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Hausmittel gegen Schnupfen: Was außer Nasendusche wirklich hilft

Ganz ohne Nebenwirkungen  

Effektive Hausmittel gegen Schnupfen

25.08.2018, 08:49 Uhr | mw, t-online.de

Hausmittel gegen Schnupfen: Was außer Nasendusche wirklich hilft. Viel Ruhe, Flüssigkeit und Vitamine sind bei einem aufkommenden Schnupfen wichtig. (Quelle: Getty Images/Reiand)

Viel Ruhe, Flüssigkeit und Vitamine sind bei einem aufkommenden Schnupfen wichtig. (Quelle: Reiand/Getty Images)

Bei einer leichten Erkältung müssen Sie nicht gleich zu Medikamenten greifen. Einfache Hausmittel befreien Sie schnell von Kopfschmerzen und Schnupfen – ganz ohne Nebenwirkungen.

Jeder kennt das Gefühl eines Schnupfens: Der Kopf ist schwer, man kriegt schlecht Luft durch die verstopfte Nase und dennoch läuft sie wie verrückt. Ständig muss man sich die Nase putzen und niesen. Schmecken kann man meist auch nichts.

Schnupfen ist ein typisches Symptom bei einer Erkältung. In der Fachsprache bezeichnet man ihn als Rhinitis und meint damit die durch Viren ausgelöste Entzündung der Nasenschleimhaut. Meist folgen auf einen Schnupfen weitere Erkältungssymptome, wie Husten, Heiserkeit, Kopf- und Ohrenschmerzen, mit denen der Körper versucht, die Krankheitserreger herauszuspülen. Auch Nasenbluten ist bei einem Schnupfen nicht unüblich, da die Schleimhäute extrem gereizt sind.

Um die Beschwerden zu lindern und den Schnupfen wieder loszuwerden, ist eine medikamentöse Behandlung meist nicht erforderlich und hilfreich. Vielmehr sollten Sie bei einer Entzündung der Nasenschleimhaut auf einfache Hausmittel zurückgreifen. Diese helfen, den Schnupfen schonungsvoll zu bekämpfen und die Atemwege zu befreien.

Die effektivsten Hausmittel bei Schnupfen

Diese Hausmittel helfen, das Wohlbefinden bei Schnupfen zu verbessern und das Immunsystem zu stärken:

  • Viel Flüssigkeit: Besonders wichtig bei einem Schnupfen ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Neben Wasser und vitaminreichen Säften empfehlen sich verschiedenste Teesorten, wie Lindenblüten- oder Kamillentee, die schleimlösend gegen den Schnupfen wirken. Auch unser Geheimtipp, Ingwertee mit Zitrone und Honig, beruhigt den gereizten Hals und versorgt den Körper mit Vitamin C.

Rezept: Ingwertee mit frischer Zitrone und Honig
Zutaten: heißes Wasser, 5–6 Scheiben Ingwer, ½ unbehandelte Zitrone, 1–2 Esslöffel Honig
1. Den Ingwer waschen, schälen und in Scheiben schneiden. Die Zitrone ebenfalls in Scheiben schneiden.
2. Ingwer und Zitrone in eine Teekanne geben und mit heißem Wasser übergießen.
3. Den Tee etwa 10 Minuten ziehen lassen.
4. Je nach Belieben 1–2 Esslöffel Honig dazu geben – umrühren – fertig!

  • Selbst gekochte Hühnersuppe: Als Hausmittel hat sich auch eine kräftige Hühnersuppe bewährt, denn im Hühnerfleisch steckt jede Menge Zink und das Gemüse liefert viele Vitamine. Die Suppe hilft außerdem, den erhöhten Flüssigkeitsbedarf zu decken.

Unser Tipp: Würzen Sie die Hühnersuppe mit Ingwer, Knoblauch und etwas Zitronensaft, um eine noch bessere Wirkung zu erzielen.

  • Ausreichend Ruhe und Schlaf: Um den Schnupfen auszukurieren, sollten Sie sich eine Auszeit nehmen und für Entspannung im stressigen Alltag sorgen. Viel Ruhe und Schlaf begünstigen den Heilungsprozess.
  • Frische Luft: Wenn Sie sich fit genug fühlen, kann ein Spaziergang sehr wohltuend sein. Das tiefe Ein- und Ausatmen der frischen Luft befeuchtet die Schleimhäute und lässt Sie wieder besser Luft kriegen.
  • Nasenspülung: Nasenduschen gelten bei einer Erkältung als effizientes Hausmittel gegen Schnupfen, da sie den Nasenschleim lösen und Keime ausspülen. Rühren Sie einfach einen halben Teelöffel Meersalz in einen Viertelliter lauwarmes Wasser und füllen Sie das Salzwasser in die Nasendusche. Mit dem Apparat lassen Sie dann die Salzlösung durch die Nase laufen und schon kurz darauf sollten Sie wieder besser atmen können.
  • Nasensprays: Alternativ zu Nasenduschen gibt es Nasensprays mit Meersalz in der Drogerie zu kaufen. Ohne chemische Zusätze ist das Meersalz-Nasenspray auch für den Gebrauch über einen längeren Zeitraum geeignet.
  • Inhalation mit warmen Dämpfen: Auch ein Dampfbad kann dabei helfen, den überschüssigen Schleim aus der Nase herauszutransportieren. Gießen Sie heißes – nicht kochendes – Wasser in eine Schüssel, beugen Sie sich direkt darüber und bedecken Sie Ihren Kopf sowie das Gefäß mit einem Handtuch. Atmen Sie ganz normal ein und aus. Nach etwa zehn Minuten beenden Sie das Dampfbad und können freier atmen. Wiederholen Sie dies zwei Mal täglich.

