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Einkommensrechner: Gehören Sie zur Oberschicht? Finden Sie es heraus!


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Gehören Sie zur Oberschicht wie Olaf Scholz? Finden Sie es heraus!

Von t-online, mak

Aktualisiert am 07.10.2020Lesedauer: 2 Min.
Bundesfinanzminister Olaf Scholz: Der SPD-Politiker meint, er sei ein "Sehrgut-Verdiener".
Bundesfinanzminister Olaf Scholz: Der SPD-Politiker meint, er sei ein "Sehrgut-Verdiener". (Quelle: photothek/imago-images-bilder)
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Finanzminister Olaf Scholz hat eine Reichendebatte losgetreten. Er sei "Sehrgut-Verdiener". Tatsächlich zeigt ein interaktiver Rechner: Der Politiker ist noch viel mehr. Und was ist mit Ihnen? Wie steht Ihr Einkommen da?

In Deutschland wird mal wieder über Reichtum diskutiert. Auslöser diesmal: der Finanzminister höchstselbst. Denn Olaf Scholz, der für die SPD Kanzler werden will, hatte im ARD-"Bericht aus Berlin" gesagt: "Ich verdiene ganz gut, als reich würde ich mich nicht empfinden."

Zahlreiche Internet-Nutzer sahen dies anders. Scholz, der – ohne Zuschläge – mehr als 15.000 Euro im Monat verdient, sei durchaus als reich zu bezeichnen, hieß es in Kommentaren. Nun reagierte der Politiker mit einem Tweet: "Um meine Sicht mal klarzustellen: Als Vizekanzler gehöre ich zu den Sehrgut-Verdienern in unserem Land – jede/r kann nachlesen, wie gut."

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Doch ab welchem Nettoeinkommen ist man überhaupt reich – und wann arm? Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat dafür einen interaktiven Rechner entwickelt, der die aktuelle Einkommensverteilung in Deutschland berücksichtigt.

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Ein Haushalt eines Paares ohne Kinder zählt mit mehr als 5.329 Euro zu den einkommensstärksten zehn Prozent der Gesellschaft – dem Teil der Verteilung, den das IW als Oberschicht definiert. Scholz und seine Ehefrau Britta Ernst (SPD), die als brandenburgische Bildungsministerin ebenfalls weitere 14.000 Euro verdient, zählen also hierzu.

Und Sie? Finden Sie es heraus! Mit diesem interaktiven Rechner – die dazugehörige Erklärung finden Sie darunter.

So bedienen Sie den Rechner
Ins erste Feld tragen Sie das monatliche Haushaltsnettoeinkommen ein – also das gesamte Einkommen, das Ihrem Haushalt abzüglich Einkommenssteuer und Sozialversicherungsbeiträgen zur Verfügung steht. Zu Ihrem Lohn würde also noch der Lohn Ihres Partners – wenn Sie zusammenwohnen – oder das Ausbildungsgehalt Ihres Kindes zählen.
Anschließend müssen Sie angeben, wie viele Personen ab und unter 14 Jahren in Ihrem Haushalt leben.
Nun erhalten Sie das sogenannte bedarfsgewichtete Nettoeinkommen angezeigt, das errechnet wird (siehe unten). Links und rechts sowie unter der Grafik können Sie dann auswählen, mit welchen Gruppen Sie Ihr Einkommen vergleichen möchten. Nun bekommen Sie angezeigt, wie viel Prozent der jeweiligen Gruppen, die Sie ausgewählt haben, ärmer oder reicher sind. Wenn Sie mit Ihrer Maus über die Grafiken fahren, wird Ihnen außerdem angezeigt, wie hoch der Anteil der Gruppe an der Gesamtbevölkerung ist oder wie hoch das Medianeinkommen der Gruppe ist. Das Medianeinkommen ist das Einkommen, das die Gruppe genau in der Mitte teilt: Die eine Hälfte hat ein höheres Einkommen, die andere ein geringeres.

Die IW-Ökonomen werteten für ihre Analyse Daten aus den Haushaltsbefragungen des sogenannten Sozio-oekonomischen Panels für das Jahr 2017 aus. Im Fokus steht das sogenannte bedarfsgewichtete Nettoeinkommen oder auch Äquivalenzeinkommen: Das ist das Einkommen, das jedes Haushaltsmitglied hätte, wenn es alleine wohnen würde und erwachsen wäre. Deshalb ist bei einem Singlehaushalt das Äquivalenzeinkommen gleich dem Haushaltsnettoeinkommen.

Bei diesem Einkommen wird etwa berücksichtigt, dass größere Haushalte zwar einen höheren Bedarf an Wohnraum oder Lebensmitteln haben. Andererseits sparen sie jedoch auch – beispielsweise bei gemeinsamen Versicherungen. Außerdem spielt hinein, dass Kinder einen geringeren Bedarf haben als Erwachsene.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • IW-Rechner
  • Handelsblatt: ""Als reich würde ich mich nicht empfinden": Scholz empört mit Seitenhieb gegen Merz"
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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