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Bluetooth- und WLAN-Adapter im Test

WLAN- und Bluetooth-Adapter  

Musik von Spotify und Co. über die Stereoanlage hören

14.02.2019, 14:19 Uhr | t-online.de

Bluetooth- und WLAN-Adapter im Test. Mit Hilfe eines kleinen Bluetooth-Empfängers lässt sich Musik vom Smartphone ganz einfach auf die alte Stereo­anlage übertragen.  (Quelle: Hersteller)

Mit Hilfe eines kleinen Bluetooth-Empfängers lässt sich Musik vom Smartphone ganz einfach auf die alte Stereo­anlage übertragen. (Quelle: Hersteller)

Immer mehr Menschen in Deutschland hören Musik aus dem Internet – die Auswahl wird ja auch immer größer. Das ist aber kein Grund, die gute Stereoanlage im Wohnzimmer einzumotten. Denn schon mit einem günstigen WLAN- oder Bluetooth-Adapter lässt sich Musik aus dem Netz auf die Anlage streamen.

Zur drahtlosen Verbindung von Internet und Stereoanlage gibt es zwei Möglichkeiten: Bluetooth und WLAN. Für beide Technologien sind Adapter von etwa 20 bis 500 Euro zu haben. Die Verbindung zum Internet lässt sich mit beiden Adapter-Typen relativ leicht herstellen. Je nach Modell verfügen sie über Cinch- oder Klinkenbuchsen zum Anschließen sowie meist über optische sowie Netzwerk-Eingänge. Für die Stromversorgung benötigen sie meist eine freie Steckdose in der Nähe der Anlage, einige Modelle sind mit Akku ausgestattet.

Das können Bluetooth-Adapter

Bluetooth-Adapter haben etwa die Größe von einem kleinen Notizblock. Sie lassen sich einfach an die Stereoanlage anschließen und dann via Bluetooth mit Smartphone oder Tablet verbinden. Allerdings kann man nicht gleichzeitig telefonieren und Musik auf die Anlage streamen, das geht nur abwechselnd. Zudem saugt die aktive Bluetooth-Verbindung deutlich am Akku von Smartphone oder Tablet. Die verwendete Bluetooth-Version sollte mindestens 4.0 betragen, damit die Verbindung stabil ist und eine gute Reichweite hat. Mehr als zehn Meter sind aber selten drin.

Tipp: Den Bluetooth-Adapter nicht hinter der Stereoanlage verstecken, das verschlechtert den Empfang. Frei im Raum ist die beste Wahl.

Wie gut der Sound ist, der via Bluetooth auf der Anlage ankommt, hängt einerseits natürlich vom Klang des Ausgangsmaterials ab. Wer stark komprimierte Musik über das Smartphone hört, dürfte kaum einen Unterschied wahrnehmen. Geht es jedoch um MP3-Dateien in hoher Qualität (320 kBit/s) oder andere, unkomprimierte Musik, dann sollte der Bluetooth-Adapter den auf Klangqualität optimierten Codec "aptX" unterstützen. Das nützt allerdings nur etwas, wenn ihn auch das Smartphone unterstützt. Bei Tablets und Smartphones mit Android 8.0 ist das eigentlich immer der Fall; iPhones unterstützen "aptX" nicht, sie nutzen als Bluetooth-Codec maximal "AAC". Eine noch höhere Bandbreite als "aptX" liefert der Codec "aptX HD", den Klangunterschied dürften allerdings die wenigsten Nutzer deutlich hören.

CodecBandbreite
AAC250 kBit/s
SBC345 kBit/s
aptX354 kBit/s
aptX HD576 kBit/s

Das können WLAN-Adapter

Bei der Musik-Übertragung via WLAN-Adapter können höhere Datenraten verwendet werden, da sie über das heimische Netzwerk gesendet werden. Je nach Gerät kommen auch hochaufgelöste Audioformate wie FLAC verlustfrei auf dem Verstärker an. Ein weiterer Vorteil: Die Reichweite eines WLAN-Adapters ist deutlich größer als die von Bluetooth, zudem können verschiedene Musikquellen im heimischen Netzwerk genutzt werden.

Hat man einen Streamingdienst abonniert, ist es wichtig, dass er auch im WLAN-Adapter integriert ist – beispielsweise Spotify Connect. Ansonsten lässt sich die Verbindung zur Anlage nicht herstellen. Ist er vorhanden, hat das viele Vorteile: Das gewählte Album oder die Playlist wird vom Smartphone an den Adapter übergeben, bleibt selbst aber völlig ungenutzt, solange Musik läuft. Das schont den Akku, erlaubt Telefonate und das Smartphone kann sogar ausgeschaltet werden. Auch Internet-Radio lässt sich nur hören, wenn ein Sender-Angebot wie TuneIn im Konnektor oder Player integriert ist. Apple-Nutzer achten am besten auf einen WLAN-Adapter mit Airplay-Funktion, dann können sie problemlos ein iPhone, iPad oder MacBook zum Musikstreamen verwenden.

