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Kostenlose Kreditkarte: Das sind die besten Gratis-Karten

Angebote im Vergleich  

So viel sparen Sie mit einer kostenlosen Kreditkarte

21.01.2021, 22:48 Uhr
Kostenlose Kreditkarte: Das sind die besten Gratis-Karten. Eine Frau nutzt ihre Kreditkarte (Symbolbild): Wer die Standard-Karte seiner Bank gegen eine kostenlose Kreditkarte eintauscht, hat mehr Geld zum Ausgeben. (Quelle: Getty Images/Luis Alvarez)

Eine Frau nutzt ihre Kreditkarte (Symbolbild): Wer die Standard-Karte seiner Bank gegen eine kostenlose Kreditkarte eintauscht, hat mehr Geld zum Ausgeben. (Quelle: Luis Alvarez/Getty Images)

Erst einkaufen, später zahlen – mit Kreditkarte kein Problem. Doch so manche Hausbank verlangt für diesen Service hohe Gebühren. Wir zeigen Ihnen kostenlose Alternativen, die völlig ausreichen.

Bargeldlos bezahlen, Geld am Automaten abheben oder online shoppen: Mit einer Kreditkarten ist all das möglich – ohne dass man das Geld sofort zur Verfügung haben muss. Erst später holt sich die Bank das vorgestreckte Geld zurück, indem sie es einzeln oder einmal im Monat von Ihrem Girokonto einzieht.

Doch so praktisch das auch ist – wenn Sie die Kreditkarte über Ihre Hausbank beziehen, zahlen Sie dafür meist zu viel. Dabei gibt es Kreditkarten auch kostenlos, also ohne Jahresgebühr. Und die wichtigsten Leistungen deckt man damit trotzdem ab. t-online zeigt, welche Gratis-Karten sich lohnen.

Für wen eignet sich eine kostenlose Kreditkarte?

Kostenlose Kreditkarten sind fast für jeden geeignet. Denn sie bieten in der Regel alle Leistungen, die wirklich nötig sind, ohne dass Sie dafür eine Jahresgebühr zahlen müssen. Zudem sind die Gebühren für das Abheben und Bezahlen überschaubar.

Laut einer Auswertung des Online-Vergleichsportals Verivox, die t-online exklusiv vorliegt, sparen Sie im Schnitt mehr als 52 Euro und in der Spitze sogar mehr als 70 Euro im Jahr, wenn Sie von der Kreditkarte Ihrer Hausbank auf eine kostenfreie Karte ohne Kontobindung umsteigen.

Für die Analyse hat das Vergleichsportal die Kreditkartenkosten eines Modellkunden bei jeweils fünf großen Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie überregionalen Privatbanken recherchiert. Dabei wurde angenommen, dass der Kunde einmal im Jahr außerhalb der Eurozone Urlaub macht und dort die Kreditkarte zum Bezahlen und Geldabheben einsetzt.

Insgesamt summieren sich die Gebühren bei den 15 Geldhäusern auf 29,40 bis 70,58 Euro. Im Schnitt zahlt der Modellkunde dort 52,51 Euro für die Kreditkarte.

Im Vergleich zu Kreditkarten mit Jahresgebühr umfassen Gratis-Karten zwar oft keine Versicherungen oder besondere Rabatte, diese Leistungen lohnen sich aber ohnehin nur für die wenigsten Verbraucher. 

Wer von seiner Bank keine klassische Kreditkarte bekommt, weil seine Bonität dafür nicht ausreicht, kann auf Prepaid-Karten umschwenken. Diese müssen Sie vorab mit einem Guthaben aufladen und können dann nur das Geld ausgeben, das sich tatsächlich auf der Kreditkarte befindet. Allerdings ist hier Vorsicht geboten: Die Gebühren sind oft recht unübersichtlich.

Auf welche Kosten muss ich achten?

