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Die subjektive Sicht des Autors auf das Thema. Niemand muss diese Meinung ĂŒbernehmen, aber sie kann zum Nachdenken anregen.

So vermehrt sich Ihr Geld am besten

Eine Kolumne von Jessica Schwarzer

Aktualisiert am 04.02.2022Lesedauer: 4 Min.
GlĂŒckliches Ă€lteres Paar (Symbolbild): Geldanlage kann man sich extrem leicht machen
GlĂŒckliches Ă€lteres Paar (Symbolbild): Geldanlage kann man sich extrem leicht machen (Quelle: kupicoo/getty-images-bilder)
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Aktien gĂŒnstig, möglichst am Tiefpunkt zu kaufen und teuer zu verkaufen, davon trĂ€umen viele Anleger. Aber wie entscheidend ist das fĂŒr den langfristigen Anlageerfolg? Sie werden ĂŒberrascht sein.

Wenn Sie Geld an der Börse anlegen, dann mĂŒssen Sie sich entscheiden, wann und wie oft Sie es tun. Kaufen Sie lieber einmal fĂŒr eine grĂ¶ĂŸere Summe oder sparen Sie regelmĂ€ĂŸig kleinere Raten? Argumente gibt es jede Menge pro und contra Einmalanlage, aber auch pro und contra Sparplan.


Depot eröffnen in drei Schritten

Sie sind bereit, Ihr Geld zu investieren, statt es auf Girokonto oder Sparbuch zu parken? Das nötige Wissen haben Sie sich auch draufgeschafft? Dann fehlt jetzt nur noch eins: ein Depot fĂŒr Wertpapiere. Am besten eignen sich dafĂŒr Direktbanken im Internet wie die DKB, ING oder Comdirect. Beispielhaft zeigen wir Ihnen im Folgenden anhand der Consorsbank, wie Sie in wenigen Schritten ein Depot eröffnen.
Schritt 1: Depot beantragen. Sie können den Antrag fĂŒr ein Depot direkt auf der Website Ihres Anbieters ausfĂŒllen. DafĂŒr mĂŒssen Sie zunĂ€chst ein paar generelle Fragen beantworten – etwa ob Sie bereits Kunde bei der Bank sind.
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Die einen schĂ€tzen beispielsweise den Automatismus des monatlichen ETF- oder Fondssparplans, die anderen legen lieber einmal im Jahr oder alle paar Jahre grĂ¶ĂŸere Summen an. Klingt so, als ob es Geschmacksache wĂ€re, oder? Ist es auch, aber nur teilweise. Denn mit Blick auf die Rendite liegt die Einmalanlage vorne.

Der Blick in die Statistik des Fondsverbandes BVI, in die die Ergebnisse aktiv gemanagter Fonds und börsengehandelter Indexfonds (ETFs) einfließen, zeigt es recht deutlich: Wenn Sie vor zehn Jahren in einen Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Deutschland investiert hĂ€tten, hĂ€tten Sie sich Ende 2021 ĂŒber eine Rendite von 10,2 Prozent freuen können – und zwar pro Jahr, aber natĂŒrlich durchschnittlich. Es gibt eben gute und schlechte Börsenjahre. Mit einem Sparplan wĂ€ren Sie "nur" auf 6,9 Prozent pro Jahr gekommen.

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Kleine Unterschiede, die es in sich haben

Ein Àhnliches Ergebnis erzielten global investierende Aktienfonds: Auf Sicht von zehn Jahren hÀtten Sie mit einer Einmalanlage durchschnittlich 10,2 Prozent Rendite pro Jahr eingefahren, mit dem Sparplan "nur" 9,5 Prozent.

Bei einer Anlagedauer von 25 Jahren schlĂ€gt die Einmalanlage den Sparplan mit 7,1 Prozent gegenĂŒber 6,9 Prozent. Es sind pro Jahr zwar je nach Anlageklasse nur ein paar Prozentpunkte, aber die können es bei einer sehr langen Anlagedauer in sich haben.

So weit die Theorie. Nun hat nicht jeder eine grĂ¶ĂŸere Summe fĂŒr eine Einmalanlage. Denn ein paar Tausend Euro sollten es schon sein. Doch die liegen eben nicht auf jedem Tagesgeldkonto oder Girokonto herum.

Wenn Sie zu diesen Anlegern gehören, ist ein Sparplan genau das Richtige fĂŒr Sie. Viele Banken und Onlinebroker bieten diese schon mit ganz kleinen Summen an, manchmal ist es eine Sparrate von nur einem Euro, meistens geht es aber mit 25 oder 50 Euro los.

SparplÀne nehmen uns Entscheidungen ab

So ein Sparplan ist mit ein paar Klicks einfach eingerichtet, Monat fĂŒr Monat wird dann die gewĂŒnschte Summe investiert, ganz automatisiert. Es braucht auch nur wenige Klicks, um die Sparrate zu erhöhen oder den Sparplan gegebenenfalls auszusetzen.

