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Urteil: Langer Umweg bei Heimfahrt schließt Wegeunfall aus

Urteil  

Langer Umweg bei Heimfahrt schließt Wegeunfall aus

01.11.2019, 11:59 Uhr | dpa

Urteil: Langer Umweg bei Heimfahrt schließt Wegeunfall aus. Stau auf der Fahrt zum Job: Ein Unfall auf dem Arbeitsweg ist versichert - Umwege sind jedoch nicht davon abgedeckt.

Stau auf der Fahrt zum Job: Ein Unfall auf dem Arbeitsweg ist versichert - Umwege sind jedoch nicht davon abgedeckt. Foto: Stephan Jansen/dpa/dpa-tmn. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main/Osnabrück (dpa/tmn) - Liegt ein Arbeitsunfall vor, stehen Arbeitnehmer in der Regel unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Das gilt allerdings nur, wenn sie zum Unfallzeitpunkt auf direktem Weg zur Arbeit oder nach Hause waren.

Wer auf Strecken unterwegs ist, die verkehrsbedingt nicht nachvollziehbar sind, muss damit rechnen, dass kein versicherter Wegeunfall vorliegt. Das zeigt ein Urteil des Sozialgerichts Osnabrück (Az.: S 19 U 251/17), auf das der Bund-Verlag in seinem Blog für Betriebsräte verweist.

Stau auf dem Arbeitsweg

In dem Fall ging es um einen Auszubildenden, der mit seinem Motorrad einen Unfall erlitt. Er gab an, anstatt der direkten Strecke von der Arbeitsstätte nach Hause einen großen Bogen gefahren zu sein, weil es Stau gegeben hatte.

Die Unfallversicherung sah keinen Grund für die Anerkennung als Arbeitsunfall. Dem stimmte das Sozialgericht zu. Ausschlaggebend war laut Begründung des Gerichts, dass der Auszubildende zum Unfallzeitpunkt keinen durch die Wegeunfallversicherung geschützten Weg mehr zurücklegte.

Kein Schutz für Umweg

Als er vom direkten Weg abwich, hätte er es nur noch 550 Meter bis nach Hause gehabt. Wäre er ohne Unfall weitergefahren, hätte er insgesamt einen Weg gewählt, der mehr als achtmal so lang war wie der normale restliche Heimweg.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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