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SunConcept ist pleite: Weitere Solarfirma in Schieflage

Solarfirma  

Weitere Solarfirma in Schieflage - SunConcept ist pleite

09.02.2012, 09:50 Uhr | t-online.de - mmr, t-online.de

SunConcept ist pleite: Weitere Solarfirma in Schieflage. Mittelhessische Solarfirma SunConcept Group ist insolvent  (Quelle: dapd/ SunConcept)

Mittelhessische SunConcept Group ist insolvent (Quelle: dapd/ SunConcept)

Das Sterben deutscher Solarfirmen geht weiter. Nach den Finanzproblemen relativ großer Firmen wie Solar Millennium, Solon oder auch Q-Cells ist nun auch die international agierende SunConcept Group aus dem mittelhessischen Elz pleite. Beim Limburger Amtsgericht wurde für ihre sieben Gesellschaften ein Insolvenzantrag gestellt. Das bestätigte das Gericht gegenüber der "Rhein-Zeitung". Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Koblenzer Rechtsanwalt Jens Lieser bestellt. Mehr als 100 Mitarbeiter warten noch auf ihre Januar-Gehälter.

Das Unternehmen für regenerative Energiesysteme mit dem Schwerpunkt Solaranlagen expandierte in den vergangenen Jahren offenbar zu schnell. Ein letzter Hoffnungsfunken in Form eines Investors aus Übersee verglühte am Dienstag, schreibt die "Nassausische Neue Presse" (NNP). Das neue Angebot konnte die kreditgebenden Banken nicht überzeugen, heißt es in dem Pressebericht.

Zwei Sparkassen warten auf Millionen

Die Chefs der SunConcept Group wollen trotzdem nicht aufgeben. "Wir sehen noch eine Lösung, um das Unternehmen für einen Übergangszeitraum fortführen zu können", hieß es Dienstag-Abend aus der Chefetage. Diese Lösung könne eine sogenannte "geordnete Insolvenz" sein. Der Aufsichtsrat der SunConcept Holding AG, unter deren Dach sieben Gesellschaften operieren, ist nach "NNP"-Informationen zurückgetreten.

Löhne werden noch gezahlt

Durch das von der Bundesagentur für Arbeit gezahlte Insolvenzgeld sind die Löhne und Gehälter der Belegschaft bis März gesichert. Die Beschäftigten hatten für Januar noch kein Geld bekommen. Wie die "Nassauische Neue Presse" schreibt, stehen zwei Gesellschaften bei zwei Sparkassen mit rund acht Millionen Euro in der Kreide. Als Konsortialpartner ist auch die Landesbank Baden-Württemberg beteiligt. Außer den beiden Banken soll es keine größeren Gläubiger geben. Leidtragende einer Pleite könnten auch Kunden sein, weil für Gewährleistungsansprüche kein Garantiegeber mehr da wäre.

Rasante Trendwende nach unten

Die Entwicklung von SunConcept kannte seit der Gründung vor knapp acht Jahren nur eine Richtung: nach oben. Bis zum vergangenen November. Die Trendwende nach unten geschah von da an noch rasanter. Mit aller Macht stemmte sich der vierköpfige Vorstand gegen den tiefen Fall, heißt es in dem Bericht. Bislang vergebens.

Tatsache ist wohl, dass die betriebswirtschaftlichen Strukturen dem schnellen Wachstum der Unternehmensgruppe nicht angepasst wurden. Dem Vernehmen nach fehlte in dem Konglomerat verschiedener Gesellschaften der (finanzielle) Überblick für das große Ganze.

Auch Sportvereine betroffen

SunConcept machte als guter Arbeitgeber und Sponsor von sich reden: beim Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt sowie bei den regionalen sportlichen Aushängeschildern TUS Holzheim, RSV Würges und Eisbachtaler Sportfreunde, berichtet die "NNP". Auch für die heimischen Vereine wird die Pleite Konsequenzen haben.

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