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Corona in Hamburg: Hansestadt hat deutschlandweit höchste Inzidenz

Corona-Lage in Hamburg  

Hansestadt hat deutschlandweit höchste Inzidenz

23.01.2022, 13:20 Uhr | t-online, EP, LKA

Corona in Hamburg: Hansestadt hat deutschlandweit höchste Inzidenz. Illustration des Coronavirus (Symbolbild): Die Inzidenz steigt weiter an. (Quelle: imago images/Science Photo Library)

Illustration des Coronavirus (Symbolbild): Die Inzidenz steigt weiter an. (Quelle: Science Photo Library/imago images)

Die Infektionszahlen steigen in Hamburg unaufhaltsam. Täglich werden Tausende Neuinfektionen gemeldet. Nun verzeichnet die Hansestadt die höchste Inzidenz in Deutschland. 

Seit knapp zwei Jahren hat die Corona-Pandemie auch die Hansestadt fest im Griff. Stark steigende Inzidenz- und Infektionszahlen geben Grund zur Sorge. 

23. Januar: Hansestadt hat deutschlandweit höchste Inzidenz

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg steigt und steigt: Die Hansestadt ist mittlerweile das Bundesland mit der höchsten Corona-Inzidenz. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der gemeldeten Infektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in der Woche am Sonntag mit 1.852,6 an. Das ist der höchste je gemessene Wert. Am Samstag lag er bei 1.767,2, vor einer Woche noch bei 942,5.

Auf Basis einer anderen Berechnungsmethode gab das RKI am Sonntag für Hamburg eine Sieben-Tage-Inzidenz von 1.552,9 an. Hamburg liegt damit als das Bundesland mit der höchsten Inzidenz vor Berlin (1.483,8) und Bremen (1.256,7). Für ganz Deutschland gab das RKI einen Wert von 806,8 an. Bundesweit kamen 85.4401 neue Fälle hinzu.

80 Covid-Patienten auf Hamburger Intensivstationen

Insgesamt kamen in Hamburg der Gesundheitsbehörde zufolge 2.520 Fälle neu hinzu. Am Samstag waren es 5.764, am Sonntag vor einer Woche wurden 894 neue Fälle gemeldet. Die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit Corona gestorbenen Menschen stieg nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) um 7 auf 2075.

Nach den vorliegenden Daten haben sich in der Hansestadt seit Februar 2020 mindestens 208.239 Menschen infiziert. Davon gelten 140.000 nach RKI-Schätzung als genesen. Auf den Intensivstationen der Hamburger Krankenhäuser wurden Sonntag laut dem Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und- Notfallmedizin (Divi) 80 Covid-19-Patienten behandelt, 6 mehr als am Vortag. 40 von ihnen mussten invasiv beatmet werden, 3 mehr als am Samstag.

19. Januar: Infektionszahlen erreichen neuen Höchstwert

Tägliche Rekorde bei den Coronazahlen liegen in Hamburg mittlerweile an der Tagesordnung. Auch am Mittwoch meldete die Gesundheitsbehörde 5.571 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb von 24 Stunden. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist auf 1337,1 gestiegen. Noch vor einer Woche lag sie bei 723,0. 

Während wieder mehr Covid-Patienten in den Krankenhäusern der Stadt behandelt werden müssen (453), ist jedoch die Zahl der Intensivpatienten mit Corona gesunken (49). Zwei weitere Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben.

Bürgerschaft debattiert über schärfere Corona-Regeln

Die Hamburgische Bürgerschaft startet heute unter verschärften Corona-Regeln in ihre erste Sitzung im neuen Jahr. Wegen der grassierenden Omikron-Variante hat Parlamentspräsidentin Carola Veit verfügt, dass im Rathaus nun eine generelle Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske besteht.

Für Abgeordnete und den Senat gelte die 3G-Regel – also geimpft, genesen oder negativ getestet. Parlamentarier, die keinen Impf- oder Genesenen-Status nachweisen können oder einen negativen Corona-Test vorlegen, können den Angaben zufolge an den Sitzungen teilnehmen, müssen aber in einem separaten Bereich sitzen. Es sei sichergestellt, dass sie aktiv bei den Sitzungen dabei sein könnten.

Im Zentrum der Aktuellen Stunde stehen einmal mehr die Corona-Pandemie und ihre Folgen. Während Grüne und Linke in ihren Anmeldungen im Kampf gegen das Virus auf die Solidarität der Menschen abheben, beklagt die AfD, dass der Senat Kritiker seiner Corona-Politik mit Demonstrationsverbot, Polizeiaufmarsch und Verfassungsschutz mundtot machen wolle.

18. Januar: Bis Ende des Monats noch 7.500 Impftermine online buchbar

Bis Ende des Monats gibt es nach Senatsangaben in Hamburg noch rund 7.500 online buchbare Termine für eine Corona-Impfung. "Das gilt für alle Altersgruppen und auch für alle Impfstoffe", sagte die stellvertretende Senatssprecherin Julia Offen am Dienstag.

Die 1.500 Termine für Corona-Impfungen für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren seien in dieser Woche zwar alle bereits vergeben. Offen riet impfwilligen Eltern aber dennoch immer wieder auf die Plattform zu schauen, da öfter Termine storniert und umgehend wieder ins System gegeben würden.

Hamburger Senatssprecherin prangert Impfstoffmangel an

Auch wenn es in der Stadt grundsätzlich zahlreiche Impftermine gebe, sei der Impfstoffmangel insbesondere bei Biontech/Pfizer nicht behoben, betonte Offen. So habe die Stadt für die erste Januarwoche 30.600 Biontech-Dosen bestellt, geliefert worden seien aber gerade einmal 4.236 Dosen.

Ein ähnliches Bild ergab sich in der zweiten Januarwoche: Von den 30.600 bestellten Dosen hätten nur 4.578 Hamburg erreicht. "Von einer Beseitigung des Impfstoffmangels im großen Stil kann keine Rede sein", sagte Offen.

Trotz der stabilen Lage in den Krankenhäusern warnte Offen vor einer Debatte über mögliche Lockerungen der Corona-Regeln. "Man weiß überhaupt nicht, was passiert, wenn die Omikron-Welle weiter in Richtung Südosten wandert, also in Bundesländer, wo die Impfquote deutlich niedriger ist."

Sollten dort die Fälle dramatisch steigen und vor allem Ältere etwa in München oder Leipzig auf Intensivstationen müssen, dann hätte das auch Folgen für die Hansestadt. Denn liefen dort die Intensivstationen voll, müsse Hamburg aushelfen. "Nur weil es bei uns im Moment ganz ok läuft, heißt das noch lange nicht, dass eine bundesweite Entwicklung uns (...) mitreißen kann in einen Strudel", sagte Offen.

Inzidenz knackt nächsten Höchstwert

Die Inzidenz ist am Dienstag weiter angestiegen. Sie liegt nun bei 1.180,6. Mit 4.425 Neuinfektionen innhalb von 24 Stunden verzeichnet die Hansestadt außerdem einen neuen Rekordwert. 

Es wurden am Dienstag keine neuen Todesfälle im Rahmen einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet. Nach dem Stand von Montag werden derzeit 450 Covid-Patienten in Hamburger Krankenhäusern behandelt. 70 davon auf einer Intensivstation.

Strengere Corona-Regeln an den Schulen

An Hamburgs Schulen gelten angesichts der sich noch schneller verbreitenden Omikron-Variante ab Montag strengere Corona-Regeln. Alle Schülerinnen und Schüler müssen sich dann regelhaft drei Mal pro Woche unter Aufsicht in der Schule auf Corona testen lassen – statt wie bislang zweimal pro Woche.

Getestet werde jeweils montags, mittwochs und freitags, teilte die Schulbehörde mit. Teilnehmen müssen ausnahmslos alle Schülerinnen und Schüler, sofern sie nicht einen negativen Corona-Test aus einem anerkannten Testzentrum nachweisen. Bislang waren Geimpfte und Genesene von der Pflicht ausgenommen, konnten sich aber auf freiwilliger Basis testen lassen.