Nachfolgend stellen wir drei Bluetooth-Adapter, drei WLAN-Adapter und einen Netzwerk-Player vor, die im Test der Stiftung Warentest gut abgeschnitten oder gute Nutzerbewertungen erhalten haben.

Drei empfehlenswerte Bluetooth-Adapter

TP-Link HA100

Der sehr günstige TP-Link HA100 kommt mit Bluetooth 4.1 und bietet Zugang von zwei Geräten gleichzeitig. Die Anlage lässt sich über ein 3,5-Millimeter-Klinken- oder über ein mitgeliefertes Klinke-auf-Cinch-Kabel anschließen. Zudem lässt sich die Verbindung von Smartphone zum Adapter sehr leicht mit NFC herstellen, wenn das Handy das auch beherrscht. Die Stromversorgung erfolgt über ein kleines Netzteil. Die Stiftung Warentest bewertet den TP-Link HA100 insgesamt mit „gut“ (Note 1,7); auch in den Teildisziplinen Tonübertragung und Handhabung kamen die Tester zu diesem Ergebnis.

TP-Link HA100

  • Testurteil: "gut" (Note 1,7)
  • Bluetooth 4.1, NFC
  • Anschlüsse: Stereo Line Out (3,5 mm)
  • Besonderheit: Multipairing mit zwei Geräten möglich
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Sonru 2-in-1 Bluetooth Audio Adapter

Der Sonru 2-in-1 Bluetooth Audio Adapter ist Sender und Empfänger in einem: So können Sie einerseits Filme oder Musik von Fernseher oder Stereoanlage auf einen Bluetooth-Kopfhörer senden. Für gemeinsames Hörvergnügen lassen sich sogar zwei Bluetooth-Kopfhörer gleichzeitig mit dem Adapter verbinden. Andererseits können Sie mit dem Adapter auch Musik und Filme von Smartphone oder Tablet auf einer Stereoanlage oder dem Autoradio empfangen. Eine LED-Anzeige auf der Oberseite zeigt durch unterschiedliches Blinken, welcher Codec gerade genutzt wird. Der eingebaute Akku soll laut Hersteller bis zu 24 Stunden durchhalten; während des Ladevorgangs per USB-Kabel kann der Adapter normal weitergenutzt werden.

Sonru 2-in-1 Bluetooth Audio Adapter

  • Transmitter und Receiver
  • Bluetooth 5.0
  • aptX HD, aptX LL, SBC
  • Anschlüsse: AUX In (3.5mm), Digital Audio In (optisch)
  • Besonderheiten: Akku
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Avantree Audikast Bluetooth-Adapter

Auch der Audikast Bluetooth-Adapter von Avantree ist Transmitter und Sender. Laut Hersteller hat er dank optimierter Antenne eine Reichweite von 30 Metern, in der Praxis läuft sie bei Nutzern eher auf 15 Meter hinaus. Zwei Kopfhörer können mit dem Audikast verbunden werden, die sich dank separater Knöpfe einfach bedienen und kontrollieren lassen. LEDs auf der Oberseite zeigen auf einen Blick, wenn sich ein Gerät verbunden hat, welchen Codec es nutzt oder ob sich zwei Geräte im Pairing-Modus befinden. Strom bezieht der Transmitter über den USB-Anschluss am TV, ein An-/Aus-Schalter ist vorhanden und alle notwendigen Kabel werden mitgeliefert. Zwar wurde der Audikast nicht von Stiftung Warentest unter die Lupe genommen, aber 73 Prozent 5-Sterne-Bewertungen bei Amazon lassen auf sehr zufriedene Nutzer schließen.

Avantree Audikast Bluetooth-Adapter

  • Sender und Empfänger
  • Bluetooth 4.2, aptX, SBC
  • Anschlüsse: Digital Audio In (optisch), 3,5 mm AUX Klinke, RCA, USB
  • Besonderheit: Multipairing mit zwei Geräten möglich
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Drei empfehlenswerte WLAN-Adapter

Bose SoundTouch WLAN Adapter

Der kleine WLAN-Adapter von Bose schneidet bei Stiftung Warentest gerade noch mit dem Urteil "gut" ab (Note 2,5). Er unterstützt WLAN mit 5 Gigahertz (Ghz), hat auch Bluetooth an Bord und lässt sich mithilfe einer App oder eines Amazon Alexa-fähigen Geräts wie Amazon Echo Dot steuern. Für die Stromversorgung muss er an die Steckdose angeschlossen werden. "Klingt besonders bei Klassikstücken etwas weniger dynamisch als von CD", beurteilen die Tester den Klang. Unterstützt werden Spotify, Deezer und Amazon Music sowie Internetradiosender auf TuneIn.

