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Welchen Sinn erfĂŒllt noch der Adventskalender?

Von dpa
26.11.2019Lesedauer: 3 Min.
Ein Adventskalender gehört fĂŒr viele Menschen fest zur Vorweihnachtszeit.
Ein Adventskalender gehört fĂŒr viele Menschen fest zur Vorweihnachtszeit. Doch mit Besinnlichkeit oder christlichen Werten haben die meisten Kalender nichts zu tun. (Quelle: Lucas BĂ€uml/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Die Tage vor Weihnachten werden genau gezĂ€hlt. Kinder wie Erwachsene öffnen tĂ€glich eine kleine TĂŒr oder packen ein Geschenk aus. Wer im November durch eine Innenstadt bummelt, kommt an unzĂ€hligen Adventskalendern vorbei.

Sie liegen im Kaufhaus und Supermarkt, in der Drogerie, Buchhandlung, ParfĂŒmerie und im Baumarkt. FĂŒr jede Altersklasse und jeden Geschmack gibt es ein buntes Angebot. "Es gibt schon lange nicht mehr nur den einfachen, altbekannten Schokoladen-Adventskalender", sagt der Pressesprecher des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Hertel, in Berlin.

Er verweist auf die große Bandbreite an Produkten - vom Spielzeug-Adventskalender ĂŒber den Bier-Adventskalender bis hin zu Kalendern mit Erotik-Artikeln. WĂ€hrend sich der Schoko-Adventskalender frĂŒher vor allem an Kinder richtete, seien inzwischen viele Produkte fĂŒr Erwachsene auf dem Markt.

Erhöhte Vorfreude

Auch wenn sich Aufmachung und Inhalt drastisch gewandelt haben - die Idee ist die gleiche wie vor rund 150 Jahren: Der Kalender soll die Wartezeit bis Weihnachten angenehm gestalten und die Vorfreude erhöhen. In der Mitte des 19. Jahrhunderts erstellten Menschen sogenannte Adventszeitmesser in Form von kleinen Abrisskalendern oder Kreidestrichtafeln. Manche stellten markierte Kerzen auf, die jeden Tag eine kleines StĂŒck herunterbrannten. Der erste gedruckte Adventskalender kam um das Jahr 1902 auf dem Markt, die ersten Kalender mit TĂŒrchen gab es wahrscheinlich um das Jahr 1920. Einige Jahre spĂ€ter folgten mit Schokolade gefĂŒllte Kalender.

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Inzwischen sind Adventskalender zu einem großen GeschĂ€ft geworden, es gibt kaum ein großes Unternehmen, das keinen anbietet. Der Direktor des Instituts fĂŒr Marketing und Management an der Leibniz UniversitĂ€t Hannover, Klaus-Peter Wiedmann, sieht diese Kommerzialisierung kritisch. "Alle haben das GefĂŒhl, sie mĂŒssten dabei sein", sagt er mit Blick auf die Industrie und Verbraucher. "Es wird immer mehr."

FĂŒr die Gesellschaft sei das nicht unbedingt gut. "Die Frage ist, ob die Wertemuster dadurch negativ beeinflusst werden", sagt Wiedmann. Viele Schenkenden hĂ€tten das GefĂŒhl, immer mehr schenken zu mĂŒssen, viele Beschenkte den Wunsch, immer mehr zu bekommen. "Der Ursprung des Advents ist eigentlich etwas anderes", so der Professor.

Ihm zufolge können gekaufte Geschenke zwar Freude bereiten, die positiven GefĂŒhle halten in der Regel aber nicht lange an. "Erlebnisse, die nicht nur materiell sind, werden viel nachhaltiger empfunden", sagt Wiedmann. Ein gutes, gemeinschaftliches Zusammensein kann demnach lĂ€nger positiv wirken als ein schnell ausgepacktes Geschenk.

Viel Geld fĂŒr die Verpackung

Die Verbraucherzentrale in Bremen hat weitere Kritikpunkte. Sie verweist darauf, dass die Menschen bei Adventskalendern viel Geld fĂŒr die Verpackung zahlen, also fĂŒr etwas, das im MĂŒll landet. Der Preis pro 100 Gramm fĂŒr die Schokolade im Kalender sei zum Beispiel oft doppelt so hoch wie der Preis einer 100-Gramm-Tafel. Oft sei der Inhalt des Kalenders mehrfach verpackt. "Es bleibt eine große Menge Plastik ĂŒbrig", sagt Annabel Dierks. Kritisch sieht die Verbraucherzentrale auch, dass manche Produkte mit kindlichen Motiven Alkohol enthalten, ohne dass es eine deutlich sichtbare Kennzeichnung gibt. Die Referentin fĂŒr Lebensmittel und ErnĂ€hrung, Sonja Pannenbecker, rĂ€t deshalb zu selbstbefĂŒllten Kalendern.

Das Umweltbundesamt verweist darauf, dass der Verpackungsverbrauch in Deutschland seit Jahren ansteigt - mit negativen Folgen fĂŒr die Umwelt und den Rohstoffverbrauch. Die Behörde fordert, auf unnötige Verpackungen zu verzichten. Auch in der Weihnachtszeit sei es möglich, verpackungsfreie Produkte oder wiederverwendbare Verpackungen zu benutzen, sagt Sina Kummer. Adventskalender zum Wiederverwenden seien eine gute Alternative.

Ganz ohne Verpackung kommen sogenannte lebendige Adventskalender aus. Dabei treffen sich Menschen vom 1. bis zum 24. Dezember tÀglich an einem anderen Ort. Sie singen, hören Geschichten und trinken ein warmes GetrÀnk.

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