2G-plus-Regeln auch für Schulveranstaltungen

Da die allerwenigsten Schüler bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten hätten, schaffe die generelle Testpflicht deutlich mehr Sicherheit, erklärte die Behörde. Zudem trage die Testpflicht dazu bei, dass alle Schüler weiterhin außerhalb der Schule an 2G-plus-Veranstaltungen teilnehmen könnten, ohne ein zusätzliches Testergebnis vorlegen zu müssen. Tests gebe es genug. Insgesamt stünden derzeit rund 4,8 Millionen Tests zur Verfügung.

Die seit vergangenem Montag in weiten Teilen des öffentlichen Lebens geltenden 2G-plus-Regeln sind nun auch für Schulveranstaltungen verpflichtend, die nicht ausdrücklich im Schulgesetz vorgeschrieben sind, etwa Vorträge oder Informationsabende. Außerschulische Besucherinnen und Besucher dürfen daran nur noch teilnehmen, wenn sie vollständig geimpft oder genesen sind und zudem ein negatives Testergebnis vorweisen. Nur Geboosterte seien von der Testpflicht befreit.

Sportunterricht soll möglichst im Freien stattfinden

Beim Sportunterricht in der Turnhalle muss nun wieder eine medizinische Maske getragen werden. "Diese Änderung ist notwendig, weil die Omikron-Variante auch einfach und doppelt geimpfte Personen infizieren und von ihnen übertragen werden kann", hatte Schulsenator Ties Rabe (SPD) zuletzt erklärt. Mannschaftssport in Innenräumen ist weiter möglich.

Aber "dabei soll auf Übungen und Aufgaben verzichtet werden, bei denen das Herz-Kreislauf-System in höherem Maße belastet wird", hieß es. Empfohlen werde, den Sportunterricht möglichst im Freien stattfinden zu lassen. An der frischen Luft müssten auch keine Masken getragen werden.

13. Januar: Zahl der Corona-Fälle in der JVA Fuhlsbüttel nimmt zu

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in der Justizvollzugsanstalt Hamburg-Fuhlsbüttel ist um knapp ein Drittel gestiegen. Waren Anfang des Jahres noch 21 Gefangene positiv getestet worden, liegt die Zahl Stand Dienstag nun bei 30, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage der Linken hervorgeht. Hier lesen Sie mehr.

Ungeimpfte betrügen bei Krankenhausaufnahme

In Hamburg sind bereits 77,8 Prozent der Bürger doppelt geimpft. Wie das RKI berichtet, haben außerdem mehr als 80 Prozent bereits eine erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Eine problematische Entwicklung über die Aufnahme von Covid-Patienten meldeten nun die Asklepios-Kliniken: Hier geben sich immer häufiger Ungeimpfte als geimpft aus.

Wie Mathias Eberenz gegenüber dem NDR erklärt, sei es für Ärzte wichtig, den Impfstatus der Patienten zu kennen. Eine schlechtere Behandung müssten diese dadurch nicht fürchten.

Wie auch aus der Erhebung des Klinkverbundes hervorgeht, hätte von den 49 Covid-Intensivpatienten in dieser Woche in den Hamburger Asklepios-Kliniken 32 keinen Impfschutz gehabt.

Derzeit werden 411 Covid-Patienten in den Krankenhäusern der Hansestadt behandelt. 78 davon sogar intensivmedizinisch.

12. Januar: Stadt meldet erneut Höchstwerte bei Neuinfektionen

Die Corona-Zahlen in Hamburg steigen fast unaufhaltsam weiter. Innerhalb von 24 Stunden wurden in der Stadt 2.590 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Die Indenz ist damit auf den Wert von 723,0 gestiegen. 397 Covid-Patienten werden in den Krankenhäusern der Stadt behandelt – 86 davon sogar intenvsivmedizinisch.

11. Januar: Hamburg will FFP2-Maskenpflicht im ÖPNV wieder einführen

Am Dienstag meldete die Hansestadt erneut Tausende Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Innerhalb von 24 Stunden wurde bei 2.048 Bürgern das Virus nachgewiesen. Außerdem sind zwei Personen an oder mit dem Coronavirus gestorben. In den Krankenhäusern der Stadt werden derzeit 366 Covid-Patienten behandelt, 88 davon intensivmedizinisch. 

Angesichts der rasant steigenden Corona-Zahlen will Hamburg wieder eine Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske in Bus und Bahn einführen. Weil es im Nahverkehr oft sehr eng werde, wolle man die Corona-Eindämmungsverordnung in den nächsten Tagen entsprechend anpassen, sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Dienstag nach der Sitzung des Senats.

Ab wann die neue Regelung gelten soll, war zunächst unklar. Wegen der ansteckenderen Omikron-Variante hatte der rot-grüne Senat bereits im Dezember empfohlen, im ÖPNV nur noch FFP2-Masken zu tragen. Bislang gilt im Nahverkehr nur die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske. Dazu zählen auch OP-Masken.

Ticketverkäufe in Theatern dramatisch zurückgegangen

Nach Einführung der 2G-plus-Regeln sind die Ticketverkäufe in einigen Hamburger Theatern dramatisch zurückgegangen. Deshalb werde beispielsweise das St. Pauli Theater ab der kommenden Woche den Betrieb bis Februar teilweise runterfahren, sagte Theaterchef Thomas Collien dem Radiosender NDR 90,3.

"Es wird immer schwieriger, das ist klar. Irgendwann muss man auch einsehen: Wenn die Darsteller und die Mitwirkenden mehr sind als die Zuschauer, muss man auch mal sagen, es macht so keinen Sinn", sagte Collien. Auch andere private Bühnen überlegten, ob sie weitermachen und wenn ja wie. Staatliche Theater und Privat-Theater mit großem Abonnenten-Stamm sähen die Lage etwas gelassener.

10. Januar: Corona-Statistiken geraten außer Kontrolle

Die Corona-Statistiken in Hamburg drohen außer Kontrolle zu geraten. Wegen der rasant steigenden Zahlen bei der noch ansteckenderen Omikron-Variante kommen die Behörden mit dem Zählen, Begutachten und Auswerten nicht mehr hinterher.

Entsprechend versieht die Gesundheitsbehörde die Angaben bereits seit dem Wochenende mit einem Warnhinweis: "Es ist davon auszugehen, dass die Zahl der tatsächlichen Fälle und damit auch die tatsächliche Inzidenz höher sind als angegeben." Am Montag meldete sie bei der Sieben-Tage-Inzidenz mit 659,7 einmal mehr einen Höchststand. Unterdessen traten weitere Verschärfungen der Corona-Regeln in Kraft.

Laut Gesundheitsbehörde lag die Zahl der neuen Ansteckungen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche um 48,1 über der vom Sonntag und um 219,4 über der vom Montag vor einer Woche. Insgesamt kamen am Montag 1.898 bestätigte Neuinfektionen hinzu – 1.196 mehr als am Vortag und 916 mehr als am Montag vor einer Woche.

8. Januar: Mehrere Impfaktionen am Wochenende

Die Menschen in Hamburg können sich am Wochenende auch an besonderen Orten in der Stadt gegen Corona impfen lassen. Am heutigen Samstag wird etwa in "Susis Show Bar" geimpft. Auch der Kiez wolle einen Beitrag leisten, sagte Geschäftsführer Christian Schnell. In dem Striplokal auf der Reeperbahn können bis zu 250 Menschen geimpft werden. Außerdem gibt es am Samstag eine Impfaktion der Deutschen Seemannsmission für die Besatzung des Kreuzfahrtschiffes "Aidaprima".

Impfaktion in "Susis Show Bar" auf der Reeperbahn: Ein Arzt impft Impfwillige gegen das Coronavirus. (Quelle: dpa/Georg Wendt)Impfaktion in "Susis Show Bar" auf der Reeperbahn: Ein Arzt impft Impfwillige gegen das Coronavirus. (Quelle: Georg Wendt/dpa)

Am verkaufsoffenen Sonntag können sich Impfwillige zudem in einem Zelt auf dem Gänsemarkt in der Innenstadt eine Spritze geben lassen. Ein weiteres Angebot gibt es am Sonntag im Maritimen Museum. Meist werden Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfung angeboten. Anmeldungen sind nicht nötig.

