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Mehrheit der Deutschen hält nur noch fünf Reiseländer für sicher

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Wichtiger als Sonne  

Mehrheit der Deutschen hält nur noch fünf Reiseländer für sicher

19.12.2017, 15:03 Uhr | dpa; msc, t-online.de

Mehrheit der Deutschen hält nur noch fünf Reiseländer für sicher. Statistik zur Reisesicherheit: Deutschland top – Türkei flop. (Quelle: t-online.de/www.statista.com)

Statistik zur Reisesicherheit: Deutschland top – Türkei flop. (Quelle: www.statista.com/t-online.de)

Für die Mehrheit der Deutschen gibt es nach einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK nur noch eine Hand voll sichere Urlaubsregionen. Wo sich deutsche Urlauber geschützt fühlen und wo nicht.

Neben dem eigenen Land sind das Österreich und die Schweiz sowie mit deutlichem Abstand Italien und die skandinavischen Länder. Das wichtige Reiseziel Spanien gilt nur knapp der Hälfte der Befragten als Land, in dem sie sich im Urlaub wohl und sicher fühlen. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) im Auftrag der Hamburger BAT-Stiftung für Zukunftsfragen.

 Strandkörbe an der Ostsee: Deutschland gilt als sehr sicheres Reiseland. (Quelle: Christian Charisius/dpa ) Strandkörbe an der Ostsee: Deutschland gilt als sehr sicheres Reiseland. (Quelle: Christian Charisius/dpa )

Die ehemals klassischen Urlaubsziele Türkei, Ägypten und Tunesien werden von nur noch fünf Prozent als sichere Reiseländer betrachtet. "Statt Sonne, Strand und Meer ist Sicherheit zu dem entscheidenden Faktor auf Reisen geworden", sagte der wissenschaftliche Leiter der Studie, Prof. Ulrich Reinhardt. Anstelle einer Sonnengarantie werde die Garantie der Sicherheit über die künftig beliebtesten Urlaubsziele entscheiden. Allerdings ist das Sicherheitsgefühl auch im eigenen Land erschüttert. Jeder zwölfte Befragte fühle sich selbst in Deutschland nicht mehr sicher, hieß es.

Urlauber fühlen sich nicht mehr willkommen

Mit Blick auf das vergleichsweise schlechte Abschneiden von Spanien, dem wichtigsten Auslandsreiseziel der Deutschen, erklärte Reinhardt: "Viele Urlauber haben das Gefühl, in Spanien nicht mehr jederzeit willkommen zu sein." Demonstrationen gegen zu viele Touristen, Diskussionen über eine Touristensteuer und die mediale Berichterstattung darüber seien nicht folgenlos geblieben. Zudem spiele das Thema Sicherheit eine zentrale Rolle. Reinhardt nannte den Terroranschlag vom August 2017 in Barcelona, eine erhöhte Terrorwarnung für Mallorca und die jüngsten Konflikte in Katalonien.

Statistik zur Reisesicherheit: Deutschland top – Türkei flop. (Quelle: t-online.de/www.statista.com)Statistik zur Reisesicherheit: Deutschland top – Türkei flop. (Quelle: www.statista.com/t-online.de)

Österreich top – Ukraine flop

Von den abgefragten 30 Reiseregionen finden sich hinter Spanien im oberen Drittel noch Kanada, Australien, die Beneluxländer und Griechenland. Im Mittelfeld liegen Kroatien und Großbritannien. In Ungarn, Polen und den USA fühlt sich nur noch jeder Vierte wohl und sicher, in Bulgarien und Thailand nicht mal jeder Fünfte.

Im unteren Drittel landen Südafrika, die Vereinigten Arabischen Emirate, China, Russland, Mexiko und auf dem letzten Platz die Ukraine. Zum Vergleich – Deutschland wird von 77 Prozent der Befragten für sicher gehalten, Österreich von 71 und die Schweiz von 69 Prozent. Skandinavien folgt mit 53 Prozent, Italien mit 52. Nach dem Reiseland Frankreich wurde nicht gefragt.

Eine Wandergruppe in Österreich: Die Alpenrepublik halten viele Deutsche für sehr sicher. (Quelle:  Rolf Haid dpa/lsw)Eine Wandergruppe in Österreich: Die Alpenrepublik halten viele Deutsche für sehr sicher. (Quelle: Rolf Haid dpa/lsw)

Sicherheitsgefühl abhängig vom Bildungsgrad

Reinhardt wies darauf hin, dass die Einschätzung, ob man sich in einem Land wohl und sicher fühle, sehr stark von der Bildung abhänge. Von den Befragten mit höherer Bildung gaben etwa mehr als doppelt so viele an, sie hielten Großbritannien oder die USA für sichere Reiseländer. "Wer über eine formal niedrige Bildung verfügt, zeigt sich in vielen Bereichen des Lebens überdurchschnittlich ängstlich", sagte Reinhardt. Erklärt werden könne dies mit einer oftmals einseitigen Informationsaufnahme und einer hohen Empfänglichkeit für Schreckensbotschaften.

Quellen und weiterführende Informationen:
- dpa
- GfK

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