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Rauchmelder im Test: Das sind die fünf besten Modelle bei Stiftung Warentest

Ab 2021 Pflicht  

Stiftung Warentest prüft Rauchmelder: Die meisten schneiden "gut" ab

28.01.2021, 11:14 Uhr | t-online, JPH

Rauchmelder im Test: Das sind die fünf besten Modelle bei Stiftung Warentest. Die Stiftung Warentest prüft 17 Rauchmelder, fast alle sind "gut". (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/AlexRaths)

Die Stiftung Warentest prüft 17 Rauchmelder, fast alle sind "gut". (Quelle: AlexRaths/Thinkstock by Getty-Images)

Rauchmelder sind seit dem 1. Januar 2021 in ganz Deutschland Pflicht. Die kleinen Geräte können im Ernstfall Leben retten. Welches Modell eignet sich gut und schlägt zuverlässig Alarm? Wir stellen Ihnen die besten Rauchwarnmelder aus Tests der Stiftung Warentest vor. 

Rauchmelder sollen zu Hause für Sicherheit sorgen und im Notfall Alarm schlagen. Am 1. Januar 2021 endete die letzte Übergangsfrist. Die Melder sind seither in allen Bundesländern Pflicht. Wir klären die wichtigsten Fragen rund um Rauchmelder und zeigen, an welchen Merkmalen Sie ein gutes Modell erkennen. Außerdem stellen wir empfehlenswerte Modelle vor, die bei Stiftung Warentest überzeugen.

In welche Räume muss ein Rauchmelder?

Mit Rauchmeldern ausgestattet werden müssen alle Schlaf- und Kinderzimmer einer Wohnung sowie alle Flure, die als Flucht- und Rettungswege dienen. Bei Einfamilienhäusern mit offenem Treppenhaus muss auch dort auf jedem Stockwerk ein Melder angebracht werden. In Berlin und Brandenburg gilt die Rauchmelderpflicht zudem für alle Aufenthaltsräume, also auch das Wohnzimmer.

Ausnahmen: Laut Feuerwehr sollen Rauchwarnmelder ausdrücklich nicht in der Küche und im Badezimmer installiert werden, da beim Kochen oder Duschen viele Partikel in die Luft gelangen, die einen Fehlalarm auslösen könnten.

Rauchmelder im Test: Fast alle überzeugen Stiftung Warentest 

In der Heftausgabe 01/2021 hat die Stiftung Warntest insgesamt 17 Rauchmelder mit und ohne Funkmodul geprüft. 13 Modelle erreichen das Urteil "Gut". Nur ein Modell von Pyrexx warnt zu spät. Untersucht wurden die Zuverlässigkeit des Alarms, die Lautstärke, die Handhabung, Robustheit und Deklaration. Das sind die Testsieger:

Der mehrfache Testsieger: Rauchmelder Ei Electronics Ei650


Unser erstes Modell ist der Ei Electronics Ei650. Das Gerät ist bereits zum dritten Mal Sieger im Test von Stiftung Warentest ("test"-Ausgabe 01/2016 und "test"-Ausgaben 01/2018 und 01/2021). Es erhält das Testurteil "Gut (1,9)". Der Rauchmelder überzeugte die Prüfer mit seiner Zuverlässigkeit und Lautstärke. Das Gerät funktioniert nach dem Streulichtprinzip: Ein Lichtstrahl im Inneren des Geräts wird bei Rauchentwicklung gebrochen und auf Meldesensoren abgelenkt, die Alarm schlagen. Er deckt einen Bereich von etwa 60 Quadratmetern. Er ist zudem Q-geprüft und hat eine zusätzliche Qualitätsprüfung absolviert.

Der Ton des Alarms liegt bei einer Lautstärke von 85 Dezibel. Der Rauchmelder verfügt über eine fest installierte Batterie mit einer Betriebsdauer von zehn Jahren. Für die Befestigung an der Decke sind Dübel und Schrauben im Lieferumfang enthalten. Der Rauchmelder Ei650 von Ei Electronics besitzt einen Stummschaltknopf für Fehlalarme, einen Testknopf zur Überprüfung der Funktion mit reduzierter Lautstärke und Sensoren zur Selbstüberwachung. Zudem kompensieren die Gerätesensoren Verschmutzungen, die im Laufe der Betriebsdauer im Inneren auftreten können.

Diesen Rauchmelder gibt es auch in einer Variante mit zusätzlichem Funkmodul: Der Ei Electronics Ei650MRF bietet sich vor allem für mehrgeschossige Wohnungen oder Häuser an. Das Modell erreicht im Test ebenfalls das Urteil "Gut".

