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Britcoin: Großbritannien prüft staatliche Bitcoin-Alternative


Staatliche Digitalwährung  

Britcoin – Großbritannien prüft digitale Version des Pfunds

19.04.2021, 16:26 Uhr | rtr

Britcoin: Großbritannien prüft staatliche Bitcoin-Alternative. Pfundmünzen und Scheine: Großbritannien prüft, inwiefern es seine eigene Digitalwährung als Konkurrenz zu Bitcoin und Co. auf den Markt bringen könnte. (Quelle: imago images/Future image)

Pfundmünzen und Scheine (Symbolbild): Großbritannien prüft, inwiefern es seine eigene Digitalwährung als Konkurrenz zu Bitcoin und Co. auf den Markt bringen könnte. (Quelle: Future image/imago images)

Die steigende Beliebtheit von dezentralen Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether setzt immer mehr Staaten unter Druck. Nun prüft Großbritannien, inwiefern es eine eigene Digitalwährung rausbringen könnte: den Britcoin.

Die britische Regierung will die Machbarkeit einer digitalen Version der Landeswährung Pfund ausloten. Finanzminister Rishi Sunak kündigte am Montag eine gemeinsame Arbeitsgruppe seines Ministeriums mit der britischen Notenbank an. Diese soll die Möglichkeit einer zentralbankgestützten Digitaldevise ausloten, eines "Britcoin", wie Sunak später in Anspielung auf die bekannte Cyberdevise Bitcoin twitterte.

"Wir richten eine neue Arbeitsgruppe des Finanzministeriums und der Bank von England ein, um die Erkundungsarbeiten zu einer möglichen digitalen Zentralbankwährung (CBDC) zu koordinieren", sagte der Minister auf einer Finanzkonferenz.

Eine solche Währung könne von Haushalten und Firmen genutzt werden und würde Bargeld ergänzen aber nicht ersetzen, teilte die Bank von England dazu mit. Noch habe aber weder die Regierung noch die Notenbank eine Entscheidung gefällt, ob es künftig eine digitale Version des Pfund geben werde. Bei einer solchen zentralbankgestützten Devise würden Experten zufolge Verbraucher und Firmen direkt bei der Notenbank ein Konto besitzen.

Chinas Forschung ist am weitesten

Rund um den Globus arbeiten immer mehr Zentralbanken an Digitalwährungen. Dahinter steht die um sich greifende Digitalisierung fast aller Bereiche im Zahlungsverkehr. Auch die drohende Konkurrenz durch Kryptowährungen großer Technologiekonzerne wie die geplante Facebook-Währung Diem ist ein treibender Faktor.

2020 war der Insel-Staat Bahamas weltweit das erste Land, das mit dem "Sand Dollar" eine digitale Version seiner Landeswährung eingeführt hat. Unter den großen Ländern ist China am weitesten in der Entwicklung digitaler Zentralbank-Währungen vorangeschritten. Die Europäische Zentralbank (EZB) will um die Jahresmitte herum entscheiden, ob sie ein formelles Projekt für einen digitalen Euro starten soll.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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