Bei kostenlosen Kreditkarten liegt grundsätzlich nur die Jahresgebühr bei 0 Euro. Andere Gebühren können trotzdem anfallen. Unsere Übersicht zeigt, auf welche weiteren Kosten Sie achten sollten:

  • Abhebegebühr: Wenn Sie mit der Kreditkarte Bargeld am Automaten oder Schalter abheben, kann das Kosten verursachen – im Ausland wie im Inland.
  • Automatengebühr: Das ist eine Gebühr, die der Betreiber des Automaten zusätzlich erhebt, wohingegen die Abhebegebühr von der Bank festgelegt wird. Automatengebühren gibt es besonders häufig etwa in den USA, Thailand sowie in einigen Ländern Mittel- und Südamerikas. Solche Betreiberentgelte werden in der Regel nicht erstattet.
  • Fremdwährungsgebühr: Wenn Sie in anderen Währungen als dem Euro bezahlen oder Geld abheben, kann ebenfalls eine Gebühr fällig werden.
  • Auslandseinsatzentgelt: Auch wenn der Preis in Euro angegeben ist, kann es passieren, dass Sie draufzahlen. Denn manche Banken lassen es sich etwas kosten, wenn ein Unternehmen, bei dem Sie einkaufen, seinen Sitz nicht in einem Euroland hat. 
  • Währungsumrechnungsentgelt: Hinter dem sperrigen Begriff verbirgt sich eine weitere Gebühr, die Banken verlangen, wenn Sie innerhalb der Europäischen Union in einer anderen Währung als dem Euro zahlen. Grundlage dafür ist der Referenzkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) am Tag der Zahlung oder Abhebung. Auf diesen wird dann entweder ein fester Prozentsatz aufgeschlagen – oder die Differenz zwischen dem Mastercard- und Visa-Kurs und dem der EZB.
  • Kreditzinsen: Wer nicht genug Geld auf dem Girokonto hat, wenn die Kreditkartenschulden abgehen, zahlt zusätzlich einen Dispozins. Eine andere Form von Kreditzinsen fällt an, wenn Sie mit Ihrer Kreditkarte die Teilzahlungsoption nutzen, also einen Betrag in Raten zurückzahlen.

Welche Gratis-Kreditkarten sind zu empfehlen?

Verivox hat zehn Kreditkarten ohne Jahresgebühr recherchiert, die nicht an ein Girokonto einer bestimmten Bank gekoppelt sind. Verbraucher können also einfach ihr bestehendes Konto nutzen, um die Umsätze abzurechnen. Bezahlen und Geldabheben im Ausland sind ebenfalls gratis. Die Tabelle zeigt die genauen Konditionen:

Wichtig zu wissen ist, dass die kostenlosen Kreditkarten so voreingestellt sind, dass immer nur ein Teil der Rechnung vom Konto abgebucht und der Rest in einen fortlaufenden Kredit umgewandelt wird. Das nennt sich Teilzahlungsfunktion.

"Wer diese in Anspruch nimmt, zahlt allerdings je nach Karte mitunter hohe Zinsen", sagt Verivox-Geschäftsführer Oliver Maier. Um diese Kosten zu sparen, sollten Verbraucher ihre Kreditkartenrechnung rechtzeitig zur Fälligkeit komplett bezahlen.

Besonders bequem ist dabei der automatische Einzug per Lastschrift. Sieben der zehn Gratis-Karten lassen sich auch als sogenannte Charge-Kreditkarten führen. Dann wird automatisch der gesamte Rechnungsbetrag vom Konto abgebucht.

Bei den anderen Karten müssen Inhaber selbst daran denken, ihre Rechnung pünktlich auszugleichen. Dann werden auch keine Zinsen berechnet. Eine Ausnahme können Barabhebungen am Geldautomaten sein. Sie werden bei einigen Karten unmittelbar ab dem Abhebedatum verzinst.

Worauf sollte man bei Kreditkarten sonst noch achten?

Immer mehr Verbraucher bezahlen inzwischen kontaktlos. In Deutschland ist dabei für Zahlungen bis 50 Euro bei Mastercard- und Visa-Kreditkarten keine PIN-Eingabe oder Unterschrift nötig. In anderen Ländern gibt es zum Teil andere Höchstgrenzen.

Mit allen hier vorgestellten Gratis-Karten ist kontaktloses Bezahlen ebenfalls möglich, sechs von ihnen lassen sich außerdem mit Apple Pay und Google Pay verknüpfen.

Wer seine Kreditkarte im Ausland einsetzt, sollte beim Bezahlen und Geldabheben immer die örtliche Landeswährung auswählen und auf die Umrechnung in Euro verzichten.

"Beim örtlichen Automatenbetreiber zahlen Verbraucher oft Aufschläge von 5 bis 10 Prozent auf den offiziellen Wechselkurs", sagt Verivox-Chef Maier. "Wird der Betrag jedoch in der Fremdwährung belastet, erfolgt die Umrechnung in Deutschland durch die heimische Bank. Das ist fast immer deutlich günstiger."

Verwendete Quellen:

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