Mit vielen Extras: Hekatron Rauchmelder Genius Plus

Der Genius-Plus-Rauchmelder von Hekatron erreicht im Test von Stiftung Warentest das Qualitätsurteil "Gut (1,9)". Er verfügt neben seinen effizienten Rauchsensoren und dem mit 60 Quadratmetern recht umfangreichen Sensorbereich über eine Reihe von Extras. So besitzt das Gerät eine Echtzeituhr, die die optische Anzeige während der Schlafenszeit zwischen 21 Uhr und 7 Uhr dimmt.

Eine weitere Besonderheit: Der mit 85 Dezibel laute Warnton ist frequenzoptimiert und wechselt die Tonhöhe, wodurch im Ernstfall die Wahrnehmbarkeit des Alarms erhöht wird. In der Ausführung Genius Plus kann der Funktionsstatus des Melders über eine App ausgelesen und verwaltet werden.

Der Brandmelder wird einzeln oder in Sets verschiedener Größen verkauft. Das Gerät kann wahlweise an die Decke geklebt oder geschraubt werden. Klebeband, Dübel und Schrauben werden mit dem Produkt mitgeliefert. Ebenfalls enthalten ist die fest installierte Batterie. Das Gerät ist Q-geprüft. Der Hersteller bietet dieses Modell auch als Funkrauchmelder an, dann hat er die Bezeichnung Hekatron Genius Plus X.

Der Preis-Sieger: Abus Rauchmelder RWM150

Der günstigste Testsieger ist der Rauchmelder von Abus. Er erreicht das Testurteil "Gut (1,9)" und gehört zu den fünf Testsiegern. Das Gerät zeichnet sich durch eine hohe Zuverlässigkeit der Rauchsensoren sowie eine geringe Anfälligkeit für falsche Alarme aus. Es trägt das Qualitätssiegel Q. Das Modell verfügt über eine Batterie, deren Laufzeit mit zehn Jahren angegeben ist. Dies entspricht in etwa der Betriebsdauer eines Rauchmelders. Der Alarm löst im Test mit 88 Dezibel aus und liegt damit im Bereich der Konkurrenz.

Die Anbringung erfolgt standardmäßig über das mit dem Rauchmelder gelieferte Schraubenset. Praktisch ist die sehr große Prüftaste, die Sie in hohen Räumen auch mit einem Besenstiel betätigen können.

Der Robuste: Busch-Jaeger Rauchalarm Professional Line

Ein weiterer Sieger im Test der Stiftung Warentest ist der Rauchalarm Professional Line des Herstellers Busch-Jaeger. Der wohl robusteste unter den hier aufgelisteten Rauchmeldern schlägt mit 85 Dezibel Alarm. Das Gerät funktioniert bei Temperaturen von bis zu zehn Grad unter null und ist damit auch optimal geeignet für Anbauten und unbeheizte Räume.

Der Busch-Jaeger-Rauchmelder verfügt allerdings über weniger Zusatzfunktionen als die Testsieger von Hekatron und Ei. Dafür können die Geräte auf zweierlei Arten vernetzt werden: Integriert ist die Option zu einer Vernetzung über Kabel, optional können auch Funkmodule erworben werden. Der Vorteil: Bei Rauch, beispielsweise im Dachgeschoss, wird auch Alarm in anderen Teilen des Hauses ausgelöst. Das Gerät wird mit einer fest verbauten Batterie geliefert, die eine Lebensdauer von mindestens zehn Jahren verspricht. Auch dieser Rauchmelder trägt das Q-Zertifikat.

Preis-Leistungs-Sieger bei vernetzten Rauchmeldern: Hekatron Genius Plus X

Bei den drei vernetzten Rauchmeldern im Test schneiden alle Modelle mit dem Urteil "Gut" an. Günstigster guter ist das Modell Genius Plus X von Hekatron. Der Rauchmelder ist laut Hersteller baugleich mit dem bereits oben vorgestellten Hekatron Genius Plus, im Lieferumfang ist zusätzlich noch ein Funkmodul. So verbinden Sie bis zu 30 Melder kabellos. Sollte ein Melder auslösen, gibt er den Alarm an alle weiter und Sie sind frühestmöglich informiert.

Mit dem optionalen Genius Port binden Sie den Rauchmelder auf Wunsch auch ins Smarthome ein. Über die Internetverbindung erhalten Sie somit auch unterwegs eine Meldung auf das Smartphone, wenn der Alarm auslöst.

Fazit: Das ist der richtige Rauchmelder für Sie

Alle hier vorgestellten Modelle überzeugen mit guten Testergebnissen und besitzen die zusätzliche Q-Zertifizierung. Der Allrounder und unsere Empfehlung ist der Testsieger von Ei Electronics. Er bietet viele Funktionen und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Melder von Hekatron ist vor allem fürs Schlafzimmer praktisch, da die blinkende LED-Statusleuchte nachts automatisch ausgeschaltet wird. Unser Preistipp ist das Modell von Abus. Für mehrere Etagen eignet sich vor allem ein Rauchmelder mit Funkmodul wie beim Modell Hekatron Genius Plus X. So wird der Alarm in alle Räume übertragen.

