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Rauchmelder im Test: Wir stellen die besten vor

Rauchmelder im Vergleich  

Die fünf besten Rauchwarnmelder im Test

26.05.2019, 10:27 Uhr | t-online.de

Rauchmelder im Test: Wir stellen die besten vor. Rauchmelder sind in Privathaushalten Pflicht.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/MachineHeadz)

Rauchmelder sind in Privathaushalten Pflicht. (Quelle: MachineHeadz/Thinkstock by Getty-Images)

Rauchmelder sind in Deutschland in allen Bundesländern Pflicht. Denn Rauchmelder können im Ernstfall Leben retten. Doch welches Modell eignet sich gut, schlägt besonders zuverlässig Alarm, ist laut, langlebig und bedienerfreundlich? t-online.de stellt Ihnen einige der besten Rauchwarnmelder vor, die auch im Test gut abgeschnitten haben.

In welche Räume muss ein Rauchmelder?

Ausgestattet werden müssen alle Schlaf- und Kinderzimmer einer Wohnung sowie alle Flure, die als Fluchtwege dienen. Bei Einfamilienhäusern mit offenem Treppenhaus muss auch dort auf jedem Stockwerk ein Melder angebracht werden. In Hessen gilt die Rauchmelderpflicht zudem für Aufenthaltsräume, in denen Personen bestimmungsgemäß schlafen.

Laut Feuerwehr sollen Rauchwarnmelder ausdrücklich nicht in der Küche oder im Badezimmer installiert werden, da beim Kochen oder Duschen viele Partikel in die Luft gelangen und diese einen falschen Alarm auslösen können.

Wie viele Rauchmelder braucht man in einer Wohnung?

Unabhängig von der gesetzlichen Vorschrift sollte der Grundsatz gelten: Lieber einen Rauchmelder mehr als zu wenig. Auch im Wohnzimmer kann ein Rauchwarnmelder sinnvoll sein (Stichwort Kerzen/Weihnachten) oder im Hobbykeller. Ein Rauchmelder reicht im Schnitt für eine Fläche von 60 Quadratmetern aus.

Im Haus ist es ratsam, ein Set von miteinander vernetzten Rauchmeldern zu installieren, so genannte Funkrauchmelder. Schlägt ein Funkrauchmelder Alarm, gehen sofort auch alle anderen Melder los und der Alarm ist überall zu hören. In einer kleinen Wohnung sind Funkrauchmelder überflüssig. Der Alarm eines Rauchmelders hat eine Lautstärke von 85 Dezibel, das ist laut genug über mehrere Zimmer hinweg.

Wo muss ein Rauchmelder angebracht werden?

Da Rauch immer nach oben steigt, sollte ein Rauchwarnmelder immer an der Decke montiert werden – nur dann ist sichergestellt, dass er richtig funktioniert. Am besten geeignet ist die Raummitte, mindestens jedoch einen halben Meter von der Wand entfernt. Außerdem sollten Sie einen Melder immer waagerecht anbringen. Vermeiden Sie zudem Plätze in der Nähe von Luftschächten oder starker Zugluft.

Dachschrägen sind ein besonderer Fall: In der Dachspitze können sich Wärmepolster bilden, die den Rauch am Aufsteigen hindern. Deshalb sollten Rauchmelder bei Dachschrägen mit einem Winkel von mehr als 20 Grad mindestens 0,5 Meter und höchsten 1 Meter von der Dachspitze entfernt in der Raummitte montiert werden. Die Anbringung sollte auch hier waagerecht erfolgen, am besten bauen Sie sich dazu eine kleine Konstruktion aus Holz. Bei schräger Montage besteht ansonsten die Gefahr, dass der Rauch durch die Öffnungen des Rauchwarnmelders hindurchzieht ohne einen Alarm auszulösen.

Welches sind die besten Rauchmelder?

Gesetzlich vorgeschrieben sind für alle Rauchmelder das CE-Kennzeichen und die DIN-Angabe EN 14604. "Dieser Mindeststandard reicht aber nicht aus, um einen qualitativ hochwertigen von einem minderwertigen Melder zu unterscheiden", erklärt Christian Rudolph, Vorsitzender der Initiative "Rauchmelder retten Leben".

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich einen Rauchmelder mit dem unabhängigen Qualitätszeichen "Q" für hochwertige Brandmelder zulegen. Dieses Qualitätszeichen ist 2012 eingeführt worden und stellt sicher, dass Geräte mit dem "Q" einer extra Qualitätsprüfung unterzogen wurden. Bei solchen Modellen ist beispielsweise falscher Alarm reduziert. Sie haben eine fest eingebaute Batterie mit mindestens zehn Jahren Lebensdauer.

t.online.de stellt Ihnen Rauchmelder vor, die im Test gut abgeschnitten haben:

Rauchmelder Ei Electronics Ei650: Testsieger auf hohem Niveau

Unser erstes Modell ist Q-geprüft und wurde zweimal Sieger im Test von Stiftung Warentest (test Ausgabe 01/2016 und test Ausgabe 01/2018). Der Rauchmelder überzeugte die Prüfer mit seiner Zuverlässigkeit und Lautstärke. Das Gerät funktioniert nach dem Streulichtprinzip: ein Lichtstrahl im Inneren des Geräts wird bei Rauchentwicklung gebrochen und auf Meldesensoren abgelenkt, die Alarm schlagen. Er deckt einen Bereich von etwa 60 Quadratmetern ab.