Bose SoundTouch WLAN Adapter

  • Testurteil: "gut" (Note 2,5)
  • WLAN, Bluetooth
  • Anschlüsse: Stereo Line Out (3,5 mm), Digital Audio Out (optisch), AUX In (3,5 mm)
  • Besonderheit: kompatibel mit Alexa
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Yamaha WXC-50

Der etwas größere, sehr hochwertig ausgestattete Yamaha WXC-50 hat es im Test von Stiftung Warentest auf den ersten Platz geschafft (Qualitätsurteil "sehr gut", Note 1,5). Er bringt WLAN und Bluetooth mit und die Tester lobten seine vielen Ein- und Ausgänge. Zudem verfügt er über einen präzisen Vorverstärker, um den optimalen Pegel für den HiFi-Eingang einzustellen. Yamaha hat hier seine Multiroom-Technologie MusicCast integriert, die viele Möglichkeiten zur Audiovernetzung bietet. Beispielsweise lässt sich darüber eine MP3-Bibliothek auf einer angeschlossenen Festplatte abrufbar machen. Außer MP3 spielt der Yamaha WXC-50 Musik auch in den Formaten WMA, AAC, FLAC, ALAC, WAV, AIFF und DSD ab. Apple Airplay ist ebenfalls integriert.

Yamaha WXC-50

  • Testurteil: "sehr gut" (Note 1,5)
  • WLAN, Bluetooth 4.1 (SBC)
  • Audioformate: MP3, WMA, AAC, FLAC, ALAC, WAV, AIFF, DSD
  • Anschlüsse: Stereo Line In (RCA), Stereo Line Out (RCA), Digital Audio In (1x optisch), Digital Audio Out, Sub Out (RCA), Pre Out (RCA), USB, LAN, WLAN, Bluetooth
  • Besonderheit: Fernbedienung, AirPlay, Spotify Connect
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Teufel Raumfeld Connector

Der Teufel Connector, früher Teufel Raumfeld Connector, sieht elegant aus und ist zudem recht günstig zu haben. Die Verbindung zur Stereoanlage geschieht über Cinch, ein analoger Cinch-Eingang ist auch integriert. Ein LAN- und ein USB-Anschluss sowie ein optischer Ausgang sind vorhanden. Mit der Raumfeld-Technologie lassen sich Multiroom-Anlagen oder Aktivboxen von Teufel ansteuern. Die NAS-Technologie macht MP3-Bibliotheken auf einer ans WLAN angeschlossenen Festplatte ebenfalls hörbar. Apples Airplay wird ebenso unterstützt wie Android- und iOS-Streaming. Von Stiftung Warentest gab es dafür das Urteil „gut“ (Note 2,1).

Teufel Raumfeld Connector

  • Testurteil: "gut" (Note 2,1)
  • WLAN
  • Audioformate: MP3, WMA, WAV, AAC, FLAC, OGG
  • Anschlüsse: Stereo Line Out (RCA), Stereo Line In (RCA), Digital Audio Out (optisch), LAN, USB
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Netzwerk-Player mit Display und Fernbedienung

Komfortabler aber auch teurer als WLAN-Adapter sind Netzwerk-Player. Sie haben ein größeres Gehäuse, ein Display, unterschiedliche Ein- und Ausgangsbuchsen und eine Fernbedienung. Dadurch können sie auch ohne Smartphone- oder Tablet-App bedient werden. Hier landete der Pioneer N-30AE mit Farbdisplay mit dem Qualitätsurteil "gut" auf dem ersten Platz unter den Netzwerk-Playern bei Stiftung Warentest (Note 1,8). Er unterstützt Apple Airplay und Google Chromecast, auch eine Festplatte voller MP3-Songs lässt sich problemlos integrieren. Über den USB-Anschluss kommt sogar Musik vom Stick zur Anlage. Verfügbare Musikdienste sind Deezer, Spotify, Tidal und TuneIn.

Pioneer N-30AE Netzwerk-Player

  • Testurteil: "gut" (Note 1,8)
  • Bluetooth 4.1, NFC
  • Audioformate: MP3, WMA, AAC, FLAC, ALAC, WAV, AIFF, DSD256
  • Anschlüsse: Stereo Line Out (RCA), USB 2.0, LAN, WLAN
  • Besonderheit: Fernbedienung, AirPlay, Google Cast, Spotify Connect, Gapless Playback (WAV, AIFF, FLAC, ALAC)
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