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Warum Krypto-Anleger jetzt cool bleiben sollten

Ein Kommentar von Nele Behrens

Aktualisiert am 06.12.2021Lesedauer: 4 Min.
Nervöse Stimmung (Symbolbild): Hohe Bewertungen und große Unsicherheiten, etwa durch die Omikron-Variante, führen zu Ausschlägen an den Börsen. Am Kryptomarkt äußert sich das meist in kraftvolleren Bewegungen – wie beim vergangenen Crash.
Nervöse Stimmung (Symbolbild): Hohe Bewertungen und große Unsicherheiten, etwa durch die Omikron-Variante, führen zu Ausschlägen an den Börsen. Am Kryptomarkt äußert sich das meist in kraftvolleren Bewegungen – wie beim vergangenen Crash. (Quelle: Spencer Platt/getty-images-bilder)
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Schock für Anleger: Am Wochenende verlor die größte Kryptowährung Bitcoin zwischenzeitlich mehr als 20 Prozent ihres Wertes. Warum Anleger nun aber nicht in Panik verfallen sollten.

Könnten Kursrutsche Geräusche machen, wäre der Knall laut gewesen: Während die Börsen am zweiten Adventswochenende selig ruhten, gerieten viele Kryptowährungen in Bedrängnis. Zwischenzeitlich verlor der Bitcoin-Kurs mehr als 20 Prozent, zeitweise kostete ein Coin nur noch 41.967 US-Dollar.

Für Bitcoin war es einer der heftigsten Kursverluste in seiner gesamten Geschichte. Auch andere Kryptowährungen wie Ether oder Solana gerieten parallel unter Beschuss. All das muss doch Grund zur Panik sein – oder?

Mitnichten. Anleger und Kryptofans sollten nach diesem Kursrutsch vor allem die Ruhe bewahren. Ja, die kommenden Wochen können ruppig werden, allerdings in vielen Anlageklassen, nicht nur im Kryptosektor. Denn wer genau hinschaut, sieht: Die Kryptomärkte nähern sich in ihren Bewegungen zunehmend denen der Aktienmärkte an.

Das sind die Gründe für den Absturz

Am Freitag etwa fielen auch der Index S&P 500 sowie der deutsche Leitindex Dax. Die Sorge um die neue Omikron-Variante des Coronavirus ließ die Nervosität an den Märkten steigen und die Risikobereitschaft sinken. Der Grund, warum Bitcoin und Co. ein ähnliches Schicksal erleiden: Inzwischen sind längst nicht nur Krypto-Enthusiasten in den Währungen investiert, sondern auch Größen der Finanzbranche. Fondsmanager von Goldman Sachs oder Blackrock haben die neue Anlageklasse für sich in der Krise entdeckt, auch immer mehr Kleinanleger wagen sich an Kryptos als weiteren Portfoliobaustein.

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Verkürzt heißt das: Bitcoin kommt immer mehr im Mainstream an. Verlieren die Anleger ihre Risikolust, trennen sie sich von ihren Krypto-Assets. Und die reagieren noch immer deutlich volatiler als andere Anlageklassen. Die Bewegungen sind also ähnlich zu anderen Anlageprodukten, die Ausschläge aber heftiger. Früher war der Kryptomarkt dagegen noch unabhängiger von den Marktbewegungen an der klassischen Börse.

So ist der aktuelle Krypto-Crash auf viele Aspekte zurückzuführen, vor denen sich auch die traditionellen Märkte fürchten:

  • die Ungewissheit rund um die Omikron-Variante,
  • die drohende Pleite des chinesischen Immobilienriesens Evergrande und
  • den möglichen Wandel der Fed in ihrer Geldpolitik.

In der Krypto-Szene kommt zudem noch die Angst vor weiteren Regulierungen dazu. Während China einen harten Verbotskurs gegen Kryptowährungen fährt, befürchten immer mehr Experten, dass die USA die Währungen mit Regulierungen zügeln möchten. Und auch in der EU gibt es ähnliche Bestrebungen, den wilden Krypto-Sektor zu domestizieren. Das widerspricht dem Ursprungsgedanken der Kryptowährungen.

Es gibt Gründe zur Panik

Es gibt sie also, die Gründe, um in Panik zu verfallen – und viele tun das auch. Der "Fear & Greed Index" der Krypto-Branche steht auf dem Wert 16 und damit auf "extreme fear". So tief stand der Wert etwa zuletzt im Juli, als der Bitcoin kurz unter die 30.000-Dollar-Marke fiel.


Und dennoch: Wer jetzt in Panik verfällt, dem fehlt offensichtlich die Übung im Kryptosektor. Denn trotz des rabiaten Rücksetzers stehen die Zeichen für viele Kryptowährungen noch immer langfristig auf Wachstum. Das hat mehrere Gründe:

  • Omikron weckt Erinnerungen an den Beginn der Pandemie. Es gibt viele Unsicherheiten und die Sorge, dass die Coronavirus-Variante den bisherigen Impfschutz umgehen könnte. Es ist daher durchaus eine Parallele zwischen der derzeitigen Abwärtsbewegung und dem damaligen Einbruch zu sehen. Was folgte nach dem tiefen Einschnitt im Frühjahr 2020? Die größte Aufwärtswelle die Bitcoin und Co. je erlebten.
  • Kaufe, wenn Blut auf der Straße ist: Der "Fear & Greed Index" zeigt die Stimmung in der Branche, doch nach dieser sollten sich Anleger nicht unbedingt richten. Bereits im Sommer folgte auf die große Panikphase ein nächster Aufwärtstrend, bei dem auch das aktuelle Allzeithoch erreicht wurde. Auch im aktuellen Crash sind die Bullen nicht verstummt. Viele US-Experten rechnen noch immer damit, dass der Bitcoin-Kurs kurzfristig die Marke von 100.000 US-Dollar knacken wird – einige peilen dafür sogar das erste Quartal 2022 an.
  • Große Namen investieren mittlerweile in Kryptowerte: Der Vermögensverwalter Blackrock hat hunderte Millionen US-Dollar in Mining-Firmen über seine ETFs angelegt, Goldman Sachs bietet Kunden an, über komplexe Derivate in Kryptowährungen zu investieren und die US-Bank JP Morgan überlegt bereits, Bitcoin von Unternehmenskunden anzunehmen, um ihnen mit Kryptowährungen besicherte Kredite zu geben. Auch Firmen wie Visa, Paypal und selbst Adidas drängen immer weiter in die Kryptowelt vor. Das zeigt ein langfristiges Potenzial.

Die Krise trennt die Spreu vom Weizen

Die kommenden Wochen könnten für Anleger also durchaus ungemütlich werden. Wer nun aber in Panik verkauft, könnte sich ähnlich ärgern wie die Investoren, die im Sommer bei der letzten Abwärtswelle aus dem Markt flüchteten.

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Panik ist bei solchen hochspekulativen und risikoreichen Produkten wie Kryptowährungen ein schlechter Ratgeber. Nicht umsonst ist ein beliebter Begriff unter frühen Anleger "hodl" – hold on for dear life. Oder anders ausgedrückt: Wer das Risiko scheut, darf in diesem Markt nicht mitspielen.

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