OB: Hamburg geht über bundesweite Corona-Beschlüsse hinaus

Die Beschlüsse der Regierungschefs von Bund und Ländern haben keine Auswirkungen auf die vom Hamburger Senat bereits beschlossene Verschärfung der Corona-Regeln: Bürgermeister Peter Tschentscher sehe am Freitag die Linie des rot-grünen Senats in der Pandemiebekämpfung bestätigt. "An bestimmten Stellen sind wir aber darüber hinausgegangen."

Tschentscher begrüßte die von der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) beschlossene Anwendung der 2G-plus-Regel auf die Gastronomie in ganz Deutschland. In Hamburg gilt 2G plus von Montag an neben der Gastronomie auch im Kulturbereich sowie bei Indoor-Sportveranstaltungen. Dann können nur noch Geimpfte und Genesene mit Test diese Angebote nutzen.

7. Januar: Hamburg meldet neue Höchstinzidenz

Die Inzidenz in der Hansestadt knackt einen Negativ-Rekord nach dem anderen. Auch am Freitag wurden erneut mehr als 2.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. 2.011 haben sich innerhalb von 24 Stunden infiziert. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist auf 556,5 gesprungen.

In den Krankenhäusern ist die Lage weiterhin angespannt. Am Mittwoch wurden 316 Covid-Patienten stationär behandelt – 71 davon auf den Intensivstationen der Stadt. Es wurden sieben weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Erkrankung gemeldet. 

6. Januar: Wird in Hamburg zu wenig geboostert?

Im Blick auf die Impfquoten der Bundesländer fallen deutliche Unterschiede auf. Vor allem beim Boostern ist Hamburg zusammen mit brandeburg und Sachsen abgeschlagen. Hier lesen Sie, warum das so ist.

Senat präzisiert Corona-Regeln

Hamburgs Gesundheitsbehörde hat die vom kommenden Montag an in der Hansestadt geltenden 2G-plus-Zugangsregelungen präzisiert. Dabei geht es vor allem um die Folgen der einzelnen Impfkombinationen auf die Testpflicht, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte.

Von kommender Woche an ist angesichts rasant steigender Corona-Zahlen der Zutritt für zahlreiche Bereiche, darunter Veranstaltungen und Gastronomie, Menschen mit einem vollständigen Grundschutz sowie Genesenen nur gestattet, wenn sie zusätzlich ein negatives Testergebnis vorweisen. Von der Testpflicht ausgenommen sind Menschen, die bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten haben. Ungeimpfte haben generell keinen Zutritt mehr.

Booster-Impfung drei Monate nach der Infektion möglich

Als genesen gelten Menschen, wenn deren positiver Corona-Befund mindestens 28 Tage her ist. Der Genesenen-Status ist dann den Angaben zufolge höchstens für sechs Monate gültig. Eine generell sofort von der Testpflicht befreiende Auffrischungsimpfung könne drei Monate nach Ende der Infektion erfolgen. Ein Nachweis der Boosterung erfolge über ein digitales Zertifikat, das nach der Impfung unter anderem Apotheken ausstellen.

Wer sich nach einer vollständigen Impfserie – in der Regel zwei Impfungen – infiziert und genesen ist, verfügt den Angaben zufolge über ein der Auffrischungsimpfung vergleichbares, erhöhtes Schutzniveau. Er oder sie sei damit Geboosterten gleichgestellt - allerdings ohne eine tatsächliche Auffrischungsimpfung höchstens für die Dauer von sechs Monaten.

Zusätzliche Tests außerhalb der Schule bei Kindern nicht nötig

Wer sich mit dem nur einmal zu verabreichenden Vakzin von Johnson & Johnson hat impfen lassen, benötigt den Angaben zufolge möglichst nach vier Wochen nur eine weitere Impfung mit einem mRNA-Impfstoff, um von der Testpflicht befreit zu sein.

Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre sind von der Testpflicht befreit. Ab dem Alter von 16 Jahren müsse jedoch eine vollständige Impfung oder Genesung nachgewiesen werden. Ein zusätzlicher Test sei aber nicht nötig, da alle Jugendlichen in den Schulen regelhaft zweimal pro Woche getestet würden. Auffrischungsimpfungen für Jugendliche sollten mit dem Arzt oder der Ärztin abgesprochen werden, da es dafür noch keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) gebe.

Stadt eröffnet zwei neue Impfzentren

Wie in der Pressekonferenz des Hamburger Senats verkündet, will die Stadt die Impfkapazitäten im Januar hochfahren. Dazu werden zwei neue Impfzentren für Booster-Impfungen eröffnet. Zuerst hatte die "Mopo" berichtet.

Ab dem 10. Januar können sich Bürgerinnen und Bürger die Auffrischungsimpfung in den EKZ Harburg Arcaden in Harburg abholen. Das Zentrum hat jeweils montags, dienstags, mittwochs, freitags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Für eine Impfung am Sonntag muss zuvor ein Termin vereinbart werden.

Auch in Neugraben gibt es die Möglichkeit, sich ohne Termin boostern zu lassen. Ab dem 15. Januar öffnet das Bildungs- und Gemeinschaftszentrum Süderelbe Am Johannisland 2-4 seine Türen für Impfwillige. Samstags wird von 15 bis 21 geimpft und donnerstags nach vorheriger Terminabsprache.

5. Januar: Erstes Senatsmitglied hat Corona

In Hamburg breitet sich das Coronavirus weiter aus und macht auch vor dem Rathaus nicht Halt. Dort soll nun die Zweite Bürgermeisterin und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) infiziert worden sein. Das teilte Fegebank selbst beim Nachrichtendienst Twitter mit.

"Meine Familie & ich haben uns mit Corona infiziert und sind zu Hause in Isolation", schreibt die 44-Jährige. "Glücklicherweise haben wir dank Impfung bisher nur milde Symptome", so Fegebank weiter.

Ansturm in Apotheken auf Impfzertifikate

Nach der angekündigten Verschärfung der Hamburger Corona-Regeln mit 2G-Plus in vielen Bereichen gibt es einen großen Andrang bei den Apotheken. Zahlreiche Menschen wollen jetzt noch schnell digitale Corona-Impfzertifikate bekommen. "Wir haben einen Ansturm von Leuten, die diese Zertifikate haben wollen", sagte der Präsident der Apothekerkammer Hamburg, Kai-Peter Siemsen, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Das seien Menschen, die in den vergangenen Wochen geboostert wurden und es bisher noch nicht geschafft hätten, sich um ein auf dem Smartphone sichtbares Zertifikat zu kümmern. Es seien aber auch solche dabei, die sich bislang noch keine einzige Impfung hätten zertifizieren lassen. "Jetzt kommen alle auf einmal", berichtete Siemsen weiter. Das sei eine "Wahnsinnsmehrbelastung".

Der digitale Impfnachweis ist nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums eine zusätzliche Möglichkeit, um Corona-Impfungen zu dokumentieren. Seit Sommer vergangenen Jahres ist er auch in Apotheken erhältlich. Eine Apotheke erhält nach Angaben der Kammer vom Bundesamt für Soziale Sicherung 5,04 Euro pro Zertifikat.

Mehr als 2.000 Corona-Tote in Hamburg

Die Zahl der Menschen, die in Hamburg seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben sind, hat die 2.000er-Marke überschritten. Die Stadt gab am Mittwoch die Zahl für Hamburg mit 2.004 Toten an.

Bundesweit sind den Angaben zufolge bisher 112.925 mit Sars-CoV-2 infizierte Menschen gestorben. Bei der Erfassung der Gestorbenenzahlen ist es allerdings unerheblich, ob die Infektion auch todesursächlich war.

Schulen in Hamburg nach Ferien mit strengen Regeln gestartet

In Hamburg hat die Schule nach den Weihnachtsferien mit strengen Infektionsschutz-Maßnahmen wieder begonnen. Trotz schnell steigender Corona-Zahlen gibt es für die gut 200.000 Schülerinnen und Schüler in der Hansestadt Präsenzunterricht. Zu den Schutzmaßnahmen gehören nach Angaben der Schulbehörde in den ersten beiden Schulwochen nach Ferienende drei Tests pro Woche, danach wöchentlich zwei Tests.

