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TelDaFax: Ex-Chef fällt auf Nigeria-Connection rein


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Ex-TelDaFax-Chef fällt auf Kriminelle rein

t-online, t-online.de - cd

Aktualisiert am 15.06.2012Lesedauer: 2 Min.
Das Unternehmen TelDaFax fiel auf Kriminelle rein
Das Unternehmen TelDaFax fiel auf Kriminelle rein (Quelle: dapd)
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Es liest sich wie eine Episode aus einem schlechten Kriminalroman. Ein Jahr nach der spektakulären Pleite des Energieversorgers TelDaFax kommen ungeheuerliche Dinge ans Licht. Wie die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) berichtet, fiel TelDaFax-Chef Klaus Bath in seiner verzweifelten Suche nach Geldgebern auf Betrüger der sogenannten Nigeria-Connection rein, deren Masche im Internet eigentlich bekannt war.

Kein testierter Jahresabschluss

Bereits 2010 war die Misere von TelDaFax absehbar. In einer E-Mail räumte Bath ein, dass das Unternehmen hoch verschuldet sei. Laut dem Manager hatte das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt nur noch ein Vermögen von fünf Millionen Euro, schuldete Lieferanten aber kurzfristig 32 Millionen Euro.

Deshalb versuchte das Unternehmen laut "SZ" seit 2009 einen Käufer zu finden. "Am besten einen dummen Russen oder Araber", zitiert die "SZ" eine beteiligte Person. Doch es gab ein zentrales Problem: Das Unternehmen konnte keinen testierten Jahresabschluss vorlegen. Denn am 28. Oktober 2009 hatte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO dem Unternehmen mitgeteilt, dass sie die Prüfung der Bilanzen unterbrochen habe: "Die uns vorgelegten Unterlagen legen den Schluss nahe, dass die Gesellschaft zum 31. Dezember 2008 bilanziell überschuldet war und vermutlich auch aktuell weiterhin ist", heißt es in einem Schreiben an Bath, das der Zeitung vorliegt. Damals war als eine mögliche Insolvenz bereits absehbar.

Lösegeld von somalischen Piraten

In seiner Not verhandelte der Vorstand sogar mit Kriminellen. Vermutlich 2009 meldete sich ein Mann aus Kairo bei dem Unternehmen und behauptete, er könnte 30 Millionen Euro organisieren. Das Geld stamme aus dem Lösegeld somalischer Piraten. Im Gegenzug bat er um eine Überweisung von 150.000 Euro, um "Vorlaufkosten" zu decken, heißt es. Trotz der kriminellen Quelle schlug Bath dem Bericht zufolge ein. Die Buchhaltung von TelDaFax überwies das Geld nach Kairo. Mit verheerenden Folgen.

"Nigeria-Scam"

Dabei fiel das Unternehmen auf die sogenannte Nigeria-Connection rein. Der Trick funktioniert so: Die Betrüger versprechen meist per Mail ein Millionenvermögen. Vorher müsse der Empfänger unter einem fadenscheinigen Vorwand einen gewissen Betrag überweisen. Dabei tischen die Abzocker ihren Opfern meist abenteuerliche Geschichten auf. Da bitten afrikanische Prinzen, Präsidentensöhne im Exil oder vermeintlich verlorene Verwandte um Hilfe. Nur etwas Geld bräuchten sie für Bestechungen und Gebühren, dann könnten sie ihr Millionenvermögen außer Landes schaffen. Zur Belohnung würde der großzügige Helfer aus dem Westen mit einem satten Anteil der geretteten Summe belohnt.

Die List nennt sich Vorschussbetrug und ist in Deutschland strafbar. Vor allem ist sie so alt, dass praktisch niemand mehr darauf hereinfallen sollte – Geld an Unbekannte in Afrika zu schicken müsste auch den Gierigsten zu heikel sein. Doch offenbar war die Not von Unternehmenslenker Bath so groß, dass er jegliche Bedenken mit der Hoffnung auf die schnelle Finanzspritze beiseite wischte und das Geld an die Betrüger überwies. Nicht die einzige Entscheidung, die mächtig in die Hose ging.

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