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Das feiert die Ukraine an ihrem Unabhängigkeitstag

Von t-online, dpa, reuters, afp, csi

Aktualisiert am 24.08.2022Lesedauer: 3 Min.
Mitglieder des Akademischen Volkschors von Zakarpattia: Während der künstlerischen Aktion «Gebet für die Ukraine» am Unabhängigkeitstag der Ukraine tritt die Gruppe auf.
Mitglieder des Akademischen Volkschors von Zakarpattia: Während der künstlerischen Aktion «Gebet für die Ukraine» am Unabhängigkeitstag der Ukraine tritt die Gruppe auf. (Quelle: -/Ukrinform/dpa/dpa)
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Seit einem halben Jahr wird die Ukraine von Russland angegriffen, seit Jahrzehnten begehen sie an diesem Tag einen Nationalfeiertag. Doch worum geht es dabei genau?

Vor genau einem halben Jahr hat Russland die Ukraine angegriffen. Der Tag fällt mit einem für viele Ukrainerinnen und Ukrainer besonderen Nationalfeiertag zusammen. Große Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag gibt es aus Sicherheitsgründen heute dennoch nicht.

Was genau feiert die Ukraine an ihrem Nationalfeiertag?

Der Unabhängigkeitstag ist für die Ukrainerinnen und Ukrainer ein wichtiges Datum. Sie feiern am 24. August ihre Unabhängigkeit von der damaligen Sowjetunion.

Seit wann feiert die Ukraine ihre Unabhängigkeit?

Gefeiert wird der Tag seit 31 Jahren. Am 24. August 1991 erklärte die Ukraine ihre Unabhängigkeit von der Sowjetunion.

Wie kam es zur der Unabhängigkeit?

Mit dem schleichenden Zusammenbruch der Sowjetunion in den 1980er Jahren gewannen Stimmen der liberalen Opposition in der Ukraine an Gewicht. Mehrere solcher oppositionellen Bewegungen schlossen sich 1989 zur sogenannten "Volksbewegung" ("Ruch") zusammen. Sie kamen in den ersten freien Wahlen 1990 auf knapp 25 Prozent der Stimmen. Irgendwann entwickelte sich aus ihrer eher moderaten Haltung gegenüber der Sowjetunion ein deutlicher Drang zur nationalen Unabhängigkeit.

Im August 1991 versuchten konservative Kräfte den damaligen Präsidenten der Sowjetunion, Michail Gorbatschow, aus seinem Amt zu putschen. Der Putschversuch scheiterte, aber die Ukraine erklärte gemeinsam mit anderen Sowjetrepubliken ihre Unabhängigkeit. In einem Referendum bestätigten über 90 Prozent der Bevölkerung diesen Schritt später.


Verwüstung und Tod: Die Chronologie des Ukraine-Krieges

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Kiew: Bereits am 10. Oktober hat Russland Kiew und andere große Städte der Ukraine mit Raketen beschossen.
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Wie wird der Jahrestag heute begangen?

In Kiew herrscht Nervosität wegen befürchteter russischer Raketenangriffe auf große Städte. Die Straßen der Hauptstadt waren am Mittwoch ungewöhnlich leer, nachdem in den vergangenen Tagen wiederholt eindringlich vor möglichen Raketenangriffen gewarnt worden war. Öffentliche Versammlungen sind in Kiew verboten. In der zuletzt stark umkämpften Stadt Charkiw im Osten des Landes galt eine Ausgangssperre.

Der Unabhängigkeitstag sei ein wichtiges Datum für die Ukrainer und Ukrainerinnen - "und damit leider auch für unseren Feind", sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj. Er rief die Bevölkerung auf, sich an die Ausgangssperren zu halten und bei Luftalarm in Sicherheit zu bringen. "Denkt daran, wir sollen alle gemeinsam den Sieg erleben", sagte er. Der Krieg habe die Ukraine geeint. Es sei "eine neue Nation, die am 24. Februar um 4 Uhr morgens entstand".

Welche Reaktionen gibt es aus dem Ausland?

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg ist überzeugt, dass Russland den Krieg gegen die Ukraine nicht gewinnen wird. "Die Ukraine muss sich durchsetzen, und die Ukraine wird sich durchsetzen", sagte der Norweger in einer Grußbotschaft zum Unabhängigkeitstag des Landes. Die Nato werde so lange Unterstützung leisten, wie es nötig sei. "Eine starke und unabhängige Ukraine ist von entscheidender Bedeutung für die Stabilität des euro-atlantischen Raums"

Nach Ansicht von Bundeskanzler Olaf Scholz muss die Ukraine Mitglied der Europäischen Union werden. "Die Ukraine hat einen festen Platz in Europa und zwar als Mitglied in der EU", betonte Scholz in einer Video-Botschaft zum Unabhängigkeitstag. "Das in Freiheit und Demokratie vereinte Europa ist viel stärker als Russlands rückwärtsgewandter Imperialismus."

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Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat sich in einer Videobotschaft zum ukrainischen Unabhängigkeitstag an die ukrainische Bevölkerung gewandt. "Der ukrainische Unabhängigkeitstag ist eigentlich ein fröhlicher, ein festlicher Tag", steigt Baerbock ein. Russland versuche mit dem brutalen Angriffskrieg all das zu zerstören, wofür der 24. August eigentlich stehe – die Sicherheit, der Frieden und die Freiheit der Ukraine.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat der Ukraine zum Unabhängigkeitstag Unterstützung beim Wiederaufbau versprochen. "Gemeinsam werden wir die Städte Stein für Stein wieder aufbauen und die Gärten und Felder Samen für Samen neu anlegen", sagte sie am Mittwoch in einer Grußbotschaft. Europa stehe heute und langfristig an der Seite der Ukraine.

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Grußworte aus Belarus

Auch der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat der Ukraine zum Unabhängigkeitstag gratuliert und seinen Einsatz für "freundliche" und gutnachbarliche Beziehungen betont. Belarus werde sich weiter "für die Erhaltung von Harmonie und die Entwicklung freundschaftlicher, auf gegenseitigem Respekt beruhender Kontakte auf allen Ebenen einsetzen", erklärte Lukaschenko.

Russland hatte seinen Angriffskrieg aus mehreren Richtungen gestartet, auch von belarussischem Territorium aus. In den Monaten zuvor hatte Lukaschenko einen russischen Truppenaufmarsch in seinem Land geduldet, offiziell zu Militärmanövern. Belarus ist finanziell und politisch stark von Russland abhängig.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP und Reuters
  • osteuropa.lpb-bw.de: "Geschichte der Ukraine"
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Von Hannes Molnár, Lara Schlick
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