Wichtige Fragen zu Rauchmeldern

Welches sind die besten Rauchmelder?

Gesetzlich vorgeschrieben sind für alle Rauchmelder das CE-Kennzeichen und die DIN-Angabe EN 14604. "Dieser Mindeststandard reicht aber nicht aus, um einen qualitativ hochwertigen von einem minderwertigen Melder zu unterscheiden", erklärt Christian Rudolph, Vorsitzender der Initiative "Rauchmelder retten Leben".

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich einen Rauchmelder mit dem unabhängigen Qualitätszeichen "Q" für hochwertige Brandmelder zulegen. Dieses Qualitätszeichen ist 2012 eingeführt worden und stellt sicher, dass Geräte mit dem "Q" einer extra Qualitätsprüfung unterzogen wurden. Bei solchen Modellen ist beispielsweise falscher Alarm reduziert. Zudem haben sie eine fest eingebaute Batterie mit mindestens zehn Jahren Lebensdauer.

Wie viele Rauchmelder braucht man in einer Wohnung?

Unabhängig von der gesetzlichen Vorschrift sollte der Grundsatz gelten: Lieber einen Rauchmelder mehr als zu wenig. Auch im Wohnzimmer kann ein Rauchwarnmelder sinnvoll sein (Stichwort Kerzen zu Weihnachten) oder im Hobbykeller. Ein Rauchmelder reicht im Schnitt für eine Fläche von 60 Quadratmetern aus.

Im Haus ist es ratsam, ein Set von miteinander vernetzten Rauchmeldern zu installieren, sogenannte Funkrauchmelder. Schlägt ein Funkrauchmelder Alarm, gehen sofort auch alle anderen Melder los und der Alarm ist überall zu hören. In einer kleinen Wohnung sind Funkrauchmelder überflüssig. Der Alarm eines Rauchmelders hat eine Lautstärke von 85 Dezibel, das ist laut genug über mehrere Zimmer hinweg.

Wo muss ein Rauchmelder angebracht werden?

Da Brandrauch immer nach oben steigt, sollte ein Rauchwarnmelder immer an der Decke montiert werden – nur dann ist sichergestellt, dass er richtig funktioniert. Am besten geeignet ist die Raummitte, mindestens jedoch einen halben Meter von der Wand entfernt. Außerdem sollten Sie einen Melder immer waagerecht anbringen. Vermeiden Sie zudem Plätze in der Nähe von Luftschächten oder starker Zugluft.

Dachschrägen sind ein besonderer Fall: In der Dachspitze können sich Wärmepolster bilden, die den Rauch am Aufsteigen hindern. Deshalb sollten Rauchmelder bei Dachschrägen mit einem Winkel von mehr als 20 Grad mindestens 0,5 Meter und höchstens 1 Meter von der Dachspitze entfernt in der Raummitte montiert werden. Die Anbringung sollte auch hier waagerecht erfolgen, am besten bauen Sie sich dazu eine kleine Konstruktion aus Holz. Bei schräger Montage besteht ansonsten die Gefahr, dass der Rauch durch die Öffnungen des Rauchwarnmelders hindurchzieht, ohne einen Alarm auszulösen.

Wer ist für die Installation von Rauchmeldern verantwortlich?

Für alle Bundesländer gilt: Der Eigentümer ist für den Einbau der Rauchwarnmelder verantwortlich. Das schließt auch die Wartung der Rauchmelder ein, denn der Eigentümer ist gesetzlich verpflichtet, die Mietsache im vorgeschriebenen Zustand zu halten. Er muss also mindestens einmal jährlich prüfen (lassen), dass die Rauchwarnmelder betriebsbereit sind.

Lassen Sie sich nicht davon verunsichern, dass die Landesbauordnungen in zehn Bundesländern die Wartungspflicht dem Mieter zuschreibt – das Mietrecht hebt alle diese Regelungen auf.

Allerdings kann der Vermieter diese Aufgabe seinem Mieter übertragen, das muss aber einvernehmlich und beidseitig geschehen. Nur durch einen solchen Vertrag kann sich der Vermieter von seiner Wartungspflicht entbinden.

Gibt es eine Rauchwarnmelderpflicht?

In Deutschland gilt die Rauchmelderpflicht für privaten Wohnraum in allen 16 Bundesländern. Die Details der Rauchmelderpflicht werden in den Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer geregelt. Neu- und Umbauten sind deutschlandweit direkt mit Rauchmeldern auszustatten, bei Bestandsbauten endeten die letzten Übergangsfristen für Berlin und Brandenburg am 31.12.2020. Einzig Sachsen hat noch keine Rauchmelderpflicht für Bestandsbauten eingeführt.

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