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Afrikanische Schweinepest: Drohender Ausbruch in Deutschland

Drohender Ausbruch in Deutschland  

Was Sie über die Afrikanische Schweinepest wissen müssen

25.11.2019, 10:28 Uhr | t-online.de , mwe , dpa

Afrikanische Schweinepest: Drohender Ausbruch in Deutschland. Ein Wildschwein: Die Afrikanische Schweinepest ist schon längst nicht mehr auf Afrika beschränkt. (Quelle: Getty Images/Neil_Burton)

Ein Wildschwein: Die Afrikanische Schweinepest ist schon längst nicht mehr auf Afrika beschränkt. (Quelle: Neil_Burton/Getty Images)

Die Afrikanische Schweinepest ist ein Virus, das bei Haus- und Wildschweinen meist tödlich verläuft. Die Infektion verbreitet sich seuchenartig in weiten Teilen Europas. Wir klären die wichtigsten Fragen.

Was ist die Afrikanische Schweinepest?

Die Afrikanische Schweinepest ist eine Tierseuche, die vor einigen Jahren von Afrika nach Europa eingeschleppt wurde. Sie führt bei Wild- und Hausschweinen häufig nach kurzer Krankheit zum Tod.

Wo ist die Seuche bisher ausgebrochen?

Die Schweinepest war ursprünglich auf Afrika beschränkt, bahnte sich aber in den vergangenen Jahren ihren Weg nach Europa: Zunächst über Georgien nach Moldawien und in die Ukraine. Im Jahr 2014 hat das Virus in den EU-Mitgliedstaaten Litauen und Lettland Fuß gefasst. Inzwischen ist die Schweinepest auch in Rumänien, Ungarn, Tschechien und Polen aufgetreten und verbreitet sich dort. Darüber informiert das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), das bundesweit für Tiergesundheit zuständig ist, auf seiner Webseite.

Erst kürzlich meldeten polnische Behörden mehrere Schweinepest-Fälle in der Grenzregion zu Deutschland. Die Seuche wurde bei toten Wildschweinen nachgewiesen. In Deutschland gibt es nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums bisher keinen Fall von Afrikanischer Schweinepest.

Wie wird die Schweinepest übertragen?

Das Virus wird meist direkt durch den Kontakt der Schweine untereinander übertragen. Der Mensch gilt ebenfalls als einer der größten Risikofaktoren für die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest. Bereits ein weggeworfenes Wurstbrot mit Erregern, das von einem Wildschwein gefressen wird, kann Experten zufolge die Krankheit auslösen.

Wird die Schweinepest nach Deutschland gelangen?

Die Risikobewertung des zuständigen Friedrich-Loeffler-Instituts in Greifswald bleibt unverändert. Die Gefahr einer Einschleppung der Seuche nach Deutschland durch infizierte Tiere werde weiter als hoch eingeschätzt, sagt Elke Reinking, Sprecherin des Instituts.

Das Bundesinstitut sieht ebenfalls ein "hohes Risiko", dass rohes verseuchtes Schweinefleisch oder daraus hergestellte ungegarte Produkte, wie etwa Salami, über Fahrzeuge oder Personen nach Deutschland eingeschleppt werden.

Die Risikobewertung war zuletzt im Mai 2019 angepasst worden, nachdem Fälle von Afrikanischer Schweinepest in Belgien aufgetreten waren. Dort hatte die Entfernung zur deutschen Grenze 70 Kilometer betragen.

Ist die Schweinepest auf den Menschen übertragbar?

Für Menschen ist das Risiko einer Erkrankung nicht bekannt, sagt eine Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts. Auch das Bundesministerium für Landwirtschaft gibt bekannt, dass das Virus nicht auf Menschen übertragbar ist. Sie können sich weder durch Tierkontakt noch über den Fleischverzehr anstecken.

Ist die Schweinepest für Hunde gefährlich?

Für Hunde und alle anderen Tiere – außer Schweine – stellt die Schweinepest keine Gefahr dar. Für Wild- und Hausschweine endet eine Infektion häufig nach kurzer Zeit tödlich.

Wie wird die Erkrankung der Schweine entdeckt?

Da infizierte Tiere sehr schwer erkranken, hohes Fieber haben und meistens innerhalb weniger Tage sterben, dürften Bauern relativ schnell feststellen, wenn Tiere ihres Betriebs infiziert sind. Jedoch ist das Virus hoch ansteckend und nicht behandelbar. Die Afrikanische Schweinepest ist deshalb auch anzeigepflichtig.

Wie wird die Seuche bekämpft?

Infizierte Tiere werden auf den betroffenen Höfen getötet und Schutz- und Überwachungszonen eingerichtet, um ein weiteres Ausbreiten der Seuche zu verhindern. Bislang existiert kein Impfstoff gegen die Krankheit.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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