Darüber hinaus dürfen Beschäftigte Schulen nur betreten, wenn sie geimpft, genesen oder getestet sind. Außerdem gelte weiterhin in allen Schulgebäuden eine Maskenpflicht. Klassenräume müssen alle 20 Minuten für fünf Minuten gelüftet werden. Zudem stehen in rund 90 Prozent aller mehr als 11.000 Unterrichts- und Fachräume mehr als 21.000 mobile Luftfilter.

4. Januar: Hamburg weitet 2G plus aus

Ab Montag gelten in Hamburg erneut schärfere Corona-Regeln. Das hat der Senat am Dienstag verkündet. "Auch geimpfte Personen können sich leicht mit der Omikron-Variante des Coronavirus infizieren", erklärte der Sprecher des Senats, Marcel Schweitzer, die Verschärfung der Corona-Regeln in der Hansestadt. 

Die Verschärfungen betreffen vor allem die gastronomischen Bereiche und den Sport in Innenräumen. Dort reicht es nicht mehr aus, geimpft oder genesen zu sein. Es muss zusätzlich ein tagesaktueller negativer Corona-Test nachgewiesen werden. Geboosterte sind von der Testpflicht ausgenommen. Im Einzelhandel gilt weiterhin 2G.

Außerdem werden die Teilnehmerzahlen bei Veranstaltungen herabgesenkt: In Innenräumen dürfen nur noch auf 200 Personen teilnehmen, außen sind es 1.000. Überregionale Veranstaltungen finden weiterhin ohne Zuschauer statt.

Hamburger Unternehmen entwickelt Covid-Medikament

Mit einer Förderung von siebeneinhalb Millionen Euro will das Hamburger Unternehmen Evotec ein immunologisches Molekül weiterentwickeln. Es soll zukünftig im Kampf gegen das Coronavirus eingesetzt werden und schwere Verläufe verhindern können. Mehr dazu lesen Sie hier

Bundeswehr hilft bei Kontaktnachverfolgung in Hamburg

Vor dem Hintergrund steigender Corona-Infektionszahlen werden die Gesundheitsämter in Hamburg von der Bundeswehr unterstützt. Insgesamt 100 Soldatinnen und Soldaten des Spezialpionierregiments 164 und der Flugabwehrraketengruppe 26 aus Husum würden ab Dienstag vorerst bis zum 26. Januar bei der Kontaktnachverfolgung helfen, teilte die Bundeswehr mit. Koordiniert werde der Einsatz vom Landeskommando Hamburg. Einige der nach Hamburg abkommandierten Soldaten seien bereits 2020 in der Stadt im Corona-Hilfseinsatz gewesen.

Es ist den Angaben zufolge der 54. Amtshilfeantrag in Hamburg im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Die Amtshilfe der Bundeswehr war angesichts niedriger Infektionszahlen am 1. Oktober 2021 zunächst beendet worden. Aufgrund der hohen Inzidenzwerte im Zusammenhang mit der Omikron-Variante habe die Hansestadt die Bundeswehr erneut um Unterstützung gebeten, hieß es.

3. Januar: Senat diskutiert über schärfere Corona-Regeln

Angesichts neuer Rekordwerte bei den Corona-Zahlen müssen sich Hamburgerinnen und Hamburger auf weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie einstellen. "Der Senat wird morgen die Lage intensiv beraten", sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Derzeit prüfen die Fachbehörden demnach, welche Maßnahmen erforderlich seien: "Die Ergebnisse dieser Prüfungen werden morgen im Senat beraten. Dies betrifft zum Beispiel die von der Sportbehörde bereits erwähnte Ausweitung des 2G-plus-Modells."

Änderungen beim Sport geplant

Sportstaatsrat Christoph Holstein hatte sich im NDR zu möglichen Einschränkungen im Breitensport geäußert. Demnach könnte beim Hallensport neben einem Impf- oder Genesenen-Nachweis auch ein aktueller Corona-Test nötig werden. Vorstellbar sei aber, dass Geboosterte von der Testverpflichtung ausgenommen werden, sagte Holstein.

Der Hamburger Sportbund (HSB) befürchtet bei einer Verschärfung der Corona-Regeln in der Hansestadt keine negativen Auswirkung auf die Teilnehmerzahlen im Breitensport. "2G plus wäre zweifellos eine weitere Hürde für den Vereinssport, aber vor dem Hintergrund der Inzidenzentwicklung verständlich. Priorität sollte weiterhin die Verhinderung eines Sport-Lockdowns haben", sagte HSB-Vorstandsvorsitzender Daniel Knoblich.

Möglich sei auch eine weitere Begrenzung der Zuschauerzahl beim Profisport. Bislang dürfen unter 2G-Bedingungen in die Fußball-Stadien der Zweitligisten HSV und 1. FC St. Pauli maximal 5.000 Zuschauer. In Hallen sind bis zu 2.500 geimpfte oder genesene Zuschauer erlaubt.

"Kein Spielraum für die Aufhebung von Beschränkungen"

Senatssprecher Schweitzer verwies darauf, dass in dieser Woche auch der Corona-Expertenrat der Bundesregierung im Kanzleramt sowie der Krisenstab erneut zusammentreten, um über die bundesweite Lage zu beraten und möglicherweise zusätzliche Empfehlungen auszusprechen. "Am Freitag wird zudem die Ministerpräsidentenkonferenz erneut mit dem Bundeskanzler zusammentreffen.", so Schweitzer.

Zwar seien die aktuellen Corona-Zahlen wegen der zurückliegenden Feiertage bundesweit und in Hamburg mit Vorsicht zu genießen, räumte der Senatssprecher ein. "Sie zeigen aber zugleich, dass wir in einer vierten Welle sind und es zur Zeit keinen Spielraum für die Aufhebung von Beschränkungen gibt."

Reederverband: Lieferketten erst nach Corona-Pandemie wieder normal

Unternehmen und Verbraucher werden sich nach Einschätzung des Verbandes Deutscher Reeder noch für längere Zeit auf fehlende oder verspätete Lieferungen einstellen müssen. "Es ist leider offen, wann sich die Situation bei den Lieferketten nachhaltig verbessern wird", sagte die neue Präsidentin des Verbandes, Gaby Bornheim, der Deutschen Presse-Agentur. 

Große Teile der Wirtschaft klagen seit vielen Monaten darüber, dass dringend benötigte Zulieferungen gar nicht oder nicht rechtzeitig eintreffen. Genauso geht es vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern, die zum Beispiel auf längst bestellte Elektronikartikel warten müssen. Zum einen liegt das an der frühzeitigen konjunkturellen Erholung in den USA und China. Neben dem riesigen Nachfragesog der beiden weltweit größten Volkswirtschaften ist aber auch die Logistik im globalen Gütertransport aus dem Takt geraten.

"Die angespannten Lieferketten sind ganz klar Folge der Corona-Pandemie. Hier haben wir pandemiebedingt eine einmalige Situation, in der ganz viel zusammenkommt", sagte Bornheim, die im Hauptberuf die Hamburger Peter Döhle Schiffahrts-KG leitet, eine der größten deutschen Reedereien. Auch Häfen seien weiterhin stark von Corona betroffen. Daher stünden Reedereien mit ihren Schiffen "in der Schlange vor den Häfen, weil zum Beispiel auch die Terminalmitarbeiter krank sind", so Bornheim.

31. Dezember: Tschentscher als Impfarzt in Hamburg im Einsatz

Beim Neujahrs-Impfen in Hamburg haben viele Bürger die Chance genutzt und sich eine Booster-Impfung geben lassen. Lange Warteschlangen hatten sich dazu zeitweise vor dem Rathaus gebildet.

Auch Bürgermeister Peter Tschentscher hat die Aktion unterstützt – als Arzt. Mehr dazu lesen Sie hier.

30. Dezember: Rathaus wird an Neujahr zur Impf-Stelle

Impfung als Neujahrsempfang: Im Hamburger Rathaus wird am Neujahrstag geimpft und nicht gegrüßt. Da der traditionelle Empfang am 1. Januar aufgrund der Corona-Pandemie ausfällt, haben Hamburgerinnen und Hamburger stattdessen die Möglichkeit, sich von 11 Uhr bis etwa 17 Uhr im Kaisersaal des Rathauses impfen zu lassen. Das teilte der Senat der Hansestadt am Donnerstag mit.

