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Diese Mythen und GerĂŒchte um das Coronavirus sind falsch

  • Melanie Rannow
Von Nicole Sagener, Melanie Rannow

Aktualisiert am 06.07.2020Lesedauer: 5 Min.
Ansteckung verhindern: Zur Übertragung und Behandlung des Coronavirus kursieren viele Mythen.
Ansteckung verhindern: Zur Übertragung und Behandlung des Coronavirus kursieren viele Mythen. (Quelle: superoke/getty-images-bilder)
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Knoblauch essen und alle paar Minuten Wasser trinken: Im Netz kursieren zahlreiche Falschinformationen zu der Frage, wie man sich vor einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 schĂŒtzen kann. Wir sagen, was stimmt und was nicht.

Das Wichtigste im Überblick


Das Coronavirus verĂ€ngstigt die Welt – und sorgt fĂŒr Spekulationen. Viele Fragen zu Übertragungswegen, Inkubationszeit und Symptomen des Virus sind noch immer nicht abschließend geklĂ€rt. Das gibt Mythen und Verschwörungstheorien im Netz zusĂ€tzlichen Aufwind.


Anleitung: HĂ€ndedesinfektion in acht einfachen Schritten

HĂ€ndedesinfektion
HĂ€ndedesinfektion
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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) klĂ€rt darum schon seit einigen Wochen auf ihrer Website ĂŒber Falschannahmen auf. Und auch die Bundeszentrale fĂŒr gesundheitliche AufklĂ€rung (BZgA) startete Anfang Februar eine YouTube-Kampagne zum Coronavirus. Dort klĂ€rt die BZgA in mehreren kurzen ErklĂ€rvideos ĂŒber den Erreger auf, um Verschwörungstheorien und Halbwahrheiten zu begegnen.

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Hier fassen wir zusammen, welche Behauptungen kursieren.

Kann Toilettenpapier mit dem Coronavirus kontaminiert sein?

In den sozialen Netzwerken wird behauptet, dass das neue Coronavirus ĂŒber Toilettenpapier ĂŒbertragen werden könne. Die Discounter wĂŒrden demnach ihr Toilettenpapier zurĂŒckrufen, da die PapphĂŒlsen in China gefertigt worden seien und mit dem Virus kontaminiert seien. Das Faktencheck-Portal "Mimikama" hatte zuvor darĂŒber berichtet.

Hierbei handelt es sich um eine Falschmeldung. Eine RĂŒckrufaktion von Toilettenpapier hat es nicht gegeben. Denn: Viren können auf porösen OberflĂ€chen nur sehr schwer ĂŒberleben beziehungsweise ĂŒbertragen werden.

Es ist "nach derzeitigem Wissensstand unwahrscheinlich, dass importiere Waren wie importierte Lebensmittel oder BedarfsgegenstĂ€nde und Spielwaren, Werkzeuge, Computer, Kleidung oder Schuhe Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein könnten", bestĂ€tigt das Bundesinstitut fĂŒr Risikobewertung auf seiner Webseite.

Alle Viertelstunde ein paar Schlucke Wasser trinken verhindert eine Infektion

Bereits seit einigen Wochen kursieren bei Whatsapp, Facebook und in anderen sozialen Netzwerken Kettenbriefe mit Tipps zum Schutz vor dem Coronavirus. Sie berufen sich angeblich auf Experten und Gesundheitsbehörden aus dem Ausland. Doch bewiesen werden die Tipps nicht, auch von den vermeintlichen Quellen stammen sie offensichtlich nicht. Die Briefe schließen in der Regel mit den Worten: "Bitte senden Sie diese Informationen an Ihre Familie, Ihre Freunde und alle Menschen, die sie kennen."

