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Forscher warnen vor Influenza-Virus bei Hunden

Bedrohung für den Menschen?  

Forscher warnen vor Influenza-Virus bei Hunden

Von Alexandra Grossmann

09.04.2019, 10:45 Uhr
Forscher warnen vor Influenza-Virus bei Hunden. Hund und Herrchen: Kann die Hunde-Grippe auf Menschen übergehen? (Quelle: Getty Images/	Kerkez)

Hund und Herrchen: Kann die Hunde-Grippe auf Menschen übergehen? (Quelle: Kerkez/Getty Images)

In Asien verbreitet sich ein neues Virus unter Hunden, das dem der Schweinegrippe ähnlich ist. Forscher fürchten, es könnte auch auf Menschen übergehen. Sie warnen vor einer neuen Epidemie.

Forscher der Korea-University in Seoul haben neue Influenza-Viren bei Hunden entdeckt, die möglicherweise auch Menschen infizieren können. Bereits im Jahr 2000 hatten die Wissenschaftler um Daesub Song erste Erreger der sogenannten Hunde-Grippe, dem Canine Influenza-Virus (CIV) gefunden. Dies geht aus einer Studie hervor, die im September 2018 auf den Seiten der US-Amerikanischen Gesellschaft für Mikrobiologie mBio veröffentlicht wurde.

Die Hunde hatten sich mit einer Mutation des Vogelgrippe-Virus H3N2 angesteckt. Zwölf Jahre später fanden die Forscher eine weitere Mutation: das CIV-Virus war in einem Hund mit einem Erreger der Schweinegrippe zu einem neuen Virus geworden, den die Wissenschaftler "CIVmv" tauften. Seitdem haben sich die Fälle von infizierten Hunden in Südkorea, Thailand und China vermehrt, auch in den USA wurden erste Fälle bekannt.

"Eine potenzielle Bedrohung für den Menschen"

Die Schweinegrippe hatte sich 2009 und 2010 ausgebreitet, Juni 2009 erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sie zur Pandemie, also zu einer weltweiten Epidemie. Auch in Deutschland hatte sich das Influenza-A-Virus H1N1 rasch verbreitet, mehr als 250 Menschen verstarben. Im August 2010 erklärte die WHO die Pandemie für beendet.

Nun warnen die Forscher, sie hätten die Genome von 16 Hunden aus der Region Guangxi in Südchina untersucht und herausgefunden, "dass die Entwicklung der Canine Influenza-Viren (CIVs) bei asiatischen Hunden zunehmend komplexer wird und eine potenzielle Bedrohung für den Menschen" darstellt.

Ähnlichkeit mit Viren der Schweinegrippe

Die Fähigkeit von Influenza-A-Viren, von Tieren auf Menschen überzugehen, stelle eine anhaltende Pandemie-Bedrohung dar, heißt es in der Studie. Vögel und Schweine gelten als wichtigste Träger viraler genetischer Diversität, während Pferde und Hunde bisher nur Influenza-A-Viren hätten. Diese seien für Menschen ungefährlich. Die bei den Hunden gefundenen Virentypen aber enthielten Teile, die bei Schweinen bekannt und die dem Pandemie-Virus der damaligen Schweinegrippe ähnlich seien.

Die Forscher haben zudem drei weitere Mutationen in Hunden gefunden und gehen davon aus, dass diese nicht die letzten sein werden: In Guangxi würden viele Straßenhunde leben, sodass mit einer weiteren Verbreitung der Viren zu rechnen sei.

Weitere Mutationen werden erwartet

"Eine weitere Überwachung ist dringend erforderlich", schreiben die Forscher, "um die vollständige genetische Vielfalt der CIV in Südchina, die Entstehung und Ausdauer von Viren in den verschiedenen Hundepopulationen der Region und das Risiko bei fortschreitender Entwicklung der Viren zu verstehen."

Um herauszufinden, ob die in den Hunden gefundenen Viren auf Menschen übergehen könnten, haben Song und sein Team in einem weiteren Schritt Frettchen mit CIV infiziert. Diese Tiere haben ähnliche Wirtszellen wie Menschen, über die Viren sich übertragen können. Darum dienen Frettchen zur Vorhersage über das Risiko von Ansteckungen von Grippeviren vom Tier auf den Menschen.

Die Frettchen mit dem CIV-Virus zeigten die gleichen Symptome wie die erkrankten Hunde: Husten, Niesen, laufende Augen und Nasen sowie Appetitverlust und Teilnahmslosigkeit. Zudem steckten die Tiere sich schnell unter einander an. Die Forscher sehen darin eine lauernde Gefahr für eine Übertragung auf den Menschen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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