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Saldo: Was bedeutet das auf dem Konto? Definition und Nutzen


Einfach erklärt  

Was bedeutet Saldo auf dem Konto?

12.07.2021, 08:50 Uhr
Saldo: Was bedeutet das auf dem Konto? Definition und Nutzen. Ein Mann sichtet Unterlagen (Symbolbild): Ein Blick auf den Kontoauszug schützt vor Dispozinsen. (Quelle: dpa/tmn/Christin Klose)

Ein Mann sichtet Unterlagen (Symbolbild): Ein Blick auf den Kontoauszug schützt vor Dispozinsen. (Quelle: Christin Klose/dpa/tmn)

Wer wissen will, wie viel Geld er zur Verfügung hat, dem hilft ein Blick auf den sogenannten Saldo. Wir erklären, was sich hinter dem Begriff verbirgt und wo er überall zum Einsatz kommt.

Besitzen Sie ein Konto, haben Sie auch einen Saldo. Wahrscheinlich hantieren Sie damit sogar bereits intuitiv richtig, selbst wenn Sie nicht so genau wissen, worum es sich dabei handelt.

Einige Besonderheiten sollten Sie aber unbedingt kennen – etwa den Dispo- und den Valutasaldo. Sonst könnte es am Ende für Sie teuer werden. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten sollten.

Was bedeutet Saldo?

Der Begriff "Saldo" stammt aus dem Italienischen und bedeutet so viel wie "fest" oder "festmachen". Er wird vor allem in der Buchführung benutzt. Der Saldo ist sowohl für Unternehmen als auch für Privatleute wichtig. Denn er zeigt zum Beispiel an, ob das Konto im Plus oder im Minus ist.

Was ist Saldo auf dem Konto?

Auf dem Konto repräsentiert der Saldo sozusagen Ihren Kontostand. Denn beim Saldo handelt es sich um die Differenz der sogenannten Soll- und Habenseite. Zahlungseingänge werden Ihnen beim Girokonto auf der Habenseite, Abbuchungen auf der Sollseite angezeigt.

Rechnet man beide Seiten miteinander auf, ergibt sich Ihr aktueller Kontostand. Den aktuellen Saldo Ihres Bankkontos finden Sie auf dem Kontoauszug oder im Online-Banking.

Ist die Habenseite größer, liegen Sie umgangssprachlich im Plus. Im Fachjargon spricht man auch vom Habensaldo. Ist hingegen die Sollseite größer, wurde also mehr abgebucht als Ihnen gutgeschrieben wurde, ist Ihr Konto im Minus. Es besteht dann ein Sollsaldo. Sind beide Seiten gleich groß, ist der Saldo gleich null.

Ein anderer Begriff für den tagesaktuellen Saldo ist der Tagessaldo. Außerdem gibt es bei Bankkonten noch den sogenannten Abschlusssaldo. Diesen muss die Bank mindestens einmal pro Jahr errechnen. Er fasst alle Buchungen zusammen.

Haben Sie mit Ihrem Institut vereinbart, dass Sie Ihr Konto überziehen können, gibt es zudem einen Disposaldo. Dieser gibt Ihren Kontostand plus den Überziehungsrahmen an. Es kann also sein, dass Sie bereits im Soll sind, auch wenn Ihnen laut diesem Saldo noch Geld zur Verfügung steht. Beachten Sie, dass dafür mitunter sehr hohe Zinsen fällig werden. Lesen Sie hier, wie Sie Geld sparen, indem Sie statt des Dispos einen Ratenkredit nutzen.

Können sich Kontostand und Saldo unterscheiden?

Ja, das ist möglich. Beim Saldo können bereits Gutschriften oder Abbuchungen eingerechnet sein, die erst am Ende des Tages oder noch später gebucht werden – etwa weil die Bank erst prüfen muss, ob ein Scheck auch gedeckt ist. Gibt es solche Vormerkungen, sind Saldo und Kontostand vorübergehend unterschiedlich. Man nennt diese Art Saldo auch Valutasaldo.

Das Valutadatum gibt dabei an, wann die Buchung ausgeführt wird. Je nachdem, ob es sich dabei um eine Abbuchung oder Gutschrift handelt, sollten Sie entweder sicherstellen, dass Ihr Konto bis dahin ausreichend gedeckt ist oder Sie nicht mehr Geld entnehmen, als Sie aktuell tatsächlich zur Verfügung haben.

Was ist Saldo in der Buchhaltung?

Auch in der Buchhaltung eines Unternehmens spielt der Saldo eine wichtige Rolle. Denn er verschafft einen Überblick darüber, welche finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. Die Salden verschiedener Konten können in die Unternehmensbilanz übernommen werden.

In der Bilanz wird allerdings nicht von Soll- und Habenseite gesprochen, sondern von Aktiva und Passiva – oder auch Aktivsaldo und Passivsaldo. Der Gesamtsaldo der Buchhaltung ergibt sich aus der Summe aller Salden.

Schuldet jemand dem Unternehmen noch Geld – zum Beispiel weil er eine Rechnung erst im folgenden Jahr bezahlt, wird er als sogenannter Debitor in die Bilanz eingetragen. Ist es umgekehrt, nennt man ihn Kreditor.

Verwendete Quellen:

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