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Fuchsbandwurm und Hundebandwurm: Symptome, Behandlung, Vorbeugung


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Fuchsbandwurm und Hundebandwurm: Wie gefährlich sind die Parasiten?

Von t-online, dpa, jb

Aktualisiert am 14.10.2021Lesedauer: 4 Min.
Fuchs
Fuchs: Das Tier gilt als Überträger des Fuchsbandwurms. (Symbolbild) (Quelle: RT-Images/getty-images-bilder)
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Fuchsbandwurm und Hundebandwurm verursachen die Erkrankung Echinokokkose, die zu Zysten und Blasen in den inneren Organen führen kann. Zu den Bandwurm-Symptomen zählen Schmerzen im Oberbauch, Gelbsucht und Müdigkeit. Häufig wird die Erkrankung erst Jahre nach einer Infektion bemerkt.

Das Wichtigste im Überblick


  • Fuchs- und Hundebandwurm beim Menschen und bei Tieren
  • Bandwurmsymptome zeigen sich spät
  • Hundebandwurm: Zystische Echinokokkose
  • Fuchsbandwurm: Alveoläre Echinokokkose
  • Fuchs- und Hundebandwurm behandeln: OP oder Medikamente
  • Bandwurminfektion vorbeugen

Bandwürmer sind Parasiten, der unbemerkt die menschlichen Organe befällt. Stecken Sie sich mit dem Wurm an, zeigen sich zunächst keine Beschwerden oder Schmerzen. Wie genau der Fuchsbandwurm übertragen wird, ist noch ungeklärt. Mögliche Risiken lassen sich aber durch folgende Strategien minimieren, teilt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit.


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So schützen Sie sich vor dem Fuchsbandwurm
♦ Beeren, Kräuter, Pilze, Gemüse und Salat sowie Fallobst vor dem Essen immer gründlich waschen.
♦ Erhitzen Sie Lebensmittel über 60 Grad – also kochen, braten oder backen.
♦ Einfrieren tötet die Eier des Fuchsbandwurms nicht ab. Erst bei einer Temperatur von minus 80 Grad über mehrere Tage werden sie unschädlich.
♦ Füttern Sie Füchse nicht und ermöglichen Sie ihnen keinen Zugang zu Futter und Abfällen.
♦ Lassen Sie den Kot von Hunden und Katzen immer wieder auf Bandwurmeier untersuchen und bei einem Nachweis entwurmen.

Fuchs- und Hundebandwurm beim Menschen und bei Tieren

Die natürlichen Endwirte für den Fuchsbandwurm und den Hundebandwurm sind in der Regel

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Die Eier der Parasiten verbreiten sich über den Kot dieser Tiere. Durch die Aufnahme der Eier über den Mund können sich die Bandwürmer auch auf den menschlichen Körper übertragen. Dies geschieht etwa durch verunreinigte Gegenstände, Lebensmittel oder Pflanzen. Im Organismus des Menschen angelangt, setzen sich die Larven in Lunge und Leber fest und ernähren sich dort von Blut.

Eine Ansteckung kann nicht nur über den Endwirt erfolgen. Auch die sogenannten Zwischenwirte, zu denen vor allem Schweine, Rinder, Schafe und kleinere Tiere wie Ratten und Mäuse zählen, können den Parasiten übertragen. Durch den Kot von infizierten End- und Zwischenwirten kann der Bandwurm ebenfalls in der Erde, in bodennahen Gewächsen und ungewaschenen Nahrungsmitteln wie Beeren aus Wald und Garten lauern.

Bandwurmsymptome zeigen sich spät

Der Grund dafür, weshalb eine durch Fuchsbandwurm und Hundebandwurm ausgelöste Echinokokkose häufig erst spät diagnostiziert wird, liegt darin, dass es zunächst keine erkennbaren Symptome gibt. Die Eier der Würmer gelangen meist über den Mund in den Körper und vermehren sich dort in den inneren Organen. Wichtig ist, den Hundebandwurm und den Fuchsbandwurm zu unterscheiden. Je nach Wurmart fallen die Symptome anschließend unterschiedlich aus.

Hundebandwurm: Zystische Echinokokkose

Der Hundebandwurm verursacht eine sogenannte zystische Echinokokkose, bei der die Larven eine große Zyste gefüllt mit Wurmlarven bilden. Der Hundebandwurm setzt sich in 70 Prozent der Infektionen in der Leber fest, so die Experte. Aber auch andere Organen wie die Lunge, das Gehirn, das Herz, die Milz, die Knochen oder das Nervensystem können von dem Hundebandwurm befallen werden.

Erst wenn die Zyste in der Leber so groß wird, dass sie auf umliegendes Gewebe drückt und es verdrängt, treten körperliche Beschwerden wie Oberbauchschmerzen, Müdigkeit oder Gelbsucht auf. Bei einem Befall der Lunge können Bandwurm-Symptome wie Atembeschwerden und Husten auftreten.

