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Bangladesch und westliche Konzerne vereinbaren Sicherheitsstandards

3500 Textilfabriken vor Kontrollen  

Bangladesch und westliche Konzerne vereinbaren Sicherheitsstandards

21.11.2013, 20:49 Uhr | AP, AFP

Bangladesch und westliche Konzerne vereinbaren Sicherheitsstandards. Viele Näherinnen arbeiten in Bangladesch unter unwürdigen Arbeitsbedingungen (Quelle: dpa)

Viele Näherinnen arbeiten in Bangladesch unter unwürdigen Arbeitsbedingungen (Quelle: dpa)

Bangladesch und führende westliche Handelsketten wie Walmart und H&M haben schärfere Sicherheitsstandards für rund 3500 Textilfabriken des Landes vereinbart und den Weg für gründlichere Kontrollen freigemacht. Händler, Regierung und Gewerkschaftsvertreter vereinbarten in Dhaka Mindestnormen für Brandschutz- und Sicherheitsmaßnahmen.

Freitag können Kontrollen beginnen

Es handele sich um einen "bedeutenden Fortschritt", sagte Srinivas Reddy von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Ab Freitag könnten die Sicherheitskontrollen beginnen. Die vereinbarten Normen sollen die Inspektionen vereinfachen und so eine Wiederholung von Katastrophen wie Rana Plaza verhindern, bei der im April 1135 Menschen unter den Trümmern einer eingestürzten Textilfabrik starben.

Die Handelsketten aus den USA und aus Europa sind laut Reddy für die Kontrolle von 2000 Fabriken zuständig. Die Regierung ist demnach für die Inspektion der übrigen 1500 Fabriken verantwortlich.

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Gewerkschaft spricht von "Durchbruch"

Bangladeschs führender Gewerkschaftsvertreter Mikail Shipar sagte, alle Textilfabriken müssten die neuen Standards einhalten. Geschehe dies nicht, drohe die Schließung. "Das Abkommen von heute bedeutet einen großen Durchbruch, der hilft, die Sicherheit aller Arbeiter in der Textilindustrie von Bangladesch zu garantieren", sagte er.

Bangladesch ist nach China der zweitgrößte Produzent von Textilien weltweit. Die Branche beschäftigt fast vier Millionen Menschen, überwiegend Frauen. Die Fabriken produzieren rund 80 Prozent aller Exporte des Landes. Deren Wert beläuft sich auf rund 20 Milliarden Euro jährlich.

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