Der Ton des Alarms liegt bei einer Lautstärke von 85 Dezibel. Der Rauchmelder verfügt über eine fest installierte Lithium-Batterie mit einer Betriebsdauer von zehn Jahren. Für die Befestigung an der Decke sind hochwertige Dübel und Schrauben im Lieferumfang enthalten.

Der Ei Electronics Ei650 Rauchmelder besitzt einen Stummschaltknopf für Fehlalarme, einen Testknopf zur Überprüfung der Funktion mit reduzierter Lautstärke und Sensoren zur Selbstüberwachung. Nicht zuletzt kompensieren die Gerätesensoren Verschmutzungen, die im Laufe der Betriebsdauer im Inneren auftreten können.

Diesen Rauchmelder gibt es auch in einer Variante mit Funkmodul: Der Ei Electronics Ei650W bietet sich vor allem für mehrgeschossige Wohnungen oder Häuser an. Im Test von Funkrauchmeldern landete auch der EI Electronics Ei650W auf dem ersten Platz (test Ausgabe 01/2016).

  • 10-Jahres-Lithiumbatterie
  • Alarmsignal mit 85 dB
  • Schlafzimmertauglich, kein LED-Blinken
  • Rauchwarnmelder nach dem Streulichtprinzip
  • Funkmodul: nein
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Hekatron Rauchmelder Genius Plus: mit vielen Extras

Der Genius H Rauchmelder von Hekatron schnitt im Test von Stiftung Warentest mit dem Qualitätsurteil "gut" ab (Note 2,3). Er verfügt neben seinen effizienten Rauchsensoren und dem mit 60 Quadratmetern recht umfangreichen Sensorbereich über eine Reihe von Extras. So besitzt das Gerät eine Echtzeituhr, die die optische Anzeige während der Schlafenszeit zwischen zehn Uhr abends und sechs Uhr morgens dimmt.

Eine weitere Besonderheit: Der mit 85 Dezibel angemessen laute Warnton ist frequenzoptimiert und wechselt die Tonhöhe, wodurch im Ernstfall die Wahrnehmbarkeit des Alarms erhöht wird. In der Ausführung Genius Plus kann der Funktionsstatus des Melders über eine App ausgelesen und verwaltet werden.

Der Brandmelder wird einzeln oder in Sets verschiedener Größen verkauft. Das Gerät kann wahlweise an die Decke geklebt oder geschraubt werden. Klebeband, Dübel und Schrauben werden mit dem Produkt mitgeliefert. Ebenfalls enthalten ist die fest installierte Batterie. Das Gerät ist Q geprüft. Der Hersteller bietet dieses Modell auch als Funkrauchmelder, dann hat er die Bezeichnung Hekatron Genius Plus X. Bei Stiftung Warentest landete er im Test von Funkrauchmeldern zusammen mit dem EI Electronics Ei650W auf dem ersten Platz (test Ausgabe 01/2016).

  • 10-Jahres-Lithiumbatterie
  • Alarmsignal mit 85 dB
  • Nachtabschaltung, kein LED-Blinken
  • Funkmodul: nein
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Brennenstuhl Rauchmelder RM L 3100: mit zuverlässigen Rauchsensoren

Auch der Brennenstuhl Rauchmelder RM L 3100 wurde Testsieger im Test von Stiftung Warentest, da vier Rauchmelder mit gleicher Note abschnitten (test Ausgabe 01/2018). Das Gerät zeichnet sich demnach durch eine hohe Zuverlässigkeit der Rauchsensoren sowie eine geringe Anfälligkeit für falsche Alarme aus. Es trägt das Qualitätssiegel Q. Über seine Stummschaltfunktion kann der Rauchmelder für bis zu zehn Minuten ausgeschaltet werden. Dadurch eignet sich das Gerät auch für einen Einsatz in der Küche.

Das Modell verfügt über eine Lithium-Batterie, deren Laufzeit mit zehn Jahren angegeben ist. Dies entspricht in etwa der Betriebsdauer eines Rauchmelders. Für den Fall eines früheren Spannungsverlusts sendet das Gerät sowohl akustische als auch optische Warnsignale, die manuell heruntergeregelt werden können.