Angeboten werden allerdings nur Auffrischimpfungen auf Grundlage der aktuellen Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko). Das bedeutet, dass nur Personen im Alter von mehr als 18 Jahren berücksichtigt werden, die vor dem 15. September ihre Zweitimpfung erhalten haben. Eine vorherige Anmeldung ist nicht möglich. Dafür wird auf dem Twitterkanal des Senats und im Internet über aktuelle Wartezeiten informiert.

29. Dezember: Stadt bereitet sich auf Corona-Silvester vor

Hamburg bereitet sich erneut auf einen Jahreswechsel unter Corona-Bedingungen vor. Man werde in der Silvesternacht sehr präsent sein, um zu kontrollieren und die Regeln durchzusetzen, sagte ein Polizeisprecher. Neben allen verfügbaren Streifenwagen kommen dafür auch mehrere Hundertschaften zum Einsatz.

Schwerpunkte sind insbesondere beliebte Hotspots wie die Alster, die Landungsbrücken und das Vergnügungsviertel um die Reeperbahn, sagte der Sprecher weiter. Es gehe nicht darum, Spielverderber zu sein und Dinge zu verbieten. Man wolle auf Kommunikation setzen und mit Augenmaß kontrollieren.

In der Öffentlichkeit gilt zum Jahreswechsel ein Ansammlungsverbot: In der Zeit zwischen dem 31. Dezember, 15 Uhr, und 1. Januar, 9 Uhr, dürfen sich nicht mehr als zehn Menschen im öffentlichen Raum treffen oder zusammenstehen. Zudem darf auf öffentlichem Grund kein Feuerwerk gezündet werden. Böller, Raketen und andere Pyrotechnik darf man auch nicht dabei haben.

28. Dezember: Hamburg ist Omikron-Hochburg

169 bestätigte Omikron-Fälle meldet Hamburg laut RKI. Zwar sind es bespielsweise in Nordrhein-Westfalen (481 Fälle) und Bayern (173 Fälle) mehr – im Verhältnis zu den Einwohnern jedoch ist Hamburg am stärksten von der neuen Variante des Corona-Virus betroffen. Zuerst berichtete der NDR am Montagabend.

Auf 100.000 Einwohner gerechnet sind das laut RKI 9,1 Fälle – in Nordrhein-Westfalen sind es hingegen nur 2,7 Fälle pro 100.000 Menschen.

Die Omikron-Variante ist deutschlandweit auf dem Vormarsch, die Zahl der Verdachtsfälle steigt ebenso wie die der bestätigten Fälle. Das RKI meldete am Montag 7.225 Covid-Fälle, die Omikron zugeordnet werden. Das entspricht einem Zuwachs von 17 Prozent gegenüber dem Vortag.

Mit neuen Corona-Regeln ist in Hamburg aber zumindest in dieser Woche nicht mehr zu rechnen.

27. Dezember: "Impfen, Boostern & Berliner" in Asklepios-Kliniken

Sechs Asklepios Kliniken in Hamburg bieten an Silvester zusätzlich 1.000 Impftermine gegen das Coronavirus. Die Sonderaktion zum Jahrestag der ersten Corona-Impfung in einer Hamburger Asklepios-Klinik laufe unter dem Motto "Impfen, Boostern & Berliner!", teilte der Krankenhauskonzern am Montag mit.

Zwischen 9 und 13 Uhr würden Erwachsene an den Klinik-Standorten Altona, Barmbek, Nord-Heidberg, St. Georg, Wandsbek sowie im Westklinikum geimpft. Zur Stärkung gebe es für die Impflinge jeweils einen Berliner.

Bis zum Jahresende werden den Angaben zufolge an den Hamburger Asklepios Kliniken mehr als 73.000 Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen verabreicht worden sein.

Die aktuellen Corona-Maßnahmen in der Hansestadt

Während bundesweit die Corona-Maßnahmen verschärft werden, gelten die neuen Regeln in der der Hansestadt bereits seit dem 24. Dezember. Das beinhaltet die Kontaktbeschränkung für Geimpfte und Genesene auf zehn Personen sowie eine Sperrstunde für die Gastronomie ab 23 Uhr.

Nur in der Silvesternacht dürfen Restaurants, Bars und Kneipen bis 1 Uhr am Neujahrsmorgen offen bleiben. Stehtische in der Gastronomie dürfen nicht mehr genutzt werden. Zudem gibt es ein Tanzverbot, das faktisch der Schließung von Clubs und Diskotheken gleichkommt.

24. Dezember: Grote befürchtet Radikalisierung der Impfgegner

Hamburgs Innensenator Andy Grote befürchtet eine Radikalisierung der Impfgegner. "Es besteht die Gefahr, dass sich der Protest selbst radikalisiert", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. "Das Opfer-Narrativ ist sehr ausgeprägt. Und je näher beispielsweise eine Impfpflicht rückt, desto unversöhnlicher wird der Ton und desto größer wird die Gefahr einer Radikalisierung." Extremisten lebten von Konflikten und ihrer Zuspitzung. "Und wir haben im Moment zugespitzte Konflikte. Und wir haben viele, bei denen sich eine Distanz gegenüber dem Staat und dem demokratischen System aufgebaut hat."

In Hamburg waren in den vergangenen Wochen immer samstags Tausende Impfgegner und Corona-Skeptiker auf die Straße gegangen - zuletzt nach Polizeiangaben 11 500. "Anders als in anderen Bundesländern können wir in Hamburg bislang keinen steuernden oder prägenden Einfluss von Rechtsextremisten feststellen", sagte Grote. Es seien bei den Protesten zwar Rechtsextremisten präsent. "Im Moment ist das aber ein sehr überschaubarer Anteil."

Der radikale Teil der Corona-Leugner und "Querdenker"-Szene werde eingestuft "als Verdachtsfall für eine verfassungsfeindliche Bestrebung sui generis - also als eine ganz eigene Kategorie des Extremismus", sagte Grote. "Wir sehen hier eine antidemokratische Delegitimierung des Staates in einem verschwörungsideologischen Begründungskontext. Es gibt Schnittmengen mit Rechtsextremisten, es gibt Schnittmengen mit Reichsbürgern, aber es gibt einen eigenständigen Kern."

Schärfere Corona-Regeln

Ab Heiligabend (Freitag) gelten nun schärfere Corona-Regeln in der Hansestadt. Die neue Eindämmungsverordnung des rot-grünen Senats, die erst am Donnerstagnachmittag unterzeichnet wurde, sieht unter anderem Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene, eine Sperrstunde für die Gastronomie und ein Tanzverbot in Clubs und Diskotheken vor.

Außerdem müssen Großveranstaltungen ohne Publikum stattfinden. Dies gilt unter 2G-Bedingungen für Geimpfte und Genesene im Freien und auch in Stadien – allerdings erst ab 5.000 Besuchern –  und in Innenräumen ab 2.500 Personen.

Schon über die Weihnachtsfeiertage müssen damit auch Geimpfte und Genesene ihre privaten Zusammenkünfte auf maximal zehn Personen begrenzen. Unter 14-Jährige müssen dabei allerdings nicht mitgezählt werden. Für Ungeimpfte gilt bereits eine strengere Regel: Sie dürfen nur mit den Mitgliedern des eigenen Haushalts und höchstens zwei Mitgliedern eines weiteren Haushalts zusammentreffen.

Restaurants, Bars und Kneipen müssen ab sofort um 23 Uhr schließen. Nur in der Silvesternacht dürfen sie ausnahmsweise bis 1 Uhr am Neujahrsmorgen offen bleiben. Außerdem dürfen in der Gastronomie keine Stehtische mehr von Kunden genutzt werden. Das Tanzverbot kommt faktisch der Schließung von Clubs und Diskotheken gleich.