Ein Tipp, der zurzeit in solchen Kettenbriefen die Runde macht und angeblich von kanadischen Gesundheitsbehörden oder wahlweise von japanischen Ärzten stammt, empfiehlt, alle 15 Minuten einige Schlucke Wasser zu trinken. Dadurch werde das Virus in den Magen gespĂŒlt, bevor es in die Atemwege gelangen kann, so die Behauptung. Health Canada – Kanadas öffentlicher Gesundheitsdienst – hat der Nachrichtenagentur AFP jedoch mitgeteilt, dass er keine RatschlĂ€ge in Form von Facebook-Posts veröffentlicht habe. Der Gesundheitsdienst bietet auf seiner Website Tipps zur Vorbeugung von Coronavirus-Infektionen an, erwĂ€hnt jedoch kein Trinkwasser.

Auch der angeblich von Experten aus Taiwan stammende "einfache Selbsttest" auf Covid-19, laut dem man durch lĂ€ngeres Anhalten des Atems selbst prĂŒfen könne, ob eine Infektion mit dem Coronavirus vorliegt, ist offenbar erfunden. Solch einen Selbsttest empfehlen weder die Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch andere Gesundheitsbehörden.

Nur eine Atemmaske und ein Schutzanzug können vor Covid-19 schĂŒtzen

Wird man von einem Mitmenschen direkt angehustet oder angeniest, können Atemschutzmasken zwar einen großen Teil der Tröpfchen abfangen – dennoch schĂŒtzen sie nicht sicher vor einer Infektion, weil an den RĂ€ndern der Maske und auch durch das Material selbst noch mit Viren angereicherte Tröpfchen eindringen können.

Das Robert Koch-Institut (RKI) betont ebenfalls, dass es keine hinreichenden Belege dafĂŒr gebe, dass gesunde Menschen, die einen Mund-Nasen-Schutz tragen, ihr Ansteckungsrisiko damit deutlich verringern. Generell können Masken aber eine Schmierinfektion verhindern, da sich der TrĂ€ger nicht mit schmutzigen HĂ€nden an Mund und Nase greifen kann.

Die wichtigsten Maßnahmen, um sich vor dem Coronavirus zu schĂŒtzen, bleiben konsequentes Abstandhalten und Einhalten der Hygieneregeln. Schutzkleidung sollte ausschließlich von medizinischen Personal getragen werden.

Obst und Spielzeug aus China oder Italien sind gefÀhrlich

Experten sagen: Nein. Eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus ĂŒber OberflĂ€chen gilt weiter als unwahrscheinlich. Das gilt fĂŒr Lebensmittel ebenso wie fĂŒr Spielzeug oder andere Waren. Obst aus Norditalien zum Beispiel könne daher weiter ohne Bedenken gekauft und verzehrt werden, sagte Lars Schaade, VizeprĂ€sident des Robert Koch-Instituts, Ende Februar.

Die WHO geht davon aus, dass der Erreger SARS-CoV-2 auf OberflĂ€chen mehrere Tage lang ĂŒberleben kann. Nach Angaben der Bundeszentrale fĂŒr gesundheitliche AufklĂ€rung ist bisher aber kein Fall einer Übertragung ĂŒber unbelebte OberflĂ€chen dokumentiert. Dennoch gilt: HĂ€ndewaschen schadet nie.

Knoblauch und Alkohol helfen gegen eine Ansteckung

Acht Knoblauchzehen auf sieben Tassen Wasser helfen gegen eine Infektion: Im Netz kursieren solche und Ă€hnliche Rezepte mit Knoblauch. Helfen können sie aber nicht. Obgleich Knoblauch gesund sei, gebe es keine Hinweise, dass er vor einer Coronavirus-Infektion schĂŒtze, meint die WHO.

Mythen zum Coronavirus: Die WHO geht auf ihrer Seite mit solchen Grafiken gegen Falschinformationen vor.
Mythen zum Coronavirus: Die WHO geht auf ihrer Seite mit solchen Grafiken gegen Falschinformationen vor. (Quelle: WHO)

LÀsst sich das Virus abtöten, indem man den Körper mit Alkohol oder Chlor einreibt?

Nein, schreibt die WHO. Ein Eindringen des Virus in den Körper lasse sich mit solchen Maßnahmen nicht verhindern. Auch das Trinken von Alkohol schĂŒtze nicht vor einer Infektion.

