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Umfrage: Drei von vier Frauen schauen beim Partner aufs Geld


Umfrage  

Drei von vier Frauen schauen beim Partner aufs Geld

11.06.2021, 15:52 Uhr | cho, t-online

Umfrage: Drei von vier Frauen schauen beim Partner aufs Geld. Ein Paar blickt aufs Meer (Symbolbild): Finanzen spielen in Beziehungen eine Rolle. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/ jacoblund)

Ein Paar blickt aufs Meer (Symbolbild): Finanzen spielen in Beziehungen eine Rolle. (Quelle: jacoblund/Thinkstock by Getty-Images)

In der Liebe zählen nicht nur die Schmetterlinge im Bauch: Drei Viertel der Frauen ist es wichtig, dass ihr Mann auch ausreichend verdient. Das dürfte auch mit klassischen Rollenbildern zu tun haben.

Es klingt nicht sonderlich romantisch, aber für viele Menschen kommt es in einer guten Beziehung nicht nur auf gegenseitige Zuneigung an, sondern auch aufs Geld. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Vergleichsportals Verivox und der Online-Partnervermittlung Parship, die t-online vorliegt.

Demnach ist Geld nur der Hälfte aller Befragten in einer Beziehung generell egal. Frauen ist die finanzielle Lage ihres Partners allerdings deutlich wichtiger als Männern. Nur 28 Prozent von ihnen sagten, für sie spiele es keine Rolle, über wie viel oder wenig Geld der Partner verfügt.

Fast drei von vier weiblichen Befragten (72 Prozent) hingegen schauen beim Partner auch aufs Geld. Dabei ist es jeder dritten Frau (37 Prozent) wichtig, dass in einer Partnerschaft beide ähnlich viel Geld besitzen.

Wenn der Mann weniger Geld hat, ist das ein Problem

Interessant ist auch: Ein weiteres Drittel der Frauen (33 Prozent) kann sich durchaus eine Beziehung vorstellen, in der der Partner über deutlich mehr finanzielle Mittel verfügt – wenn er deutlich weniger Geld als sie selbst hätte, wäre das allerdings ein Problem. 

Männern ist die finanzielle Situation ihrer potenziellen Partnerin hingegen weniger wichtig. Für drei Viertel der männlichen Umfrageteilnehmer spielt es für eine Beziehung generell keine Rolle, wie viel Geld ihre Partnerin besitzt. Nur etwa jeder Sechste (17 Prozent) ist der Ansicht, in einer Beziehung sollten sich die finanziellen Mittel in etwa die Waage halten.

Zur Methode: Verivox und Parship haben im April 2021 insgesamt 3.832 Parship-Mitglieder ab 18 Jahren online gefragt: "Kannst du dir eine Beziehung vorstellen, in der dein Partner oder deine Partnerin über viel mehr oder viel weniger Geld verfügt als du selbst?"

Frauen verdienen im Schnitt etwa ein Fünftel weniger

Laut Statistischem Bundesamt verdienten Frauen in Deutschland 2020 im Durchschnitt 18 Prozent weniger als Männer. "Die ungleiche Verteilung von Einkommen und Vermögen könnte eine Ursache dafür sein, dass vor allem viele Frauen einen Partner suchen, der ihnen finanziell wenigstens ebenbürtig ist", sagt Verivox-Geschäftsführer Oliver Maier.

"Auch traditionelle Rollenbilder könnten dazu beitragen, dass Männer und Frauen dem Thema Geld in der Partnerschaft unterschiedliche Bedeutung beimessen." Allerdings zeigen sich zum Teil deutliche Unterschiede je nach Alter der Befragten.

Ältere legen mehr Wert aufs Finanzielle

Für eine Mehrheit der Jüngeren unter 30 Jahren spielt Geld in einer Beziehung keine Rolle. Geschlechterübergreifend ist es 72 Prozent der Befragten in dieser Altersgruppe ganz egal, wie finanzstark der Partner oder die Partnerin ist. In der mittleren Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen trifft das nur noch auf die Hälfte der Befragten zu und bei den Menschen über 60 Jahren sind es nur noch 39 Prozent. 

Fast genauso viele über 60-Jährige (38 Prozent) legen in einer Beziehung Wert auf ausgeglichene Vermögensverhältnisse und für ein Fünftel wäre es zumindest ein Problem, wenn der oder die Andere deutlich weniger Geld hätte als sie selbst.

Von den Befragten unter 30 Jahren legen nur 13 Prozent Wert darauf, dass in der Partnerschaft beide ungefähr gleich finanzstark sind. Für 12 Prozent der Jüngeren wäre es ein Problem, mit jemandem zusammen zu sein, der deutlich weniger Geld hat als sie selbst.

Verwendete Quellen:
  • Umfrage von Verivox und Parship
  • Statistisches Bundesamt

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