Unser Tipp: In das heiße Wasser können Sie zusätzlich ein paar Tropfen Pfefferminz- oder Teebaumöl oder getrocknete Kamillenblüten geben.

  • Warme Halswickel: Als Hausmittel gegen Schnupfen haben sich auch warme Halswickel bewährt. Tränken Sie ein Baumwolltuch in heißem Wasser und wringen Sie es so aus, dass es nicht mehr tropft, aber immer noch nass ist. Die Temperatur sollte auf keinen Fall mehr als 40 Grad betragen, da sonst Verbrennungsgefahr besteht. Wickeln Sie das Tuch um den Hals und befestigen Sie darüber ein Handtuch. Ruhen Sie sich mit dem Wickel gerne eine Weile im Bett aus, ehe Sie sich abtrocknen.

Schnupfen mit gelbem Schleim: Oft ein Hinweis auf Bakterien

Als eine sehr häufige Begleiterscheinung bei Schnupfen tritt gelber Schleim auf. Kommt es im Laufe der Erkrankung zu einer zusätzlichen Besiedelung der Nasenschleimhaut durch Bakterien kann aus anfänglich klarem bis weißlich-dünnflüssigem Sekret aus der Nase später gelblich-eitriger Schleim werden. Die gelbe Farbe des Nasenschleims entsteht dadurch, dass die körpereigenen Abwehrzellen beginnen, die Bakterien zu bekämpfen. Das sorgt für abgestorbene Immunzellen, die über das Nasensekret aus dem Körper gelangen.

Akuter Schnupfen: Wie lange dauert er?

Wie lange ein Schnupfen dauert, ist von Person zu Person unterschiedlich und abhängig davon, wie schnell das Immunsystem arbeitet. Eine akute Nasenschleimhauterkrankung ist normalerweise harmlos und verschwindet nach ein paar Tagen bis zu einer Woche von selbst. Mit verschiedenen Hausmitteln lässt sich der Heilungsprozess beschleunigen.

Geht der Schnupfen auch nach mehreren Wochen nicht weg, sollten Sie die Ursache ärztlich abklären lassen. Wenn die Nase dauerhaft verstopft ist, kommen Allergien oder ein Dauerschnupfen (chronische Rhinitis) infrage.

Beachten Sie, dass auch ein normaler Schnupfen ansteckend ist. Mittels Tröpfcheninfektion über die Luft oder durch Körperkontakt können sich die Erkältungsviren rasch verbreiten und auf andere Menschen übertragen werden.

Schnupfen beim Baby: Was tun?

Wie bei Erwachsenen wird Schnupfen bei Neugeborenen und Säuglingen häufig durch eine Infektion der oberen Atemwege ausgelöst. Doch nicht nur Erkältungen, sondern auch der sogenannte Säuglingsschnupfen oder eine Allergie können die Ursachen für einen Schnupfen beim Baby sein.

Schnupfen ist für Babys besonders unangenehm. (Quelle: Getty Images/Taborsk)Schnupfen ist für Babys besonders unangenehm. (Quelle: Taborsk/Getty Images)

Die wichtigste Frage ist nun: Was hilft dem Baby bei einer verstopften Nase? Da die Kleinen noch nicht selbst in Taschentücher schnäuzen können, müssen die Eltern dabei helfen, die kleine Babynase frei zu kriegen. Das beste Mittel gegen Babyschnupfen sind Nasentropfen aus Kochsalz- und Meersalzlösung, die mithilfe einer Pipette in die Nase getröpfelt werden. Das Salz wirkt gegen die Keime und beruhigt gleichzeitig die gereizten Schleimhäute. Auch ein paar Tropfen Muttermilch können in die Nase gegeben werden.

Weitere Maßnahmen, die einem verschnupften Baby helfen können, sind:

  • viel Ruhe und Schlaf
  • reichlich Flüssigkeitszufuhr
  • frische Luft und ein gesundes Raumklima
  • Pflege der äußeren Nasenhaut mit sanftem Balsam


Schnupfen in der Schwangerschaft: Erkältungen belasten viele Schwangere

Schwangere Frauen sind durch das allgemein geschwächte Immunsystem sehr anfällig für Erkältungen mit Schnupfen. Vor allem im ersten Schwangerschaftsdrittel kommt es zur Infektion der Nasenschleimhäute mit Schnupfenviren. Bei der Behandlung von Schnupfen in der Schwangerschaft sollten werdende Mütter nicht auf Medikamente, sondern auf schonende Methoden zurückgreifen. Hausmittel wie Nasenspülungen oder Meerwasser-Nasensprays können den Schnupfen lösen. Körperliche Schonung, frische Luft und gesunde Ernährung sorgen für eine schnelle Genesung.

