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Bauchfett loswerden: Tipps – so schrumpft das Fett wirklich


Gefährliches Übergewicht  

So schrumpft das riskante Bauchfett wirklich

27.09.2019, 14:56 Uhr | Ann Kathrin Landzettel, t-online.de

Bauchfett loswerden: Tipps – so schrumpft das Fett wirklich. Mann kneift sich in den Bauch: Bauchfett ist nicht nur ein ästhetisches Problem. Es belastet auch die Gesundheit – mit jedem zusätzlichen Zentimeter. (Quelle: Getty Images/Jorge Villalba)

Mann kneift sich in den Bauch: Bauchfett ist nicht nur ein ästhetisches Problem. Es belastet auch die Gesundheit – mit jedem zusätzlichen Zentimeter. (Quelle: Jorge Villalba/Getty Images)

Bauchfett ist nicht nur ein optisches Problem, es schadet auch Ihrer Gesundheit. Ab wann das viszerale Fett gefährlich ist und wie man Bauchfett loswerden kann.

Übergewicht ist immer ungesund

Auch wenn sich der Mythos hartnäckig hält – es gibt kein gesundes Übergewicht. Vielmehr erhöht Übergewicht nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Stoffwechselstörungen, sondern belastet immer auch die Gelenke.

Warum Bauchfett gefährlich ist

Als kritisch wird vor allem Bauchfett angesehen. Es ist zum einen besonders stoffwechselaktiv, zum anderen hat jeder Mensch eine ganze Menge davon – selbst schlanke Personen. 10 bis 15 Prozent der Gesamtfettmasse befindet sich bei einem normalen Menschen im Bauchraum.

Je mehr Fett da ist, desto aktiver können auch die entzündungsauslösenden Faktoren werden. Sie bewirken, dass es zu chronischen Entzündungen kommt. Das viszerale Fett setzt aber auch Fettsäuren frei und schüttet Hormone aus. Langfristig kann das verschiedene Folgen haben.

So begünstigt Bauchfett folgende Krankheiten:

  • Herzinfarkt
  • Bluthochdruck
  • Schlaganfall
  • Arteriosklerose
  • Diabetes
  • Thrombosen
  • Alzheimer
  • Krebs

Bauchfett lässt den Cholesterinspiegel steigen

Ein dicker Bauch ist oft das Resultat einer falschen Ernährung, bei der dem Körper zu wenig Ballaststoffe und ein Übermaß an Fett und Zucker zugeführt werden. Dadurch schnellt der Blutzuckerspiegel in die Höhe und das blutzuckersenkende Hormon Insulin wird ausgeschüttet. Da Insulin den Fettstoffwechsel beeinflusst, steigen hierdurch auch die Cholesterin- und Triglyceridspiegel. 

Ob die Cholesterinwerte im Normbereich sind, lässt sich über eine Blutuntersuchung feststellen. Wer besonders viel des schädlichen LDL-Cholesterins hat, läuft Gefahr, an Arteriosklerose und einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu leiden. Als allgemeiner Richtwert gilt laut den Fachgesellschaften für den gesunden Menschen ein LDL-Cholesterin-Grenzwert von 115 mg/dl.

Wie Bauchfett gemessen wird

Doch kann ein Laie erkennen, ob es sich bei dem eigenen Bauchfett um das riskante viszerale Bauchfett oder um das harmlosere Unterhautfett handelt? Das geht nur mit aufwendigen Untersuchungen, etwa mithilfe eines Computertomografen. Aber Sie können davon ausgehen, dass da, wo Rettungsringe sind, auch viszerales Bauchfett ist.

Wie Sie Ihren Bauchumfang richtig messen, erfahren Sie hier.

Wer sich fragt, ob die überflüssigen Pfunde seinem Körper zu schaffen machen, sollte zu einem Arzt gehen und neben dem Blutdruck auch den Blutzucker und die Blutfettwerte messen lassen. Das ist der beste Weg, um das eigene Gesundheitsrisiko festzustellen.

