten viele noch gar nicht wirklich realisiert, sagte Klöckner. "Sie ist präsent, vertraut, unaufdringlich und irgendwie das gute und manchmal das strenge Gewissen." Die Rolle der Frauen werde mit Merkels Ausstieg aus der Politik nicht einfacher werden. "Sie war gerade für viele junge Frauen und Mädchen ohne viele Worte ein Aufstiegs- und "Alles-ist-möglich"-Versprechen." Umso mehr seien nun die Frauen vor Ort in den Orts- und Kreisverbänden gefragt. Die Quote halte sie deshalb für wichtig und richtig.

Röttgen: Bei der Kanzlerkandidatur geht es nicht um Egos

Der CDU-Politiker Norbert Röttgen sagte der Düsseldorfer "Rheinischen Post" und dem Bonner "General-Anzeiger" (Donnerstag), dass er im Fall seiner Wahl zum neuen Parteivorsitzenden "sehr zügig" mit CSU-Chef Markus Söder über die Kanzlerkandidatur der Union beraten will. "Werde ich zum Parteivorsitzenden gewählt, werden wir sehr zügig und vertraulich zusammenkommen und zu gegebener Zeit einen Vorschlag machen, welcher Kandidat für die Unionsparteien die besten Chancen bei den Wählerinnen und Wählern hat", sagte Röttgen.

"Dabei geht es nicht um unsere Egos, sondern um die Verantwortung der beiden Parteivorsitzenden für den Wahlsieg der Union", so der 55-Jährige auf die Frage, ob er Söder bei der Kanzlerkandidatur den Vortritt überlassen würde. Zum Selbstverständnis der CDU gehöre, "dass die Partei einen Vorsitzenden wählt, dem sie auch die Kanzlerkandidatur und das Kanzleramt zutraut, und dass der Vorsitzende dies auch kann und will."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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