Verhindert das Auftragen von Sesamöl das Eindringen des Coronavirus in den Körper?

Nein. Sesamöl ist zwar eine beliebte Zutat im Salatdressing und in der asiatischen KĂŒche. Es tötet das neue Coronavirus aber nicht ab.

SchĂŒtzt Mundwasser vor einer Infektion?

DafĂŒr gibt es keinerlei Hinweise. Manche MundspĂŒlungen töten zwar bestimmte Mikroben fĂŒr einen gewissen Zeitraum im Speichel ab. Das bedeutet aber nicht, dass sie vor einer Ansteckung mit Covid-19 schĂŒtzen.

Kann regelmĂ€ĂŸiges SpĂŒlen der Nase mit Kochsalzlösung eine Infizierung mit SARS-CoV-2 verhindern?

Nein. Laut WHO ist nicht einmal sicher, dass regelmĂ€ĂŸiges NasenspĂŒlen mit Kochsalzlösung eine einfache ErkĂ€ltung schneller auskuriert.

Kann eine UV-Desinfektionslampe das neue Coronavirus abtöten?

Die WHO sagt klar: Nein. UV-Lampen sollten nicht zum Sterilisieren von HĂ€nden oder anderen Hautbereichen verwendet werden. Die UV-Strahlung kann Hautreizungen verursachen.

Sind Antibiotika bei der PrÀvention und Behandlung des neuen Coronavirus wirksam?

Nein. Antibiotika werden nur eingesetzt, wenn neben der Virusinfektion Covid-19 eine bakterielle Infektion vorliegt.

Nur spezielle medizinische Desinfektionsmittel helfen gegen eine Ansteckung

Falsch. Spezielle Desinfektionsmittel sind nur fĂŒr den Einsatz in medizinischen Einrichtungen nötig. Richtig ist aber: Nicht jedes Mittel wirkt gegen jeden Erreger.

Desinfektionsmittel aus den Drogerie- und SupermÀrkten seien jedoch hÀufig keine Arzneimittel und deshalb zum Schutz vor Coronaviren nicht zu empfehlen, sagt Eike Steinmann, Leiter der Abteilung Molekulare und medizinische Virologie an der Ruhr-UniversitÀt Bochum.

Zur HĂ€ndedesinfektion sollten Sie daher zertifizierte Desinfektionsmittel etwa aus der Apotheke nutzen. Die Angabe "begrenzt viruzid" ist hierbei ganz entscheidend. "Viruzid" wirksame Desinfektionsmittel können noch mehr Erreger, beispielsweise den grĂ¶ĂŸten Teil der Viren unschĂ€dlich machen.

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SchĂŒtzen Impfstoffe gegen LungenentzĂŒndung vor dem Coronavirus?

Impfstoffe gegen LungenentzĂŒndung wie etwa der Pneumokokken-Impfstoff und der Haemophilus-Influenza-Typ-B-(Hib)-Impfstoff schĂŒtzen der WHO zufolge nicht gegen das neue Coronavirus. Experten raten aber, sich gegen Grippe impfen zu lassen, um bei Grippesymptomen schneller einordnen zu können, was der Auslöser sein könnte.

Risikogruppen wird zudem empfohlen, sich vorbeugend gegen Pneumokokken impfen zu lassen. Dies mindere die Gefahr einer LungenentzĂŒndung und eines schweren Krankheitsverlaufs bei Menschen, die mit SARS-CoV-2 infiziert sind.

Vor allem MÀnner und Àltere Menschen sind gefÀhrdet, sich anzustecken

Die WHO verneint das. Das neue Coronavirus infiziere nicht vor allem Ă€ltere Menschen, sondern sei fĂŒr alle Altersgruppen ansteckend. Richtig ist aber nach bisherigem Kenntnisstand: Ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetes, Herzkreislauferkrankungen oder Asthma zeigen hĂ€ufiger einen schweren Krankheitsverlauf.

(Quelle: Statista)
Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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