Männer haben mehr Bauchfett als Frauen

Bereits ab einem Taillenumfang von mehr als 80 Zentimetern bei Frauen und über 94 Zentimetern bei Männern ist das Risiko für Stoffwechselstörungen wie etwa Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht. Das viszerale Fett belastet zudem die Leber, was weitere Entzündungsreaktionen im Körper zur Folge haben kann. Besonders Männer sind gefährdet, da sie generell mehr Fett im Bauchbereich einlagern als Frauen.

Bauchfett loswerden: Was wirklich hilft

Es lohnt sich also, den Kilos den Kampf anzusagen. Und es gibt Hoffnung. Entgegen der weitläufigen Meinung ist es sogar besonders leicht, das viszerale Fett wieder loszuwerden. Das liegt daran, dass es sehr aktiv im Stoffwechsel ist. Doch das klappt nur, wenn man auf eine entscheidende Faustregel achtet: Verbrauchen Sie mehr Kalorien, als Sie dem Körper zuführen. 

Dabei spielt es keine Rolle, ob die Kalorien in Form von Zucker, Fett, Kohlenhydraten oder Eiweiß in den Körper gelangt seien. Alles, was zu viel ist, wird in den Fettzellen gespeichert und lagert sich zu gleichen Teilen an Beinen, Po und im Bauchraum ein. Vergessen Sie also die Mythen von dickmachendem Obst, Lebensmitteln, die angeblich Fett verbrennen, schlimmen Kohlenhydraten und fiesem Zucker.

Bauchfett abbauen mit Sport und weniger essen 

Mit Sport allein ist das Abnehmen schwierig: eine Stunde joggen verbrennt gerade einmal 500 Kilokalorien. Um das Resultat einer Formula-Diät mit einem Diätpulver zu erreichen, müsste man täglich sogar drei bis vier Stunden laufen gehen – das ist kaum machbar.

Ratsam ist daher eine Kombination aus Ernährungsumstellung und Sport. Denn wer Muskeln aufbaut und den Stoffwechsel anregt, verbrennt auch im Ruhezustand mehr Kalorien. Zudem stärkt Bewegung das Herz-Kreislauf-System, hält uns metabolisch fit und hilft, Abnehmerfolge besser zu halten.

Die besten Tipps gegen Bauchfett

  1. Meiden Sie einfache Kohlenhydrate wie Weißmehlprodukte, Süßigkeiten, Chips, Fast Food, Limonaden und Alkohol
  2. Bevorzugen Sie Vollkornbrot und Vollkornnudeln, die den Blutzuckerspiegel nicht so schnell in die Höhe treiben
  3. Machen Sie dreimal pro Woche Ausdauersport für jeweils 45 Minuten. Sie sollten dabei außer Puste kommen und schwitzen
  4. Trainieren Sie ergänzend dazu die großen Muskelgruppen an Beinen, Po, Rücken und Bauch
  5. Nehmen Sie so oft wie möglich die Treppe statt den Aufzug
  6. Sorgen Sie für ausreichend Entspannung: Stresshormone führen ebenfalls dazu, dass Bauchfett eingelagert wird 

Studien haben gezeigt, dass mit jedem Kilo, das wir verlieren, auch der Taillenumfang um etwa einen Zentimeter schrumpft. Mit einer Kalorienreduktion lassen sich also gute Erfolge erzielen und das gefährliche Bauchfett loswerden.

Die Themenfelder Cholesterin und Herz-Kreislauf-Gesundheit werden Ihnen in Kooperation mit der Amgen GmbH (Riesstraße 24, 80992 München) präsentiert. Die Amgen GmbH hat keinen Einfluss auf die inhaltliche Ausgestaltung, diese liegt ausschließlich bei der Redaktion von t-online.de.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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