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Abwrackprämie für Hausgeräte gefällt der Regierung nicht

Abwrackprämie für Hausgeräte gefällt der Regierung nicht

03.04.2013, 15:26 Uhr | AFP, dpa-AFX, t-online.de

Abwrackprämie für  Hausgeräte gefällt der Regierung nicht. Harald Friedrich, Chef von Bosch Hausgeräte, plädiert für neue Elektrogeräte (Quelle: Reuters)

Harald Friedrich, Chef von Bosch Hausgeräte, plädiert für neue Elektrogeräte (Quelle: Reuters)

Ein Kohlekraftwerk weniger und die Reduzierung der Stromkosten um einen Milliardenbetrag: Das wäre laut Harald Friedrich, dem Geschäftsführer von Robert Bosch Hausgeräte, der Effekt, wenn in Deutschland alle Haushaltsgeräte ersetzt würden, die älter sind als 14 Jahre. Er fordert daher eine Abwrackprämie für Kühlschränke und Waschmaschinen, ähnlich der für Autos im Jahr 2009, um Verbrauchern die Umrüstung schmackhaft zu machen. Die Regierung winkt aber schon ab.

"Es wäre sicher eine Chance, wenn sich die Politik zu einer Abwrackprämie für alte Hausgeräte entscheiden würde", sagte der Geschäftsführer des Branchenriesen Robert Bosch Hausgeräte, Harald Friedrich, den Zeitungen der WAZ-Gruppe. Er denke dabei vor allem an Altgeräte, die "derzeit in erheblichem Umfang den Energieverbrauch" steigerten.

"Unterstützen solche Vorschläge nicht"

Bei der Bundesregierung kommt die Forderung allerdings nicht gut an. "Wir unterstützen solche Vorschläge nicht", sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums. Auch aus dem Haus von Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hieß es, die Überlegungen würden nicht geteilt. Verbraucherschützer halten die Abwrackprämie für sinnvoll. Auch der BUND, die Linken und die Grünen hatten sich bereits für Abwrackprämien für Haushaltsgeräte ausgesprochen.

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Geschätzte Einsparung: acht Milliarden Kilowattstunden

In Deutschland gibt es laut Friedrich 30 Millionen solcher Haushaltsgeräte, die nach seinem Konzept eine Prämie erhielten. Das entspreche 17 Prozent des gesamten Bestands. "Die Einsparpotenziale sind enorm. Würden alle diese Geräte durch moderne Maschinen ersetzt, könnten acht Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr eingespart werden", sagte der Bosch-Manager. "Das würde ein großes Kohlekraftwerk verzichtbar machen."

Die Verbraucher könnten zwei Milliarden Euro Stromkosten im Jahr sparen, sagte Friedrich. Eine 15 Jahre alte Kühl-Gefrier-Kombination verbrauche im Schnitt zirka 600 Kilowattstunden Strom im Jahr, ein modernes Gerät liege bei etwa 150 Kilowattstunden. "Also können Verbraucher locker bei den Stromkosten deutlich mehr als 100 Euro im Jahr einsparen." Die Anschaffung eines Geräts mit Kosten von 850 Euro amortisiere sich folglich innerhalb von acht bis neun Jahren.

Auch Brennstoffzellen-Hersteller wollten Prämie

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hat früheren Forderungen nach einer Abwrackprämie, wie es sie vor Jahren für Autos gab, bereits eine Absage erteilt. Zuletzt waren Hersteller von Brennstoffzellen zusammen mit Branchenverbänden dafür eingetreten, durch Prämien einen Anreiz für eine Heizungsmodernisierung zu schaffen.

Für die Hersteller wäre die Prämie wohl zumindest kurzfristig ein Umsatzschub: In Österreich steigerten sie die Verkaufszahlen mit Kühlgeräten während der ersten zwei Monate der Abwrackprämie Ende 2009 um zwölf Prozent, wie aus Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung hervorgeht.

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