Die Anbringung erfolgt standardmäßig über das mit dem Rauchmelder gelieferte Schraubenset. Alternativ kann eine selbstklebende Magnetplatte erworben werden, über die der Rauchmelder ohne Bohren an der Decke installiert werden kann.

  • 10-Jahres-Lithiumbatterie
  • Alarmsignal mit 85 dB
  • Maximaltemperatur 0 - 30 °C
  • Funkmodul: nein
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Busch Rauchalarm ProfessionalLine: robuster Rauchmelder zum Vernetzen

Ein weiterer Sieger im Rauchmelder Test der Stiftung Warentest ist der Busch Rauchalarm ProfessionalLine des Herstellers Busch-Jaeger (test Ausgabe 01/2018). Der wohl robusteste unter den hier aufgelisteten Rauchmeldern schlägt mit guten 85 Dezibel Alarm. Das Gerät funktioniert bei Temperaturen von bis zu zehn Grad unter null und ist damit optimal geeignet für Anbauten und unbeheizte Räume.

Der Busch-Jaeger Rauchmelder verfügt allerdings über weniger Zusatzfunktionen als die Testsieger von Hekatron und Ei. Dafür können die Geräte auf zweierlei Arten vernetzt werden: Integriert ist die Option zu einer Vernetzung über Kabel, optional können auch Funkmodule erworben werden. Der Vorteil: Bei Rauch, beispielsweise im Dachgeschoss, wird auch der Alarm in anderen Teilen des Hauses ausgelöst.

Das Gerät wird mit einer fest verbauten Batterie geliefert, die eine Lebensdauer von mindestens zehn Jahren verspricht. Auch dieser Rauchmelder trägt das Q-Zertifikat.

  • 10-Jahres-Lithiumbatterie
  • Alarmsignal mit 85 dB
  • Funkmodul: nein
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Rauchmelder PyrexxPX-1C: extra lange Laufzeit

Die längste Lebensdauer der hier verglichenen Rauchmelder bietet der Pyrexx PX-1C. Seine Lithium-Mangan-Batterie erlaubt eine Nutzung über zwölf Jahre. Bei Stiftung Warentest landete das Modell im Test von Funkrauchmeldern auf dem dritten Platz (test Ausgabe 01/2016). Überzeugend war seine hochwertige Sensorik, die sich gegen falschen Alarm wenig anfällig zeigte.

Großer Vorteil: Die verwendete Bi-Sensor-Technologie ist in der Lage, Rauch zum Beispiel von Wasserdampf zu unterscheiden, wodurch sich der Pyrexx für den Dauereinsatz in der Küche eignet. Anders als beim Brennenstuhl-Modell muss der Rauchmelder hierzu nicht eigens ausgeschaltet werden.

Das Modell bietet ein unauffälliges Design in vielen farblichen Ausführungen. So wird der Pyrexx unter anderem in Holzimitat angeboten. Anders als bei den Konkurrenzgeräten in unserem Vergleich findet die Anbringung nur über ein Magnet-Klebepad statt. Dadurch lässt sich der Melder zum Testen oder bei einem Fehlalarm bequem abnehmen. Wie alle hier vorgestellten Modelle trägt auch dieser Rauchmelder das Q-Label.

  • 12-Jahres-Lithiumbatterie
  • Alarmsignal mit 85 dB
  • vernetzbar per Kabel
  • Funkmodul: nein
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Wer ist für die Installation von Rauchmeldern verantwortlich?

Für alle Bundesländer gilt: Der Eigentümer ist für den Einbau der Rauchwarnmelder verantwortlich. Das schließt auch die Wartung der Rauchmelder ein, denn der Eigentümer ist gesetzlich verpflichtet, die Mietsache im vorgeschriebenen Zustand zu halten. Er muss also mindestens einmal jährlich prüfen (lassen), dass die Rauchwarnmelder betriebsbereit sind.

Lassen Sie sich nicht davon verunsichern, dass die Landesbauordnungen in zehn Bundesländern die Wartungspflicht dem Mieter zuschreibt – das Mietrecht hebt alle diese Regelungen auf.

Allerdings kann der Vermieter diese Aufgabe seinem Mieter übertragen, das muss aber einvernehmlich und beidseitig geschehen. Nur durch einen solchen Vertrag kann sich der Vermieter von seiner Wartungspflicht entbinden.

Wann ist ein Rauchmelder Pflicht?

In Deutschland gilt die Rauchmelderpflicht für privaten Wohnraum in allen 16 Bundesländern. Die Details der Rauchmelderpflicht werden in den Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer geregelt. Neu- und Umbauten sind deutschlandweit direkt mit Rauchmeldern auszustatten, bei Bestandsbauten gelten noch Übergangsfristen für Berlin (31.12.2020), Brandenburg (31.12.2020) und wegen der Neufassung der hessischen Bauordnung auch in Hessen (31.12.2019). Einzig Sachsen hat noch keine Rauchmelderpflicht für Bestandsbauten eingeführt.

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