Die Börsenexpertin
Jessica Schwarzer ist Finanzjournalistin, Bestsellerautorin und langjĂ€hrige Beobachterin des weltweiten Börsengeschehens. Die deutsche Aktienkultur ist ihr eine Herzensangelegenheit. Zuletzt ist ihr jĂŒngstes Buch "Warum wirklich jeder entspannt reich werden kann" erschienen. Bei t-online schreibt sie alle zwei Wochen ĂŒber Investments und Finanztrends, die eine breit gestreute Basis-Geldanlage ergĂ€nzen. Sie erreichen sie auf LinkedIn, Twitter, Facebook und Instagram.

VerkĂ€ufe einzelner oder aller Anteile sind jederzeit möglich. Sie bleiben also maximal flexibel. SparplĂ€ne sind auch ein toller Einstieg in die Börse, eben weil es schon mit geringen Summen losgehen kann. All das spricht klar fĂŒr SparplĂ€ne.

Und noch etwas: Sie nehmen uns die Entscheidung ab, wann wir wie viel investieren. Wir investieren einfach immer und immer dieselbe Summe. Wenn Sie einmalig einen grĂ¶ĂŸeren Betrag anlegen, haben Sie nĂ€mlich unweigerlich ein psychologisches Problem: Wann ist der richtige Zeitpunkt? Steigen die MĂ€rkte weiter oder sollten Sie besser den nĂ€chsten RĂŒcksetzer abwarten? Nur wer weiß, wann der kommt?

Time, not Timing

"Timing", also der Versuch, den vermeintlich richtigen Einstiegszeitpunkt zu finden, ist aber so gut wie unmöglich. Das Gleiche gilt ĂŒbrigens fĂŒr den perfekten Ausstiegszeitpunkt. Fakt ist: "Timing" funktioniert nicht. Es ist reiner Zufall, wenn wir den perfekten Zeitpunkt erwischen.

Nicht umsonst heißt eine alte Börsenweisheit "Time, not Timing". Es zĂ€hlt der lange Anlagehorizont. Und genau deshalb funktionieren auch die Einmalanlagen langfristig so gut. Es ist also immer der richtige Zeitpunkt, um Aktien zu kaufen. Aber es ist emotional nicht immer so einfach, auf den Kaufen-Button zu klicken.

Wie ich selbst mein Geld anlege

Ich kombiniere ĂŒbrigens beides. In meinem langfristigen Depot liegen acht ETFs. Drei davon bespare ich monatlich. Das diszipliniert mich, wirklich regelmĂ€ĂŸig Geld fĂŒr den Vermögensaufbau zu investieren. Die anderen Positionen baue ich via Einmalanlage immer weiter aus.

Und wie gehe ich mit dem "Timing" um? Ganz einfach: Ich habe klare Regeln. Einmal im Jahr wird das Depot ĂŒberprĂŒft und die gewĂŒnschte Gewichtung der einzelnen ETFs wieder hergestellt. Ich investiere zu 80 Prozent in Aktien und zu 20 Prozent in Anleihen. Im Laufe eines Jahres verschieben sich die Gewichtungen, auch durch die SparplĂ€ne, die ausschließlich auf Aktien-ETFs laufen.

Mein Rebalancing, wie man dieses Nachjustieren im Börsendeutsch nennt, erfolgt in der Regel ĂŒber ZukĂ€ufe. Das fĂŒhlt sich je nach Marktlage manchmal falsch an.

Mitten im Aktiencrash "muss" ich Aktien-ETFs nachkaufen oder in der Aktien-Rally Anleihe-ETFs aufstocken, weil das Gewicht dieser Positionen mittlerweile zu gering ist. Aber da bleibe ich dann einfach stur. Mein Rebalancing passiert immer zwischen Weihnachten und Neujahr, basta. Lesen Sie hier, wie Rebalancing genau funktioniert.

Legen Sie los – je nach Ihren finanziellen Möglichkeiten

Und wie könnten Sie es nun machen? Lieber Sparplan oder lieber Einmalanlage? Nur auf die Rendite zu schauen, ist zu wenig. Viele Wege fĂŒhren zum Anlageerfolg. Und wie wir anlegen, muss nicht nur zu unserem Risikoprofil und unseren Zielen passen, sondern eben auch zu unseren finanziellen Möglichkeiten.

Auch wenn Sie nur kleine Summen investieren können oder möchten: Fangen Sie an! Sie mĂŒssen nicht erst monate- oder gar jahrelang Geld auf einem Sparkonto ansparen, bevor Sie mit einer grĂ¶ĂŸeren Summe loslegen.

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Lieber ein ETF-Sparplan als gar keine Aktien-Investments. Die Zeit ist Ihr bester VerbĂŒndeter, je frĂŒher Sie anfangen, desto besser – auch mit kleinen Summen. Zumal sich auch die Rendite der SparplĂ€ne mehr als sehen lassen kann.

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