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Untersuchung entlastet Josef Ackermann und Zurich

Von t-online, reuters
Aktualisiert am 04.11.2013Lesedauer: 2 Min.
Nach dem Selbstmord des Zurich-Finanzchefs Wauthier hatte Josef Ackermann seinen Posten bei dem Versicherer niedergelegt
Nach dem Selbstmord des Zurich-Finanzchefs Wauthier hatte Josef Ackermann seinen Posten bei dem Versicherer niedergelegt (Quelle: dpa, Steffen Schmidt)
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Im Drama um den Selbstmord des Finanzvorstands des Versicherungskonzerns Zurich, Pierre Wauthier, wurden das Schweizer Unternehmen und dessen ehemaliger Präsident Josef Ackermann jetzt entlastet. Wauthier sei vor seinem Selbstmord nicht unter ungebührlichen oder unangemessenen Druck gesetzt worden, heißt es laut Zurich in einer von der Schweizer Finanzmarkt-Aufsicht Finma in Auftrag gegebenen Untersuchung.

Die Analyse habe zudem ergeben, dass die Finanzkennzahlen des Konzerns angemessen dargestellt worden seien, teilte der Versicherer jetzt mit. Damit wurde ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters vom Wochenende bestätigt.

Ackermann wies Mitverantwortung von sich

Der 53-jährige Zurich-Finanzchef war am 26. August tot an seinem Wohnort am Zuger See aufgefunden worden. In einem Abschiedsbrief warf er Josef Ackermann vor, dieser habe ihn unter Druck gesetzt. Der ehemalige Deutsche-Bank-Chef nahm drei Tage später seinen Hut als Verwaltungsratschef. Eine Mitverantwortung für Wauthiers Tod wies er von sich.

Der Versicherer beauftragte daraufhin den Wirtschaftsprüfer PricewaterhouseCoopers (PwC) und die auf Wirtschafts- und Steuerthemen spezialisierte Zürcher Anwaltskanzlei Homburger, die Umstände des Selbstmords zu untersuchen. Sie befragten Mitarbeiter und durchforsteten E-Mails sowie andere Korrespondenz auf der Suche nach Hinweisen, dass Wauthier unter übertriebenem Druck stand.

"Wir sind noch immer zutiefst betroffen und traurig über den Verlust von Pierre Wauthier und können uns seine Beweggründe für den tragischen Entschluss nicht erklären", betonte Ackermanns Nachfolger Tom de Swaan. Das respektvolle Miteinander nehme auf allen Ebenen des Unternehmens einen sehr hohen Stellenwert ein.

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Konzern erschüttert

Der Selbstmord und der abrupte Abgang des Präsidenten erschütterten den Konzern, die Aktien gerieten unter Druck. Konzernchef Martin Senn hatte versichert, es gebe keine Verbindung zwischen den Ereignissen und der finanziellen Performance des Unternehmens.

Insidern zufolge hatten sich zwischen Ackermann und Wauthier in den Monaten vor dessen Selbstmord Spannungen aufgebaut. Bei einem Gespräch am Tag vor der Quartalsberichterstattung Mitte August bestand Ackermann demnach auf einer letzten Änderung in Präsentationsunterlagen: Der allgemeine Geschäftsausblick für 2013 wurde vorsichtiger formuliert.

Zurich setzte Fragezeichen hinter die mittelfristigen Ziele für zwei der drei Geschäftsbereiche. Neue Ertragsziele will Konzernchef Senn den Investoren am 5. Dezember präsentieren.

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  • Nele Behrens
Von Nele Behrens
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