22. Dezember: Steigende Inzidenz macht Clubs und Discos zu schaffen

Entgegen dem bundesweiten Trend steigen in Hamburg die Corona-Zahlen weiter. Ab einem Wert von 350 sollen automatisch neue Beschränkungen gelten und müssen Clubs und Diskotheken geschlossen bleiben. Der Hamburger Senat hatte am Dienstag bereits weitere Verschärfungen beschlossen, unter anderem Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene sowie ein Tanzverbot und eine Sperrstunde, die ab Freitag gelten sollen.

20. Dezember: Corona-Ausbruch an Fachschule für Erzieher

In der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik Alten Eichen im Hamburg ist es zu einem größeren Corona-Ausbruch gekommen. Wie der "NDR" berichtet haben sich dort mehr als 30 Personen mit dem Coronavirus infiziert. Alleine in einer Klasse sei bei 16 von 27 Personen das Virus nachgewiesen worden.

"Bestätigen kann ich Ihnen auch, dass es darunter Omikron-Verdachtsfälle gibt, ebenso wie Delta", so der Sprecher des Bezirksamtes Eimsbüttel, Kay Becker, gegenüber dem "Abendblatt". Laut Becker habe eine der infizierten Personen auch in einer Kita gearbeitet, in der es nun Positiv-Fälle gegeben habe.

Es wird ein Zusammenhang vermutet. Ob es sich bei den Infektionen in der Kita auch um Fälle der Omikron-Variante handelt, ist noch unklar.

Strengere Corona-Regeln angekündigt

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hat für die Hansestadt beim NDR strengere Corona-Maßnahmen angekündigt. Diese sollen bereits zu Weihnachten und auch für Geimpfte und Genesene gelten, heißt es. Grund dafür ist neue Omikron-Variante.

Demnach sollen sich privat nur noch zehn bis 20 Personen treffen dürfen. Wie viele genau, das soll am Dienstag bei den Bund-Länger-Beratungen beschlossen werden. Die Regelung soll also bundesweit gelten. Außerdem werden Clubs und Diskotheken in Hamburg wieder dicht machen. Das werde der Senat am Dienstag beschließen, so Tschentscher.

Eine Einschränkung der Kontakte hatte der Expertenrat der Bundesregierung erst am Sonntag empfohlen

Tschentscher bedauert "Verunsicherung" durch Ungeimpften-Inzidenz

Über Wochen wurden die Zahlen der Corona-Infektionen von Personen mit unklarem Impfstatus den Ungeimpften zugerechnet. Nachdem in der Hansestadt die Inzidenzen von Geimpften und Ungeimpften getrennt erfasst und vermeldet worden waren, gab es Kritik an dem Verfahren wie der "Spiegel" berichtet.

Erst Journalisten von "Welt" und der "SZ" sollen der Kritik nachgegangen und recherchiert haben, bei wie vielen Infektionsfällen der Impfstatus überhaupt bekannt gewesen sei.

Bürgermeister Peter Tschentscher äußerte sich nun zu diesem Verfahren und kündigte an, den Vorgang schnell aufklären zu lassen. "Wenn es Verunsicherungen gegeben hat, bedauere ich das sehr", erklärte der Hamburger Bürgermeister der "Bild" -Zeitung. Als eine Ursache der Erhebungen führter er den Einsatz von verschiedenen IT-Systemen an. Diese würden unterschiedliche Kategorien zum Impfstatus vorsehen, so Tschentscher.

17. Dezember: Hamburger Inzidenz auf neuem Höchststand

In Hamburg sind die Corona-Zahlen am Freitag auf neue Höchststände geklettert. Erstmals wurde bei der Sieben-Tage-Inzidenz die 300er-Marke überschritten. Auch mit 1.210 neu nachgewiesenen Infektionen an einem Tag wurde ein neuer Rekord erreicht. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mit 300,7 an. Am Vortag betrug der Wert 282,1, vor einer Woche noch 251,2. Damit läuft die Entwicklung in der Hansestadt gegen den Bundestrend: Bundesweit fiel die Inzidenz laut Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag auf 331,8.

Damit haben sich seit Februar 2020 in der Hansestadt nun mindestens 127.359 Menschen infiziert. Auch mit 1210 neu nachgewiesenen Infektionen an einem Tag wurde ein neuer Rekord erreicht.

78,3 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger sind dem RKI zufolge mindestens einmal geimpft, als vollständig geimpft gelten 75,9 Prozent. Eine Auffrischungsimpfung erhielten in Hamburg bisher 24,0 Prozent der Menschen.

16. Dezember: Kinder-Impfzentrum öffnet seine Türen

Im Kinderimpfzentrum der Hansestadt in der Pasmannstraße 1 werden am Donnerstag die ersten Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren gegen das Coronavirus geimpft. Das städtische Zentrum ist jeweils dienstags bis donnerstags sowie samstags und sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, so die Stadt.

Für die Impfung muss im Voraus ein Termin ausgemacht werden, wobei vorerkrankte Kinder bevorzugt werden. Dies ist auf der Webseite hamburg-impft.de möglich.

Neben den Kinderärzten sollen auch Mediziner in der Asklepios Klinik Nord und dem Kinder UKE immer wieder Termine zur Verfügung stellen. Sie können demnach unter serviceportal.hamburg.de eingesehen werden.

In der Hansestadt kommen etwa 110.000 Kinder zwischen fünf und elf Jahren für die Impfung in Betracht. Die ersten Dosen des speziell für Kinder hergestellten Impfstoffs von Biontech/Pfizer waren für Mittwochabend erwartet worden. Insgesamt erhält Hamburg in einer ersten Tranche 30.000 Impfdosen. Ein Drittel des Impfstoffs soll an die niedergelassenen Kinderärzte ausgegeben werden.

15. Dezember: Inzidenz in Hamburg auf neuem Höchststand

In Hamburg ist die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen mit 283,7 auf einen neuen Höchststand gestiegen. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Mittwoch mit. Am Dienstag hatte sie die Zahl pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche noch mit 262,1 angegeben, vor einer Woche waren es 236,0. Bundesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut am Mittwoch bei 353,0 – und war damit etwas gesunken.

994 neu nachgewiesene Ansteckungen kamen am Mittwoch in der Hansestadt hinzu: 335 mehr als am Dienstag und 411 mehr als am Mittwoch vor einer Woche. Seit Februar 2020 haben sich in der Hansestadt mindestens 125.148 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Davon gelten 108.300 nach RKI-Schätzungen als genesen.

14. Dezember: Bei Demonstrationen gilt Maskenflicht 

Angesichts Tausender meist unmaskierter Corona-Skeptiker und Impfgegner bei Demonstrationen in Hamburg verschärft der Senat die Regeln für Versammlungen. Künftig müsse bei Demonstrationen Maske getragen werden, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag. Ferner würden Maßnahmen vorbereitet, um Sicherheit, Ordnung und den Infektionsschutz bei Versammlungen sicherzustellen.

Die Maskenpflicht soll bereits am Mittwoch in Kraft treten und gilt dann auch für eine am Samstag in der Innenstadt angemeldete Protestdemonstration. Seit Wochen gehen Gegner der Corona-Politik in Hamburg samstags auf die Straße – inzwischen mit großem Zulauf. Am vergangenen Samstag versammelten sich in der Innenstadt nach Polizeiangaben rund 8.000 Menschen, in der Woche zuvor waren es 5.000. Für den kommenden Samstag erwarten die Veranstalter laut Anmeldung 9.000 Teilnehmer.

Die CDU-Opposition hatte bereits Zustimmung zu der Verschärfung signalisiert. Heftige Kritik kam hingegen von der AfD, die dem rot-grüne Senat vorwarf, "gegen unliebsame Demonstranten" vorzugehen. 

13. Dezember: Weihnachtsmärkte sollen eher schließen als geplant

Die Weihnachtsmärkte in der Hamburger Innenstadt schließen bereits einen Tag vor Weihnachten. Wie die "Hamburger Morgenpost" berichtet, sei der Betrieb seitens der Betreiber unter den verschärften Corona-Regeln nicht mehr "kostendeckend zu realisieren gewesen". 

Daher ziehe man die "Notbremse", so Helmut Schultze, vom Weihnachtsmarkt "Weißerzauber" am Jungfernstieg. Ursprünglich waren die Weihnachtsmärkte in der City bis zum 29. Dezember vorgesehen.