Neben Erkältungen ist auch der Schwangerschaftsschnupfen (Schwangerschaftsrhinitis) ein möglicher Auslöser für verstopfte Nasen, Niesanfälle und geschwollene Nasenschleimhäute. Diese Art von Schnupfen in der Schwangerschaft wird jedoch nicht durch Erreger ausgelöst, sondern ist hormonell bedingt. Die chronischen Schnupfensymptome sind in den meisten Fällen harmlos und verschwinden spätestens nach der Schwangerschaft wieder. Betroffen von der Schwangerschaftsrhinitis sind bis zu 30 Prozent aller Schwangeren.

Schnupfen und Sport: Wann Sie besser darauf verzichten sollten

Sport ist gesund und stärkt das Immunsystem – das ist jedem bekannt. Doch was ist mit Sport bei einem gewöhnlichen Schnupfen – völlig in Ordnung oder tabu? Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Fest steht, dass es eine subjektive Entscheidung ist, ob man trotz Schnupfen Sport treibt oder nicht.

Sportmediziner raten dazu, bei Infekten mit Schnupfen und anderen Erkältungssymptomen lieber vorsichtig zu sein und dem Körper keine Extrembelastungen zuzumuten. Sport fordert den Körper genauso wie eine Erkältung. Diese doppelte Belastung für das Immunsystem dämpft die Bekämpfung der Erreger und birgt einige Risiken. So kann der Verlauf der Erkrankung deutlich verlängert werden.

Bei einem einfachen Schnupfen ohne Begleiterscheinungen wie Halsschmerzen, Husten oder Fieber ist es möglich weiterzutrainieren. Die Voraussetzung: Man fühlt sich fit genug und hört auf seine Körpersignale. Wer trotz Schnupfen in Bewegung bleiben will, kann zum Beispiel leichte Sportarten wie Walking oder Yoga ausüben.

Nach einer Erkältung mit Schnupfen ist es ratsam, es mit dem Sport langsam angehen zu lassen und das Training schrittweise wieder aufzunehmen.

Mit Schnupfen in die Sauna? Hilft das bei der Genesung?

Auch das Thema Schnupfen und Saunabesuch wird kontrovers diskutiert. Bei gesunden Menschen stärkt regelmäßiges Saunieren das Immunsystem. Aber was tun, wenn es einen erwischt hat? Sollte man mit Schnupfen in die Sauna gehen?

Unsere Antwort: Lieber nicht! Schwitzen gilt bei einer Erkältung zwar als gesund, doch die trockene, heiße Luft in der Sauna ist eine zusätzliche Belastung für das Immunsystem. Verzichten Sie also lieber auf das Saunieren, bis der Schnupfen abgeklungen ist. Als Alternative können Sie ein wohliges Wannenbad nehmen.

Schnupfen oder Allergie? So unterscheiden Sie die Symptome

Auf den ersten Blick scheinen die Symptome von Erkältungen und Allergien gleich: Fließschnupfen, Niesreiz, Halskratzen. Doch wie lässt sich ein durch eine Erkältung hervorgerufener Schnupfen von allergisch bedingtem Schnupfen (Heuschnupfen) unterscheiden?

Anhand folgender Anhaltspunkte lässt sich ein Erkältungsschnupfen von allergischem Schnupfen abgrenzen:


Schnupfen (Erkältung)Schnupfen (Allergie)
Auftreten
das ganze Jahr über, verstärkt im Wintersaisonal, zum Beispiel während der Pollenflugzeit
DauerBeschwerden klingen nach etwa einer Woche wieder abdauerhafte oder wiederkehrende Beschwerden
Nasensekreteher dickflüssiges, gelb-grünliches Sekretklares, flüssiges Sekret
Zusätzliche Symptome

Niesen: anfangs Niesreiz
Augenreizung: sehr selten
Kopfschmerzen: sehr häufig
Halsschmerzen: sehr häufig Schluckbeschwerden und Kratzen im Hals

Niesen: häufige Niesanfälle
Augenreizung: sehr häufig Augenjucken und Augentränen
Kopfschmerzen: eher selten
Halsschmerzen: eher selten, meist Juckreiz im Rachen

Erfahren Sie noch mehr über die Unterschiede von Heuschnupfen und Erkältungsschnupfen.

Schnupfen bei Haustieren: Hunde und Katzen können Triefnasen haben

Infektionen können auch Tiere treffen. So kann es durchaus vorkommen, dass Hunde, Katzen und sogar Nagetiere unter Husten und Schnupfen leiden. Lesen Sie hier, woran Sie einen Schnupfen bei Haustieren erkennen können, was es mit dem sogenannten Katzenschnupfen auf sich hat und wie Sie Ihrem Liebling schnell wieder auf die Beine helfen können.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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