Fuchsbandwurm: Alveoläre Echinokokkose

Der Fuchsbandwurm verursacht eine sogenannte alveoläre Echinokokkose, bei der sich viele kleine Bläschen, sogenannte Alveole, bilden. Die Larven dieser Wurmart befallen fast ausschließlich die Leber. Auch hier dauert es, bis die Bläschen auf das umliegende Gewebe drücken und so erste Bandwurmsymptome auslösen. Diese bestehen ebenfalls in zunehmenden Schmerzen im Oberbauch. Zudem wird die Leber durch den Befall nach und nach zersetzt, was zu einem Gallenstau und zu Gelbsucht führen kann.

Bei einer Infektion mit den Larven von Fuchsbandwurm und Hundebandwurm besteht zudem die Gefahr, dass die Zyste oder die Blasen platzen und eine lebensbedrohliche Blutvergiftung auslösen. Geraten die Wurmlarven massenhaft in die Bauchhöhle, besteht auch die Möglichkeit einer ebenfalls lebensbedrohlichen Bauchfellentzündung.

Dass ein Fuchsbandwurm für Menschen lebensgefährlich ist, kommt aber sehr selten vor. Im Vergleich zu den Vorjahren waren die Meldezahlen nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) im Jahr 2016 wieder rückläufig: 26 Fälle gab es. Seit 2010 wurden demnach jährlich mehr als 30 Fälle von alveolärer Echinokokkose erfasst.

Fuchs- und Hundebandwurm behandeln: OP oder Medikamente

Wenn Sie Verdacht auf einen Befall hegen, sollten Sie so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen, um sicherzugehen um welche Erkrankung es sich handelt. Wird der Bandwurmbefall durch Ihren Arzt bestätigt, hängt die weitere Behandlung vom Stadium und der Art der Erkrankung ab. Bei unbehandelten Erkrankten verläuft die Echinokokkose meist tödlich.

Einzelne Zysten bei der Infektion mit dem Hundebandwurm können relativ unproblematisch operativ entfernt werden. Erst bei bereits sehr großen Zysten besteht das Risiko, dass die Haut der Zyste reißt und die darin enthaltenen Larven in den Körper auslaufen. Neben einer erneuten Ansteckung kann auch eine Blutvergiftung die Folge sein. Dementsprechend ist die Entfernung der vielen Bläschen, die bei der alveolären Echinokokkose durch den Fuchsbandwurm hervorgerufen werden, um einiges schwieriger.

Sollte eine Operation aufgrund fortgeschrittenen Stadiums nicht mehr möglich sein, wird eine Therapie mit Medikamenten angewandt. Zur Bekämpfung von Wurmkrankheiten werden die Wirkstoffe Mebendazol und Albendazol eingesetzt, die die Wurmlarven im Inneren des Körpers abtöten. Die medikamentöse Behandlung kann sich je nach Stadium der Echinokokkose über Monate oder sogar Jahre hinweg ziehen. Ein Fuchsbandwurm kann oft nicht komplett entfernt werden, sodass Rückfälle möglich sind. Dann muss eine lebenslange medikamentöse Therapie angewandt werden, um einen tödlichen Verlauf zu verhindern.

Bandwurminfektion vorbeugen

Eine Impfung gegen die Infektion mit dem Fuchs- oder Hundebandwurm gibt es bislang nicht. Es gibt dennoch Vorbeugungsmaßnahmen, mit dem Sie das Risiko einer Infektion eindämmen können.

Wenn Sie einen Hund oder eine Katze besitzen, sollten Sie die Haustiere regelmäßig entwurmen lassen. Nach Spaziergängen in freier Natur sollten Sie Ihren Hund gründlich waschen. Sollten Sie Kontakt mit dem Fell von Hunden, Katzen, Schafen und anderen Zwischenwirten gehabt haben, ist Händewaschen eine wichtige Vorbeugungsmaßnahme.

Bandwurm im Katzenfell
Bandwurm: Untersuchen Sie Ihre Haustiere regelmäßig auf einen möglichen Befall der Parasiten. (Quelle: Henrik_L/getty-images-bilder)

Gründliche Hygiene gilt es auch nach der Gartenarbeit einzuhalten, falls die Erde vom Kot infizierter Tiere verunreinigt ist. Schützen Sie Ihren Obst- oder Gemüsegarten mit Netzen oder ausreichend hohen Umzäunungen vor streunenden Füchsen und Mardern. Waschen Sie vor dem Verzehr Obst und Gemüse stets gründlich. Essen Sie keine ungewaschenen Beeren, Pilze oder Fallobst. Kochen Sie verdächtige Lebensmittel am besten ab, denn nur das ist eine sichere Methode, um die Eier der Parasiten abzutöten.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • eigene RechercheNachrichtenagentur dpa
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