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Tumaco-Goldmaske: Polizei stellt Tausende wertvoller Kunstschätze sicher

Plünderer und Schmuggler verhaftet  

Polizei stellt Tausende Kunstschätze sicher

06.05.2020, 15:18 Uhr
Tumaco-Goldmaske: Polizei stellt Tausende wertvoller Kunstschätze sicher. Die Tumaco-Goldmaske: Das Kunstwerk aus präkolumbianischer Zeit wurde in Madrid sichergestellt. Und führte zu einem schweren Schlag gegen ein Schmugglernetzwerk in Kolumbien. (Quelle: Europol)

Die Tumaco-Goldmaske: Das Kunstwerk aus präkolumbianischer Zeit wurde in Madrid sichergestellt. Und führte zu einem schweren Schlag gegen ein Schmugglernetzwerk in Kolumbien. (Quelle: Europol)

200.000 Euro sollte die antike Goldmaske wohl auf dem Schwarzmarkt bringen, dann beschlagnahmten sie Ermittler. Es ist einer von vielen Erfolgen der internationalen Polizeiaktion.

Alte Schriften, Keramiken, eine Maske aus Gold: Polizeibehörden haben in einer international koordinierten Aktion rund 19.000 gestohlene archäologische Artefakte und andere Kunstwerke sichergestellt. In 103 Ländern seien 101 Verdächtige festgenommen und 300 Ermittlungen eingeleitet worden, teilte die internationale Polizeibehörde Interpol an diesem Mittwoch mit. Ziel sei die Zerschlagung internationaler Netzwerke von Kunst- und Antiquitätenhändlern gewesen. Im Video oben sehen Sie, wie die Polizei die Kunstschätze sicherstellte. Sie finden den Beitrag auch hier.

Goldfiguren und antike Schmuckstücke

Die Verdächtigen handelten demnach mit archäologischen Gütern und Kunstwerken aus Kriegsländern und mit Kunst, die aus Museen und archäologischen Stätten gestohlen wurde. Die zwei Operationen begannen bereits im Herbst 2019, aus taktischen Gründen gingen die Behörden erst jetzt mit gesammelten Ergebnissen an die Öffentlichkeit. Sichergestellt wurden etwa Münzen aus verschiedenen Epochen, archäologische Objekte, Keramik, historische Waffen, Gemälde und Fossilien. 

Besonderes Augenmerk zieht eine in Spanien sichergestellte Goldmaske aus dem heutigen Kolumbien auf sich: Die einzigartige Tumaco-Golmaske aus der präkolumbischen Zeit sollte für rund 200.000 Euro auf dem Schwarzmarkt verkauft werden. Die Festnahmen in Madrid und weitere Hausdurchsuchungen in Bogota führten allerdings zum Fund weiterer 242 seltener Objekte aus der Epoche, die in Spanien, Russland und China verkauft werden sollten – darunter mehrere Goldfiguren und antike Schmuckstücke. Noch nie wurde den Angaben zufolge eine größere Menge von Kunstschätzen in Kolumbien beschlagnahmt.

Auch in Afghanistan feierten die Ermittler einen Erfolg: Bevor das Flugzeug in Richtung Istanbul abhob, entdeckten Mitarbeiter des Zolls 971 zum Transport bereite Kulturgüter in Kabul. Große Sammlungen antiker Münzen wurden außerdem in Argentinien und Lettland beschlagnahmt. Das Bundeskriminalamt unterstützte die weltweiten Operationen.

Verwendete Quellen:

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