Hausärzte stellen neuen Impfrekord auf

In den vergangenen Wochen wurden in Hamburg Tausende Dosen mit Corona-Impfstoff verimpft. Davon auch ein großer Prozentsatz an Erst-Impfungen. Darüber zeigt sich Walter Plassmann, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg besonders glücklich. 

"Jede Erstimpfung ist für die Eindämmung der Pandemie erheblich wichtiger als ein Booster", so der KVH-Chef. Mehr zum Impffortschritt in der Hansestadt lesen Sie hier.

Auch strengere Maßnahmen bei Demonstrationen möglich

Nachdem am Samstag in der Hansestadt bis zu 10.000 Personen gegen die Corona-Politik auf die Straße gingen, soll in Zukunft bei den Regeln für solche Versammlungen nachgesteuert werden. Grund dafür ist die weiterhin angespannte Lage in der Stadt. Wie NDR berichtet, soll laut Innenbehörde bei Versammlungen über 500 Teilnehmenden wieder eine Maskenpflicht eingeführt werden.

Geplant sind demnach auch weitere Einschränkungen, was die Teilnehmendenzahl angeht.

Hamburg verschärft Corona-Regeln in manchen Bereichen

Angesichts anhaltend hoher Corona-Zahlen müssen Hamburgs Vorschüler ab heute Maske tragen. Zudem sollen sich alle Schüler ab sofort wöchentlich drei Mal auf Corona testen, wie die Schulbehörde den Schulen in der vergangenen Woche mitgeteilt hatte. Bisher waren zwei Tests pro Woche obligatorisch.

Und wer ab heute in Bussen, Bahnen oder auf den Hafenfähren gegen die 3G-Regel verstößt, muss mit 80 Euro Strafe rechnen. Mit der Vertragsstrafe solle verdeutlicht werden, "dass die Einhaltung der 3G-Regelung keine Empfehlung, sondern eine Pflicht ist", hatte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) zur Begründung gesagt. Zusätzlich zur Vertragsstrafe droht ein Bußgeld.

10. Dezember: Kinderimpfzentrum öffnet kommende Woche

In Hamburg können Eltern ihre Kinder zwischen fünf und elf Jahren von Donnerstag kommender Woche an auch in einem eigens eingerichteten Kinderimpfzentrum gegen Corona impfen lassen. Neben den sechs Hamburger Kinderkliniken, in denen es ebenfalls Impfmöglichkeiten gebe, solle das städtische Kinderimpfzentrum in der Neustadt vor allem denjenigen offenstehen, die eine Impfung nicht über den Kinderarzt erhalten könnten, teilte Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Freitag mit.

In Hamburg wird die erste Lieferung des Kinderimpfstoffs von Biontech/Pfizer laut Behörde am Mittwoch erwartet. Das Kinderimpfzentrum in der Pasmannstraße werde jeweils dienstags bis donnerstags sowie samstags und sonntags von 10.00 bis 17.00 Uhr öffnen. Die Kinder sollen zwei Impfungen erhalten, die im Abstand von drei bis sechs Wochen verabreicht werden.

Eine Terminvereinbarung sei zwingend notwendig. Die Terminvergabe stehe allen Eltern offen, priorisiert würden aber Eltern von Kindern mit Vorerkrankungen, hieß es.

9. Dezember: Vier weitere Omikron-Fälle in Hamburg bestätigt

In Hamburg sind vier weitere Fälle von Infektionen mit der Coronavirus-Variante Omikron bestätigt worden. Die Fälle seien auf mehrere Bezirke verteilt und stünden nicht alle in Zusammenhang mit dem am vergangenen Dienstag bekanntgewordenen ersten Fall in der Hansestadt, sagte eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Unter den Betroffenen seien diesmal auch Reiserückkehrer. Es sei davon auszugehen, dass die Zahl der per Genomsequenzierung nachgewiesenen Fälle noch deutlich steigen werde, sagte sie. "Es gibt noch weitere Verdachtsfälle und laufend kommen neue hinzu."

Die zunächst im südlichen Afrika entdeckte Omikron-Variante ist bereits in mehreren Bundesländern aufgetaucht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sie als "besorgniserregend" eingestuft.

8. Dezember: "Gute Handvoll" Omikron-Verdachtsfälle in Hamburg 

Nachdem sich in Hamburg eine Person mit der Omikron-Variante des Coronavirus infiziert hat, gibt es Rätsel um die Infektionsquelle. Laut bisherigen Informationen handelt es sich bei dem Patienten nicht um einen Reiserückehrer.

Allerdings gehen die Gesundheitsämter nicht davon aus, dass er der einzige Infizierte in der Hansestadt mit dieser Mutante ist. Laut Schätzungen sollen es mehrere sein.

Diebe klauen 40.000 Corona-Schnelltests

Die Apotheker in Hamburg und Schleswig-Holstein klagen weiterhin über Lieferengpässe bei Corona-Schnelltests. Es gebe aktuell kaum Nachschub und vor allem auch keine festen Liefertermine, sagte Thomas Friedrich, Geschäftsführer der Apotheker-Vertretungen in Hamburg und Schleswig-Holstein, der Deutschen Presse-Agentur.

Man warte jeden Tag auf Lieferungen. Von den Schwierigkeiten sind demnach sowohl Selbsttests für einzelne Kunden als auch Großpackungen für Testzentren betroffen.

Tests in vielen Bereichen unumgänglich

Hintergrund des Engpasses: Nach Ende der kostenlosen Bürgertests und der kurzzeitigen Normalisierung der Corona-Zahlen war die Nachfrage nach Tests deutlich gesunken. Nun steigt sie wieder. Viele Hersteller können laut den Apothekern aber wegen Herstellungs- und Logistikproblemen nicht liefern. Nun haben Diebe für eine weitere Knappheit gesorgt, als sie Tausende Tests aus einem Lager gestohlen haben. Mehr dazu lesen Sie hier.

Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen spielen Corona-Tests eine zunehmend wichtige Rolle in vielen Lebensbereichen. So dürfen etwa nur Geimpfte, Genesene oder Menschen mit negativem Corona-Test an ihren Arbeitsplatz oder mit Bahn und Bus fahren. Zudem müssen auch Geimpfte und Genesene immer häufiger einen negativen Test vorzeigen, etwa wenn sie Diskotheken oder Clubs besuchen wollen.

7. Dezember: Erster Omikron-Fall in der Hansestadt

Erstmals ist auch in Hamburg die neue Omikron-Variante des Coronavirus entdeckt worden. Die als besorgniserregend eingestufte Variante sei durch Genomsequenzierung bei einer Person aus dem Stadtteil Eimsbüttel nachgewiesen worden, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag. Es handele sich nicht um einen Reiserückkehrer. Die Person sei nicht gegen Corona geimpft. Derzeit werde versucht, Umfeld und Infektionsweg aufzuklären.

Marcel Schweitzer, Sprecher des Senats (Archivbild): Er bestätigte am Dienstag den ersten Omikron-Fall in der Stadt. (Quelle: imago images/Chris Emil Janßen)Marcel Schweitzer, Sprecher des Senats (Archivbild): Er bestätigte am Dienstag den ersten Omikron-Fall in der Stadt. (Quelle: Chris Emil Janßen/imago images)

Die Omikron-Variante ist bereits in mehreren Bundesländern aufgetaucht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte die zunächst im südlichen Afrika entdeckte Corona-Variante am 26. November als "besorgniserregend" eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC hat die Sorge, dass Omikron die Wirksamkeit der Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Mutante hat, steht noch nicht fest.

4. Dezember: Hamburg plant spezielles Impfzentrum für Kinder

Spezielles Personal soll in Hamburg alle Fünf- bis Elfjährigen impfen – in eigenen Zentren, in denen nur Kinder ihre Spritze bekommen. Der Grund: Das Gros der Kinderärzte will nicht mitimpfen. Mehr dazu lesen Sie hier.

30. November: Hamburger Senat für 2G im Einzelhandel

Eine umfassende 2G-Regelung ist in Hamburg am Montag erst in Kraft getreten, nun hat der Senat weitere Verschärfungen beschlossen. Das betrifft den Einzelhandel sowie Bars, Clubs und auch private Veranstaltungen. Mehr dazu lesen Sie hier.

