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Rente 2040: So entwickelt sich die Altersvorsorge in der Zukunft


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So entwickelt sich die Rente in der Zukunft

Von t-online
Aktualisiert am 12.11.2015Lesedauer: 3 Min.
Was man im Alter von seiner Rente hat, hängt stark vom Wohnort ab.
Was man im Alter von seiner Rente hat, hängt stark vom Wohnort ab. (Quelle: dpa-bilder)
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Regionale Aspekte spielen bei der Entwicklung der Rente in der Zukunft eine entscheidende Rolle. Das geht aus der Studie "Rentenperspektiven 2040" vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. Die "Rentnerparadiese" werden sich verlagern.

Die gute Nachricht zuerst: In 25 Jahren bekommen Rentner im Durchschnitt mehr Geld. Die Anpassungen werden die Inflation mehr als nur ausgleichen.


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Aber der Schein trügt leider. Denn die Löhne werden im gleichen Zeitraum - wie schon in der Vergangenheit - schneller wachsen als die Renten. Der Beitragssatz, so die Prognose der Studie, wird zwar von derzeit 18,7 Prozent auf 24 Prozent bis 2040 steigen.

Das Rentenniveau sinkt

Gleichzeitig jedoch sinkt das Rentenniveau. Derzeit bekommt ein Rentner im Schnitt 46 Prozent des Durchschnittseinkommens von Erwerbstätigen. In 25 Jahren allerdings werden es nur noch 39 Prozent sein. Obwohl man also eigentlich mehr Geld bekommt, hat man dennoch weniger: Im Verhältnis zu den zuvor verdienten Einkommen wird die Rente niedriger ausfallen.

Die Entwicklung des Bruttorentenniveaus und des Beitragssatzes bis 2040.
Die Entwicklung des Bruttorentenniveaus und des Beitragssatzes bis 2040. (Quelle: Prognos 2015)

Gravierende Unterschiede gibt es je nach Region. Das ist bereits so und wird sich auch weiterhin in diese Richtung verändern - wobei jedoch Verlagerungen stattfinden.

Neue "Rentnerparadiese"

Derzeit werden in Ostdeutschland im Durchschnitt 1020 Euro Rente gezahlt, im Westen 833 Euro. Dieser Unterschied liegt vor allem an der wesentlich höheren Erwerbstätigkeit von Frauen in der DDR.

Im Osten liegen die Renten - noch - höher als im Westen.
Im Osten liegen die Renten - noch - höher als im Westen. (Quelle: Prognos 2015)

Die "Rentnerparadiese" liegen momentan also eher im Osten. 2040 aber werden sie in Bayern, zum Beispiel nahe der tschechischen Grenze liegen. Denn dort wächst einerseits die Wirtschaft und die Gehälter steigen. Auf der anderen Seite sind die Lebenshaltungskosten vergleichsweise niedrig.

Die Studie macht ihre Prognosen an bestimmten, typischen Berufen fest, zum Beispiel einem Elektroinstallateur. Dieser hat im Landkreis Hof eine um 50 Prozent höhere Kaufkraft als sein Kollege in München.

Lebenshaltungskosten unterschiedlich hoch

Die unterschiedlich hohen Lebenshaltungskosten der Regionen machen sich demnach stark bemerkbar. Das führt zum Beispiel dazu, dass sich ein Ingenieur in Schwerin genauso viel leisten kann wie ein Kollege in Hamburg - obwohl er 400 Euro weniger Rente kassiert. In München ist ein Euro Rente 23 Prozent weniger wert als im Bundesdurchschnitt. In Holzminden in Niedersachsen bekommt man 16 Prozent mehr.

Je dunkler das Blau, desto mehr Kaufkraft hat der Rentner mit jedem Euro.
Je dunkler das Blau, desto mehr Kaufkraft hat der Rentner mit jedem Euro. (Quelle: Prognos 2015)

Wachstumsstarke Regionen, in denen in Zukunft überdurchschnittlich hohe Renten gezahlt werden, liegen in Bayern, Hamburg und weiten Teilen Baden-Württembergs. In Ostdeutschland dagegen werden sie vergleichsweise geringer ausfallen. In den Erstgenannten wird man sich allerdings für das Geld weniger leisten können als in anderen Regionen.

Die Berufswahl ist entscheidend

Weiterer wichtiger Faktor für die Höhe der Rente ist natürlich auch die Berufswahl. Je länger gearbeitet und je mehr verdient wird, desto höher fällt im Alter die Rente aus. Unterbrechungen der Erwerbstätigkeit, zum Beispiel durch Kindererziehung, führen im Alter zu niedrigeren Einkommen.

Auch Besserverdiener sollten nicht völlig sorglos der Rentenzeit entgegenblicken. Ihr absolutes Einkommen im Alter liegt zwar vergleichsweise hoch. Doch zwei Effekte sorgen dafür, dass ihr Brutto-Rentenniveau niedriger liegt: Bei Gehältern oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze deckt die gesetzliche Rente nur einen Teil des Einkommens ab. Des Weiteren sind bei den betroffenen Berufen die Ausbildungszeiten häufig länger als bei anderen.

Appell an die Politik

GDV-Präsident Alexander Erdland verband die Vorstellung der Studie auch mit einem Appell: "Die Politik sollte den Leuten reinen Wein einschenken, was sie aus dem staatlichen System erwarten können, und attraktive und verlässliche Rahmenbedingungen für die betriebliche und private Vorsorge schaffen."

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