Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Beruf & Karriere >

Corona-Schnelltests im Betrieb: Nur jeder vierte bekommt einen

Neue Umfrage  

Nicht einmal ein Viertel erhalten Schnelltests vom Arbeitgeber

06.04.2021, 10:20 Uhr | rtr, dpa

Corona-Schnelltests im Betrieb: Nur jeder vierte bekommt einen. Coronavirus-Schnelltest: In vielen Betrieben sind Schnelltests offenbar noch nicht gang und gäbe. (Quelle: dpa/Federico Gambarini)

Coronavirus-Schnelltest: In vielen Betrieben sind Schnelltests offenbar noch nicht gang und gäbe. (Quelle: Federico Gambarini/dpa)

Das Angebot an Corona-Tests in Unternehmen ist offenbar noch dünn. 23 Prozent der Arbeitnehmer können sich mindestens einmal pro Woche im Betrieb testen lassen. Braucht es eine bundesweite Pflicht?

Etwa einem Viertel aller Beschäftigten wird im Betrieb nach Einschätzung der Hans-Böckler-Stiftung ein Schnelltest angeboten. In der zweiten Märzhälfte hätten 23 Prozent der Befragten berichtet, dass alle Präsenzbeschäftigten in ihrem Unternehmen mindestens einmal pro Woche einen Schnelltest machen könnten, teilte das WSI-Institut der gewerkschaftsnahen Stiftung am Dienstag mit.

Für 54 Prozent gebe es hingegen weder betriebliche Schnelltests noch seien diese angekündigt. Die Umfrage sei zwar nicht repräsentativ, gründe sich aber auf eine Auswertung von über 2.800 Datensätzen.

"Die enttäuschend geringe Umsetzungsquote zeigt, dass eine verbindliche Regulierung notwendig ist, die eine konsequente und rasche Einführung von betrieblichen Schnelltests garantiert", erklärte WSI-Expertin Elke Ahlers. "Nur so können die Gesundheit der Beschäftigten und lückenlose betriebliche Abläufe sichergestellt werden."

Linke: Corona-Schutz endet oft am Betriebstor

Die Bundesregierung hatte angekündigt, sie wolle Anfang April entscheiden, ob die Selbstverpflichtung der Wirtschaft zum Angebot von Schnelltests ausreicht. Sachsen und Berlin hätten für Betriebe mit Präsenzbeschäftigten ein Testangebot bereits zur Pflicht gemacht.

Kritik an der derzeitigen Regelung kommt von der Linken. Momentan endeten die staatlichen Kontaktbeschränkungen oftmals am Betriebstor, sagte die Parteivorsitzende Janine Wissler am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin" – und verwies auf Call-Center, Großraumbüros und Fertigungshallen, in denen eng zusammengearbeitet werde. Nötig sei daher eine bundesweite Testpflicht in den Unternehmen sowie eine Pflicht zum Homeoffice.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen Reuters und dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Alba Modatchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Wirtschaft & Finanzen > Beruf & Karriere

shopping-portal