29. November: Kliniken sollen planbare Operationen absagen

Um auch weiterhin freie Kapazitäten auf den Intensivstationen zu sichern, seien die Krankenhäuser angewiesen worden, abhängig vom Belegungsdruck vor Ort geplante Behandlungen und Operationen ganz oder teilweise zurückzustellen, sagte die für Gesundheit zuständige Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Mit der Absage sogenannter elektiver Eingriffe solle sichergestellt werden, dass in Hamburg auch weiterhin jederzeit Notfälle intensivmedizinisch behandelt werden können. Gegenwärtig seien die Krankenhäuser bereits sehr ausgelastet, wenn auch noch nicht überlastet.

Infektionsgeschehen in Hamburg lange Zeit überschaubar

"Es ist sehr bitter, dass wir diese Maßnahme nun wieder ergreifen müssen, insbesondere, weil durch verhältnismäßig strenge Maßnahmen in Hamburg das Pandemiegeschehen hier lange überschaubar war und auch weiterhin hinter dem Bundesdurchschnitt zurückbleibt", sagte Leonhard.

"Nun sind wir dennoch wieder in einer sehr viel schwierigeren Lage. Das hat damit zu tun, dass durch saisonale Effekte erwartbar mehr Infektionen entstehen." Erschwerend komme hinzu, "dass das Pandemiegeschehen durch Entwicklungen in anderen Teilen der Bundesrepublik erheblich an Fahrt aufgenommen hat".

Flächendeckendes 2G tritt in Kraft

In Hamburg wird das Leben für Ungeimpfte weiter eingeschränkt. Um Mitternacht ist die flächendeckende 2G-Regelung in Kraft getreten – sie betrifft beispielsweise den Besuch von Bars und Museen und weiteren öffentlichen Räumen. Hier lesen Sie, wo weiterhin 3G gilt.

Verbietet Hamburg Auswärtsfans im Stadion?

Während im Freizeitbereich weitere Einschränkungen für den Sport in Kraft getreten sind, werden auch schärfere Maßnahmen für den Profisport gefordert. Wie die in Hamburg aussehen könnten, lesen Sie hier.

28. November: Bundeswehr fliegt Corona-Patienten nach Hamburg

Mit fünf schwerkranken Corona-Patienten an Bord ist am Sonntag ein Spezial-Airbus der Bundeswehr bei Schneetreiben vom Flughafen München aus nach Hamburg gestartet. Die Intensivpatienten aus Oberbayern und Schwaben sollen von Hamburg aus nach Schleswig-Holstein gebracht werden, wo sie im Krankenhaus weiter intensivmedizinisch betreut werden, sagte eine Sprecherin des bayerischen Innenministeriums.

Den Angaben zufolge war das Flugzeug um 14.30 Uhr in München abgehoben.

28. November: Senat vergisst Impfstation

Am Samstag standen viele Menschen an der Impfstelle Kühnehöfe, um sich eine Erst-, Zweit-, oder Auffrischungsimpfung abzuholen. Doch die gab es dort nicht. Mehr Informationen gibt es hier.

26. November: Tschentscher schließt umfassenden Lockdown nicht aus

Angesichts der steigenden Infektionszahlen plädiert Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher für Verschärfungen von Corona-Maßnahmen. Dabei hat er vor allem die Bundesländer Bayer, Sachsen und Thüringen im Blick. Sollte die 2G-Regelung nicht reichen, um einen Impfanreiz zu schaffen, könne der Politiker einen Lockdown nicht mehr ausschließen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Bürgermeister offen für Impfpflicht

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) ist offen für eine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus in Deutschland. "Eine allgemeine Impfpflicht halte ich nicht für ausgeschlossen, wenn eine ausreichende Impfquote für die Überwindung der Pandemie sonst nicht erreichbar ist", sagte Tschentscher der "Hamburger Morgenpost" (Freitag).

"Sie ist aber rechtlich und politisch nur schwer umsetzbar, benötigt Zeit und hilft daher in der akuten Pandemielage nicht weiter", sagte der Bürgermeister. Auf jeden Fall sollte der Bund so schnell wie möglich eine Impfpflicht für Beschäftigte von stationären Einrichtungen und Diensten einführen. 

25. November: Wenige Advents- und Weihnachtsgottesdienste für Ungeimpfte

Angesichts der verschärften Corona-Regeln werden Ungeimpfte in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern nur noch wenige evangelische Gottesdienste besuchen können. Die Nordkirche veröffentlichte am Donnerstag neue Handlungsempfehlungen für die Gemeinden in der Advents- und Weihnachtszeit.

Darin werde den Veranstaltern in den Gemeinden geraten, mit Hilfe des 2G-Modells die Sicherheit für alle zu erhöhen, sagte eine Kirchensprecherin. 2G bedeutet, dass nur vollständig Geimpfte oder Genesene sowie unter 18-Jährige teilnehmen dürfen.

0G in Hamburger Gemeinden: "Offen für alle Menschen"

Dazu sollen aber auch immer Gottesdienste mit "0G" – also ohne Zugangsbeschränkung – angeboten werden. "In unserem christlichen Sinne sollen Gottesdienste für alle Menschen zugänglich sein", sagte Sprecherin Maren Warnecke. Allerdings könne es sein, dass eine solche Veranstaltung dann nicht in der Hauskirchengemeinde gefeiert werde, sondern am anderen Ende der Stadt. Warnecke betonte: "Wir sind offen für alle Menschen, auch für solche, die sich – aus welchen Gründen auch immer – nicht haben impfen lassen oder impfen lassen können."

In Mecklenburg-Vorpommern sind Gottesdienste ganz ohne Zugangsbeschränkung ("0G") nicht möglich. Dort gilt landesweit mindestens das 3G-Modell. Das bedeutet, dass Menschen nur mit einem aktuellen negativen Testergebnis teilnehmen können, wenn sie nicht geimpft oder genesen sind.

23. November: Mit Luxusauto und Chauffeur zur Impfung

Impfaktion der besonderen Art: Am Mittwoch können sich Menschen, die sich gegen Corona impfen lassen wollen, in Hamburg mit einem Luxusauto zu ihrem Termin chauffieren lassen. Organisiert wurde die Aktion von mehreren Unternehmen der Hansestadt. So wolle man einen Anreiz schaffen, sich impfen zu lassen, hieß es. Bei dem Auto soll es sich laut "Mopo" um einen Bentley Bentayga Hybrid handeln.

Das Ziel des Shuttles ist ein Hotel im Stadtteil St. Pauli. Dort findet auch die Impfung statt – und zwar im 20. Stock mit Blick über die Elbe und auf den Hamburger Hafen. Interessierte mussten sich zuvor anmelden. Zuletzt hatte es auch Impfaktionen in der Elbphilharmonie, in den Bücherhallen oder im Volksparkstadion gegeben.

Tschentscher rudert bei Impfpflicht zurück

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) schließt eine Corona-Impfpflicht nicht aus, hält sie aber derzeit für nicht vordringlich. "Ich halte eine Allgemeine Impfpflicht nicht für ausgeschlossen, wenn eine ausreichende Impfquote auf andere Weise nicht erreicht werden kann", sagte Tschentscher am Dienstag.

Viel wichtiger sei für ihn, umgehend die einrichtungsbezogene Impfpflicht etwa in Kliniken und Pflegeeinrichtungen einzuführen. "Die steht für uns im Vordergrund, die soll jetzt kommen."

Die generelle Impfpflicht helfe in der akuten Pandemielage nicht weiter, da sie bundesweit eingeführt werden müsse und das Zeit brauche, so Tschentscher.

Mit Blick auf die Debatte um Impfpflicht in anderen Bundesländern sagte der Bürgermeister: "Es fällt schon auf, dass gerade in den Ländern, in denen in den letzten Monaten vieles versäumt wurde, jetzt die Diskussion über die Impfpflicht angefangen wird, von der wir ja alle wissen, dass sie jedenfalls politisch und rechtlich doch eine schwierige Diskussion ist."

Verwendete Quellen:

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